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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Saftiger Rinderbraten aus dem Ofen mit knusprigen Kartoffeln, Möhren und Champignons

Saftiger Rinderbraten aus dem Ofen mit knusprigen Kartoffeln, Möhren und Champignons

Saftiger Rinderbraten aus dem Ofen mit knusprigen Kartoffeln, Möhren und Champignons

Dieser Rinderbraten ist genau das Richtige für ein gemütliches Familienessen: außen kräftig gebräunt, innen saftig und umgeben von aromatischem Ofengemüse. Kartoffeln, Möhren, Champignons und Zwiebeln garen direkt mit dem Fleisch und nehmen dabei den würzigen Bratensaft auf. Besonders praktisch ist, dass für das komplette Gericht nur ein großer Bräter benötigt wird. Wichtig für ein gutes Ergebnis sind ein geeignetes Stück Rindfleisch, eine kräftige Anfangshitze und die Kontrolle der Kerntemperatur. So lässt sich der Gargrad zuverlässig bestimmen und der Braten bleibt beim Anschneiden schön saftig.

Saftiger Rinderbraten aus dem Ofen mit knusprigen Kartoffeln, Möhren und Champignons

Informationen pratiques

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 15 Minuten
  • Garzeit: ca. 70–85 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 50 Minuten bis 2 Stunden 5 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Bräter: ca. 35 × 25 cm, ausreichend tief
  • Backofen: zunächst 220 °C Ober-/Unterhitze, anschließend 180 °C Ober-/Unterhitze

Zutaten

  • 1,4 kg Rinderbraten aus Roastbeef oder Hochrippe, küchenfertig
  • 1,2 kg kleine Kartoffeln
  • 400 g Möhren
  • 350 g braune Champignons
  • 250 g Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 40 ml Olivenöl
  • 12 g Salz
  • 3 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 6 Zweige Thymian
  • 250 ml Rinderfond
  • 20 g Butter

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten und Backofen vorheizen
    Den Rinderbraten etwa 30 Minuten vor der eigentlichen Vorbereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit er nicht eiskalt in den Ofen kommt. Falls das Fleisch noch nicht gebunden ist, mit Küchengarn in Abständen von etwa 3 cm zusammenbinden. Dadurch behält es beim Garen eine gleichmäßige Form. Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen.
  2. Gemüse vorbereiten
    Die Kartoffeln gründlich waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Möhren schälen und in etwa 3 cm große Stücke schneiden. Champignons putzen; kleine Exemplare ganz lassen, größere halbieren. Zwiebeln schälen und grob vierteln. Knoblauchzehen schälen und leicht andrücken. Das Gemüse sollte ähnlich große Stücke haben, damit es möglichst gleichmäßig gart.
  3. Alles im Bräter verteilen
    Kartoffeln, Möhren, Champignons, Zwiebeln und Knoblauch in den Bräter geben. Mit 25 ml Olivenöl, 5 g Salz und etwa der Hälfte des Pfeffers vermengen. Zwei Rosmarin- und vier Thymianzweige zwischen dem Gemüse verteilen. Den Rinderbraten mittig daraufsetzen. Das Fleisch mit den restlichen 15 ml Olivenöl einreiben und mit 7 g Salz sowie dem übrigen Pfeffer würzen. Den restlichen Rosmarin und Thymian darauflegen.
  4. Braten bei hoher Temperatur anrösten
    Den offenen Bräter auf die mittlere Schiene des heißen Ofens stellen und das Fleisch 15 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze garen. Durch die hohe Anfangstemperatur beginnt die Oberfläche kräftig zu bräunen. Nach diesen 15 Minuten sollte das Fleisch außen bereits deutlich Farbe angenommen haben, während das Gemüse an den Rändern leicht zu rösten beginnt.
  5. Temperatur reduzieren und fertig garen
    Die Ofentemperatur auf 180 °C Ober-/Unterhitze reduzieren. Den Rinderfond vorsichtig seitlich in den Bräter gießen, ohne ihn direkt über das Fleisch zu geben. Weitere 55–70 Minuten garen. Nach ungefähr 30 Minuten das Gemüse vorsichtig wenden und mit etwas Bratensaft vermischen. Wird die Oberfläche des Fleisches zu dunkel, locker mit Aluminiumfolie abdecken.
  6. Kerntemperatur kontrollieren
    Für ein saftiges Ergebnis ist ein Fleischthermometer besonders hilfreich. Für einen innen rosa bis medium gegarten Braten das Fleisch bei etwa 56–58 °C Kerntemperatur aus dem Ofen nehmen. Wer es stärker durchgegart bevorzugt, kann es bis ungefähr 63–65 °C garen. Die genaue Garzeit hängt von Form und Dicke des Fleischstücks ab und sollte deshalb nicht allein nach Minuten beurteilt werden.
  7. Fleisch ruhen lassen und Gemüse vollenden
    Den fertigen Rinderbraten auf ein Brett legen und locker mit Aluminiumfolie abdecken. 15 Minuten ruhen lassen. Währenddessen die Butter unter das heiße Ofengemüse und den Bratensaft rühren. Falls die Kartoffeln noch nicht ausreichend gebräunt sind, den Bräter während der Ruhezeit des Fleisches nochmals für 10–15 Minuten bei 200 °C in den Ofen stellen. Das Gemüse ist fertig, wenn die Kartoffeln weich und goldbraun und die Möhren problemlos mit einer Messerspitze einzustechen sind.
  8. Aufschneiden und servieren
    Küchengarn und Kräuterzweige entfernen. Das Fleisch mit einem scharfen Messer quer zur Faser in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zusammen mit Kartoffeln, Möhren, Champignons und Zwiebeln anrichten. Etwas von dem heißen Bratensaft aus dem Bräter über Fleisch und Gemüse verteilen und sofort servieren.

Conseils pour réussir la recette

  • Fleisch trocken tupfen: Eine möglichst trockene Oberfläche bräunt wesentlich besser als feuchtes Fleisch.
  • Kerntemperatur statt Uhr verwenden: Dicke und Form eines 1,4-kg-Bratens können stark variieren. Ein Fleischthermometer liefert das zuverlässigste Ergebnis.
  • Braten unbedingt ruhen lassen: Die 15 Minuten Ruhezeit helfen dabei, dass beim Anschneiden weniger Fleischsaft austritt.
  • Gemüse nicht zu klein schneiden: Zu kleine Möhren- oder Kartoffelstücke können während der relativ langen Garzeit austrocknen.
  • Den Bräter nicht überfüllen: Das Gemüse sollte möglichst locker um das Fleisch verteilt sein. Liegt es zu dicht übereinander, dämpft es eher, als dass es röstet.
  • Immer quer zur Faser schneiden: Dadurch wirken die Fleischscheiben beim Essen deutlich zarter.

Variantes und Substitutionen

Andere Kartoffeln: Kleine festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut. Größere Kartoffeln funktionieren ebenfalls, sollten aber in ungefähr 4 cm große Stücke geschnitten werden.

Pastinaken statt eines Teils der Möhren: Bis zu 200 g Möhren können durch die gleiche Menge Pastinaken ersetzt werden. Das Gemüse bekommt dadurch eine etwas süßlichere, würzigere Note.

Weiße statt brauner Champignons: Sie können im Verhältnis 1:1 verwendet werden. Geschmack und Konsistenz bleiben ähnlich, braune Champignons schmecken meist etwas kräftiger.

Rinderhüfte statt Roastbeef: Ein kompakter Hüftbraten funktioniert ebenfalls. Da dieses Stück magerer sein kann, sollte die Kerntemperatur besonders sorgfältig kontrolliert werden.

Ohne Butter: Die 20 g Butter können am Ende weggelassen werden. Der Bratensaft wird dadurch etwas weniger vollmundig, die Zubereitung selbst verändert sich jedoch nicht.

Conservation

Reste sollten nach dem Essen zügig abgekühlt und innerhalb von etwa 2 Stunden in den Kühlschrank gestellt werden. In einem gut verschlossenen Behälter lassen sich Fleisch und Gemüse dort 2–3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen die Fleischscheiben mit etwas Bratensaft abgedeckt bei etwa 150 °C im Ofen erwärmen, damit sie möglichst wenig austrocknen.

Der gegarte Rinderbraten kann auch portionsweise eingefroren werden. Am besten zusammen mit etwas Bratensaft luftdicht verpacken und innerhalb von etwa 2–3 Monaten verwenden. Im Kühlschrank vollständig auftauen lassen und anschließend gründlich erhitzen.

Questions fréquentes

Warum ist mein Rinderbraten trocken geworden?

Meist war entweder die Garzeit zu lang oder die Kerntemperatur zu hoch. Gerade bei Roastbeef sollte man frühzeitig mit einem Fleischthermometer kontrollieren. Außerdem darf die Ruhezeit nach dem Backen nicht fehlen.

Muss ich den Rinderbraten vorher in der Pfanne anbraten?

Nein. Bei dieser Methode übernimmt die anfängliche Ofentemperatur von 220 °C das kräftige Anrösten. Dadurch bleibt die Zubereitung unkompliziert und es wird keine zusätzliche Pfanne benötigt.

Warum soll der Rinderfond nicht direkt über das Fleisch gegossen werden?

Die bereits angeröstete Oberfläche soll möglichst trocken bleiben. Wird sie mit Flüssigkeit übergossen, verliert sie einen Teil ihrer schönen Röstung. Deshalb den Fond besser seitlich zwischen das Gemüse gießen.

Wie erkenne ich, ob die Kartoffeln fertig sind?

Eine Messerspitze sollte ohne großen Widerstand bis in die Mitte gleiten. Gleichzeitig sollten die Schnittflächen sichtbar goldbraun sein. Sind die Kartoffeln weich, aber noch blass, können sie während der Ruhezeit des Fleisches bei höherer Temperatur noch etwas nachrösten.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.