Knuspriges Hähnchen Parmigiana mit Tomatensauce und Mozzarella
Dieses Hähnchen Parmigiana kombiniert saftiges Fleisch mit einer goldbraunen Parmesan-Panade, aromatischer Tomatensauce und herrlich geschmolzenem Mozzarella. Die Hähnchenbrust wird zunächst kurz in der Pfanne angebraten, damit die Hülle schön knusprig wird, und anschließend mit Sauce und Käse im Ofen fertig gegart. So bleibt das Fleisch zart, während der Käse appetitlich gratiniert. Das Rezept eignet sich hervorragend für ein unkompliziertes Familienessen und lässt sich auch von Kochanfängern problemlos zubereiten. Wichtig sind vor allem gleichmäßig dicke Hähnchenstücke und eine nicht zu lange Garzeit.
Zart und goldbraun wird es ebenso beim cremigen Joghurt-Hähnchen-Auflauf. Mit Gemüse aus dem Ofen kommt das saftige Senf-Hähnchen mit knusprigen Ofenkartoffeln auf den Tisch, und wer die Tomatensauce besonders mag, wird bei den Mozzarella-Hackbällchen fündig.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit: 10 Minuten
- Garzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: 1 Stunde 5 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Formgröße: Auflaufform von etwa 30 × 22 cm
Zutaten
- 4 Hähnchenbrustfilets à etwa 150 g
- 6 g Salz
- 2 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 60 g Weizenmehl
- 2 Eier, Größe M
- 120 g Semmelbrösel
- 50 g fein geriebener Parmesan
- 2 g getrocknete italienische Kräuter
- 45 ml Olivenöl
- 400 g Tomatensauce
- 200 g geriebener Mozzarella
Zubereitung
- Hähnchen vorbereiten.
Die Hähnchenbrustfilets trocken tupfen. Sehr dicke Stücke zwischen zwei Bögen Backpapier legen und mit einem Fleischklopfer oder einem schweren Topfboden vorsichtig auf ungefähr 1,5 cm Dicke klopfen. Die Filets sollten möglichst gleichmäßig dick sein, damit sie später gleichzeitig gar werden. Beide Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und das Fleisch anschließend 10 Minuten ruhen lassen. - Panierstraße vorbereiten.
Während das Hähnchen ruht, drei flache Teller bereitstellen. Das Mehl auf den ersten Teller geben. Auf dem zweiten Teller die Eier mit einer Gabel gründlich verquirlen. Auf dem dritten Teller Semmelbrösel, 30 g Parmesan und die getrockneten italienischen Kräuter vermischen. Die übrigen 20 g Parmesan für das spätere Überbacken beiseitestellen. Gleichzeitig den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen. - Hähnchen panieren.
Jedes Filet zuerst vollständig im Mehl wenden und überschüssiges Mehl sorgfältig abschütteln. Danach durch die verquirlten Eier ziehen und kurz abtropfen lassen. Zum Schluss in die Parmesan-Semmelbrösel-Mischung legen und die Panade mit den Fingern leicht andrücken. Sie sollte das Fleisch gleichmäßig bedecken, aber nicht unnötig dick sein. So haftet sie beim Braten besser und wird schön knusprig. - Filets goldbraun anbraten.
Etwa 30 ml Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis etwas höherer Temperatur erhitzen. Je nach Größe der Pfanne zwei Filets hineinlegen und ungefähr 2 bis 3 Minuten pro Seite braten. Die Panade sollte goldbraun und fest sein. Das Fleisch muss zu diesem Zeitpunkt innen noch nicht vollständig durchgegart sein. Filets herausnehmen und die restlichen Stücke mit dem übrigen Olivenöl genauso anbraten. - Parmigiana zusammensetzen.
Etwa 100 g Tomatensauce auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Die angebratenen Hähnchenfilets nebeneinander hineinlegen, möglichst ohne sie zu überlappen. Die restlichen 300 g Tomatensauce hauptsächlich auf der Oberseite der Filets verteilen. Die Ränder der Panade ruhig teilweise frei lassen, damit sie beim Backen etwas knusprig bleiben. Anschließend den Mozzarella gleichmäßig darüberstreuen und mit den zurückbehaltenen 20 g Parmesan abschließen. - Im Ofen fertig garen.
Die Auflaufform auf die mittlere Schiene stellen und das Hähnchen bei 200 °C Umluft 18 bis 22 Minuten backen. Fertig ist es, wenn die Tomatensauce am Rand leicht blubbert, der Mozzarella vollständig geschmolzen und stellenweise goldbraun ist. Besonders zuverlässig lässt sich die Garstufe mit einem Küchenthermometer prüfen: Die dickste Stelle des Hähnchens sollte 74 °C Kerntemperatur erreichen. - Kurz ruhen lassen und servieren.
Die Form aus dem Backofen nehmen und das Hähnchen vor dem Anschneiden etwa 5 Minuten ruhen lassen. Dadurch verteilt sich die Hitze gleichmäßiger und das Fleisch bleibt saftiger. Beim Anschneiden sollte das Innere vollständig gegart und saftig sein, während außen eine goldene Panade, kräftige Tomatensauce und geschmolzener Käse sichtbar bleiben.
Tipps für ein gelungenes Hähnchen Parmigiana
- Gleichmäßige Dicke ist entscheidend: Unterschiedlich dicke Filets werden nicht gleichzeitig gar. Etwa 1,5 cm sind für diese Zubereitung ideal.
- Panade gut andrücken: Dadurch löst sie sich beim Wenden in der Pfanne deutlich weniger leicht vom Fleisch.
- Nicht zu viel Sauce verwenden: Die angegebenen 400 g reichen für vier Portionen. Zu viel Sauce macht die knusprige Panade schnell weich.
- Pfanne ausreichend vorheizen: Ist das Öl noch zu kalt, nimmt die Panade unnötig viel Fett auf und wird weniger knusprig.
- Hähnchen nicht übergaren: Sobald die dickste Stelle 74 °C erreicht hat, sollte das Fleisch aus dem Ofen genommen werden.
- Für stärkere Bräunung: Falls der Käse nach der regulären Garzeit noch sehr hell ist, kann er unter Beobachtung etwa 1 bis 2 Minuten mit der Grillfunktion gebräunt werden.
Varianten und Alternativen
Mit Panko: Die 120 g klassischen Semmelbrösel können vollständig durch Panko ersetzt werden. Die Panade wird dadurch gröber, luftiger und besonders knusprig. Die übrige Zubereitung bleibt unverändert.
Mit Putenbrust: Hähnchen lässt sich durch 600 g Putenbrust ersetzen. Auch hier sollten etwa 1,5 cm dicke Stücke verwendet werden. Putenfleisch kann schneller trocken werden, deshalb die Kerntemperatur besonders aufmerksam kontrollieren.
Mit frischem Mozzarella: Statt geriebenem Mozzarella können 200 g frischer Mozzarella verwendet werden. Diesen gründlich abtropfen lassen und in dünne Scheiben schneiden. Das Ergebnis wird cremiger, enthält jedoch etwas mehr Feuchtigkeit.
Mit kräftigerer Parmesankruste: Von den insgesamt 50 g Parmesan können 40 g unter die Semmelbrösel gemischt und nur 10 g zum Überbacken verwendet werden. Dadurch schmeckt die Panade intensiver nach Parmesan.
Komplett aus dem Ofen: Wer das Anbraten reduzieren möchte, kann die panierten Filets mit dem vorgesehenen Olivenöl bestreichen und zunächst auf einem Backblech vorgaren. Die Panade wird dabei meist etwas weniger gleichmäßig gebräunt als in der Pfanne.
Aufbewahrung
Reste sollten nach dem Essen zügig abkühlen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank gestellt werden. Luftdicht verpackt hält sich das Hähnchen Parmigiana bei maximal 4 °C etwa 2 bis 3 Tage. Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen besser als die Mikrowelle: Bei 180 °C Umluft etwa 10 bis 15 Minuten erhitzen, bis das Fleisch vollständig heiß ist. Zum Einfrieren die ausgekühlten Portionen luftdicht verpacken und innerhalb von etwa 2 Monaten verbrauchen. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig erhitzen.
Häufige Fragen
Warum löst sich meine Panade vom Hähnchen?
Meist ist die Oberfläche des Fleisches zu feucht oder es befindet sich zu viel Mehl darauf. Das Hähnchen vor dem Panieren trocken tupfen, überschüssiges Mehl abschütteln und die Semmelbrösel anschließend leicht festdrücken.
Muss das Hähnchen in der Pfanne vollständig durchgegart werden?
Nein. Die Filets werden nur kurz angebraten, damit die Panade Farbe und Struktur bekommt. Die eigentliche Garung wird anschließend im Backofen abgeschlossen.
Wie bleibt die Panade trotz Tomatensauce knusprig?
Die Filets zuerst kräftig goldbraun anbraten und die Tomatensauce vor allem in ihrer Mitte verteilen. Bleiben die äußeren Bereiche frei, behalten sie deutlich mehr von ihrer knusprigen Struktur.
Kann ich Hähnchen Parmigiana vorbereiten?
Die Filets können einige Stunden vorher paniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Für die beste Textur sollten sie jedoch erst kurz vor dem Essen angebraten und anschließend mit Tomatensauce und Käse im Ofen fertig gegart werden.
