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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Hausgemachte Rezepte

Réunion-Hähnchen in cremiger Kokossauce – würzig, saftig und wunderbar aromatisch

Réunion-Hähnchen in cremiger Kokossauce – würzig, saftig und wunderbar aromatisch

Réunion-Hähnchen in cremiger Kokossauce – würzig, saftig und wunderbar aromatisch

Dieses Réunion-Hähnchen verbindet saftige Hähnchenteile mit einer cremigen Kokossauce, frischen Tomaten, Paprika, Ingwer und aromatischen Gewürzen. Beim Garen nimmt das Fleisch die würzige Sauce auf, während Zwiebeln und Tomaten weich werden und für eine angenehm sämige Konsistenz sorgen. Die leichte Schärfe des Chilis lässt sich problemlos an den eigenen Geschmack anpassen. Das Gericht eignet sich besonders gut für ein unkompliziertes Familienessen, weil es in einer einzigen großen Pfanne oder einem flachen Bräter zubereitet werden kann. Durch das Anbraten bekommt das Hähnchen eine appetitliche goldbraune Oberfläche, bleibt innen aber schön saftig.

Réunion-Hähnchen in cremiger Kokossauce – würzig, saftig und wunderbar aromatisch

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Garzeit: 40 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: einfach
  • Pfanne oder Bräter: ca. 28–30 cm Durchmesser
  • Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft

Zutaten

  • 800 g Hähnchenteile, zum Beispiel Oberkeulen und Unterkeulen
  • 6 g Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer
  • 30 ml Pflanzenöl oder Olivenöl
  • 1 große Zwiebel, ca. 150 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 20 g frischer Ingwer
  • 1 rote Paprika, ca. 180 g
  • 2 reife Tomaten, ca. 250 g
  • 1 TL Kurkuma, ca. 3 g
  • 1 TL getrockneter Thymian, ca. 1 g
  • 1 kleine rote Chilischote, optional
  • 200 ml Kokosmilch
  • 15 g frischer Koriander, optional

Zubereitung

  1. Hähnchen und Gemüse vorbereiten
    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 170 °C Umluft vorheizen. Die Hähnchenteile mit Küchenpapier trocken tupfen und rundherum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
    Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken. Ingwer schälen und fein reiben. Die Paprika entkernen und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden. Tomaten in kleine Stücke schneiden. Falls Chili verwendet wird, fein hacken.
  2. Hähnchen kräftig anbraten
    Das Öl in einer großen ofenfesten Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Die Hähnchenteile mit der Hautseite nach unten hineinlegen und etwa 5–6 Minuten anbraten.
    Sobald die Haut goldbraun ist und sich leicht vom Pfannenboden lösen lässt, die Stücke wenden und die andere Seite weitere 3 Minuten braten. Das Fleisch ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht durchgegart. Hähnchen aus der Pfanne nehmen und kurz beiseitestellen.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer anschwitzen
    Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Zwiebel in die Pfanne geben und etwa 3 Minuten braten, bis sie weich und leicht glasig wird.
    Knoblauch und Ingwer hinzufügen und ungefähr 1 Minute unter ständigem Rühren mitbraten. Beides sollte deutlich duften, aber nicht dunkel werden, da verbrannter Knoblauch bitter schmeckt.
  4. Paprika, Tomaten und Gewürze hinzufügen
    Paprikastreifen und Tomaten in die Pfanne geben. Kurkuma, Thymian und optional die gehackte Chilischote hinzufügen.
    Alles gründlich vermischen und etwa 4–5 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Die Tomaten sollten anfangen zu zerfallen und etwas Flüssigkeit abgeben. Gleichzeitig nimmt das Gemüse die Röstaromen vom Pfannenboden auf.
  5. Kokosmilch einrühren
    Die Kokosmilch gut verrühren und anschließend in die Pfanne gießen. Die Sauce langsam aufkochen lassen und etwa 2 Minuten sanft köcheln.
    Sie sollte cremig wirken, darf an dieser Stelle aber noch relativ flüssig sein. Während der Garzeit im Ofen reduziert sie sich weiter und wird deutlich sämiger.
  6. Hähnchen in der Sauce garen
    Die angebratenen Hähnchenteile wieder in die Pfanne legen. Die Hautseite sollte möglichst nach oben zeigen und nicht vollständig von der Sauce bedeckt sein.
    Die Pfanne ohne Deckel auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und das Gericht etwa 25–30 Minuten garen.
    Am Ende sollte das Hähnchen kräftig goldbraun sein und die Sauce leicht blubbernd und cremig aussehen. Die Kerntemperatur des Fleisches sollte an der dicksten Stelle mindestens 75 °C betragen.
  7. Fertigstellen und servieren
    Die Pfanne aus dem Ofen nehmen. Das Hähnchen etwa 5 Minuten stehen lassen, damit sich die sehr heiße Sauce etwas beruhigt.
    Falls frischer Koriander verwendet wird, grob hacken und unmittelbar vor dem Servieren über das Gericht streuen. Die Sauce vorsichtig umrühren und zusammen mit den Hähnchenteilen servieren.

Tipps für ein gelungenes Réunion-Hähnchen

  • Hähnchen vorher trocken tupfen: Nur eine trockene Oberfläche bräunt in der Pfanne richtig schön.
  • Nicht zu viele Fleischstücke gleichzeitig anbraten: Eine überfüllte Pfanne kühlt zu stark ab und das Hähnchen beginnt zu dünsten.
  • Knoblauch und Ingwer nur kurz braten: Eine Minute genügt normalerweise vollkommen.
  • Kokosmilch vor Gebrauch verrühren: Fett und Flüssigkeit können sich in der Dose voneinander absetzen.
  • Die Haut nicht vollständig mit Sauce bedecken: Dadurch bleibt sie im Ofen deutlich appetitlicher und erhält mehr Röstaroma.
  • Kerntemperatur kontrollieren: Besonders bei unterschiedlich großen Hähnchenteilen ist ein Thermometer zuverlässiger als die reine Garzeit.

Varianten und Substitutionen

Nur Hähnchenkeulen: Statt gemischter Hähnchenteile können etwa 800–900 g Ober- oder Unterkeulen verwendet werden. Sie bleiben besonders saftig und eignen sich sehr gut für dieses Gericht.

Ohne Chili: Für Kinder oder empfindliche Esser die Chilischote einfach weglassen. Die Sauce bleibt durch Ingwer, Kurkuma und Thymian trotzdem aromatisch.

Mehr Kokossauce: Wer viel Sauce möchte, kann die Kokosmilch auf 300 ml erhöhen. Die Konsistenz wird dadurch etwas milder und flüssiger; gegebenenfalls 5 Minuten länger ohne Deckel garen.

Koriander ersetzen: Frischer Koriander kann weggelassen werden, wenn sein Geschmack nicht gewünscht ist. Da er erst zum Schluss verwendet wird, beeinflusst das die Garung nicht.

Frische Tomaten ersetzen: Statt 250 g frischer Tomaten können 200 g gehackte Dosentomaten verwendet werden. Die Sauce wird dadurch etwas gleichmäßiger und meist etwas kräftiger im Tomatengeschmack.

Conservation

Das fertige Hähnchen sollte nach dem Essen zügig abkühlen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank gestellt werden. In einem luftdichten Behälter hält es sich dort etwa 2 Tage.

Zum Aufwärmen Hähnchen und Sauce langsam in einer Pfanne oder bei mittlerer Temperatur im Backofen erhitzen, bis das Fleisch vollständig heiß ist. Die Sauce dabei gelegentlich umrühren.

Das Gericht kann auch portionsweise für etwa 2–3 Monate eingefroren werden. Im Kühlschrank vollständig auftauen lassen und anschließend gründlich erhitzen. Die Kokossauce kann sich nach dem Auftauen leicht trennen, verbindet sich beim Erwärmen und Rühren jedoch meist wieder.

Häufige Fragen

Muss ich das Hähnchen vor dem Backen wirklich anbraten?

Es ist sehr empfehlenswert. Durch das Anbraten entstehen Röstaromen und die Haut bekommt eine deutlich bessere Farbe und Textur. Ohne diesen Schritt schmeckt das Gericht milder und wirkt optisch blasser.

Kann ich das Gericht komplett auf dem Herd kochen?

Ja. Nach dem Einlegen des Hähnchens die Pfanne abdecken und bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten sanft schmoren. Anschließend den Deckel abnehmen und die Sauce bei Bedarf noch einige Minuten einkochen lassen. Die Haut wird dabei allerdings weniger knusprig.

Was kann ich tun, wenn die Sauce zu flüssig ist?

Die gegarten Hähnchenteile aus der Pfanne nehmen und die Sauce auf dem Herd 5–8 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Dadurch verdampft überschüssige Flüssigkeit und die Kokossauce wird sämiger.

Woran erkenne ich, dass das Hähnchen fertig ist?

Am sichersten mit einem Fleischthermometer. Die dickste Stelle des Fleisches sollte mindestens 75 °C erreichen. Dabei darauf achten, dass die Messspitze nicht direkt am Knochen anliegt.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.