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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Saisonale Küche

Dieser cremige Kartoffel-Wurst-Auflauf verschwindet bei uns schneller, als er auf dem Tisch steht

Dieser cremige Kartoffel-Wurst-Auflauf verschwindet bei uns schneller, als er auf dem Tisch steht

Wenn goldbrauner Käse, würzige Rauchwurst und zarte Kartoffeln zusammen aus dem Ofen kommen, braucht es nicht viel mehr für ein richtig gemütliches Familienessen. Dieser Kartoffel-Wurst-Auflauf wird mit einer cremigen Knoblauch-Sahne-Sauce übergossen und anschließend mit reichlich Käse überbacken. Die Kartoffeln bleiben innen weich, die Wurst bekommt leicht geröstete Ränder und die Oberfläche wird herrlich goldbraun. Besonders praktisch ist die unkomplizierte Vorbereitung: Die Kartoffeln werden kurz vorgekocht, dann kommt alles in eine einzige Auflaufform. Ein bodenständiges Ofengericht für Tage, an denen es sättigend, unkompliziert und richtig herzhaft sein soll. Etwas gemüsiger, aber ebenso sättigend ist der cremige Brokkoli-Kartoffel-Auflauf.

Dieser cremige Kartoffel-Wurst-Auflauf verschwindet bei uns schneller, als er auf dem Tisch steht

Informationen pratiques

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 0 Minuten
  • Garzeit: 35 Minuten
  • Gesamtzeit: 55 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Größe der Form: ca. 30 × 22 cm, mindestens 5 cm hoch

Ingrédients

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 g geräucherte Wurst, zum Beispiel Krakauer oder Mettenden
  • 10 g Butter zum Einfetten der Form
  • 300 ml Sahne
  • 100 ml Milch
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • ½ TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • ½ TL mildes Paprikapulver
  • 180 g geriebener Käse, zum Beispiel Gouda oder Emmentaler
  • 10 g frische Petersilie

Préparation

  1. Kartoffeln vorbereiten.
    Die Kartoffeln gründlich waschen, schälen und je nach Größe halbieren oder in etwa 3 cm große Stücke schneiden. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Anschließend bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten vorgaren. Die Kartoffeln sollen außen bereits etwas weich sein, im Inneren aber noch deutlich Widerstand haben. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Sie garen später vollständig im Ofen.
  2. Zwiebel, Knoblauch und Wurst schneiden.
    Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Den Knoblauch ebenfalls schälen und sehr fein hacken. Die geräucherte Wurst in ungefähr 1 bis 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Nicht zu dünn schneiden, damit sie beim Backen saftig bleibt und gleichzeitig schöne geröstete Ränder bekommt.
  3. Auflaufform füllen.
    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Eine etwa 30 × 22 cm große Auflaufform mit den 10 g Butter sorgfältig einfetten. Die vorgegarten Kartoffeln hineingeben. Zwiebel, Knoblauch und Wurstscheiben darüber verteilen und alles vorsichtig miteinander vermischen. Die Zutaten sollten möglichst in einer gleichmäßigen Schicht liegen, damit sie gleichzeitig gar werden.
  4. Sahnesauce zubereiten.
    Sahne und Milch in einem Messbecher oder einer Schüssel verrühren. Thymian, Salz, schwarzen Pfeffer und Paprikapulver dazugeben und gründlich untermischen. Die gewürzte Sahnemischung gleichmäßig über Kartoffeln und Wurst gießen. Die Flüssigkeit muss die Zutaten nicht vollständig bedecken. Während des Backens verteilt sie sich zwischen den Kartoffeln und wird zunehmend cremig.
  5. Käse darübergeben.
    Die 180 g geriebenen Käse gleichmäßig auf dem gesamten Auflauf verteilen. Dabei besonders die Zwischenräume nicht vollständig mit einer dicken Käseschicht verschließen, damit etwas Flüssigkeit verdampfen kann. Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen.
  6. Goldbraun überbacken.
    Den Auflauf bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 bis 35 Minuten backen. Nach ungefähr 25 Minuten kontrollieren. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sich ein kleines Messer ohne spürbaren Widerstand hineinstechen lässt. Gleichzeitig sollte die Sahnesauce am Rand leicht blubbern und sichtbar eingedickt sein. Der Käse soll vollständig geschmolzen und stellenweise appetitlich goldbraun sein.
  7. Kurz setzen lassen und servieren.
    Die Form aus dem Backofen nehmen und den Auflauf etwa 5 Minuten stehen lassen. Diese kurze Zeit gehört nicht zu einer notwendigen Ruhephase, erleichtert aber das Portionieren, weil die heiße Sauce etwas bindet. Petersilie fein hacken und unmittelbar vor dem Servieren über den Auflauf streuen. Heiß servieren, solange der Käse noch weich und die Sauce schön cremig ist.

Tipps aus der Praxis

  • Kartoffeln nur vorgaren: Werden sie bereits vollständig weich gekocht, können sie beim späteren Backen zerfallen. Nach 8 bis 10 Minuten sollten sie innen noch fest sein.
  • Wurst nicht zu dünn schneiden: Dickere Scheiben bleiben saftiger. Gleichzeitig ragen einige Stücke aus der Sauce heraus und können im Ofen leicht bräunen.
  • Mit Salz vorsichtig sein: Geräucherte Wurst und Käse bringen bereits einiges an Salz mit. Deshalb reichen für die Sahnesauce zunächst ½ TL Salz.
  • Eine nicht zu kleine Form wählen: Liegen Kartoffeln und Wurst in einer sehr dicken Schicht, verlängert sich die Garzeit und die Sauce reduziert weniger gleichmäßig.
  • Bräunt der Käse zu schnell, die Auflaufform während der letzten 10 Minuten locker abdecken. So können die Kartoffeln weitergaren, ohne dass die Oberfläche zu dunkel wird.
  • Vor dem Herausnehmen eine Kartoffel testen: Die Farbe des Käses allein sagt nichts darüber aus, ob die Kartoffeln im Inneren bereits vollständig weich sind.

So können Sie abwandeln

Andere geräucherte Wurst: Krakauer oder Mettenden lassen sich problemlos durch eine andere bereits gegarte, geräucherte Wurst ersetzen. Je nach Sorte verändert sich vor allem die Würze des Auflaufs.

Gouda durch Emmentaler ersetzen: Beide schmelzen zuverlässig. Emmentaler schmeckt etwas kräftiger, während junger Gouda eine mildere und besonders cremige Käsekruste ergibt.

Sahne etwas leichter machen: Von den 300 ml Sahne können 100 ml durch dieselbe Menge Milch ersetzt werden. Die Sauce wird dadurch etwas weniger üppig und nach dem Backen geringfügig dünner.

Kartoffeln mit Schale verwenden: Bei jungen Kartoffeln mit dünner, sauberer Schale ist Schälen nicht zwingend notwendig. Sie sollten dann besonders gründlich gewaschen werden. Die Schale sorgt für eine etwas rustikalere Textur. Ganze Knollen kommen bei knusprig überbackenen Ofenkartoffeln mit cremiger Käsefüllung zum Einsatz.

Haltbarkeit und Lagerung

Reste vollständig abkühlen lassen, jedoch nicht länger als etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Anschließend luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen den Auflauf bei etwa 170 °C im Ofen vollständig durcherhitzen. Einzelne Portionen können auch in der Mikrowelle erwärmt werden. Der fertig gebackene Auflauf lässt sich portionsweise bis zu 2 Monate einfrieren; nach dem Auftauen kann die Sahnesauce allerdings etwas weniger cremig wirken. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig erhitzen.

Häufige Fragen

Muss ich die Kartoffeln wirklich vorkochen?

Ja, für diese Zubereitung ist das empfehlenswert. Rohe Kartoffelstücke benötigen in der cremigen Sauce wesentlich länger. Durch das kurze Vorkochen werden sie zuverlässig weich, ohne dass Käse oder Wurst zu lange im Ofen bleiben müssen.

Warum ist meine Sauce nach dem Backen noch sehr flüssig?

Das kann passieren, wenn die Form sehr klein und tief ist oder die Kartoffeln viel Feuchtigkeit abgeben. Den Auflauf weitere 5 Minuten offen backen und danach kurz stehen lassen. Beim Abkühlen dickt die Sauce zusätzlich etwas an.

Kann ich den Auflauf vorbereiten?

Ja. Kartoffeln vorgaren, die Zutaten in die Form geben und die Sahnemischung separat im Kühlschrank aufbewahren. Kurz vor dem Backen die Sauce darübergeben, mit Käse bestreuen und direkt in den Ofen stellen. Werden die Zutaten kalt verarbeitet, können ungefähr 5 zusätzliche Backminuten nötig sein. Ähnlich unkompliziert gelingt der knusprige Kartoffel-Thunfisch-Auflauf mit grünen Oliven.

Welcher Käse eignet sich am besten?

Gouda ist eine unkomplizierte Wahl, weil er gleichmäßig schmilzt und eine schöne goldbraune Oberfläche bildet. Wer es würziger mag, nimmt Emmentaler. Entscheidend ist ein Käse, der sich gut zum Überbacken eignet.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.