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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Desserts nach Großmutters Art

Saftiger Pfirsich-Joghurt-Kuchen ohne Mehl

Saftiger Pfirsich-Joghurt-Kuchen ohne Mehl

Dieser Pfirsich-Joghurt-Kuchen ist wunderbar unkompliziert und schmeckt angenehm frisch und fruchtig. Naturjoghurt sorgt für eine weiche, saftige Konsistenz, während Speisestärke die Masse bindet und dem Kuchen nach dem Abkühlen einen zarten, fast puddingartigen Anschnitt gibt. Reife Pfirsiche werden direkt in die Joghurtmasse gelegt und entwickeln beim Backen ein besonders intensives Aroma. Für die Zubereitung braucht man weder Mehl noch Backpulver und nur wenige Zutaten. Wichtig ist vor allem, den Kuchen nach dem Backen vollständig auskühlen zu lassen – dann wird er stabil genug zum Anschneiden und bleibt innen herrlich cremig. Nach demselben leichten Prinzip funktioniert auch der saftige Skyr-Früchtekuchen ohne Mehl.

Saftiger Pfirsich-Joghurt-Kuchen ohne Mehl

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Ruhezeit: 1 Stunde Abkühlen
  • Backzeit: 40 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde 55 Minuten
  • Portionen: 6–8 Stücke
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Backform: Runde Springform oder geschlossene Kuchenform, 20 cm Durchmesser

Zutaten

  • 550 g Naturjoghurt
  • 2 Eier, Größe M
  • 70 g Speisestärke aus Mais
  • 50 g Zucker
  • 2 reife Pfirsiche oder Nektarinen, insgesamt etwa 300–350 g

Zubereitung

  1. Backofen und Form vorbereiten.
    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine runde Form mit etwa 20 cm Durchmesser vorbereiten. Bei einer Springform darauf achten, dass sie dicht schließt, da die Joghurtmasse vor dem Backen relativ weich ist. Alternativ eignet sich eine geschlossene Kuchenform besonders gut.
  2. Joghurtmasse anrühren.
    Den Naturjoghurt in eine große Schüssel geben. Die Eier und den Zucker hinzufügen und mit einem Schneebesen etwa 1–2 Minuten gründlich verrühren. Die Mischung soll gleichmäßig und glatt sein; starkes Aufschlagen ist nicht notwendig. Der Kuchen braucht keine eingearbeitete Luft, sondern soll später eine saftige, kompakte Konsistenz bekommen.
  3. Speisestärke einarbeiten.
    Die 70 g Maisstärke nach und nach zur Joghurt-Ei-Mischung geben. Dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Anschließend noch etwa 1 Minute weiterrühren. Die fertige Masse ist glatt, hell und deutlich flüssiger als ein klassischer Rührteig. Das ist bei diesem Rezept richtig.
  4. Pfirsiche vorbereiten.
    Die Pfirsiche oder Nektarinen waschen, halbieren und entsteinen. Anschließend in etwa 5–8 mm dicke Spalten schneiden. Sehr reife Früchte vorsichtig schneiden, damit sie ihre Form behalten. Die Schale kann dranbleiben; sie wird beim Backen weich und sorgt für eine schöne Farbe.
  5. Kuchen zusammensetzen.
    Die Joghurtmasse in die vorbereitete Form füllen. Die Pfirsichspalten darauf verteilen und leicht in die Masse drücken. Einige Stücke dürfen sichtbar an der Oberfläche bleiben. Die Früchte möglichst gleichmäßig verteilen, damit später jedes Kuchenstück Pfirsich enthält.
  6. Backen.
    Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Kuchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 40 Minuten backen. Gegen Ende sollte die Oberfläche leicht goldgelb sein. Die Mitte darf beim vorsichtigen Bewegen der Form noch ein wenig wackeln, sollte aber nicht mehr flüssig wirken. Durch den hohen Joghurtanteil bleibt dieser Kuchen deutlich feuchter als ein gewöhnlicher Rührkuchen.
  7. Vollständig abkühlen lassen.
    Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und zunächst mindestens 30 Minuten in der Form stehen lassen. Danach vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Insgesamt etwa 1 Stunde Ruhezeit einplanen. Erst dann aus der Form lösen und anschneiden. Während des Abkühlens festigen Eier und Speisestärke die Joghurtmasse, sodass sich saubere Stücke schneiden lassen.

Tipps für einen gelungenen Kuchen

  • Naturjoghurt nicht zu früh aus dem Kühlschrank nehmen. Er kann direkt kalt verarbeitet werden. Entscheidend ist vielmehr, dass er eine normale cremige Konsistenz besitzt und nicht stark verwässert ist.
  • Die Speisestärke sorgfältig einrühren. Kleine Stärkeklümpchen bleiben auch nach dem Backen unangenehm. Deshalb die Stärke portionsweise einarbeiten und gründlich verrühren.
  • Reife, aber feste Pfirsiche verwenden. Sehr harte Früchte entwickeln weniger Aroma, während überreife Pfirsiche viel Flüssigkeit abgeben und beim Schneiden zerfallen können.
  • Nicht zu lange backen. Der Kuchen soll innen saftig bleiben. Eine leicht bewegliche Mitte am Ende der Backzeit ist normal, solange die Masse nicht mehr flüssig aussieht.
  • Geduld beim Anschneiden haben. Direkt aus dem Ofen ist der Kuchen noch sehr weich. Seine endgültige Konsistenz entwickelt er erst beim Abkühlen.
  • Für besonders saubere Stücke kalt schneiden. Nach dem vollständigen Abkühlen kann der Kuchen zusätzlich 1–2 Stunden im Kühlschrank ruhen. Dadurch wird die Joghurtmasse fester und lässt sich besonders schön portionieren.

Varianten und Substitutionen

Nektarinen statt Pfirsichen: Nektarinen können im gleichen Verhältnis verwendet werden. Sie sind meist etwas fester und behalten beim Backen ihre Form besonders gut. Die Backzeit verändert sich dadurch nicht wesentlich.

Weniger süße Variante: Die Zuckermenge kann auf etwa 40 g reduziert werden, wenn sehr reife und süße Pfirsiche verwendet werden. Der Kuchen schmeckt dadurch deutlich joghurtbetonter und leicht säuerlicher.

Etwas süßer: Wer einen ausgeprägteren Dessertcharakter bevorzugt, kann bis zu 65 g Zucker verwenden. Mehr ist bei reifen Früchten normalerweise nicht notwendig.

Andere Formgröße: In einer 22-cm-Form wird der Kuchen flacher und kann einige Minuten früher fertig sein. Ab etwa 35 Minuten sollte deshalb die Konsistenz kontrolliert werden. Eine deutlich kleinere Form ist weniger geeignet, weil die dickere Masse wesentlich länger zum Durchgaren benötigt.

Pfirsiche unterschiedlich anordnen: Die Früchte können entweder vollständig auf der Oberfläche verteilt oder teilweise in die Joghurtmasse gedrückt werden. Tiefer liegende Stücke ergeben beim Anschneiden besonders schöne Fruchteinlagen und eine saftige Mitte.

So bleibt es frisch

Den vollständig ausgekühlten Kuchen abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält er sich etwa 2–3 Tage. Wegen der großen Menge Joghurt und der Eier sollte er nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen. Zum Servieren kann er direkt kalt gegessen oder etwa 15–20 Minuten vorher aus dem Kühlschrank genommen werden. Ein erneutes Erwärmen ist nicht nötig. Einfrieren ist grundsätzlich möglich, allerdings kann die Joghurtfüllung nach dem Auftauen etwas mehr Feuchtigkeit abgeben und ihre ursprünglich glatte Konsistenz verlieren. Daher schmeckt der Kuchen frisch oder gekühlt am besten.

Häufige Fragen

Warum wird keine Butter und kein Mehl verwendet?

Die Struktur entsteht hier aus Eiern und Maisstärke. Der Joghurt liefert die notwendige Feuchtigkeit und sorgt für die charakteristische cremige Konsistenz. Deshalb ähnelt das Ergebnis eher einem festen Joghurtkuchen oder gebackenen Dessert als einem klassischen Rührkuchen. Dass Kuchen ganz ohne Mehl gelingt, beweist ebenso der Quark-Haferflocken-Kuchen ohne Mehl und Zucker.

Warum ist der Kuchen nach 40 Minuten noch weich?

Das ist normal. Die warme Joghurtmasse ist unmittelbar nach dem Backen noch empfindlich und festigt sich beim Abkühlen erheblich. Solange die Oberfläche gesetzt ist und die Mitte nicht mehr flüssig erscheint, sollte der Kuchen nicht unnötig lange weitergebacken werden.

Muss ich die Pfirsiche schälen?

Nein. Bei reifen Pfirsichen und Nektarinen kann die Schale problemlos mitgebacken werden. Sie wird weich und gibt den Fruchtstücken zusätzlich Farbe. Wer die Schale nicht mag, kann die Früchte selbstverständlich vorher schälen.

Kann ich den Kuchen am Vortag vorbereiten?

Ja, sogar sehr gut. Nach dem vollständigen Abkühlen den Kuchen abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag ist die Joghurtmasse besonders gut durchgekühlt und stabil, während die Pfirsiche saftig bleiben.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.