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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Hausgemachte Rezepte

Diese schnellen Zuckerbällchen verschwinden noch warm vom Teller – fluffige Beignets ohne Hefe

Diese schnellen Zuckerbällchen verschwinden noch warm vom Teller – fluffige Beignets ohne Hefe

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, locker und herrlich zart: Diese schnellen Beignets sind genau das richtige Gebäck, wenn spontan etwas Süßes auf den Tisch soll. Der Teig kommt ganz ohne Bäckerhefe aus und wird stattdessen mit Backpulver gelockert. Dadurch entfällt eine lange Gehzeit und die kleinen Teigbällchen können direkt nach dem Anrühren ausgebacken werden. Milch und geschmolzene Butter sorgen für einen angenehm saftigen Teig, während die feine Zuckerhülle den noch warmen Beignets den letzten Schliff gibt. Ein unkompliziertes Familienrezept mit wenigen, alltäglichen Zutaten.

Diese schnellen Zuckerbällchen verschwinden noch warm vom Teller – fluffige Beignets ohne Hefe

Praktische Informationen

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Ausbacken: ca. 20 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 35 Minuten
  • Portionen: 6, etwa 24–28 kleine Beignets
  • Schwierigkeit: einfach
  • Benötigtes Gefäß: tiefer Topf oder hohe Pfanne, mindestens 24 cm Durchmesser
  • Frittiertemperatur: 170–175 °C

Zutaten

  • 2 Eier, Größe M
  • 80 g Zucker
  • 100 ml Vollmilch
  • 50 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 10 g Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 750 ml neutrales Pflanzenöl zum Ausbacken
  • 60 g feiner Zucker zum Wälzen

Zubereitung

  1. Flüssige Grundlage verrühren. Die Eier in eine große Schüssel geben und mit 80 g Zucker etwa 1–2 Minuten kräftig mit einem Schneebesen verrühren. Die Masse muss nicht schaumig aufgeschlagen werden, sollte aber gleichmäßig und etwas heller aussehen. Milch und die geschmolzene, nur noch lauwarme Butter hinzufügen und kurz unterrühren. Zu heiße Butter vermeiden, damit die Eier nicht stocken.
  2. Trockene Zutaten hinzufügen. Mehl und Backpulver miteinander vermischen und zur Eiermischung geben. Die Prise Salz hinzufügen. Alles mit einem Teigschaber oder Schneebesen nur so lange verrühren, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind. Der fertige Teig ist deutlich dicker als Pfannkuchenteig, aber weicher und klebriger als ein knetbarer Hefeteig. Nicht unnötig lange rühren, damit die Beignets zart bleiben.
  3. Öl richtig erhitzen. Das Pflanzenöl in einen tiefen Topf oder eine hohe Pfanne geben. Es sollte mehrere Zentimeter hoch stehen, damit die Beignets beim Frittieren frei schwimmen können. Das Öl bei mittlerer Hitze auf 170–175 °C bringen. Am zuverlässigsten lässt sich die Temperatur mit einem Küchenthermometer kontrollieren. Zu heißes Öl bräunt die Außenseite, bevor das Innere durchgegart ist.
  4. Beignets portionieren. Zwei Teelöffel leicht mit Öl benetzen. Pro Beignet etwa 15–18 g Teig beziehungsweise einen gut gefüllten Teelöffel abnehmen und mithilfe des zweiten Löffels vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen. Die Bällchen müssen nicht vollkommen rund sein. Nur etwa 5–6 Stück gleichzeitig frittieren, damit die Öltemperatur nicht zu stark absinkt und die Beignets genügend Platz haben.
  5. Goldbraun ausbacken. Die Beignets je nach Größe insgesamt etwa 3–4 Minuten frittieren. Währenddessen ein- bis zweimal mit einer Schaumkelle wenden, falls sie sich nicht von selbst drehen. Fertig sind sie, wenn sie rundherum gleichmäßig goldbraun aussehen. Bei Unsicherheit ein Beignet öffnen: Das Innere sollte locker, vollständig gegart und frei von feuchtem, rohem Teig sein.
  6. Abtropfen lassen. Die fertigen Beignets mit einer Schaumkelle aus dem Öl heben und zunächst auf Küchenpapier oder einem Abtropfgitter etwa 1 Minute abtropfen lassen. Währenddessen die nächste Portion ausbacken und darauf achten, dass das Öl zwischen den Durchgängen wieder ungefähr 170–175 °C erreicht.
  7. In Zucker wälzen und servieren. Die 60 g Zucker in eine flache Schüssel geben. Die noch warmen, aber nicht mehr öligen Beignets darin rundherum wälzen. Überschüssigen Zucker leicht abschütteln und das Gebäck möglichst frisch servieren. Direkt nach dem Ausbacken ist der Kontrast zwischen der leicht knusprigen Oberfläche und dem weichen Inneren besonders schön.

Tipps für gelungene Beignets

  • Die Öltemperatur ist entscheidend: Unter etwa 165 °C saugt der Teig unnötig viel Fett auf. Bei deutlich über 180 °C werden die Beignets außen zu dunkel, während sie innen noch roh sein können.
  • Kleine Portionen formen: Bällchen aus etwa 15–18 g Teig garen zuverlässiger durch als sehr große Beignets.
  • Den Teig nicht überrühren: Sobald Mehl und Flüssigkeit gerade verbunden sind, reicht es. Starkes oder langes Rühren kann das Gebäck kompakter machen.
  • Nicht zu viele Beignets gleichzeitig frittieren: Dadurch fällt die Öltemperatur weniger stark ab und die Bällchen können gleichmäßig bräunen.
  • Backpulver statt Hefe verwenden: Dieses Rezept benötigt ausdrücklich Backpulver, keine Bäckerhefe. Deshalb gibt es auch keine Gehzeit.
  • Erst nach dem Frittieren zuckern: Auf sehr öligen Beignets bildet sich eine dicke, ungleichmäßige Zuckerschicht. Deshalb kurz abtropfen lassen und anschließend noch warm wälzen.

Varianten und Substitutionen

Puderzucker statt Kristallzucker: Die fertigen Beignets können nach kurzem Abkühlen mit Puderzucker bestäubt werden. Die Oberfläche wird dadurch feiner und weniger knusprig als beim Wälzen in Kristallzucker.

Pflanzendrink statt Milch: Ein ungesüßter Soja- oder Haferdrink kann die 100 ml Vollmilch im gleichen Verhältnis ersetzen. Geschmack und Bräunung können sich geringfügig verändern.

Halb Öl, halb Butter im Teig: Die Butter sollte für dieses Rezept nicht vollständig durch zusätzliches Frittieröl ersetzt werden, wenn der typische buttrige Geschmack erhalten bleiben soll. Wer keine Butter verwenden möchte, kann jedoch 40 ml neutrales Pflanzenöl in den Teig geben; die Krume wird etwas anders, bleibt aber weich.

Etwas größere Beignets: Sie sind möglich, benötigen jedoch länger im Öl. In diesem Fall die Temperatur eher bei 170 °C halten und unbedingt ein Probeexemplar öffnen, bevor die gesamte Portion herausgenommen wird.

Aufbewahrung

Am besten schmecken die Beignets am Tag der Zubereitung. Vollständig abgekühlte Reste können in einem gut verschlossenen Behälter bei kühler Raumtemperatur bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden. Für längere Lagerung lassen sich die ungezuckerten Beignets nach dem Abkühlen einfrieren und etwa 1 Monat aufbewahren. Zum Servieren bei 160 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 6–8 Minuten aufbacken und anschließend zuckern. Bereits verwendetes Frittieröl vollständig abkühlen lassen, filtern und nur dann wiederverwenden, wenn es sauber riecht und nicht stark dunkel geworden ist.

Wer die Küche ohne Hefe weiter ausprobieren möchte, findet in den selbstgemachten Fladen mit Kartoffel-Käse-Füllung eine herzhafte Variante. Fürs Frühstück passen die klassischen Armen Ritter mit Milch und Honig.

Häufige Fragen

Warum werden meine Beignets außen dunkel und bleiben innen roh?

Meist ist das Öl zu heiß oder die Teigportionen sind zu groß. Die Temperatur auf 170–175 °C einstellen und pro Beignet nur etwa 15–18 g Teig verwenden. Ein erstes Bällchen als Garprobe aufzuschneiden ist besonders hilfreich.

Muss der Teig vor dem Frittieren ruhen?

Nein. Da Backpulver und keine Bäckerhefe verwendet wird, benötigt der Teig keine Gehzeit. Nach dem Anrühren kann direkt mit dem Ausbacken begonnen werden.

Warum saugen sich die Beignets mit Öl voll?

Eine zu niedrige Frittiertemperatur ist die häufigste Ursache. Außerdem sollte der Topf nicht mit zu vielen Teigportionen gleichzeitig gefüllt werden, da dies die Temperatur des Öls schnell absenkt.

Kann ich die Beignets im Backofen statt im Öl zubereiten?

Für dieses konkrete Rezept ist Frittieren die zuverlässigste Methode. Im Backofen entstehen weder dieselbe goldene Oberfläche noch die charakteristische lockere, frittiert-knusprige Textur. Für Ofengebäck wäre eine anders zusammengesetzte Teigrezeptur besser geeignet.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.