Saftiger Mandelkuchen wie von Oma – außen goldbraun, innen wunderbar weich
Saftiger Mandelkuchen wie von Oma – außen goldbraun, innen wunderbar weich
Dieser Mandelkuchen ist genau das Richtige, wenn ein unkomplizierter Kuchen mit besonders gemütlichem Charakter auf den Tisch soll. Unter der goldbraun gerösteten Mandeldecke verbirgt sich ein weicher, saftiger Rührteig mit feinem Mandelaroma. Die knusprigen Mandelblättchen bilden einen schönen Kontrast zur lockeren Krume und machen den Kuchen auch optisch zum Hingucker. Die Zubereitung ist bewusst einfach gehalten und eignet sich deshalb hervorragend für Backanfänger. Eine klassische Springform, wenige gut erhältliche Zutaten und etwa eine Stunde Zeit genügen. Perfekt zum Nachmittagskaffee, für Familienbesuch oder einfach als unkomplizierter Sonntagskuchen.

Informationen praktisch
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: 10 Minuten
- Backzeit: 40–45 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten
- Portionen: 10–12 Stücke
- Schwierigkeit: Einfach
- Backform: Springform, 24 cm Durchmesser
- Backofen: 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft
Zutaten
- 180 g weiche Butter
- 160 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- 3 Eier, Größe M
- 180 g Weizenmehl Type 405
- 100 g gemahlene Mandeln
- 10 g Backpulver
- 1 Prise Salz
- 120 ml Milch
- 1 TL fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
- 80 g Mandelblättchen
- 15 g Zucker für die Oberfläche
- 10 g Butter zum Einfetten der Form
Zubereitung
- Backofen und Springform vorbereiten.
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Umluft vorheizen. Eine Springform mit 24 cm Durchmesser mit 10 g Butter gründlich einfetten. Besonders den Übergang zwischen Boden und Rand nicht vergessen. Die Zutaten möglichst etwa 20 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Butter, Eier und Milch lassen sich bei ähnlicher Temperatur besser zu einem gleichmäßigen Rührteig verarbeiten. - Butter und Zucker cremig aufschlagen.
Die 180 g weiche Butter zusammen mit 160 g Zucker und dem Vanillezucker in eine große Schüssel geben. Mit dem Handrührgerät etwa 3–4 Minuten aufschlagen, bis die Masse deutlich heller und cremiger geworden ist. Anschließend die drei Eier einzeln dazugeben. Nach jedem Ei ungefähr 30 Sekunden weiterrühren, bevor das nächste folgt. Zum Schluss die fein abgeriebene Zitronenschale unterrühren. - Trockene Zutaten vorbereiten.
In einer zweiten Schüssel 180 g Mehl, 100 g gemahlene Mandeln, 10 g Backpulver und eine Prise Salz sorgfältig vermischen. Dadurch verteilt sich das Backpulver gleichmäßig und der Kuchen geht später regelmäßiger auf. Die Mischung anschließend in zwei Portionen zur Butter-Eier-Masse geben. Dazwischen jeweils etwas von den insgesamt 120 ml Milch einarbeiten. - Teig nur kurz fertig rühren.
Sobald Mehl und Milch hinzugefügt wurden, nur noch so lange auf niedriger Stufe rühren, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind. Der fertige Teig sollte dick-cremig sein und langsam vom Löffel fallen. Zu langes Rühren kann einen Rührkuchen kompakter machen. Den Teig gleichmäßig in die vorbereitete Springform geben und die Oberfläche mit einem Teigschaber glatt streichen. - Mandeldecke auftragen.
Die 80 g Mandelblättchen gleichmäßig über dem ungebackenen Teig verteilen. Anschließend 15 g Zucker dünn darüberstreuen. Beim Backen werden die Mandeln goldbraun und entwickeln ein angenehm geröstetes Aroma. Den Zucker ebenfalls möglichst gleichmäßig verteilen, damit nicht einzelne Bereiche zu dunkel karamellisieren. - Mandelkuchen backen.
Die Springform auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Kuchen 40–45 Minuten backen. Nach ungefähr 30 Minuten kontrollieren: Werden die Mandelblättchen bereits kräftig braun, die Oberfläche locker mit einem Stück Backpapier abdecken. Gegen Ende mit einem Holzstäbchen in die Kuchenmitte stechen. Es dürfen einige feuchte Krümel daran haften, aber kein flüssiger Teig. - Abkühlen lassen und anschneiden.
Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und zunächst 10 Minuten in der Springform ruhen lassen. Danach vorsichtig mit einem dünnen Messer am Rand entlangfahren und den Springformrand lösen. Vor dem Anschneiden weitere 30–45 Minuten abkühlen lassen. Die Krume stabilisiert sich dabei und bleibt beim Schneiden schön gleichmäßig. Serviert werden kann der Mandelkuchen leicht lauwarm oder vollständig ausgekühlt.
Tipps für einen besonders gelungenen Mandelkuchen
Butter wirklich weich werden lassen: Sie sollte sich leicht eindrücken lassen, aber keinesfalls geschmolzen sein. So lässt sie sich mit dem Zucker luftig aufschlagen.
Eier einzeln einarbeiten: Dadurch verbindet sich die Buttermasse besser. Falls sie trotzdem leicht gerinnt, ist das kein Grund zur Sorge – mit der Mehlmischung wird der Teig wieder gleichmäßiger.
Nach dem Mehl nicht zu lange rühren: Sobald ein homogener Teig entstanden ist, aufhören. Übermäßiges Rühren kann die Krume unnötig fest machen.
Mandeln beobachten: Mandelblättchen können gegen Ende der Backzeit schnell dunkel werden. Bei Bedarf mit Backpapier abdecken, ohne dieses auf den Kuchen zu drücken.
Stäbchenprobe nicht zu früh machen: Häufiges Öffnen der Ofentür während der ersten 30 Minuten kann dazu führen, dass der Kuchen in der Mitte einsinkt.
Nicht zu lange backen: Sobald kein flüssiger Teig mehr am Holzstäbchen haftet, sollte der Kuchen bald aus dem Ofen. So bleibt die Mitte angenehm saftig.
Varianten und Substitutionen
Kräftigeres Mandelaroma: Du kannst die 100 g gemahlenen Mandeln vor der Verarbeitung kurz in einer trockenen Pfanne anrösten. Vor dem Einrühren vollständig abkühlen lassen. Dadurch schmeckt der Kuchen intensiver und leicht nussiger.
Mit Orange statt Zitrone: Die Zitronenschale lässt sich im gleichen Verhältnis durch 1 TL fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange ersetzen. Der Kuchen bekommt dadurch eine etwas süßere, wärmere Zitrusnote.
Mit Haselnüssen: Die 100 g gemahlenen Mandeln im Teig können durch 100 g fein gemahlene Haselnüsse ersetzt werden. Die Mandelblättchen auf der Oberfläche bleiben erhalten. Das Ergebnis schmeckt kräftiger und nussiger.
Weniger süß: Wer zurückhaltende Süße bevorzugt, kann den Zucker im Teig auf 140 g reduzieren. Viel weiter sollte die Menge bei dieser Rezeptur nicht verringert werden, da Zucker auch die Feuchtigkeit und Struktur des Kuchens beeinflusst.
Kleine Form: In einer 20-cm-Springform wird der Kuchen deutlich höher und benötigt entsprechend länger. Deshalb für die angegebenen Mengen möglichst die empfohlene 24-cm-Springform verwenden.
Conservation
Den vollständig ausgekühlten Mandelkuchen in einer gut schließenden Kuchendose bei kühler Raumtemperatur aufbewahren. So bleibt er ungefähr 2–3 Tage angenehm saftig. Bei sehr warmer Raumtemperatur besser in den Kühlschrank stellen und vor dem Servieren etwa 30 Minuten temperieren lassen.
Zum Einfrieren einzelne Stücke luftdicht verpacken und maximal 2–3 Monate einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank oder einige Stunden bei Raumtemperatur auftauen lassen. Wer den Kuchen leicht warm mag, kann ein Stück anschließend für etwa 5 Minuten bei 120 °C im Backofen erwärmen.
Fragen häufig
Warum wird mein Mandelkuchen trocken?
Meist wurde er etwas zu lange gebacken oder es wurde zu viel Mehl verwendet. Mehl deshalb möglichst mit einer Küchenwaage abwiegen und ab etwa 40 Minuten die Stäbchenprobe durchführen.
Kann ich den Kuchen einen Tag vorher backen?
Ja. Der Kuchen eignet sich sehr gut zur Vorbereitung. Nach vollständigem Auskühlen luftdicht verpacken, damit die Krume bis zum nächsten Tag saftig bleibt.
Warum werden die Mandelblättchen zu dunkel?
Mandeln bräunen schneller als der Teig darunter. Sind sie bereits nach etwa 30 Minuten kräftig goldbraun, den Kuchen für die restliche Backzeit locker mit Backpapier abdecken.
Kann ich eine größere Springform verwenden?
Eine 26-cm-Form funktioniert ebenfalls, allerdings wird der Kuchen flacher und ist meist einige Minuten früher fertig. Deshalb bereits nach etwa 35 Minuten erstmals die Stäbchenprobe machen.
