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Küche & Geschirr

So bekommen Sie eine stark verfettete Küche wieder sauber – ohne stundenlanges Schrubben

So bekommen Sie eine stark verfettete Küche wieder sauber – ohne stundenlanges Schrubben

Fett auf dem Herd, klebrige Fliesen und ein verschmutzter Dunstabzug gehören zu den unangenehmsten Reinigungsarbeiten in der Küche. Besonders älteres Fett lässt sich mit einem feuchten Lappen kaum entfernen. Entscheidend ist, Fett zunächst aufzuweichen und anschließend mit einer für die jeweilige Oberfläche geeigneten Methode zu lösen. Mit warmem Wasser, Spülmittel, Natron und etwas Geduld lassen sich viele hartnäckige Ablagerungen beseitigen, ohne aggressive Reiniger einzusetzen.

So bekommst du eine stark verfettete Küche wieder sauber – ohne stundenlanges Schrubben

Eingebranntes Fett auf Herd und Kochfeld richtig lösen

Für einen stark verschmutzten Gasherd eignet sich eine einfache Natronpaste. Natron wirkt leicht alkalisch und unterstützt dadurch das Ablösen fettiger Verschmutzungen. Bei empfindlichen Oberflächen sollte jedoch zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden.

Sie brauchen:

  • 4 Esslöffel Natron, etwa 60 g
  • 2 bis 3 Esslöffel warmes Wasser
  • 1 Teelöffel Spülmittel
  • eine weiche Spülbürste oder einen nicht kratzenden Schwamm
  • ein Mikrofasertuch
  • etwa 500 ml klares Wasser zum Nachwischen

So gehen Sie vor:

  1. Schalten Sie den Herd vollständig aus und lassen Sie alle Teile abkühlen. Bei einem Gasherd nehmen Sie lose Topfträger und Brennerdeckel ab.
  2. Verrühren Sie Natron, Wasser und Spülmittel zu einer streichfähigen Paste. Verteilen Sie sie dünn auf den fettigen, geeigneten Flächen. Brenneröffnungen, Zündelektroden und elektrische Bauteile müssen trocken bleiben.
  3. Lassen Sie die Paste etwa 15 bis 20 Minuten einwirken. Sie sollte nicht vollständig steinhart eintrocknen.
  4. Lösen Sie die Verschmutzungen mit einem feuchten, weichen Schwamm. Besonders hartnäckige Stellen können ein zweites Mal behandelt werden.
  5. Entfernen Sie alle Rückstände gründlich mit klarem Wasser und trocknen Sie die Oberfläche anschließend.

Die Behandlung war erfolgreich, wenn sich die Oberfläche nicht mehr klebrig anfühlt und beim Nachwischen keine braunen Fettspuren mehr auf dem Tuch erscheinen.

Auf Aluminium, lackierten Teilen, empfindlichem Naturstein und unbekannten Beschichtungen sollte Natron nicht ohne vorherigen Materialtest verwendet werden.

Dunstabzugshaube und Metallfilter entfetten

Metallische Fettfilter lassen sich am besten reinigen, bevor sich eine dicke, klebrige Schicht bildet. Füllen Sie ein ausreichend großes Becken mit etwa 5 Litern heißem, aber nicht kochendem Wasser und geben Sie 2 Esslöffel fettlösendes Spülmittel hinein.

Legen Sie einen spülmaschinengeeigneten Edelstahl- oder Aluminiumfilter für ungefähr 15 Minuten hinein. Bürsten Sie ihn anschließend vorsichtig mit einer weichen Spülbürste in Richtung des Gitters ab. Danach gründlich mit warmem Wasser spülen und vollständig trocknen lassen.

Bei Aluminiumfiltern sind stark alkalische Reiniger und konzentrierte Natronlösungen ungeeignet, da sie das Metall angreifen und verfärben können. Auch lackierte oder beschichtete Filter sollten nur entsprechend den Herstellerangaben gereinigt werden. Aktivkohlefilter dürfen meist nicht auf diese Weise gewaschen werden und müssen je nach Modell ersetzt oder speziell regeneriert werden.

Fettige Küchenfliesen mit Spülmittellösung reinigen

Für glasierte Keramikfliesen braucht es häufig keine komplizierte Mischung. Geben Sie 1 Esslöffel Spülmittel auf 1 Liter warmes Wasser. Tragen Sie die Lösung mit einem weichen Schwamm auf und lassen Sie sie bei stärkeren Fettablagerungen etwa 5 Minuten wirken.

Wischen Sie anschließend von oben nach unten. Dadurch läuft die verschmutzte Flüssigkeit nicht über bereits gereinigte Bereiche. Danach einmal mit klarem Wasser nachwischen und mit einem sauberen Tuch trocknen.

Spülmittel enthält Tenside, die Fett in kleine Tröpfchen verteilen und dadurch das Abwischen erleichtern.

Diese Methode eignet sich für viele glasierte Küchenfliesen. Bei Naturstein wie Marmor, Kalkstein oder Travertin müssen dagegen die Pflegehinweise des Herstellers beachtet werden. Scheuerpulver und harte Stahlwolle sind für glänzende Fliesen ebenfalls ungeeignet.

Topfträger und abnehmbare Herdteile separat einweichen

Abnehmbare Topfträger lassen sich wesentlich leichter reinigen, wenn das Fett vorher Zeit zum Aufweichen bekommt. Geben Sie 3 Liter warmes Wasser und 2 Esslöffel Spülmittel in ein ausreichend großes Becken. Lassen Sie geeignete Teile darin 20 bis 30 Minuten einweichen.

Anschließend mit einer weichen Bürste bearbeiten, gründlich abspülen und vollständig trocknen.

Bei emaillierten Topfträgern sollten Sie keine Metallbürste verwenden, weil Kratzer entstehen können. Brennerteile aus Aluminium oder anderen Leichtmetallen dürfen außerdem nicht mit stark alkalischen Reinigern behandelt werden.

Vor dem Wiedereinsetzen müssen insbesondere Gasbrenner vollkommen trocken sein. Feuchtigkeit oder Reinigungsmittelreste in Brenneröffnungen können die Funktion beeinträchtigen.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Verschiedene Reiniger miteinander mischen: Besonders gefährlich ist das Vermischen von chlorhaltiger Bleiche mit Essig, Säuren oder anderen Reinigungsmitteln. Dabei können giftige Gase entstehen.

Zu stark scheuern: Stahlwolle und aggressive Scheuerschwämme können Edelstahl, Emaille, Glas und Beschichtungen dauerhaft zerkratzen.

Reiniger auf heißen Flächen verwenden: Auf einem heißen Herd können Flüssigkeiten schnell verdampfen, Rückstände einbrennen oder Materialien beschädigt werden. Immer vollständig abkühlen lassen.

Zu viel Wasser verwenden: Flüssigkeit darf nicht in Zündungen, Schalter, Lüftungsschlitze oder elektrische Komponenten gelangen.

Fett monatelang ansammeln lassen: Dünne Fettfilme lassen sich wesentlich leichter entfernen als mehrfach erhitzte, verharzte Ablagerungen.

Für die regelmäßige Pflege

Wischen Sie frische Fettspritzer möglichst nach dem Kochen ab, sobald die Oberfläche sicher abgekühlt ist. Meist reichen warmes Wasser und wenige Tropfen Spülmittel.

Bei häufigem Kochen lohnt es sich außerdem, den Fettfilter der Dunstabzugshaube regelmäßig zu kontrollieren. Wie oft er gereinigt werden sollte, hängt von Nutzung und Modell ab.

Die gleichen milden Spülmittellösungen können auch für viele abwischbare Küchenfronten verwendet werden. Bei Holz, Hochglanzfronten und Spezialbeschichtungen sollten Sie jedoch immer zuerst die Herstellerhinweise prüfen.

Der hartnäckigste Punkt bleibt meist der Herd: Wie sich eingebranntes Fett am Herd lösen lässt, wird dort ausführlich beschrieben. Sitzt das Fett vor allem über dem Kochfeld, ist zusätzlich die Anleitung für den fettigen Dunstabzugshaubenfilter hilfreich.

Was oft gefragt wird

Kann ich Essig gegen Küchenfett verwenden?

Essig ist vor allem gegen mineralische Kalkablagerungen sinnvoll und nicht die erste Wahl für starkes Fett. Auf Naturstein und anderen säureempfindlichen Materialien kann er zudem Schäden verursachen.

Darf Natron auf Edelstahl verwendet werden?

Auf vielen unbeschichteten Edelstahlflächen kann eine milde Natronpaste funktionieren. Verwenden Sie einen weichen Schwamm, reiben Sie möglichst in Schliffrichtung und testen Sie die Methode vorher an einer unauffälligen Stelle.

Wie lange sollte eine Natronpaste einwirken?

Bei fettigen Herdflächen reichen normalerweise 15 bis 20 Minuten. Eine längere Einwirkzeit ist nicht automatisch wirksamer und kann bei empfindlichen Materialien problematisch sein.

Wie verhindere ich, dass die Küche wieder so stark verfettet?

Entfernen Sie Fettspritzer regelmäßig mit warmem Wasser und etwas Spülmittel und reinigen Sie den Fettfilter rechtzeitig. Je weniger Fett mehrfach durch Kochhitze erwärmt wird, desto leichter lässt es sich später entfernen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.