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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Suppen & Eintöpfe

Herzhafte Linsensuppe mit Gemüse und Rosmarin

Herzhafte Linsensuppe mit Gemüse und Rosmarin

Diese herzhafte Linsensuppe ist ein unkompliziertes Familiengericht für Tage, an denen etwas Wärmendes und Sättigendes auf den Tisch kommen soll. Braune Linsen werden langsam mit Zwiebel, Karotte und Sellerie gegart und entwickeln dabei eine angenehm sämige Konsistenz, ohne vollständig zu zerfallen. Lorbeer und Rosmarin geben der Suppe ein würziges, mediterranes Aroma, während Olivenöl das Gemüse abrundet. Die Zubereitung gelingt in einem einzigen großen Topf und erfordert keine besonderen Küchengeräte. Je nach gewünschter Konsistenz kann die Suppe etwas flüssiger serviert oder einige Minuten länger eingekocht werden. Eine sämigere Variante desselben Klassikers ist diese cremige Linsensuppe, die richtig satt macht.

Herzhafte Linsensuppe mit Gemüse und Rosmarin

Praktische Informationen

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Ruhezeit: 5 Minuten
  • Kochzeit: 40 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Topfgröße: mindestens 4 Liter

Zutaten

  • 500 g braune oder grüne Tellerlinsen, getrocknet
  • 150 g Zwiebel
  • 150 g Karotte
  • 100 g Staudensellerie
  • 30 ml Olivenöl
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin
  • 6 g Salz, je nach Salzgehalt der Brühe
  • 2 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Linsen und Gemüse vorbereiten.
    Die Linsen in ein feines Sieb geben und unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Kleine Steinchen oder beschädigte Linsen dabei aussortieren. Die Linsen müssen für diese Suppe nicht eingeweicht werden. Zwiebel und Karotte schälen. Den Sellerie waschen und bei Bedarf grobe Fasern entfernen. Zwiebel, Karotte und Sellerie anschließend in kleine, möglichst gleichmäßige Würfel von etwa 5–8 mm schneiden. Dadurch garen die Gemüsestücke gleichmäßig und verteilen sich später gut in der Suppe.
  2. Gemüse anschwitzen.
    Das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zuerst Zwiebel, Karotte und Sellerie hineingeben. Das Gemüse unter regelmäßigem Rühren etwa 5 Minuten anschwitzen. Es soll weich werden und aromatisch duften, aber nicht dunkel anbraten. Besonders die Zwiebel sollte am Ende glasig aussehen. Falls das Gemüse am Topfboden zu schnell Farbe annimmt, die Temperatur etwas reduzieren.
  3. Linsen hinzufügen.
    Die abgespülten und gut abgetropften Linsen zum Gemüse geben und etwa 2 Minuten unter Rühren mitdünsten. So werden die Linsen gleichmäßig mit dem Olivenöl und den Aromen des Gemüses vermischt. Anschließend das Lorbeerblatt und den Rosmarinzweig hinzufügen.
  4. Mit Gemüsebrühe aufgießen.
    Die 1,5 Liter Gemüsebrühe in den Topf gießen und alles einmal kräftig aufkochen lassen. Sobald die Flüssigkeit kocht, die Temperatur deutlich reduzieren. Die Suppe soll anschließend nur noch sanft köcheln. Den Topf mit einem Deckel abdecken, dabei einen kleinen Spalt offen lassen, damit etwas Dampf entweichen kann.
  5. Linsen langsam garen.
    Die Suppe bei niedriger bis mittlerer Hitze ungefähr 30–35 Minuten köcheln lassen. Alle 8–10 Minuten umrühren und dabei kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Die genaue Garzeit hängt von der verwendeten Linsensorte und ihrem Alter ab. Die Linsen sind fertig, wenn sie weich sind, ihre Form aber größtenteils noch behalten. Die Suppe sollte jetzt deutlich sämiger als zu Beginn sein.
  6. Konsistenz und Würzung einstellen.
    Lorbeerblatt und Rosmarinzweig aus dem Topf entfernen. Salz und schwarzen Pfeffer hinzufügen und gründlich umrühren. Die Suppe anschließend noch etwa 3 Minuten ohne Deckel sanft köcheln lassen. Für eine besonders sämige Konsistenz einige Linsen mit einem Kochlöffel am Topfrand zerdrücken und wieder unterrühren. Ist die Suppe dagegen zu dick geworden, kann sie mit etwas heißer Gemüsebrühe verdünnt werden.
  7. Kurz ruhen lassen und servieren.
    Den Herd ausschalten und die Linsensuppe 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Während dieser Zeit verbinden sich die Aromen und die Konsistenz wird noch etwas sämiger. Vor dem Servieren nochmals umrühren und prüfen, ob die Linsen wirklich weich sind. Die Suppe heiß in tiefe Teller oder Schalen füllen.

Tipps für eine gelungene Linsensuppe

  • Die richtige Linsensorte verwenden: Braune oder grüne Tellerlinsen eignen sich besonders gut, weil sie beim Kochen weich werden, aber nicht so schnell zerfallen wie rote Linsen.
  • Salz erst gegen Ende hinzufügen: Dadurch lässt sich die Würzung besser kontrollieren, besonders wenn bereits gesalzene Gemüsebrühe verwendet wird.
  • Sanft statt kräftig kochen: Starkes Kochen kann dazu führen, dass die Linsen ungleichmäßig zerfallen und zu viel Flüssigkeit verdampft.
  • Die Garzeit prüfen: Ältere getrocknete Linsen benötigen manchmal 5–15 Minuten länger. Entscheidend ist deshalb die Konsistenz und nicht ausschließlich die Uhr.
  • Für natürliche Sämigkeit sorgen: Ein kleiner Teil der gegarten Linsen kann zerdrückt werden. Dadurch wird die Suppe cremiger, ohne dass zusätzliche Bindemittel notwendig sind.
  • Rosmarin rechtzeitig entfernen: Ein ganzer Zweig gibt beim Köcheln ausreichend Aroma ab. Bleibt er zu lange in der Suppe, kann sein Geschmack sehr dominant werden.

Varianten und Alternativen

Mit Berglinsen: Die Tellerlinsen können durch 500 g Berglinsen ersetzt werden. Sie bleiben meist etwas bissfester. Die Garzeit sollte deshalb nach etwa 30 Minuten regelmäßig kontrolliert werden.

Mit roten Linsen: Rote Linsen funktionieren ebenfalls, verändern das Gericht jedoch deutlich. Sie zerfallen schneller und ergeben eine wesentlich cremigere Suppe. Die Kochzeit reduziert sich auf ungefähr 15–20 Minuten.

Ohne Sellerie: Die 100 g Staudensellerie können durch zusätzlich 100 g Karotte ersetzt werden. Die Suppe wird dadurch etwas süßlicher und verliert einen Teil ihres typisch würzigen Gemüsearomas.

Ohne Rosmarin: Wer den kräftigen Geschmack von Rosmarin nicht mag, kann ihn weglassen. Das Lorbeerblatt sorgt weiterhin für ein dezentes würziges Grundaroma. Mit Pilzen statt Rosmarin entsteht eine cremige Linsensuppe mit Pilzen.

Etwas flüssiger: Für eine leichtere, suppigere Konsistenz können von Beginn an 1,7 Liter Gemüsebrühe statt 1,5 Liter verwendet werden. Die Garzeit bleibt grundsätzlich gleich.

Aufbewahrung

Die Linsensuppe nach dem Kochen nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen. Reste zügig abkühlen und in einem geschlossenen Behälter bei 0–4 °C im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sich die Suppe etwa 3 Tage. Beim Aufwärmen im Topf unter gelegentlichem Rühren vollständig durcherhitzen; da Linsen beim Stehen Flüssigkeit aufnehmen, kann etwas Gemüsebrühe nötig sein. Portionsweise lässt sich die Suppe für ungefähr 3 Monate einfrieren. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.

Häufige Fragen

Müssen die Linsen vorher eingeweicht werden?

Nein. Braune und grüne Tellerlinsen können nach gründlichem Abspülen direkt gekocht werden. Einweichen kann die Garzeit etwas verkürzen, ist für dieses Rezept aber nicht erforderlich.

Warum sind meine Linsen nach 35 Minuten noch hart?

Die Garzeit kann je nach Sorte und Alter der Linsen variieren. Ältere Linsen benötigen häufig länger. Einfach weitere 5–15 Minuten sanft köcheln lassen und bei Bedarf etwas heiße Gemüsebrühe ergänzen.

Wie bekomme ich die Suppe dicker?

Einfach eine kleine Menge der gegarten Linsen direkt im Topf zerdrücken und anschließend unterrühren. Alternativ kann die Suppe einige Minuten ohne Deckel weiterköcheln, damit überschüssige Flüssigkeit verdampft.

Kann ich die Linsensuppe am Vortag kochen?

Ja. Linsensuppe eignet sich sehr gut zum Vorbereiten. Im Kühlschrank dickt sie allerdings deutlich nach. Beim erneuten Erwärmen deshalb nach Bedarf etwas Gemüsebrühe hinzufügen und die Suppe unter regelmäßigem Rühren vollständig erhitzen. Genauso gut vorbereiten lässt sich die herzhafte Minestrone mit Gemüse, weißen Bohnen und kleinen Nudeln.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.