Cremige Schokoladencreme wie aus der Pâtisserie – einfach selbst gemacht
Diese hausgemachte Schokoladencreme ist genau richtig, wenn ein unkompliziertes Dessert besonders cremig und intensiv nach Schokolade schmecken soll. Vollmilch und dunkle Schokolade sorgen für einen runden Geschmack, während Speisestärke die Creme ganz ohne Eier zuverlässig bindet. Nach einigen Stunden im Kühlschrank ist sie fest genug, um schön am Löffel zu halten, bleibt dabei aber weich, glatt und wunderbar schmelzend. Die Zubereitung erfolgt vollständig im Topf und dauert nur wenige Minuten. Dadurch eignet sich die Schokoladencreme hervorragend für Familien, Gäste oder als Dessert, das bereits am Vortag vorbereitet werden kann. Noch schokoladiger wird es mit dieser Schokocreme, von der eine Portion nie reicht.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: 10 Minuten
- Ruhezeit: 3 Stunden
- Kochzeit: 10 Minuten
- Gesamtzeit: 3 Stunden 20 Minuten
- Portionen: 8 kleine Dessertgläser
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Gefäßgröße: 8 Gläser mit jeweils etwa 120–150 ml
Zutaten
- 1.000 ml Vollmilch
- 60 g Speisestärke
- 80 g Zucker
- 8 g ungesüßtes Kakaopulver
- 200 g dunkle Backschokolade, etwa 50–60 % Kakaoanteil
- 5 ml Vanilleextrakt
Zubereitung
- Speisestärke und Kakao anrühren.
Von der kalten Vollmilch 200 ml abmessen und in eine Schüssel geben. Speisestärke, Zucker und Kakaopulver hinzufügen. Alles mit einem Schneebesen etwa 1–2 Minuten gründlich verrühren. Die Mischung sollte vollkommen glatt sein und keine sichtbaren Klümpchen enthalten. Besonders die Speisestärke muss sich vollständig in der kalten Flüssigkeit verteilen, bevor sie erhitzt wird. - Restliche Milch erhitzen.
Die übrigen 800 ml Vollmilch in einen ausreichend großen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 3–4 Minuten erwärmen. Gelegentlich umrühren, damit am Boden nichts ansetzt. Die Milch soll heiß werden und leicht dampfen, aber noch nicht kräftig kochen. - Schokoladenbasis eindicken.
Die angerührte Stärke-Kakao-Mischung noch einmal kurz aufschlagen und anschließend langsam unter ständigem Rühren in die heiße Milch gießen. Die Temperatur auf mittlere bis niedrige Stufe einstellen. Die Creme nun etwa 3–5 Minuten kontinuierlich mit dem Schneebesen rühren. Dabei auch über den Topfboden und entlang des Randes fahren. Sobald die Stärke ihre Bindewirkung entwickelt, wird die Mischung deutlich dicker. Sie ist richtig, wenn sie den Schneebesen sichtbar überzieht und beim Rühren für einen kurzen Moment Spuren im Topf hinterlässt. - Schokolade einarbeiten.
Die dunkle Backschokolade in kleine Stücke brechen oder hacken und zur heißen Creme geben. Die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren. Etwa 1–2 Minuten langsam rühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Die Masse sollte jetzt gleichmäßig dunkel, glänzend und glatt aussehen. Starkes Kochen ist nicht nötig und sollte vermieden werden, damit die Creme ihre feine Konsistenz behält. - Mit Vanille abrunden.
Den Topf vom Herd nehmen und den Vanilleextrakt unterrühren. Die Creme noch etwa 30 Sekunden mit dem Schneebesen glattrühren. Direkt nach dem Kochen ist sie noch etwas weicher als das fertige Dessert. Das ist normal: Beim Abkühlen wird sowohl die Stärke als auch die enthaltene Schokolade für zusätzliche Festigkeit sorgen. - Creme in Gläser füllen.
Die noch warme Schokoladencreme gleichmäßig auf 8 Dessertgläser verteilen. Jedes Glas sollte etwa 120–150 ml fassen. Für eine möglichst glatte Oberfläche die Gläser anschließend vorsichtig ein- oder zweimal auf die Arbeitsfläche klopfen. Dadurch können größere eingeschlossene Luftblasen aufsteigen. Die Creme etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen. - Kalt stellen und fest werden lassen.
Sobald die Gläser nicht mehr heiß sind, abdecken und mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die fertige Creme sollte vollständig gekühlt sein und eine weiche, löffelfeste Konsistenz besitzen. Beim Herausnehmen eines Löffels bleibt eine deutliche Spur zurück, während die Creme selbst glatt und cremig wirkt. Für einen besonders weichen Schmelz kann sie etwa 5–10 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank genommen werden.
Tipps für eine perfekte Schokoladencreme
- Speisestärke immer kalt anrühren: In heißer Milch kann sie sofort verklumpen. Das vorherige Auflösen in kalter Milch sorgt für eine gleichmäßige Bindung.
- Während des Eindickens ständig rühren: Milch, Zucker und Stärke setzen besonders leicht am Topfboden an. Gleichmäßiges Rühren verhindert angebrannte Stellen.
- Schokolade klein hacken: Kleine Stücke schmelzen schneller und verteilen sich gleichmäßiger in der heißen Creme.
- Die Creme nicht unnötig lange kochen: Sobald sie deutlich eingedickt ist, genügt eine kurze weitere Garzeit. Im Kühlschrank wird sie ohnehin fester.
- Die Kühlzeit einhalten: Nach nur einer Stunde kann die Creme noch zu weich wirken. Erst nach etwa 3 Stunden hat sie ihre typische löffelfeste Konsistenz erreicht.
- Für eine glatte Oberfläche abdecken: Wer keine Haut auf der Creme möchte, sollte die Gläser nach dem ersten Abkühlen verschließen oder abdecken.
Varianten und Alternativen
Mit kräftigerer Schokolade: Dunkle Schokolade mit etwa 70 % Kakaoanteil kann in derselben Menge verwendet werden. Die Creme wird dadurch intensiver, herber und weniger süß, ihre Konsistenz bleibt jedoch ähnlich.
Mit milderer Schokolade: Eine dunkle Backschokolade mit etwa 50 % Kakaoanteil ergibt eine sanftere Creme. Diese Variante eignet sich besonders gut, wenn das Dessert auch Kindern schmecken soll.
Mit fettärmerer Milch: Vollmilch kann durch dieselbe Menge teilentrahmte Milch ersetzt werden. Die Stärke bindet die Creme weiterhin zuverlässig, allerdings wird das Mundgefühl etwas weniger voll und samtig.
Ohne Vanille: Der Vanilleextrakt kann ersatzlos weggelassen werden. Die Konsistenz verändert sich dadurch nicht; der reine Schokoladengeschmack tritt lediglich stärker in den Vordergrund.
Weniger süß: Der Zucker kann auf 60 g reduziert werden, insbesondere bei Verwendung einer Schokolade mit niedrigerem Kakaoanteil. Die Konsistenz bleibt nahezu unverändert, der Schokoladengeschmack wirkt jedoch kräftiger. Eine deutlich leichtere Süßspeise ist dagegen der cremige Vanille-Flan.
Aufbewahrung
Die vollständig abgekühlte Schokoladencreme sollte abgedeckt bei maximal 4 °C im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 3 Tagen verzehrt werden. Wegen des hohen Milchanteils sollte sie nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen. Einfrieren ist nicht empfehlenswert, da eine mit Speisestärke gebundene Milchcreme nach dem Auftauen Wasser abgeben oder körnig werden kann. Aufwärmen ist ebenfalls nicht erforderlich. Zum Servieren einfach direkt aus dem Kühlschrank genießen oder für eine weichere Konsistenz 5–10 Minuten vorher herausnehmen.
Häufige Fragen
Warum wird meine Schokoladencreme nicht fest?
Meist wurde die Mischung nicht lange oder heiß genug erhitzt. Speisestärke muss ausreichend erhitzt werden, damit sie die Flüssigkeit bindet. Die Creme sollte bereits im Topf deutlich eindicken und den Schneebesen überziehen. Danach benötigt sie zusätzlich etwa 3 Stunden Kühlzeit.
Warum hat meine Creme Klümpchen?
Die häufigste Ursache ist Speisestärke, die nicht vollständig in kalter Milch aufgelöst wurde. Auch zu hohe Hitze und unregelmäßiges Rühren können Klümpchen verursachen. Deshalb die Stärke zunächst sorgfältig kalt anrühren und die Creme während des Erhitzens kontinuierlich mit dem Schneebesen bewegen.
Kann ich die Schokoladencreme am Vortag vorbereiten?
Ja. Die Creme eignet sich sehr gut zur Vorbereitung. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist sie vollständig durchgekühlt und besitzt eine besonders gleichmäßige, löffelfeste Konsistenz. Die Gläser sollten dabei gut abgedeckt bleiben. Ähnlich dankbar in der Vorbereitung ist das Kaffee-Dessert ohne Backen mit schnittfester Mascarpone-Creme.
Welche Schokolade eignet sich am besten?
Für eine ausgewogene, familienfreundliche Schokoladencreme eignet sich dunkle Backschokolade mit etwa 50–60 % Kakaoanteil. Wer einen kräftigeren und weniger süßen Geschmack bevorzugt, kann Schokolade mit etwa 70 % Kakao verwenden. Wichtig ist vor allem, eine Schokolade zu wählen, die beim Schmelzen eine glatte Konsistenz entwickelt.
