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Haushaltstipps

So wird eine eingebrannte Bügeleisensohle wieder sauber – ohne sie zu beschädigen

So wird eine eingebrannte Bügeleisensohle wieder sauber – ohne sie zu beschädigen

Eine braun oder schwarz eingebrannte Bügeleisensohle sieht nicht nur unschön aus: Rückstände von Kunstfasern, Stärke oder Pflegemitteln können beim nächsten Bügeln erneut schmelzen und helle Kleidung verschmutzen. Kratzen mit einem Messer oder aggressives Scheuern ist jedoch keine gute Idee, denn moderne Sohlen sind häufig beschichtet. Mit einer schonenden Reinigung lassen sich viele typische Ablagerungen entfernen. Entscheidend sind die richtige Methode, eine vollständig abgekühlte Sohle und etwas Geduld.

So wird eine eingebrannte Bügeleisensohle wieder sauber – ohne sie zu beschädigen

Die Hauptmethode: Mit Natronpaste gegen eingebrannte Rückstände

Natron eignet sich für viele unbeschichtete Edelstahlsohlen, weil eine feine Paste anhaftende Verschmutzungen mechanisch lösen kann. Bei Keramik-, Teflon-, Antihaft- oder anderen beschichteten Sohlen sollte diese Methode nur verwendet werden, wenn der Hersteller sie ausdrücklich erlaubt.

Sie brauchen:

  • 2 Esslöffel Natron, etwa 30 g
  • 1 Esslöffel Wasser, etwa 15 ml
  • 2 weiche Baumwoll- oder Mikrofasertücher
  • Wattestäbchen
  • eine kleine Schale

So gehen Sie vor:

  1. Ziehen Sie den Netzstecker und lassen Sie das Bügeleisen vollständig abkühlen. Mischen Sie 2 Esslöffel Natron mit 1 Esslöffel Wasser zu einer weichen Paste.
  2. Verteilen Sie eine dünne Schicht auf den verschmutzten Stellen. Die Dampflöcher müssen frei bleiben.
  3. Lassen Sie die Paste 5 bis 10 Minuten einwirken. Reiben Sie anschließend mit einem weichen, leicht feuchten Tuch vorsichtig über die Ablagerungen. Nicht kräftig scheuern.
  4. Entfernen Sie alle Natronreste mit einem sauberen, feuchten Tuch. Die Dampflöcher können Sie vorsichtig mit einem feuchten Wattestäbchen säubern.
  5. Trocknen Sie die Sohle gründlich und kontrollieren Sie sie im Licht.

Die Reinigung war erfolgreich, wenn keine klebrigen oder rauen Rückstände mehr fühlbar sind und ein weißes Baumwolltuch beim vorsichtigen Probebügeln sauber bleibt.

Natron funktioniert hier vor allem durch seine milde abrasive Wirkung. Genau deshalb ist bei empfindlichen Beschichtungen Vorsicht erforderlich.

Leichte Rückstände mit Spülmittel entfernen

Bei fettigen oder noch nicht stark eingebrannten Ablagerungen ist Spülmittel häufig die schonendere erste Wahl. Geben Sie 3 bis 5 Tropfen mildes Handspülmittel auf 250 ml lauwarmes Wasser. Tauchen Sie ein weiches Baumwolltuch hinein und wringen Sie es gründlich aus.

Wischen Sie die kalte und vom Strom getrennte Bügeleisensohle mehrere Male ab. Bei hartnäckigen Stellen können Sie das feuchte Tuch etwa 5 Minuten auflegen. Danach mit einem zweiten, nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und vollständig trocknen.

Diese Methode eignet sich besonders für leichte Fett-, Stärke- und Textilpflegerückstände. Sie ist auch bei vielen beschichteten Sohlen wesentlich schonender als Scheuermittel. Trotzdem sollten immer die Reinigungshinweise des Bügeleisenherstellers Vorrang haben. Wasser darf nicht in elektrische Öffnungen oder das Gehäuse laufen.

Essig nur gezielt gegen mineralische Ablagerungen verwenden

Weißer Haushaltsessig kann bei kalkartigen Ablagerungen helfen, ist aber kein universelles Mittel gegen eingebrannte Kunststoffreste.

Mischen Sie 50 ml weißen Haushaltsessig mit 50 ml Wasser. Befeuchten Sie ein weiches Tuch mit dieser 1:1-Lösung und wringen Sie es gut aus. Wischen Sie damit bei vollständig kaltem und ausgestecktem Bügeleisen ausschließlich über geeignete Metallflächen. Nach 2 bis 3 Minuten mit einem wasserfeuchten Tuch nachwischen und anschließend trockenreiben.

Essigsäure kann mineralische Ablagerungen lösen. Auf Aluminium, Naturstein-Arbeitsflächen und säureempfindlichen Oberflächen sollte Essig jedoch nicht verwendet werden. Auch bei speziellen Beschichtungen gilt: zuerst die Herstellerangaben prüfen.

Niemals Essig mit Chlor- oder Bleichmitteln mischen. Dabei können gefährliche Gase entstehen. Essig und Reinigungsmittel außerdem außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.

Geschmolzene Kunstfaser besonders vorsichtig behandeln

Ist Polyester oder ein anderes synthetisches Material an der Sohle geschmolzen, sollte man nicht sofort mit Scheuermitteln arbeiten.

Trennen Sie das Bügeleisen vom Strom und lassen Sie es vollständig abkühlen. Entfernen Sie anschließend nur locker sitzende Rückstände mit einem weichen Tuch. Verwenden Sie keine Messer, Metallspachtel, Stahlwolle oder Scheuerschwämme. Solche Werkzeuge können die Oberfläche dauerhaft zerkratzen.

Bleibt eine feste Kunststoffschicht zurück, ist die sicherste Vorgehensweise die vom Hersteller empfohlene Reinigungsmethode für das konkrete Sohlenmaterial. Das ist besonders bei Keramik- und Antihaftbeschichtungen wichtig.

Nach der Reinigung zunächst ein altes weißes Baumwolltuch probebügeln. Erst wenn keine Verfärbungen oder klebrigen Rückstände mehr auftreten, sollte das Bügeleisen wieder für empfindliche Kleidung verwendet werden.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Die heiße Sohle reinigen: Das erhöht die Verbrennungsgefahr und kann Reinigungsmittel antrocknen oder Materialien beschädigen. Vor einer manuellen Reinigung immer Netzstecker ziehen und abkühlen lassen.

Mit Stahlwolle oder einem Messer kratzen: Selbst kleine Kratzer können eine Beschichtung beschädigen und später Stoffe beeinträchtigen.

Natron in die Dampflöcher drücken: Rückstände können dort festtrocknen. Die Paste deshalb nur auf die Fläche auftragen.

Das Bügeleisen in Wasser tauchen: Ein elektrisches Bügeleisen darf niemals eingetaucht oder unter fließendem Wasser abgespült werden.

Unbekannte Reiniger kombinieren: Besonders chlorhaltige Reiniger dürfen niemals mit Essig oder anderen Säuren vermischt werden.

Für andere Situationen

Bei einer nur leicht verschmutzten Sohle sollten Sie immer mit der mildesten Methode beginnen: lauwarmes Wasser und wenige Tropfen Spülmittel reichen oft aus.

Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig die Sohle, bevor dunkle Rückstände stark einbrennen. Frische Verschmutzungen lassen sich normalerweise wesentlich leichter entfernen.

Wenn Ihr Bügeleisen eine spezielle Keramik-, Titan- oder Antihaftsohle besitzt, orientieren Sie sich an der Bedienungsanleitung. Die vom Hersteller zugelassene Methode ist sicherer als ein allgemeines Hausmittel.

Was oft gefragt wird

Kann ich Natron auf jeder Bügeleisensohle verwenden?

Nein. Auf empfindlichen oder beschichteten Sohlen kann die abrasive Wirkung problematisch sein. Bei unbekanntem Material zuerst die Herstellerhinweise prüfen und mit mildem Spülwasser beginnen.

Wie lange muss die Natronpaste einwirken?

Bei einer geeigneten unbeschichteten Edelstahlsohle reichen normalerweise 5 bis 10 Minuten. Danach vorsichtig mit einem weichen, feuchten Tuch abnehmen.

Kann ich das Bügeleisen direkt nach der Reinigung benutzen?

Erst wenn sämtliche Rückstände entfernt und die Sohle vollständig trocken ist. Danach zunächst ein altes weißes Baumwolltuch bügeln und prüfen, ob es sauber bleibt.

Wie verhindere ich neue Brandflecken?

Passen Sie die Temperatur immer an das Textil an, besonders bei Polyester und anderen Kunstfasern. Eine zu hohe Temperatur kann Fasern schmelzen lassen. Reinigen Sie sichtbare Rückstände möglichst früh, bevor sie sich bei weiteren Bügelvorgängen stärker einbrennen.

Wenn Sie das Bügeln ganz vermeiden möchten, hilft der Spray-Trick, mit dem Falten ohne Bügeleisen verschwinden. Damit frische Wäsche nicht muffig riecht, lohnt der Beitrag Was tun, wenn die Waschmaschine beim Öffnen muffig riecht, und dort steht auch, wie Sie die Maschine richtig reinigen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.