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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Diese knusprigen Ofenwürstchen mit Senf-Kartoffeln sind so einfach – und die ganze Familie wird satt

Diese knusprigen Ofenwürstchen mit Senf-Kartoffeln sind so einfach – und die ganze Familie wird satt

Außen kräftig gebräunte Würstchen, innen saftig, dazu goldene Kartoffeln, weiche Zwiebelspalten und eine würzige Senfmarinade: Dieses unkomplizierte Ofengericht ist genau richtig, wenn ein herzhaftes Familienessen ohne viel Küchenarbeit gefragt ist. Kartoffeln, Zwiebeln und Würstchen garen gemeinsam in einer großen Auflaufform und nehmen dabei die Aromen von Senf, Knoblauch und Olivenöl auf. Besonders praktisch: Es braucht keine aufwendige Sauce und kaum Abwasch. Wichtig für ein gutes Ergebnis sind ausreichend kleine Kartoffelstücke und eine große Form, damit alles rösten kann, statt nur im eigenen Dampf zu garen. Fast identisch, aber mit anderer Würze, gelingen Ofenwürstchen mit knusprigen Kartoffeln und Senf.

Diese knusprigen Ofenwürstchen mit Senf-Kartoffeln sind so einfach – und die ganze Familie wird satt

Informationen pratiques

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Ruhezeit: 5 Minuten
  • Backzeit: 45 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde 5 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Größe der Form: ca. 30 × 22 cm
  • Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft

Zutaten

  • 800 g kleine festkochende Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel, ca. 150 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 30 ml Olivenöl
  • 30 g mittelscharfer Senf
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • 3/4 TL Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 5 rohe Bratwürste, insgesamt ca. 500–600 g
  • 10 g frische Petersilie

Zubereitung

  1. Backofen und Kartoffeln vorbereiten.
    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Die Kartoffeln gründlich waschen und trocknen. Kleine Kartoffeln halbieren, größere Exemplare vierteln. Die Stücke sollten ungefähr 3–4 cm groß sein, damit sie innerhalb der angegebenen Backzeit vollständig gar werden. Schälen ist bei Kartoffeln mit dünner, sauberer Schale nicht notwendig.
  2. Zwiebel und Knoblauch schneiden.
    Die Zwiebel schälen, halbieren und in breite Spalten schneiden. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Zwiebelspalten nicht zu dünn schneiden: Größere Stücke werden im Ofen weich und bekommen an den Rändern eine schöne Röstung, ohne auszutrocknen.
  3. Senfmarinade anrühren.
    In einer großen Schüssel 30 ml Olivenöl, 30 g Senf, Paprikapulver, Thymian, Salz, Pfeffer und den gehackten Knoblauch gründlich verrühren. Die vorbereiteten Kartoffeln und Zwiebeln dazugeben und so lange wenden, bis alle Stücke dünn mit der würzigen Marinade überzogen sind.
  4. Kartoffeln vorgaren.
    Kartoffeln und Zwiebeln möglichst in einer gleichmäßigen Schicht in einer etwa 30 × 22 cm großen Auflaufform verteilen. Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und zunächst 20 Minuten backen. Anschließend herausnehmen und die Kartoffeln mit einem Pfannenwender wenden. Zu diesem Zeitpunkt sollten sie bereits heiß und an einigen Kanten leicht goldgelb sein, im Inneren aber noch nicht vollständig weich.
  5. Würstchen hinzufügen.
    Die rohen Bratwürste zwischen beziehungsweise auf den Kartoffeln verteilen. Sie sollten nicht vollständig von Kartoffeln bedeckt sein, damit ihre Oberfläche direkt der Ofenhitze ausgesetzt ist und appetitlich bräunen kann. Die Form wieder in den Backofen schieben und alles weitere 15 Minuten garen.
  6. Wenden und kräftig bräunen.
    Die Würstchen vorsichtig wenden und auch die Kartoffeln noch einmal durchmischen. Anschließend weitere 10 Minuten backen. Am Ende sollen die Würstchen rundherum deutlich gebräunt und vollständig durchgegart sein. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sie außen goldbraune Stellen haben und sich mit der Spitze eines kleinen Messers ohne Widerstand durchstechen lassen. Bei rohen Schweinebratwürsten sollte die Kerntemperatur im Inneren mindestens 71 °C erreichen.
  7. Ruhen lassen und servieren.
    Die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und das Gericht 5 Minuten ruhen lassen. In dieser kurzen Zeit setzen sich die heißen Fleischsäfte, während die Kartoffeln noch etwas von der würzigen Flüssigkeit am Boden aufnehmen. Petersilie fein hacken und unmittelbar vor dem Servieren über Kartoffeln und Würstchen streuen. Heiß direkt aus der Auflaufform servieren.

Tipps für ein gelungenes Ergebnis

  • Kartoffeln nicht zu groß schneiden: Stücke von etwa 3–4 cm garen zuverlässig innerhalb der angegebenen Zeit. Ganze große Kartoffeln würden deutlich länger benötigen.
  • Eine große Form verwenden: Liegen Kartoffeln und Zwiebeln zu dicht übereinander, entsteht viel Dampf. In einer ausreichend großen Form bekommen sie deutlich bessere Röstaromen.
  • Die Würstchen später hinzufügen: Kartoffeln benötigen länger als Bratwürste. Durch das Vorgaren werden beide Komponenten ungefähr gleichzeitig fertig.
  • Senf gut mit dem Öl verrühren: Eine gleichmäßige Marinade verteilt sich besser und verhindert große Senfklumpen, die im Ofen schnell dunkel werden können.
  • Bratwürste nicht einstechen: Beim Einstechen kann Fleischsaft austreten. Besser ist es, sie vorsichtig mit einer Zange zu wenden.
  • Garzustand kontrollieren: Besonders dicke Würste können einige Minuten länger benötigen. Ein Küchenthermometer ist hier zuverlässiger als die Farbe der Oberfläche.

Varianten und Substitutionen

Mit grobkörnigem Senf: Die 30 g mittelscharfen Senf können vollständig durch grobkörnigen Senf ersetzt werden. Dadurch wird die Marinade etwas rustikaler und weniger glatt, die Backzeit verändert sich nicht.

Mit Hähnchenbratwurst: Hähnchenbratwürste funktionieren ebenfalls. Da sie je nach Dicke schneller garen können, sollte die Kerntemperatur kontrolliert und die Backzeit gegebenenfalls um einige Minuten verkürzt werden.

Mit Süßkartoffeln: Bis zu 400 g der Kartoffeln können durch Süßkartoffeln ersetzt werden. Diese sollten etwas größer geschnitten werden, da sie schneller weich werden. Das Ergebnis schmeckt süßlicher und bildet einen deutlicheren Kontrast zum Senf.

Mit Rosmarin statt Thymian: Wer ein kräftigeres Kräuteraroma bevorzugt, kann den 1/2 TL Thymian durch 1/2 TL fein zerriebenen getrockneten Rosmarin ersetzen. Rosmarin schmeckt intensiver und sollte deshalb sparsam dosiert werden. Mit Thymian und Zwiebelsauce arbeitet auch die herzhafte Bratwurstpfanne.

Haltbarkeit und Lagerung

Reste sollten nicht lange bei Raumtemperatur stehen. Würstchen und Kartoffeln innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, in einen gut verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Dort sind sie etwa 2–3 Tage haltbar. Zum Aufwärmen die Portionen bei etwa 180 °C im Ofen erhitzen, bis sie auch im Inneren vollständig heiß sind. Das fertige Gericht kann eingefroren werden, allerdings verlieren die Kartoffeln nach dem Auftauen etwas von ihrer festen Konsistenz. Im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend gründlich erhitzen.

Häufige Fragen

Muss ich die Kartoffeln vorher kochen?

Nein. Werden sie in 3–4 cm große Stücke geschnitten und zunächst 20 Minuten ohne Würstchen vorgegart, werden sie im Ofen zuverlässig weich. Sehr große Stücke brauchen dagegen länger.

Kann ich bereits gegarte Würstchen verwenden?

Ja. Vorgegarte Würstchen benötigen wesentlich weniger Zeit. In diesem Fall die Kartoffeln etwa 30–35 Minuten vorgaren und die Würstchen erst während der letzten 10–15 Minuten hinzufügen. So werden sie heiß und gebräunt, ohne auszutrocknen.

Warum werden meine Kartoffeln nicht knusprig?

Meistens ist die Auflaufform zu voll oder die Kartoffeln enthalten nach dem Waschen noch viel Wasser. Gut abtrocknen, ausreichend Platz zwischen den Stücken lassen und während des Backens mindestens zweimal wenden. Eine flache, breite Form unterstützt die Bräunung zusätzlich. Ein deftiger Klassiker mit Kartoffeln aus dem Topf ist dagegen Ofen-Sauerkraut mit Würstchen, Speck und Kartoffeln.

Kann ich die Senfmenge reduzieren?

Ja. Für einen milderen Geschmack können statt 30 g etwa 20 g Senf verwendet werden. Die übrigen Mengen und die Garzeit bleiben unverändert.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.