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Küche & Geschirr

Spülmaschine voller Kalk? So wird der Innenraum wieder sauber und frisch

Spülmaschine voller Kalk? So wird der Innenraum wieder sauber und frisch

Spülmaschine voller Kalk? So wird der Innenraum wieder sauber und frisch

Weiße Ablagerungen, matte Edelstahlflächen und ein stumpfer Belag im Geschirrspüler sind häufig Folgen von hartem Wasser, Fett und Speiseresten. Einfach immer mehr Reiniger einzufüllen, löst das Problem nicht. Entscheidend ist eine gründliche Reinigung von Sieb, Sprüharmen, Dichtungen und Innenraum sowie die richtige Einstellung von Salz und Wasserhärte. Mit wenigen Haushaltsmitteln lässt sich ein stark verschmutzter Geschirrspüler wieder deutlich sauberer bekommen. Wichtig ist allerdings, Säuren gezielt und sparsam einzusetzen, damit Dichtungen und Metallteile nicht unnötig belastet werden.

Geschirrspüler gründlich entkalken und reinigen

Für sichtbare Kalkablagerungen eignet sich Zitronensäure. Sie löst mineralische Rückstände, sollte im Geschirrspüler jedoch nicht bei sehr hohen Temperaturen verwendet werden.

Das wird benötigt:

  • 50 g reine Zitronensäure als Pulver
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 1 weiches Mikrofasertuch
  • 1 weiche Spülbürste
  • etwas klares Wasser zum Nachwischen

So geht es:

  1. Geschirrspüler vollständig ausräumen. Unterkorb herausziehen und das Sieb nach Herstelleranleitung entnehmen. Grobe Speisereste entfernen.
  2. 50 g Zitronensäure vollständig in 500 ml lauwarmem Wasser auflösen. Ein Tuch damit anfeuchten und gut auswringen.
  3. Kalkige Innenflächen damit abwischen. Bei hartnäckigen Stellen die Lösung 5–10 Minuten einwirken lassen. Sie darf nicht antrocknen.
  4. Anschließend mit einem sauberen, feuchten Tuch gründlich nachwischen. Danach einen leeren Spülgang bei etwa 40–50 °C durchführen.

Das Ergebnis erkennt man daran, dass weißliche Kalkschleier deutlich reduziert sind und Edelstahlflächen wieder gleichmäßiger aussehen.

Zitronensäure nicht auf Marmor, Naturstein oder anderen säureempfindlichen Materialien anwenden. Auch bei empfindlichen Metallteilen zuerst die Bedienungsanleitung des Geräteherstellers beachten. Niemals Zitronensäure oder Essig mit chlorhaltigen Reinigern beziehungsweise Bleichmitteln kombinieren.

Sieb und Ablauf von Fett und Speiseresten befreien

Ein verschmutztes Sieb kann unangenehme Gerüche verursachen und die Reinigungsleistung verschlechtern. Es sollte deshalb je nach Nutzung ungefähr einmal pro Woche kontrolliert werden.

Das herausgenommene Sieb zunächst unter heißem Leitungswasser abspülen. Anschließend 1 Teelöffel, etwa 5 ml, normales Handspülmittel auf eine weiche Bürste geben und das Sieb zwei bis drei Minuten sorgfältig reinigen. Besonders die Zwischenräume des feinmaschigen Filters bearbeiten.

Danach gründlich mit klarem Wasser abspülen und wieder korrekt einsetzen. Der gesamte Vorgang dauert etwa 5–10 Minuten.

Keine Messer, Stahlwolle oder harten Drahtbürsten verwenden. Sie können Kunststoff und Filtergewebe beschädigen. Auch größere Mengen Handspülmittel gehören niemals direkt in den Geschirrspüler: Die starke Schaumbildung kann zu Problemen führen.

Sprüharme reinigen, damit das Wasser wieder frei austritt

Verstopfte Düsen der Sprüharme führen dazu, dass Geschirr stellenweise schmutzig bleibt. Kleine Kalkpartikel oder Speisereste können einzelne Öffnungen blockieren.

Sprüharme – sofern laut Geräteanleitung herausnehmbar – ausbauen und unter fließendem Wasser abspülen. Die Öffnungen kontrollieren. Sichtbare Ablagerungen vorsichtig mit einem Holzzahnstocher lösen, ohne die Düsen zu vergrößern.

Bei Kalkspuren ein Tuch mit einer milden Lösung aus 20 g Zitronensäure und 500 ml lauwarmem Wasser anfeuchten und die betroffenen Bereiche damit behandeln. Etwa 5 Minuten wirken lassen und anschließend sehr gründlich mit Wasser abspülen.

Nach dem Einsetzen die Sprüharme von Hand drehen. Sie müssen sich frei bewegen können. Diese Kontrolle ist besonders sinnvoll, wenn Gläser oder Teller trotz normalem Spülprogramm plötzlich nicht mehr überall sauber werden.

Türdichtungen und Kanten richtig säubern

An den Gummidichtungen und Türfalzen sammeln sich Fett, Krümel und feuchte Rückstände, weil diese Bereiche vom normalen Spülstrahl teilweise nicht erreicht werden.

Für die regelmäßige Reinigung reichen 500 ml warmes Wasser und 5 ml Handspülmittel. Ein weiches Tuch darin anfeuchten, gut auswringen und die Dichtungen sorgfältig abwischen. Engere Stellen lassen sich mit einer weichen Zahnbürste bearbeiten.

Danach mit einem zweiten, nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben. Die Reinigung benötigt normalerweise 5–10 Minuten.

Aggressive Scheuermittel, unverdünnte Säuren und harte Bürsten sind auf Gummidichtungen ungeeignet. Sie können die Oberfläche langfristig angreifen. Bleiben schwarze Verfärbungen trotz gründlicher Reinigung bestehen oder ist die Dichtung rissig, sollte geprüft werden, ob ein Austausch erforderlich ist.

Wasserhärte, Regeneriersalz und Klarspüler kontrollieren

Kommt der weiße Belag nach kurzer Zeit wieder, reicht eine einmalige Entkalkung häufig nicht. Dann sollte die Ursache geprüft werden.

Die örtliche Wasserhärte lässt sich beim Wasserversorger erfragen oder mit einem geeigneten Teststreifen bestimmen. Anschließend die Enthärtungsanlage des Geschirrspülers gemäß Bedienungsanleitung auf diesen Wert einstellen.

Besitzt das Gerät einen Salzbehälter, ausschließlich dafür vorgesehenes Regeneriersalz für Geschirrspüler verwenden und entsprechend der Geräteanzeige nachfüllen. Kein Speisesalz verwenden.

Auch die Klarspülerdosierung kontrollieren: Zu wenig kann Wasserflecken begünstigen, während eine zu hohe Dosierung Schlieren verursachen kann. Die optimale Einstellung hängt von Wasserhärte, Spülmittel und Gerät ab.

Erreurs à éviter

Essig und Chlorreiniger mischen: Das ist gefährlich, weil dabei gesundheitsschädliche Chlorgase entstehen können. Solche Produkte niemals miteinander kombinieren.

Zu viel Säure verwenden: Eine stärkere Konzentration bedeutet nicht automatisch bessere Reinigung. Wiederholter Kontakt mit konzentrierter Säure kann empfindliche Materialien und Dichtungen belasten.

Nur den Innenraum auswischen: Wenn Sieb und Sprüharme verschmutzt bleiben, verbessert sich die Spülleistung häufig nur kurzfristig.

Handspülmittel in die Maschine geben: Schon relativ kleine Mengen können starke Schaumbildung verursachen. Handspülmittel nur zur manuellen Reinigung ausgebauter Teile verwenden und anschließend gründlich abspülen.

Weiße Flecken automatisch für Kalk halten: Manche Beläge können auch von Salz, Reiniger oder beschädigten Oberflächen stammen. Bei ungewöhnlichen oder hartnäckigen Ablagerungen die Geräteanleitung beachten.

Pour aller plus loin

Nach jedem Spülgang die Tür für eine Weile leicht geöffnet lassen, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann. Das reduziert feuchte Ablagerungen und unangenehme Gerüche.

Das Sieb regelmäßig kontrollieren, statt erst zu warten, bis die Maschine riecht oder schlechter reinigt.

Bei dauerhaft sehr hartem Wasser die Einstellung der eingebauten Enthärtungsanlage überprüfen. Eine korrekte Einstellung ist langfristig sinnvoller als häufiges aggressives Entkalken.

Questions fréquentes

Wie oft sollte der Geschirrspüler entkalkt werden?

Das hängt stark von Wasserhärte, Nutzung und Geräteeinstellung ab. Sichtbare Kalkablagerungen sind ein Hinweis, zunächst Wasserhärteeinstellung und Regeneriersalz zu kontrollieren. Eine Entkalkung sollte nicht häufiger als notwendig erfolgen.

Kann ich einfach Essig in die Spülmaschine geben?

Für eine regelmäßige Maschinenreinigung ist konzentrierter Essig keine gute Standardlösung, insbesondere wegen möglicher Materialbelastung. Eine korrekt dosierte Zitronensäurelösung und die Beachtung der Herstellerhinweise sind besser kontrollierbar.

Warum bleibt nach der Reinigung weißer Belag zurück?

Mögliche Ursachen sind eine falsch eingestellte Wasserenthärtung, fehlendes Regeneriersalz, eine ungeeignete Reinigerdosierung oder sehr hartes Wasser. Deshalb nicht nur erneut entkalken, sondern zuerst diese Punkte kontrollieren.

Was hilft gegen unangenehme Gerüche?

Zuerst Sieb, Ablaufbereich, Sprüharme und Türdichtungen reinigen. Dort sammeln sich häufig Speisereste und Fett. Nach der Reinigung einen leeren Spülgang durchführen und die Tür anschließend leicht geöffnet lassen, bis der Innenraum getrocknet ist.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.