Zum Inhalt springen

Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Suppen & Eintöpfe

Diese cremige Linsensuppe macht richtig satt – einfach, würzig und wunderbar cremig

Diese cremige Linsensuppe macht richtig satt – einfach, würzig und wunderbar cremig

Diese cremige Linsensuppe ist genau das richtige Essen für Tage, an denen etwas Warmes, Herzhaftes und unkompliziertes auf den Tisch soll. Rote Linsen sorgen für eine angenehm sämige Konsistenz, während Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Gewürze der Suppe ein kräftiges Aroma und eine schöne gold-orange Farbe verleihen. Ein Schuss Sahne rundet alles ab, ohne den Geschmack der Linsen zu überdecken. Besonders praktisch: Die Suppe wird komplett in einem Topf gekocht und benötigt keine komplizierten Arbeitsschritte. So entsteht mit einfachen Zutaten ein sättigendes Familienessen, das auch Kochanfängern zuverlässig gelingt.

Diese cremige Linsensuppe macht richtig satt – einfach, würzig und wunderbar cremig

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Ruhezeit: 5 Minuten
  • Kochzeit: 30 Minuten
  • Gesamtzeit: 50 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kochgeschirr: großer Topf mit mindestens 4 Litern Fassungsvermögen

Zutaten

  • 300 g rote Linsen
  • 1 große Zwiebel, ca. 150 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprikaschote, ca. 180 g
  • 1 mittelgroße Karotte, ca. 100 g
  • 20 ml Olivenöl
  • 30 g Tomatenmark
  • 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 1 TL mildes Paprikapulver
  • ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
  • ½ TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1.200 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 15 g frische Petersilie

Zubereitung

  1. Linsen und Gemüse vorbereiten. Die roten Linsen in ein feines Sieb geben und unter kaltem Wasser gründlich abspülen, bis das ablaufende Wasser weitgehend klar ist. Anschließend gut abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Karotte schälen und ebenfalls klein würfeln. Je gleichmäßiger das Gemüse geschnitten ist, desto gleichmäßiger wird es später gar.
  2. Gemüse anschwitzen. Das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel und Karotte hineingeben und unter gelegentlichem Rühren etwa 4 Minuten anschwitzen. Die Zwiebel sollte glasig werden, aber keine dunkle Farbe annehmen. Paprika und Knoblauch hinzufügen und weitere 2 Minuten garen, bis der Knoblauch aromatisch duftet.
  3. Tomatenmark und Gewürze rösten. Das Tomatenmark zum Gemüse geben und etwa 1 Minute unter ständigem Rühren anrösten. Anschließend Paprikapulver, Kreuzkümmel, Oregano, Salz und schwarzen Pfeffer einrühren. Die Gewürze nur etwa 30 Sekunden mitrösten. So entwickeln sie mehr Aroma, ohne am Topfboden zu verbrennen.
  4. Linsen kochen. Die abgespülten Linsen und die gehackten Tomaten in den Topf geben. Mit den 1.200 ml Gemüsebrühe auffüllen und gründlich umrühren. Alles einmal kräftig aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren und die Suppe ohne vollständig geschlossenen Deckel etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch mehrmals umrühren, besonders gegen Ende, da die Linsen beim Quellen leichter am Topfboden ansetzen.
  5. Konsistenz prüfen. Nach ungefähr 20 Minuten sollten die roten Linsen weich sein und beginnen, teilweise zu zerfallen. Dadurch wird die Suppe ganz natürlich sämig. Ist sie noch sehr dünn, weitere 3 bis 5 Minuten offen köcheln lassen. Ist sie bereits sehr dick, genügt es, sie direkt mit der Sahne zu verfeinern.
  6. Suppe cremig vollenden. Die Hitze auf eine niedrige Stufe stellen und 180 ml Sahne einrühren. Die Suppe noch etwa 2 Minuten erwärmen, aber nicht mehr stark sprudelnd kochen lassen. Für eine rustikale Konsistenz bleibt sie unverändert. Wer sie feiner mag, kann einen Teil der Suppe kurz mit einem Stabmixer pürieren und anschließend wieder gründlich verrühren.
  7. Ruhen lassen und servieren. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Suppe vom Herd nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Danach noch einmal umrühren. Auf sechs Schalen verteilen, die restlichen 20 ml Sahne in dünnen Schlieren darübergeben und mit der gesamten gehackten Petersilie bestreuen. Heiß servieren.

Tipps für eine gelungene Linsensuppe

  • Rote Linsen vorher abspülen: Dadurch werden Staub und überschüssige Stärke entfernt. Ein feines Sieb verhindert, dass die kleinen Linsen verloren gehen.
  • Regelmäßig umrühren: Rote Linsen zerfallen während des Kochens und können besonders bei einer dickeren Suppe schnell am Topfboden ansetzen.
  • Die Hitze nach dem Aufkochen reduzieren: Die Suppe soll nur sanft köcheln. Bei zu starker Hitze verdampft unnötig viel Flüssigkeit.
  • Die endgültige Konsistenz erst am Ende beurteilen: Linsen nehmen während des Kochens viel Flüssigkeit auf. Außerdem dickt die Suppe während der fünfminütigen Ruhezeit noch etwas nach.
  • Nur teilweise pürieren: Für eine cremige, aber trotzdem interessante Struktur reicht es, einen kleinen Teil der Suppe zu pürieren. So bleiben Gemüse- und Linsenstückchen sichtbar.
  • Sahne erst zum Schluss hinzufügen: Dadurch bleibt der Geschmack mild und die Suppe bekommt eine gleichmäßige, cremige Konsistenz.

Varianten und Substitutionen

Braune oder grüne Linsen: Sie können verwendet werden, benötigen jedoch deutlich länger als rote Linsen und zerfallen weniger stark. Dadurch wird die Suppe körniger und weniger cremig. Die Kochzeit muss entsprechend verlängert werden, bis die verwendeten Linsen vollständig gar sind.

Kokosmilch statt Sahne: Die 200 ml Sahne lassen sich durch die gleiche Menge ungesüßte Kokosmilch ersetzen. Dadurch bekommt die Suppe eine leicht exotische Note und einen etwas anderen, aber ebenfalls cremigen Charakter.

Gelbe Paprika statt roter Paprika: Sie kann im Verhältnis 1:1 ausgetauscht werden. Die Zubereitung und Garzeit verändern sich dadurch nicht, der Geschmack wird lediglich etwas milder.

Mehr oder weniger fein pürieren: Für eine sehr cremige Suppe kann etwa die Hälfte der fertigen Suppe püriert werden. Wer eine rustikale Linsensuppe bevorzugt, verzichtet vollständig darauf.

Petersilie durch Koriander ersetzen: Die gleiche Menge frischer Koriander funktioniert ebenfalls, verändert den Geschmack allerdings deutlich und gibt der Suppe eine frischere, markantere Kräuternote.

Aufbewahrung

Die Suppe nach dem Kochen nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen. Reste zügig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in einen gut verschlossenen Behälter in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich die Linsensuppe bei höchstens 4 °C etwa 2 bis 3 Tage. Beim Aufwärmen kann sie deutlich dicker geworden sein; dann unter Rühren langsam erhitzen, bis sie vollständig dampfend heiß ist. Die Suppe lässt sich portionsweise bis zu etwa 3 Monate einfrieren. Nach dem Auftauen gründlich erhitzen und nicht mehrfach wieder aufwärmen.

Häufige Fragen

Muss ich rote Linsen vorher einweichen?

Nein. Rote Linsen müssen für diese Suppe nicht eingeweicht werden. Gründliches Abspülen reicht aus, da sie beim anschließenden Kochen schnell weich werden.

Warum ist meine Linsensuppe nach dem Abkühlen so dick?

Das ist normal. Die gekochten Linsen nehmen weiterhin Flüssigkeit auf und die enthaltene Stärke bindet die Suppe zusätzlich. Beim erneuten Erwärmen kann die Konsistenz bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit angepasst werden.

Kann ich die Suppe komplett pürieren?

Ja. Sobald Linsen und Gemüse vollständig weich sind, kann die gesamte Suppe fein püriert werden. Erst danach die Sahne einrühren und noch einmal kurz erhitzen. Das Ergebnis wird deutlich glatter und homogener.

Woher weiß ich, ob die Linsen wirklich gar sind?

Eine gekochte rote Linse sollte sich ohne Widerstand zwischen Zunge und Gaumen oder mit einer Gabel zerdrücken lassen. Sind die Linsen innen noch fest oder körnig, die Suppe einige Minuten länger sanft köcheln lassen.

Würziger wird es mit der herzhaften Linsensuppe mit Gemüse und Rosmarin. Erdiger schmeckt die cremige Linsensuppe mit Pilzen, und wenn es ganz einfach bleiben soll, macht die herzhafte Gemüsesuppe angenehm satt.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.