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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Rustikale Bauernpfanne mit Bratwurst, Kartoffeln und Spiegelei – herzhaftes Ofengericht für die ganze Familie

Rustikale Bauernpfanne mit Bratwurst, Kartoffeln und Spiegelei – herzhaftes Ofengericht für die ganze Familie

Rustikale Bauernpfanne mit Bratwurst, Kartoffeln und Spiegelei – herzhaftes Ofengericht für die ganze Familie

Knusprige Kartoffeln, goldbraun gebratene Bratwürste, süßlich geröstete Zwiebeln und cremige Eier: Diese rustikale Bauernpfanne ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes und sättigendes Familienessen auf den Tisch soll. Die Kartoffeln werden zunächst vorgegart, damit sie im Ofen innen weich und außen schön gebräunt werden. Anschließend garen Bratwürste und Zwiebeln gemeinsam im Bräter, bevor die Eier zum Schluss direkt darüber aufgeschlagen werden. So bleibt das Eigelb auf Wunsch noch leicht cremig, während das Eiweiß vollständig stockt. Ein einfaches Gericht mit wenigen Zutaten und viel herzhaftem Geschmack.

Rustikale Bauernpfanne mit Bratwurst, Kartoffeln und Spiegelei – herzhaftes Ofengericht für die ganze Familie

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Garzeit: 40 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 60 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Form: Bräter oder große ofenfeste Pfanne, etwa 30 × 24 cm
  • Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft

Zutaten

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 5 grobe Bratwürste, insgesamt etwa 500–600 g
  • 1 große Zwiebel, etwa 150 g
  • 4 Eier, Größe M
  • 30 ml Olivenöl
  • 2 TL Kräuter der Provence
  • 1 TL Salz
  • ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

1. Kartoffeln vorgaren

Die Kartoffeln gründlich waschen, schälen und in etwa 2 bis 3 cm große Spalten oder Stücke schneiden. In einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen.

Sobald das Wasser kocht, die Kartoffeln etwa 7 bis 8 Minuten vorgaren. Sie sollen außen etwas weicher werden, innen aber noch deutlich fest sein. Anschließend vorsichtig abgießen und etwa 2 Minuten ausdampfen lassen. Dieser Schritt ist wichtig: Zu weiche Kartoffeln würden später im Bräter zerfallen.

Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180 °C Umluft vorheizen.

2. Zwiebel und Kartoffeln vorbereiten

Die Zwiebel schälen, halbieren und in etwa 5 mm breite Streifen schneiden.

Die vorgegarten Kartoffeln zusammen mit den Zwiebeln in den Bräter geben. 25 ml Olivenöl, Kräuter der Provence, Salz und Pfeffer darüber verteilen.

Alles vorsichtig wenden, bis die Kartoffeln gleichmäßig mit Öl und Gewürzen überzogen sind. Danach möglichst in einer einzigen, lockeren Schicht verteilen. Liegen die Kartoffeln zu dicht übereinander, werden sie eher weich als goldbraun.

3. Bratwürste dazugeben

Die Bratwürste zwischen den Kartoffelstücken verteilen und mit den restlichen 5 ml Olivenöl dünn einreiben. Die Würste nicht einstechen, damit möglichst wenig Fleischsaft austritt.

Den Bräter auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und zunächst 25 Minuten garen.

Nach ungefähr 15 Minuten die Kartoffeln vorsichtig wenden und die Bratwürste drehen. Dadurch bräunen beide Seiten gleichmäßiger.

Nach 25 Minuten sollten die Kartoffeln bereits erste kräftig goldene Stellen haben und die Würste sichtbar gebräunt sein.

4. Platz für die Eier schaffen

Den Bräter kurz aus dem Backofen nehmen. Mit einem Löffel zwischen Kartoffeln und Bratwürsten vier kleine Vertiefungen schaffen.

Dabei nicht zu tief drücken – die Eier sollen zwischen den übrigen Zutaten liegen und nicht vollständig darunter verschwinden.

Die Würste sollten zu diesem Zeitpunkt fast vollständig durchgegart sein, da die Eier anschließend nur noch wenige Minuten benötigen.

5. Eier aufschlagen

Jeweils ein Ei vorsichtig in eine kleine Schale aufschlagen und anschließend in eine der vorbereiteten Vertiefungen gleiten lassen. So lassen sich Schalenteile leichter erkennen und entfernen.

Den Bräter wieder in den Backofen stellen.

Weitere 7 bis 10 Minuten bei gleicher Temperatur garen. Nach etwa 7 Minuten kontrollieren: Das Eiweiß muss vollständig weiß und gestockt sein. Wer ein weiches Eigelb bevorzugt, kann die Pfanne herausnehmen, sobald das Eiweiß fest ist. Für vollständig durchgegarte Eier etwa 2 bis 3 Minuten länger backen.

6. Direkt servieren

Vor dem Servieren kontrollieren, dass die Bratwürste vollständig durchgegart sind. Bei rohen Schweinebratwürsten sollte die Kerntemperatur im Inneren mindestens 71 °C erreichen.

Die fertige Bauernpfanne direkt im Bräter servieren. Die Kartoffeln sollten außen goldbraune Ränder und einen weichen Kern haben, die Zwiebeln leicht karamellisiert und die Würste kräftig gebräunt sein.

Tipps für eine richtig gute Bauernpfanne

Kartoffeln nicht vollständig vorkochen: Die kurze Garzeit von 7 bis 8 Minuten reicht. Sie garen anschließend im Ofen weiter und behalten dadurch ihre Form.

Einen ausreichend großen Bräter verwenden: Auf ungefähr 30 × 24 cm haben die Kartoffeln genügend Platz zum Rösten. In einem kleinen, überfüllten Gefäß entsteht mehr Dampf.

Bratwürste nicht einstechen: Die Hülle hält den Fleischsaft während des Garens besser im Inneren.

Eier erst am Ende hinzufügen: Würden sie von Anfang an mitgebacken, wären sie trocken und gummiartig, bevor Kartoffeln und Würste fertig sind.

Die Eier beobachten: Zwischen cremigem und festem Eigelb liegen im heißen Ofen nur wenige Minuten.

Kartoffeln ausdampfen lassen: Eine möglichst trockene Oberfläche nimmt das Öl besser auf und bräunt leichter.

Varianten und Substitutionen

Mit kleinen Kartoffeln: Drillinge können verwendet werden. Halbieren oder vierteln und ebenfalls kurz vorgaren. Sehr kleine Exemplare können halbiert bleiben.

Mit Geflügelbratwurst: Sie funktioniert ebenfalls gut. Da Größe und Zusammensetzung unterschiedlich sein können, unbedingt vollständig durchgaren; Geflügel sollte im Kern 74 °C erreichen.

Mit milderen Kräutern: Wer Kräuter der Provence zu intensiv findet, kann dieselbe Menge durch eine passende getrocknete Kräutermischung ersetzen. Dadurch wird das Aroma milder, die Zubereitung bleibt gleich.

Mit mehr Zwiebeln: Für einen kräftigeren, leicht süßlichen Geschmack können 250 g statt 150 g Zwiebeln verwendet werden. Die zusätzliche Feuchtigkeit kann die Bräunung etwas verlangsamen.

Mit mehligkochenden Kartoffeln: Möglich, aber weniger ideal. Sie werden weicher und können beim Wenden leichter auseinanderfallen. Festkochende Kartoffeln sind für diese Pfanne zuverlässiger.

Aufbewahrung

Reste sollten nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Anschließend vollständig abkühlen lassen und in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 2 Tagen verbrauchen und vor dem Essen vollständig durcherhitzen.

Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen bei 180 °C für etwa 10 bis 15 Minuten. Die Kartoffeln werden dabei besser als in der Mikrowelle.

Die Kartoffel-Wurst-Mischung lässt sich grundsätzlich einfrieren, die gebackenen Eier jedoch weniger gut: Nach dem Auftauen verändert sich ihre Konsistenz deutlich. Deshalb die Eier nach Möglichkeit frisch zubereiten.

Häufige Fragen

Muss ich die Kartoffeln wirklich vorkochen?

Es ist sehr empfehlenswert. Rohe Kartoffelstücke benötigen deutlich länger als Eier und je nach Größe auch länger als die Bratwürste. Durch das kurze Vorkochen werden alle Bestandteile ungefähr gleichzeitig fertig.

Kann ich rohe Bratwürste direkt im Ofen garen?

Ja. Sie müssen allerdings vollständig durchgegart werden. Besonders zuverlässig lässt sich das mit einem Küchenthermometer kontrollieren.

Wie bekomme ich ein cremiges Eigelb?

Die Eier erst während der letzten Minuten hinzugeben. Ab etwa 7 Minuten regelmäßig kontrollieren und den Bräter herausnehmen, sobald das Eiweiß vollständig gestockt ist und das Eigelb noch leicht nachgibt.

Warum werden meine Kartoffeln nicht knusprig?

Meist befinden sich zu viele Kartoffeln auf zu wenig Fläche oder sie sind nach dem Vorkochen noch sehr feucht. Gut ausdampfen lassen, mit Öl benetzen und möglichst nebeneinander statt übereinander verteilen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.