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Badezimmerboden reinigen: Natron gegen dunkle Fugen und stumpfe Fliesen

Badezimmerboden reinigen: Natron gegen dunkle Fugen und stumpfe Fliesen

Dunkle Fugen, Seifenreste und ein grauer Schleier können selbst ein regelmäßig geputztes Badezimmer ungepflegt wirken lassen. Besonders auf hellen Fliesen fallen verschmutzte Fugen schnell auf. Aggressive Reiniger sind dafür jedoch nicht immer nötig. Mit warmem Wasser, einem geeigneten Reiniger, Natron und einer Bürste lassen sich viele typische Verschmutzungen gezielt lösen. Entscheidend sind die richtige Dosierung, genügend Einwirkzeit und ein Vorgehen, das Fliesen und Fugen nicht beschädigt.

Schwarze Fugen und schmutzige Fliesen? Mit dieser einfachen Methode wird der Badezimmerboden wieder sauber

Fugen und Fliesen gründlich mit Natron reinigen

Natron eignet sich besonders für robuste keramische Fliesen und zementäre Fugen, auf denen sich fettige oder organische Verschmutzungen abgesetzt haben. Das leicht alkalische Pulver unterstützt das Ablösen des Schmutzes, während die Bürste die mechanische Reinigung übernimmt.

Das brauchen Sie

  • 50 g Natron
  • etwa 30–40 ml lauwarmes Wasser
  • 1 kleine Schüssel
  • 1 alte Zahnbürste oder eine Fugenbürste mit Kunststoffborsten
  • 1 weichen Schwamm
  • etwa 1 Liter klares, warmes Wasser
  • ein sauberes Mikrofasertuch

So gehen Sie vor

  1. Groben Schmutz entfernen. Sauge oder fegen Sie den Boden zuerst gründlich. Sand und kleine Partikel können beim Schrubben Kratzer verursachen.
  2. Reinigungspaste herstellen. Vermische 50 g Natron nach und nach mit 30–40 ml Wasser. Es sollte eine dicke, streichfähige Paste entstehen, die auf den Fugen liegen bleibt.
  3. Auftragen und warten. Verteile die Paste mit der Bürste auf den verschmutzten Fugen. Lassen Sie sie etwa 10–15 Minuten einwirken. Die Paste sollte nicht vollständig eintrocknen.
  4. Bürsten. Bearbeite die Fugen mit mäßigem Druck in kurzen Bewegungen. Eine Kunststoffbürste reicht normalerweise aus. Metallbürsten sind ungeeignet, weil sie Fugen und Fliesen beschädigen können.
  5. Gründlich nachwischen. Entferne die Paste mit warmem Wasser und einem Schwamm. Anschließend noch einmal mit klarem Wasser wischen und die Fläche trocknen.

Dass die Behandlung funktioniert hat, erkennen Sie daran, dass oberflächliche dunkle Ablagerungen verschwunden oder deutlich heller geworden sind und beim Nachwischen kein schmutziger Film mehr entsteht.

Wichtig: Diese Methode nicht ohne vorherigen Test auf Naturstein wie Marmor oder Kalkstein anwenden. Bei empfindlichen, beschichteten oder unbekannten Oberflächen zuerst an einer unauffälligen Stelle prüfen.

Bei Seifenfilm zuerst mit warmem Spülwasser arbeiten

Nicht jede dunkle Stelle benötigt eine intensive Behandlung. Häufig besteht der graue Film auf Badezimmerfliesen aus Hautfett, Staub und Rückständen von Pflegeprodukten.

Geben Sie dafür 5 ml mildes Handspülmittel auf 1 Liter warmes Wasser. Tragen Sie die Lösung mit einem Schwamm auf und lassen Sie sie etwa 5 Minuten wirken. Anschließend mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm bearbeiten und zweimal mit klarem Wasser nachwischen.

Diese Methode eignet sich besonders für glasierte Keramik- und Feinsteinzeugfliesen. Zu viel Spülmittel sollte vermieden werden: Es hinterlässt einen klebrigen Film, der neuen Schmutz schneller bindet. Bei einem stark verschmutzten Boden ist diese Reinigung außerdem eine gute Vorbereitung für die anschließende gezielte Behandlung der Fugen.

Kalkablagerungen gezielt statt großflächig behandeln

Weiße oder matte Ablagerungen in der Nähe von Dusche und Badewanne sind häufig Kalkreste. Auf säurebeständigen keramischen Fliesen kann verdünnte Zitronensäure helfen.

Lösen Sie 10 g Zitronensäurepulver in 500 ml lauwarmem Wasser auf. Befeuchten Sie damit nur die betroffenen Fliesen, lassen Sie die Lösung 2–3 Minuten wirken und wischen Sie anschließend gründlich mit reichlich klarem Wasser nach.

Zitronensäure löst mineralische Kalkablagerungen. Sie sollte jedoch nicht auf Marmor, Travertin, Kalkstein, Terrazzo oder anderen säureempfindlichen Materialien verwendet werden. Auch zementäre Fugen sollten nicht regelmäßig mit Säure behandelt werden, da sie langfristig angegriffen werden können.

Zitronensäure niemals mit chlorhaltigen Reinigungsmitteln kombinieren.

So bleiben die Fugen länger sauber

Nach der Grundreinigung ist Vorbeugung wesentlich einfacher als erneutes kräftiges Schrubben. Entfernen Sie nach dem Duschen möglichst viel Wasser mit einem Abzieher und trocknen Sie besonders feuchte Randbereiche. Sind die Fliesen in der Dusche bereits vergilbt, hilft Vergilbte und stark verschmutzte Duschfliesen reinigen: So werden Fliesen und Fugen wieder sichtbar sauber.

Einmal pro Woche genügt bei normaler Verschmutzung meist eine Lösung aus 5 ml mildem Spülmittel und 2 Litern warmem Wasser. Danach mit klarem Wasser nachwischen. Regelmäßiges Lüften oder eine funktionierende Abluft hilft zusätzlich, die Feuchtigkeit schneller zu reduzieren.

Bleiben schwarze Punkte trotz Reinigung bestehen oder kehren sie schnell zurück, kann Schimmel vorliegen. Bei größerem oder wiederkehrendem Befall sollte die Ursache der Feuchtigkeit geklärt werden, statt die Stellen lediglich zu überdecken.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Zu aggressiv schrubben: Metallbürsten oder sehr harte Scheuerschwämme können Glasuren zerkratzen und Fugenmaterial abtragen.

Verschiedene Reiniger mischen: Besonders chlorhaltige Produkte dürfen niemals mit Säuren wie Essig- oder Zitronensäure vermischt werden. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Essig auf empfindliche Materialien geben: Säure kann Naturstein und zementhaltige Materialien beschädigen.

Zu viel Reiniger verwenden: Mehr Produkt bedeutet nicht automatisch mehr Reinigungskraft. Rückstände können einen Film bilden, an dem neuer Schmutz haftet.

Feuchtigkeit dauerhaft ignorieren: Werden Fugen immer wieder schwarz, sollte neben der Reinigung auch die Ursache geprüft werden.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei Wandfliesen funktioniert die Natronpaste ebenfalls, solange die Oberfläche dafür geeignet ist. Tragen Sie sie etwas dicker auf, damit sie nicht sofort herunterläuft.

Bei Silikonfugen sollten Sie nicht kräftig mit abrasiven Pasten schrubben. Verfärbungen, die tief im Silikon sitzen, lassen sich durch oberflächliche Reinigung häufig nicht vollständig entfernen. Was bei diesen weichen Fugen wirklich möglich ist, klärt So werden schmutzige Fliesenfugen und Silikonfugen wieder sauber – einfache Methoden für zu Hause.

Testen Sie jede Methode bei unbekannten Fliesen zunächst an einer kleinen, wenig sichtbaren Stelle.

Was oft gefragt wird

Kann ich Natron über Nacht auf den Fugen lassen?

Das ist normalerweise nicht notwendig. Eine Einwirkzeit von etwa 10–15 Minuten reicht für typische oberflächliche Verschmutzungen aus. Danach sollte die Paste gründlich entfernt werden.

Kann ich Natron und Essig miteinander mischen?

Für diese Reinigung ist das nicht sinnvoll. Säure und Natron reagieren miteinander und neutralisieren einen Teil ihrer jeweiligen Wirkung. Verwenden Sie stattdessen eine zum jeweiligen Schmutz passende Methode getrennt.

Warum werden manche Fugen trotz Schrubben nicht wieder weiß?

Fugen können dauerhaft verfärbt, abgenutzt oder ursprünglich grau beziehungsweise beige sein. Auch tief eingedrungene Verfärbungen verschwinden durch eine normale Oberflächenreinigung nicht immer vollständig. Wie weit sich stark nachgedunkelte Fugen überhaupt aufhellen lassen, zeigt Die effektivste Methode, um dunkle Fliesenfugen wieder hell und fast wie neu aussehen zu lassen.

Wie oft sollte ein gefliester Badezimmerboden gründlich gereinigt werden?

Bei normaler Nutzung reicht meist eine regelmäßige wöchentliche Reinigung. Eine intensive Fugenreinigung ist nur bei sichtbaren Ablagerungen nötig. Je schneller Wasser, Seifenreste und Schmutz entfernt werden, desto seltener ist kräftiges Schrubben erforderlich.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.