Saftiger Joghurtkuchen mit flüssigem Schoko-Haselnuss-Kern
Dieser unkomplizierte Joghurtkuchen verbindet einen weichen, saftigen Teig mit einem großzügigen Kern aus cremiger Schoko-Haselnuss-Creme. Außen bekommt der Kuchen beim Backen eine appetitlich goldbraune Kruste, während das Innere locker und angenehm feucht bleibt. Besonders köstlich ist er leicht warm, wenn die Schokoladenfüllung beim Anschneiden noch weich aus der Mitte läuft. Die Zubereitung ist bewusst einfach gehalten und gelingt auch Backanfängern ohne besondere Ausrüstung. Wichtig sind vor allem die richtige Formgröße, eine nicht zu lange Backzeit und das sorgfältige Platzieren der Füllung, damit sie tatsächlich im Inneren des Kuchens bleibt.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Ruhezeit: 15 Minuten
- Backzeit: 35 Minuten
- Gesamtzeit: 1 Stunde 5 Minuten
- Portionen: 8 Stücke
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Formgröße: runde Springform mit 20 cm Durchmesser
Zutaten
- 3 Eier, Größe M
- 130 g Zucker
- 125 g Naturjoghurt
- 80 ml neutrales Pflanzenöl, zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl
- 200 g Weizenmehl Type 405
- 10 g Backpulver
- 180 g Schoko-Haselnuss-Creme
Zubereitung
- Backofen und Form vorbereiten.
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Von den insgesamt 80 ml Pflanzenöl etwa 1 Teelöffel abnehmen und Boden sowie Rand einer Springform mit 20 cm Durchmesser dünn damit einfetten. Die Form sollte nicht wesentlich größer sein, da der Kuchen sonst flacher wird und der cremige Kern weniger gut zur Geltung kommt. - Eier und Zucker aufschlagen.
Die 3 Eier zusammen mit 130 g Zucker in eine große Rührschüssel geben. Mit einem Schneebesen oder Handrührgerät etwa 2 bis 3 Minuten verrühren, bis die Masse deutlich heller, leicht schaumig und etwas voluminöser geworden ist. Dieser Schritt hilft dabei, dass der fertige Kuchen trotz seiner saftigen Konsistenz nicht zu kompakt wird. - Joghurt und Öl einarbeiten.
Den Naturjoghurt zur Eier-Zucker-Mischung geben und kurz unterrühren. Anschließend das restliche Pflanzenöl langsam dazugießen und etwa 30 Sekunden weiterrühren. Die Masse sollte anschließend glatt und gleichmäßig aussehen, ohne sichtbare Ölspuren an der Oberfläche. - Trockene Zutaten hinzufügen.
Mehl und Backpulver miteinander vermischen und zur flüssigen Mischung geben. Nur so lange mit einem Schneebesen oder Teigschaber unterarbeiten, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Das dauert normalerweise weniger als 1 Minute. Zu langes Rühren kann die Glutenstruktur unnötig verstärken und den Kuchen fester statt locker machen. Der fertige Teig sollte dickflüssig sein und langsam vom Teigschaber laufen. - Schoko-Haselnuss-Kern einfüllen.
Etwa zwei Drittel des Teiges in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Die 180 g Schoko-Haselnuss-Creme in mehreren dicht nebeneinanderliegenden Klecksen in der Mitte verteilen. Rundherum mindestens 2 bis 3 cm Abstand zum Formenrand lassen. Den restlichen Kuchenteig vorsichtig darüber verteilen, sodass die Schokoladencreme vollständig bedeckt ist. Die Oberfläche nur sanft glatt streichen und die Füllung dabei nicht mit dem Teig vermischen. - Kuchen backen.
Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Kuchen bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 33 bis 37 Minuten backen. Nach ungefähr 30 Minuten die Bräunung kontrollieren. Die Oberfläche sollte gleichmäßig goldbraun und leicht gewölbt sein. Zur Garprobe einen Holzspieß nicht in die gefüllte Mitte, sondern etwa 4 cm vom Rand entfernt einstechen. Dort sollte kein flüssiger Kuchenteig mehr haften; einige feuchte Krümel sind völlig in Ordnung. - Kurz ruhen lassen und servieren.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und zunächst 15 Minuten in der Form stehen lassen. Danach den Rand vorsichtig lösen und den Kuchen herausnehmen. Leicht warm serviert ist die Schoko-Haselnuss-Füllung besonders weich und cremig. Wird der Kuchen vollständig kalt, wird auch der Kern fester. Das ist normal und lässt sich durch kurzes Erwärmen einzelner Stücke wieder rückgängig machen.
Tipps für ein gelungenes Ergebnis
- Nicht zu lange rühren: Sobald nach der Zugabe des Mehls keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind, sollte das Rühren beendet werden. So bleibt die Krume zarter.
- Die Füllung mittig platzieren: Schoko-Haselnuss-Creme direkt am Formenrand kann während des Backens austreten oder am Rand festbacken.
- Die Stäbchenprobe seitlich machen: In der Mitte befindet sich absichtlich weiche Schokoladencreme. Eine Garprobe an dieser Stelle wäre deshalb nicht aussagekräftig.
- Auf die Formgröße achten: Eine 20-cm-Form sorgt für einen ausreichend hohen Kuchen. Bei einer 24-cm-Form wird er deutlich flacher und benötigt etwas weniger Backzeit.
- Nicht überbacken: Ein zu lange gebackener Joghurtkuchen verliert seine typische saftige Konsistenz. Sobald der äußere Kuchenteig durchgebacken ist, kann er aus dem Ofen.
- Vor dem Anschneiden kurz warten: Direkt aus dem Ofen ist die Kuchenstruktur noch empfindlich. Die 15 Minuten Ruhezeit stabilisieren die Krume und erleichtern das Schneiden.
Varianten und Alternativen
Naturjoghurt durch griechischen Joghurt ersetzen: Die gleiche Menge, also 125 g, funktioniert problemlos. Der Kuchen wird dadurch etwas reichhaltiger und die Krume geringfügig kompakter.
Weniger Schokoladenfüllung: Wer einen dezenteren Kern bevorzugt, kann die Schoko-Haselnuss-Creme auf 130 bis 150 g reduzieren. Die Backzeit muss dafür nicht verändert werden.
Vollkornanteil hinzufügen: Bis zu 50 g des Weizenmehls können durch Weizenvollkornmehl ersetzt werden. Dadurch schmeckt der Kuchen kräftiger und wird etwas dichter.
Andere neutrale Ölsorte: Sonnenblumenöl und mildes Rapsöl können im Verhältnis 1:1 ausgetauscht werden. Stark aromatische Öle sind weniger geeignet, da sie den Geschmack der Schoko-Haselnuss-Füllung überdecken können.
Muffins statt Kuchen: Der Teig kann auf etwa 10 Muffinförmchen verteilt werden. Jeweils etwas Teig einfüllen, einen kleinen Klecks Schoko-Haselnuss-Creme in die Mitte geben und mit Teig bedecken. Bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 20 bis 23 Minuten backen.
Aufbewahrung
Den vollständig ausgekühlten Kuchen luftdicht verpackt bis zu 2 Tage bei kühler Raumtemperatur aufbewahren. Bei warmer Raumtemperatur besser in den Kühlschrank stellen und innerhalb von 4 Tagen verzehren. Dort wird die Schoko-Haselnuss-Creme deutlich fester. Ein einzelnes Stück kann deshalb vor dem Servieren kurz bei niedriger Leistung in der Mikrowelle erwärmt werden. Zum Einfrieren den Kuchen in einzelne Stücke schneiden, gut verpacken und maximal 2 Monate einfrieren. Anschließend vollständig auftauen lassen und nach Wunsch kurz erwärmen.
Der flüssige Kern gelingt auch im Kleinformat: Die gefüllten Schoko-Cookies mit flüssigem Kern arbeiten mit demselben Prinzip. Fruchtiger und ohne Mehl kommt der saftige Pfirsich-Joghurt-Kuchen auf den Tisch.
Häufige Fragen
Warum sinkt die Schoko-Haselnuss-Creme nach unten?
Die Creme ist deutlich schwerer als der Kuchenteig. Deshalb muss zuerst eine ausreichend dicke Teigschicht in die Form gegeben werden. Außerdem sollte die Füllung nicht zu nah am Boden oder am Rand verteilt werden.
Wie bleibt der Schokoladenkern schön flüssig?
Am weichsten ist die Füllung, wenn der Kuchen noch leicht warm serviert wird. Nach dem vollständigen Auskühlen wird sie fester. Ein Kuchenstück kann kurz erwärmt werden, damit der Kern wieder cremiger wird.
Kann ich den Kuchen mit Umluft backen?
Ja. In diesem Fall den Backofen auf 160 °C Umluft einstellen und den Kuchen bereits nach etwa 30 Minuten kontrollieren. Umluft kann die Oberfläche schneller bräunen und die Backzeit etwas verkürzen.
Warum ist mein Joghurtkuchen trocken geworden?
Meist wurde er zu lange gebacken oder es wurde eine zu große Form verwendet. Entscheidend ist die Garprobe im Kuchenteig außerhalb des Schokoladenkerns. Sobald dort kein flüssiger Teig mehr am Holzspieß haftet, sollte der Kuchen aus dem Ofen genommen werden.
