Dieser cremige Blumenkohl-Kartoffel-Auflauf verschwindet schneller vom Tisch, als man denkt
Wenn zarter Blumenkohl, weiche Kartoffeln und herzhafter Schinken unter einer goldbraunen Käseschicht aus dem Ofen kommen, braucht es nicht viel Überzeugungsarbeit am Esstisch. Dieser cremige Auflauf ist unkompliziert, sättigend und ideal für ein entspanntes Familienessen. Die Kartoffeln und der Blumenkohl werden kurz vorgegart, damit später alles gleichzeitig perfekt weich ist. Eine einfache, selbst gemachte Milchsauce verbindet die Zutaten, während geriebener Käse für die appetitliche Kruste sorgt. Das Ergebnis ist innen wunderbar cremig und saftig, oben würzig und leicht knusprig – genau die Art von Ofengericht, die auch Kochanfängern zuverlässig gelingt.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit: 0 Minuten
- Backzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: 55 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: Einfach
- Auflaufform: etwa 28 × 20 cm oder eine ovale Form mit ca. 2 Litern Fassungsvermögen
- Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft
Zutaten
- 600 g festkochende Kartoffeln
- 500 g Blumenkohl
- 150 g Kochschinken
- 30 g Butter
- 30 g Weizenmehl Type 405
- 500 ml Milch
- ½ TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 150 g geriebener Emmentaler oder Gouda
Zubereitung
- Kartoffeln und Blumenkohl vorbereiten.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Den Blumenkohl putzen, den dicken Strunk entfernen und den Kopf in mittelgroße Röschen teilen. Möglichst ähnlich große Stücke schneiden, damit Kartoffeln und Blumenkohl später gleichmäßig gar werden. - Gemüse vorgaren.
Einen ausreichend großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Zuerst die Kartoffelwürfel hineingeben und etwa 5 Minuten vorkochen. Dann die Blumenkohlröschen hinzufügen und beides weitere 4 Minuten garen. Kartoffeln und Blumenkohl sollen außen etwas weicher werden, im Inneren aber noch deutlich bissfest sein. Alles in ein Sieb abgießen und etwa 2 Minuten gut ausdampfen lassen. So wird der spätere Auflauf nicht unnötig wässrig. - Cremige Sauce kochen.
Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen etwa 1 Minute unter Rühren anschwitzen, ohne es braun werden zu lassen. Nach und nach die Milch einrühren. Dabei kräftig rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Die Sauce anschließend 3–4 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie leicht eindickt und den Rücken eines Löffels dünn überzieht. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. - Auflauf zusammensetzen.
Den Kochschinken in etwa 1–2 cm große Würfel schneiden. Kartoffeln, Blumenkohl und Schinken gleichmäßig in einer etwa 28 × 20 cm großen Auflaufform verteilen. Die warme Sauce darübergeben und vorsichtig zwischen den Zutaten verteilen. Sie muss nicht alles vollständig bedecken, sollte aber bis in die Zwischenräume laufen. - Käse verteilen.
Den geriebenen Emmentaler oder Gouda gleichmäßig über den gesamten Auflauf streuen. Besonders am Rand nicht zu viel Käse anhäufen, damit die Oberfläche möglichst gleichmäßig bräunt. Die Form anschließend auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen. - Goldbraun überbacken.
Den Auflauf 25–30 Minuten backen. Er ist fertig, wenn die Sauce am Rand sichtbar blubbert, Kartoffeln und Blumenkohl beim Einstechen weich sind und der Käse eine kräftige goldbraune Oberfläche entwickelt hat. Ist das Gemüse bereits gar, der Käse aber noch sehr hell, kann die Form für die letzten 2–3 Minuten etwas höher in den Ofen gestellt werden. Dabei unbedingt beobachten, damit die Oberfläche nicht verbrennt. - Kurz setzen lassen und servieren.
Den fertigen Auflauf aus dem Backofen nehmen und vor dem Servieren etwa 5 Minuten stehen lassen. Diese kurze Zeit gehört bereits zur angegebenen Gesamtzeit und sorgt dafür, dass sich die cremige Sauce etwas setzt. Anschließend großzügige Portionen aus der Form heben und heiß servieren.
Tipps für ein gelungenes Ergebnis
- Gemüse nicht vollständig vorkochen: Kartoffeln und Blumenkohl garen im Ofen noch weiter. Sind sie vorher bereits weich, kann der Auflauf später matschig werden.
- Gut abtropfen lassen: Besonders Blumenkohl enthält nach dem Kochen viel Wasser. Kurzes Ausdampfen verhindert eine zu dünne Sauce.
- Milch langsam einarbeiten: Bei der Mehlschwitze zunächst nur einen kleinen Teil der Milch einrühren. Sobald die Mischung glatt ist, kann die restliche Milch portionsweise folgen.
- Festkochende Kartoffeln verwenden: Sie behalten ihre Form besser und geben dem Auflauf eine angenehm strukturierte Konsistenz.
- Auf die Bräunung achten: Jeder Backofen arbeitet etwas anders. Entscheidend sind eine blubbernde Sauce, weiches Gemüse und eine goldbraune Käsekruste.
- Nicht sofort anschneiden: Fünf Minuten Ruhezeit reichen, damit die Sauce beim Portionieren besser an Kartoffeln und Blumenkohl haftet.
Varianten und Substitutionen
Gouda statt Emmentaler: Beide Käsesorten funktionieren mit derselben Menge. Gouda schmeckt meist etwas milder und schmilzt besonders cremig, während Emmentaler dem Auflauf ein kräftigeres Aroma gibt.
Brokkoli statt Blumenkohl: Die 500 g Blumenkohl können durch dieselbe Menge Brokkoli ersetzt werden. Brokkoli benötigt weniger Garzeit; deshalb erst während der letzten 2–3 Minuten der Kartoffel-Vorkochzeit hinzufügen.
Vegetarische Variante: Der Kochschinken kann ersatzlos weggelassen werden. Dadurch wird der Auflauf etwas milder, die übrigen Mengen und die Backzeit müssen jedoch nicht verändert werden.
Halb Blumenkohl, halb Brokkoli: Je 250 g Blumenkohl und Brokkoli ergeben eine abwechslungsreiche Gemüsemischung. Zuerst den Blumenkohl und erst etwa 2 Minuten später den Brokkoli zu den Kartoffeln geben.
Kräftigerer Käse: Wer einen intensiveren Geschmack bevorzugt, kann einen Teil des milden Käses durch einen gut schmelzenden, würzigeren Hartkäse ersetzen. Die Gesamtmenge von 150 g sollte dabei ungefähr beibehalten werden, damit die Käsekruste nicht zu schwer wird.
Aufbewahrung
Übrig gebliebenen Auflauf nicht länger als etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Vollständig abgekühlt und luftdicht verschlossen hält er sich im Kühlschrank bis zu 2 Tage. Zum Aufwärmen einzelne Portionen bei etwa 160 °C im Backofen erhitzen, bis sie auch in der Mitte vollständig heiß sind. Der Auflauf kann portionsweise bis zu 2 Monate eingefroren werden. Nach dem Auftauen kann der Blumenkohl etwas weicher und die Sauce weniger glatt sein. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich durcherhitzen. Bereits aufgewärmte Reste nicht erneut lagern und wiederholt erhitzen.
Häufige Fragen
Warum wird mein Blumenkohl-Kartoffel-Auflauf wässrig?
Meist enthält das vorgegarte Gemüse noch zu viel Wasser. Kartoffeln und besonders Blumenkohl deshalb nach dem Abgießen gut ausdampfen lassen. Auch eine ausreichend eingekochte Milchsauce ist wichtig: Sie sollte vor dem Einschichten bereits leicht cremig sein.
Kann ich den Auflauf schon am Vortag vorbereiten?
Kartoffeln und Blumenkohl können vorgegart und gekühlt werden. Für das beste Ergebnis empfiehlt es sich jedoch, Sauce und Auflauf erst kurz vor dem Backen zusammenzusetzen. So zieht das Gemüse weniger Flüssigkeit und die Konsistenz bleibt angenehmer.
Woher weiß ich, ob die Kartoffeln wirklich gar sind?
Nach etwa 25 Minuten Backzeit mit einem kleinen Messer oder einer Gabel in ein größeres Kartoffelstück stechen. Es sollte sich ohne starken Widerstand durchstechen lassen. Sind die Kartoffeln noch fest, den Auflauf weitere 5 Minuten backen.
Kann ich rohe Kartoffeln direkt in die Form geben?
Bei dieser Rezeptur ist das nicht empfehlenswert. Die relativ großen Kartoffelstücke würden deutlich länger benötigen als Blumenkohl und Käsekruste. Durch das kurze Vorkochen werden alle Bestandteile gleichzeitig gar, ohne dass der Blumenkohl zerfällt oder der Käse zu dunkel wird.
Mit Schinken und Paprika überzeugt der herzhafte Brokkoli-Schinken-Auflauf mit Käse. Deftiger wird der goldbraune Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf mit Tomaten, und angenehm einfach bleibt der cremige Eier-Gratin aus dem Ofen.
