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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Saftiger Schweinebraten mit Kartoffeln, Möhren und Paprika aus dem Ofen

Saftiger Schweinebraten mit Kartoffeln, Möhren und Paprika aus dem Ofen

Saftiger Schweinebraten mit Kartoffeln, Möhren und Paprika aus dem Ofen

Dieser herzhafte Schweinebraten mit Kartoffeln und Gemüse ist ein unkompliziertes Ofengericht für die ganze Familie. Das Fleisch wird kräftig gewürzt und zusammen mit großen Kartoffelstücken, Möhren, grüner Paprika und ganzen Knoblauchknollen langsam gegart. Dabei entsteht ein aromatischer Bratensaft, der Kartoffeln und Gemüse wunderbar würzt. Das Schweinefleisch bekommt eine appetitlich gebräunte Oberfläche und bleibt innen saftig und zart. Besonders praktisch: Fast alles kommt gemeinsam in einen großen Bräter, sodass nach der Vorbereitung der Backofen den größten Teil der Arbeit übernimmt. Ein bodenständiges, sättigendes Essen, das sich hervorragend für ein entspanntes Familienessen eignet.

Saftiger Schweinebraten mit Kartoffeln, Möhren und Paprika aus dem Ofen

Informationen zum Rezept

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 15 Minuten
  • Garzeit: ca. 1 Stunde 30 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 10 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Bräter: rund ca. 32–34 cm oder rechteckig ca. 35 × 25 cm
  • Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft

Zutaten

  • 1,2 kg Schweinenacken oder Schweineschulter, ohne Schwarte
  • 1,4 kg festkochende Kartoffeln
  • 350 g Möhren
  • 2 grüne Paprikaschoten
  • 3 ganze Knoblauchknollen
  • 40 ml Olivenöl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 300 ml warme Gemüsebrühe

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten
    Das Schweinefleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und in etwa 7–8 cm große Stücke schneiden. 20 ml Olivenöl mit 1 TL Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Thymian und Rosmarin vermischen. Das Fleisch rundherum gründlich damit einreiben. Anschließend 15 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Währenddessen den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 170 °C Umluft vorheizen.
  2. Kartoffeln und Gemüse schneiden
    Kartoffeln schälen. Kleine Kartoffeln ganz lassen, größere halbieren, sodass die Stücke ungefähr gleich groß sind. Möhren schälen und in etwa 3 cm dicke Stücke schneiden. Die grünen Paprikaschoten entkernen und längs in breite Streifen schneiden. Von den Knoblauchknollen nur die äußerste lose Schale entfernen. Die Knollen quer halbieren, die einzelnen Zehen jedoch nicht herauslösen.
  3. Alles im Bräter verteilen
    Kartoffeln, Möhren und Paprika in den Bräter geben. Mit den restlichen 20 ml Olivenöl und 1 TL Salz vermengen. Die gewürzten Fleischstücke zwischen dem Gemüse verteilen. Die halbierten Knoblauchknollen mit der Schnittfläche nach oben dazwischen setzen. Die warme Gemüsebrühe vorsichtig am Rand angießen. Sie soll sich am Boden sammeln und nicht die Gewürze vom Fleisch spülen.
  4. Abgedeckt vorgaren
    Den Bräter mit einem passenden Deckel oder dicht mit Backpapier und darüber Aluminiumfolie verschließen. Auf der mittleren Schiene 50 Minuten garen. Durch das abgedeckte Garen können Fleisch und Kartoffeln zunächst schonend weich werden, ohne dass die Oberfläche zu schnell austrocknet.
  5. Offen weitergaren
    Nach 50 Minuten den Bräter vorsichtig öffnen. Fleischstücke wenden und Kartoffeln sowie Möhren behutsam im Bratensaft bewegen. Anschließend ohne Abdeckung weitere 25 Minuten bei 190 °C Ober-/Unterhitze garen. Die Oberfläche des Fleisches sollte jetzt zunehmend braun werden, während die Kartoffeln an den Rändern leicht Farbe bekommen.
  6. Kräftig bräunen
    Für die letzten 15 Minuten die Temperatur auf 220 °C Ober-/Unterhitze erhöhen. Das Fleisch dabei möglichst obenauf legen. Es ist fertig, wenn es deutlich gebräunt ist und sich mit einer Gabel leicht einstechen lässt. Die Kartoffeln sollten vollständig weich und stellenweise goldbraun sein. Bei sehr großen Fleischstücken die Garzeit gegebenenfalls um 5–10 Minuten verlängern. Für eine sichere Kontrolle sollte Schweinefleisch im Inneren mindestens 70 °C Kerntemperatur erreichen.
  7. Kurz ruhen lassen und servieren
    Den Bräter aus dem Ofen nehmen und das Gericht 5 Minuten stehen lassen. Dadurch beruhigt sich der Bratensaft etwas und das Fleisch bleibt beim Anschneiden saftiger. Fleisch, Kartoffeln, Möhren, Paprika und den weich gerösteten Knoblauch großzügig auf Tellern verteilen. Zum Schluss etwas von dem aromatischen Bratensaft aus dem Bräter darübergeben.

Tipps für ein gelungenes Ergebnis

  • Ähnlich große Kartoffeln verwenden: Sehr unterschiedliche Größen führen dazu, dass kleine Stücke zerfallen, während große Kartoffeln noch fest sind.
  • Fleisch nicht zu klein schneiden: Große Stücke bleiben bei der langen Garzeit deutlich saftiger.
  • Brühe seitlich angießen: So bleibt die Gewürzschicht auf dem Fleisch besser erhalten.
  • Den Bräter nicht überfüllen: Die Zutaten dürfen eng liegen, sollten aber nicht in mehreren dicken Schichten übereinander gestapelt werden.
  • Bräunung beobachten: Jeder Backofen arbeitet etwas anders. Während der letzten 10–15 Minuten sollte das Gericht kontrolliert werden.
  • Knoblauch nicht fein hacken: Ganze beziehungsweise halbierte Knollen werden beim langen Garen mild, weich und leicht süßlich.

Varianten und Substitutionen

Schweineschulter statt Schweinenacken: Beide Stücke eignen sich gut für längeres Garen. Schulter kann etwas fester sein und benötigt bei großen Stücken eventuell 10–15 Minuten länger.

Rote oder gelbe Paprika: Sie können die grüne Paprika im gleichen Mengenverhältnis ersetzen. Das Gericht schmeckt dadurch etwas milder und süßlicher.

Mehr Möhren statt Paprika: Wer keine Paprika mag, kann die 2 Paprikaschoten durch etwa 300 g zusätzliche Möhren ersetzen. Die Garzeit bleibt praktisch unverändert.

Kleine Kartoffeln mit Schale: Junge Kartoffeln können gründlich gewaschen und ungeschält verwendet werden. Ihre Schale sorgt für eine rustikalere Textur und kann beim offenen Garen leicht knusprig werden.

Mildere Würzung: Für Kinder kann die Pfeffermenge auf ½ TL reduziert werden. Paprikapulver, Thymian und Rosmarin können unverändert bleiben.

Aufbewahrung

Reste nach dem Essen nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen. Vollständig abgekühlt und luftdicht verpackt hält sich das Gericht bis zu 3 Tage im Kühlschrank bei höchstens 4 °C. Fleisch und Gemüse können auch portionsweise eingefroren und etwa 2–3 Monate aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen die aufgetaute Portion mit etwas Bratensaft abdecken und bei 160 °C im Backofen etwa 20–25 Minuten erhitzen, bis sie vollständig heiß ist. Alternativ funktioniert eine Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze.

Häufige Fragen

Warum werden meine Kartoffeln nicht weich?

Meist sind die Stücke zu groß oder der Bräter wurde während der ersten Garphase nicht ausreichend abgedeckt. Kartoffeln von etwa 5–6 cm Größe garen gleichmäßiger. Außerdem muss während der ersten 50 Minuten genügend Dampf im geschlossenen Bräter bleiben.

Kann ich das Gericht komplett ohne Abdeckung backen?

Das ist nicht empfehlenswert. Bei einer Garzeit von rund 90 Minuten könnte das Fleisch außen trocken werden, bevor Kartoffeln und Möhren vollständig weich sind. Das anfängliche Abdecken sorgt für ein deutlich saftigeres Ergebnis.

Wie bekomme ich das Fleisch besonders schön gebräunt?

Nach der abgedeckten Garphase sollte das Fleisch möglichst oben auf dem Gemüse liegen. Die abschließenden 15 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze sorgen für eine kräftige Bräunung. Enthält der Bräter noch sehr viel Flüssigkeit, sollte das Fleisch nicht vollständig darin liegen.

Kann ich das Gericht am Vortag vorbereiten?

Kartoffeln sollten nicht über viele Stunden geschält und roh zusammen mit dem Fleisch gelagert werden. Besser ist es, Fleisch und Gemüse getrennt vorzubereiten und abgedeckt im Kühlschrank aufzubewahren. Erst unmittelbar vor dem Backen alles im Bräter zusammensetzen und die Brühe angießen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.