Saftiger Weihnachtskuchen mit Rosinen und kandierten Früchten – einfach, aromatisch und wunderbar festlich
Saftiger Weihnachtskuchen mit Rosinen und kandierten Früchten – einfach, aromatisch und wunderbar festlich
Dieser saftige Weihnachtskuchen verbindet einen lockeren, buttrigen Rührteig mit Rosinen, kandierten Früchten, frischer Orangenschale und einem feinen Vanillearoma. Die Früchte verteilen sich gleichmäßig im Teig und sorgen bei jedem Anschnitt für kleine süße Überraschungen. Ein einfacher Orangenguss macht den vollständig ausgekühlten Kuchen besonders appetitlich und hält seine Oberfläche angenehm saftig. Das Rezept benötigt weder komplizierte Arbeitsschritte noch besondere Backkenntnisse und lässt sich deshalb auch von Anfängern problemlos zubereiten. Besonders praktisch: Nach einigen Stunden Ruhezeit lässt sich der Kuchen sauber schneiden und schmeckt am nächsten Tag sogar noch aromatischer.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit nach dem Backen: 2 Stunden
- Backzeit: 55–65 Minuten
- Zeit zum Glasieren: 10 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 3 Stunden 35 Minuten
- Portionen: 10–12 Stücke
- Schwierigkeit: einfach
- Backform: Kastenform, ca. 25 × 11 cm
- Backofen: 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft
Zutaten
Für den Kuchen
- 100 g dunkle Rosinen
- 100 g helle Rosinen
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 12 g Backpulver
- 2 g Salz
- 190 g Butter, weich
- 150 g Zucker
- 3 Eier, Größe L, zimmerwarm
- 10 ml neutrales Pflanzenöl
- 5 ml Vanilleextrakt
- fein abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Orange
- 100 ml Milch, zimmerwarm
- 80 g kandierte Früchte, klein gewürfelt
Für den Orangenguss
- 100 g Puderzucker
- 20 ml frisch gepresster Orangensaft
- 20 g kandierte Früchte zum Dekorieren
Zubereitung
- Backform und Zutaten vorbereiten.
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen. Eine Kastenform von etwa 25 × 11 cm mit Backpapier auslegen. Die hellen und dunklen Rosinen kontrollieren und größere zusammengeklebte Stücke voneinander lösen. Die 80 g kandierten Früchte klein würfeln. Dadurch lassen sie sich später gleichmäßiger im Teig verteilen. - Trockene Zutaten mischen.
Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel gründlich vermengen. Etwa 2 Esslöffel dieser Mehlmischung abnehmen und mit den Rosinen sowie den 80 g kandierten Früchten vermischen. Die dünne Mehlschicht hilft dabei, dass die Früchte im relativ schweren Rührteig besser verteilt bleiben und nicht alle auf den Boden sinken. - Butter und Zucker cremig schlagen.
Die weiche Butter mit dem Zucker etwa 3–4 Minuten mit dem Handrührgerät aufschlagen. Die Masse sollte heller und sichtbar cremiger werden. Anschließend die Eier einzeln hinzufügen. Jedes Ei ungefähr 30 Sekunden einarbeiten, bevor das nächste dazukommt. Danach Pflanzenöl, Vanilleextrakt und die fein abgeriebene Orangenschale kurz unterrühren. - Mehl und Milch einarbeiten.
Die vorbereitete Mehlmischung in drei Portionen zur Butter-Eier-Masse geben. Dazwischen jeweils etwas von den 100 ml Milch einarbeiten. Nur auf niedriger Stufe beziehungsweise mit einem Teigschaber rühren, bis gerade ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Zu langes Rühren nach der Mehlzugabe kann den fertigen Kuchen kompakter machen. - Rosinen und kandierte Früchte unterheben.
Die mit Mehl bestäubten hellen und dunklen Rosinen sowie die kandierten Früchte zum Teig geben. Mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben, bis sie gleichmäßig verteilt sind. Der fertige Teig sollte dick und cremig sein und langsam vom Teigschaber fallen. In die vorbereitete Kastenform geben und die Oberfläche glatt streichen. - Kuchen backen.
Die Form auf die mittlere Schiene stellen und den Kuchen 55–65 Minuten backen. Nach etwa 45 Minuten die Oberfläche kontrollieren. Ist sie bereits kräftig goldbraun, den Kuchen locker mit Backpapier abdecken. Ab Minute 55 die Stäbchenprobe machen: Ein Holzstäbchen mittig hineinstecken. Es dürfen einzelne feuchte Krümel daran haften, aber kein flüssiger Teig. Anschließend den Kuchen etwa 15 Minuten in der Form stehen lassen, herausheben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. - Orangenguss auftragen.
Für den Guss Puderzucker und Orangensaft glatt verrühren. Die Konsistenz sollte dickflüssig sein und langsam vom Löffel laufen. Den vollständig ausgekühlten Kuchen damit überziehen. Die restlichen 20 g kandierten Früchte sofort auf dem noch feuchten Guss verteilen. Vor dem Anschneiden mindestens 30 Minuten stehen lassen, damit die Glasur fest werden kann.
Tipps für einen gelungenen Weihnachtskuchen
- Butter und Eier rechtzeitig herausnehmen: Zutaten mit ähnlicher Temperatur verbinden sich besser und ergeben einen gleichmäßigeren Rührteig.
- Orange nur dünn abreiben: Nur die orangefarbene Schale verwenden. Die weiße Schicht darunter kann bitter schmecken.
- Früchte mit Mehl vermischen: Dieser kleine Schritt verbessert die Verteilung der Rosinen und kandierten Früchte im Kuchen.
- Nach der Mehlzugabe wenig rühren: Sobald keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind, genügt es.
- Backzeit kontrollieren: Jede Kastenform und jeder Backofen verhält sich etwas anders. Deshalb gegen Ende immer die Stäbchenprobe durchführen.
- Nur kalten Kuchen glasieren: Auf einem warmen Kuchen wird der Zuckerguss zu dünn und läuft fast vollständig herunter.
Varianten und Substitutionen
Nur dunkle Rosinen: Statt zwei Sorten können insgesamt 200 g dunkle Rosinen verwendet werden. An der Backzeit ändert sich nichts.
Mehr Orange: Für ein ausgeprägteres Orangenaroma kann die Schale von zwei kleinen unbehandelten Orangen verwendet werden. Nur den farbigen Teil der Schale fein abreiben.
Ohne kandierte Früchte: Die 100 g kandierten Früchte können durch die gleiche Menge zusätzlicher Rosinen ersetzt werden. Der Kuchen sieht dadurch weniger bunt aus, bleibt aber saftig und fruchtig.
Zitronenguss: Die 20 ml Orangensaft im Guss lassen sich durch dieselbe Menge Zitronensaft ersetzen. Die Glasur schmeckt dadurch deutlich frischer und säuerlicher.
Etwas weniger süß: Der Zucker im Kuchenteig kann auf 130 g reduziert werden. Da Rosinen, kandierte Früchte und Glasur ebenfalls Süße mitbringen, bleibt der Kuchen geschmacklich ausgewogen.
Conservation
Den vollständig ausgekühlten Kuchen luftdicht verpackt bei kühler Raumtemperatur aufbewahren und innerhalb von 3 Tagen verzehren. Bei sehr warmer Raumtemperatur besser im Kühlschrank lagern und vor dem Servieren etwa 20–30 Minuten temperieren lassen. Der Kuchen kann auch ohne Glasur portionsweise eingefroren werden. Dafür die Scheiben einzeln oder durch Backpapier getrennt luftdicht verpacken und innerhalb von 2 Monaten verbrauchen. Zum Auftauen mehrere Stunden bei Raumtemperatur liegen lassen. Ein erneutes Einfrieren ist nicht empfehlenswert.
Häufige Fragen
Warum sinken die Rosinen auf den Boden?
Das passiert häufig, wenn die Früchte sehr feucht sind oder der Teig zu dünn ist. Rosinen trocken verwenden und vor dem Unterheben mit etwas von der abgewogenen Mehlmischung bestäuben.
Warum ist mein Kuchen in der Mitte noch feucht?
Ein Früchtekuchen benötigt wegen seiner dichten Struktur ausreichend Backzeit. Ist die Oberfläche schon dunkel, während die Mitte noch nicht fertig ist, den Kuchen mit Backpapier abdecken und weitere 5–10 Minuten backen. Danach erneut die Stäbchenprobe durchführen.
Kann ich den Kuchen einen Tag vorher backen?
Ja. Gut verpackt entwickelt der Kuchen über Nacht sogar ein harmonisches Aroma. Für eine besonders schöne Oberfläche kann der Orangenguss am Tag des Servierens aufgetragen werden.
Wie bekomme ich saubere Scheiben?
Den Kuchen vollständig auskühlen und den Guss fest werden lassen. Anschließend mit einem langen, scharfen Messer schneiden. Die Klinge zwischen den Schnitten abwischen, damit Glasur und Früchte die nächsten Scheiben nicht verschmieren.
