Zum Inhalt springen

Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Desserts nach Großmutters Art

Diese Schokocreme ist so cremig, dass eine Portion nie reicht – einfach, schokoladig und unwiderstehlich

Diese Schokocreme ist so cremig, dass eine Portion nie reicht – einfach, schokoladig und unwiderstehlich

Diese selbst gemachte Schokocreme ist genau das richtige Dessert, wenn es unkompliziert, herrlich cremig und intensiv schokoladig sein soll. Dunkle Schokolade und Kakao sorgen für einen vollmundigen Geschmack, während Milch und Sahne die Creme besonders geschmeidig machen. Ein wenig Speisestärke gibt ihr die nötige Stabilität, ohne dass sie schwer oder gummiartig wird. Das Beste daran: Für die Zubereitung braucht man weder komplizierte Techniken noch besondere Küchengeräte. Die Creme wird einfach im Topf gekocht, auf Dessertgläser verteilt und anschließend kalt gestellt. Damit eignet sie sich wunderbar als Familiennachtisch oder als Dessert, das sich bequem vorbereiten lässt. Eine feinere Variante davon ist die cremige Schokoladencreme wie aus der Pâtisserie.

Diese Schokocreme ist so cremig, dass eine Portion nie reicht – einfach, schokoladig und unwiderstehlich

Praktische Informationen

  • Vorbereitung: 10 Minuten
  • Ruhezeit/Kühlzeit: 2 Stunden
  • Kochzeit: 10 Minuten
  • Gesamtzeit: 2 Stunden 20 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: einfach
  • Benötigtes Geschirr: 1 mittelgroßer Topf und 6 Dessertgläser à etwa 150–180 ml
  • Backofen: nicht erforderlich

Zutaten

Für die Schokocreme

  • 500 ml Vollmilch
  • 200 ml Schlagsahne
  • 80 g Zucker
  • 35 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 40 g Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Zartbitterschokolade, etwa 55–70 % Kakaoanteil
  • 20 g Butter

Für die Dekoration

  • 100 ml Schlagsahne
  • 10 g Zucker
  • 20 g Zartbitterschokolade

Zubereitung

  1. Schokolade und Dessertgläser vorbereiten.
    Die 150 g Zartbitterschokolade mit einem Messer grob hacken und zunächst beiseitestellen. Sechs saubere Dessertgläser bereitstellen. Da die fertige Creme direkt nach dem Kochen eingefüllt wird, sollte alles griffbereit stehen. Die zusätzliche Schokolade für die Dekoration noch nicht verwenden.
  2. Die trockenen Zutaten mischen.
    Zucker, Kakaopulver, Speisestärke und eine Prise Salz in einen mittelgroßen Topf geben. Alles mit einem Schneebesen gründlich vermischen. Dieser kleine Schritt ist wichtig: Wird die Stärke bereits jetzt gleichmäßig mit Zucker und Kakao verteilt, entstehen später wesentlich weniger Klümpchen.
  3. Milch und Sahne einarbeiten.
    Von den 500 ml Milch zunächst etwa 150 ml langsam zu den trockenen Zutaten gießen und dabei kräftig mit dem Schneebesen rühren. Sobald eine glatte, dickflüssige Mischung entstanden ist, die restliche Milch und anschließend 200 ml Schlagsahne einrühren. Die Masse sollte jetzt vollkommen gleichmäßig aussehen und keine trockenen Kakaonester mehr enthalten.
  4. Schokocreme kochen.
    Den Topf bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Die Mischung unter ständigem Rühren langsam erhitzen. Besonders über den Topfboden und entlang des Randes rühren, damit nichts ansetzt. Nach etwa 6 bis 8 Minuten beginnt die Creme deutlich anzudicken. Sobald sie leicht aufkocht, die Hitze reduzieren und noch ungefähr 1 Minute unter ständigem Rühren köcheln lassen. Die fertige Masse sollte einen Löffel deutlich überziehen und eine puddingartige, aber noch gut fließende Konsistenz haben.
  5. Schokolade und Butter einrühren.
    Den Topf sofort vom Herd nehmen. Die gehackten 150 g Zartbitterschokolade sowie 20 g Butter zur heißen Creme geben. Etwa 30 Sekunden stehen lassen und anschließend gründlich rühren, bis beides vollständig geschmolzen ist. Die Creme sollte nun dunkel, glatt und sichtbar glänzend sein. Nicht erneut kräftig aufkochen, da die Restwärme vollkommen ausreicht, um die Schokolade zu schmelzen.
  6. Creme portionieren und kühlen.
    Die noch warme Schokocreme gleichmäßig auf die sechs Dessertgläser verteilen. Für eine besonders glatte Oberfläche die Gläser leicht auf die Arbeitsfläche klopfen. Etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen und danach mindestens 1 Stunde 40 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. Nach insgesamt 2 Stunden Ruhe- und Kühlzeit sollte die Creme vollständig durchgekühlt, löffelfest und trotzdem weich und cremig sein.
  7. Dekorieren und servieren.
    Kurz vor dem Servieren die restlichen 100 ml kalte Schlagsahne mit 10 g Zucker steif schlagen. Auf jede Portion einen kleinen Klecks Sahne setzen. Die restlichen 20 g Zartbitterschokolade fein hacken oder mit einem Messer zu kleinen Schokospänen schneiden und darüber verteilen. Die Creme direkt gekühlt servieren. Beim Löffeln sollte sie ihre Form halten, im Mund aber weich und samtig wirken.

Tipps für eine gelungene Schokocreme

  • Stärke zuerst kalt anrühren: Speisestärke darf nicht direkt in eine heiße Flüssigkeit gegeben werden. Sonst entstehen schnell hartnäckige Klümpchen.
  • Während des Erhitzens ständig rühren: Milch, Kakao und Stärke können am Topfboden relativ schnell ansetzen. Ein Schneebesen erreicht auch die Randbereiche gut.
  • Gute Schokolade verwenden: Da Schokolade den Geschmack des Desserts bestimmt, lohnt sich eine Zartbitterschokolade, die auch pur angenehm schmeckt.
  • Die Creme wirklich aufkochen lassen: Speisestärke benötigt ausreichend Hitze, um zuverlässig zu binden. Sobald die Creme blubbert, genügt etwa eine weitere Minute.
  • Die endgültige Konsistenz erst nach dem Kühlen beurteilen: Direkt aus dem Topf ist die Masse weicher. Während der Kühlzeit wird sie deutlich fester.
  • Nicht zu lange kochen: Sobald die Stärke gebunden hat, ist langes Weiterkochen unnötig und kann die Konsistenz beeinträchtigen.

Varianten und Substitutionen

Vollmilchschokolade statt Zartbitterschokolade: Sie funktioniert ebenfalls, macht das Dessert aber süßer und milder. In diesem Fall den Zucker von 80 g auf etwa 50 g reduzieren. Die Konsistenz bleibt ähnlich.

Kaffeenote: Für eine dezente Kaffeenote können 50 ml der Milch durch 50 ml starken, abgekühlten Espresso ersetzt werden. Dadurch wird der Schokoladengeschmack kräftiger, ohne die Konsistenz wesentlich zu verändern.

Weniger kräftige Schokolade: Wer eine familienfreundlichere, mildere Creme bevorzugt, verwendet Zartbitterschokolade mit etwa 50–55 % Kakaoanteil. Sehr dunkle Sorten ab 75 % ergeben einen deutlich herberen Geschmack.

Ohne Dekoration: Die Creme kann selbstverständlich ohne Sahnehaube serviert werden. Die 100 ml Sahne, 10 g Zucker und 20 g Schokolade für die Dekoration werden dann einfach weggelassen; an der eigentlichen Creme ändert sich nichts. Wer die Gläser lieber schichtet, findet Anregungen beim Dessert im Glas: Cremiges Schichtdessert mit Beeren und Schokowaffeln.

Aufbewahrung

Die Schokocreme sollte nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 2 bis 3 Tagen gegessen werden. Besonders praktisch ist, dass sie bereits am Vortag zubereitet werden kann. Die geschlagene Sahne am besten erst kurz vor dem Servieren daraufgeben. Einfrieren ist zwar grundsätzlich möglich, aber nicht empfehlenswert: Stärkegebundene Cremes können nach dem Auftauen Wasser abgeben und ihre glatte Konsistenz verlieren. Das Dessert immer gut gekühlt lagern und nicht länger als etwa zwei Stunden ungekühlt stehen lassen.

Häufige Fragen

Warum wird meine Schokocreme nicht fest?

Meist wurde die Mischung nicht lange genug erhitzt. Die Speisestärke muss einmal richtig aufkochen und anschließend ungefähr eine Minute unter Rühren weitergaren. Beachten Sie außerdem, dass die Creme ihre endgültige Festigkeit erst während des Kühlens erreicht.

Was kann ich tun, wenn Klümpchen entstanden sind?

Kleine Klümpchen lassen sich häufig durch kräftiges Rühren mit dem Schneebesen beseitigen. Ist die Creme bereits gekocht und trotzdem nicht glatt, kann sie noch heiß durch ein feines Küchensieb gestrichen werden. Anschließend Schokolade und Butter wie beschrieben einrühren.

Kann ich die Schokocreme einen Tag vorher zubereiten?

Ja. Das ist sogar sehr praktisch. Die fertigen Gläser nach dem Abkühlen abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Sahne und Schokospäne erst unmittelbar vor dem Servieren hinzufügen, damit die Dekoration frisch aussieht.

Welche Schokolade eignet sich am besten?

Für einen ausgewogenen Geschmack eignet sich Zartbitterschokolade mit ungefähr 55 bis 70 % Kakaoanteil. Je höher der Kakaoanteil ist, desto intensiver und herber wird die Creme. Für Kinder oder Liebhaber milder Desserts ist eine Sorte um 55 % meist eine gute Wahl.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.