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Terrassenplatten von Moos und Grünbelag befreien – materialschonend

Terrassenplatten von Moos und Grünbelag befreien – materialschonend

Nach Herbst und Winter sehen viele Terrassen ähnlich aus: Die Platten sind dunkel, in den Fugen wächst Moos und an schattigen Stellen bildet sich ein grünlicher Belag. Bevor man zu aggressiven Mitteln oder unnötig hohem Wasserdruck greift, lohnt sich eine materialschonende Grundreinigung. Mit Wasser, Bürste und einem geeigneten Reiniger lassen sich viele Verschmutzungen zuverlässig entfernen. Wichtig ist vor allem, die Art der Terrassenplatten zu kennen und empfindliche Natursteine anders zu behandeln als Betonplatten.

Terrassenplatten voller Grünbelag und dunkler Flecken? So werden sie wieder sauber

Die Grundreinigung mit warmem Wasser und Schmierseife

Für viele robuste Beton- und Pflasterflächen genügt zunächst eine gründliche mechanische Reinigung. Schmierseife unterstützt dabei, fettige und organische Verschmutzungen vom Untergrund zu lösen.

Das wird benötigt:

  • 5 Liter warmes Wasser
  • etwa 50 ml flüssige Schmierseife
  • stabiler Schrubber mit Kunststoffborsten
  • Besen
  • Eimer
  • Gartenschlauch oder mehrere Eimer klares Wasser

So gehen Sie vor:

  1. Terrasse vollständig abfegen. Laub, Erde und lockeres Moos aus den Fugen entfernen.
  2. 50 ml Schmierseife mit 5 Litern warmem Wasser vermischen und die Lösung gleichmäßig auf einer kleinen Testfläche verteilen.
  3. Etwa 10 Minuten feucht einwirken lassen. Die Lösung sollte währenddessen nicht auf der Fläche eintrocknen.
  4. Platten kräftig mit dem Schrubber bearbeiten, besonders entlang der Fugen und auf dunklen Stellen.
  5. Anschließend gründlich mit klarem Wasser nachspülen und trocknen lassen.

Bei normalem Oberflächenschmutz sollte bereits nach dem Trocknen eine deutliche Aufhellung sichtbar sein.

Vor der großflächigen Anwendung immer an einer unauffälligen Stelle testen. Bei Naturstein sind die Pflegehinweise des Herstellers entscheidend.

Moos und Grünbelag mechanisch entfernen

Grünliche Stellen entstehen besonders dort, wo die Terrasse lange feucht und schattig bleibt. Bei einem leichten bis mittleren Befall ist mechanisches Entfernen häufig die einfachste Lösung.

Die Fläche zunächst mit Wasser anfeuchten und 10 bis 15 Minuten warten. Dadurch werden trockene Ablagerungen weicher. Anschließend mit einem harten Schrubber mit Kunststoffborsten arbeiten. Für schmale Fugen eignet sich eine spezielle Fugenbürste.

Gelösten Schmutz zusammenkehren und entsorgen, statt ihn in angrenzende Beete zu spülen. Danach mit klarem Wasser nachreinigen.

Auf beschichteten oder empfindlichen Platten keine Drahtbürste einsetzen: Metallborsten können Kratzer hinterlassen. Regelmäßiges Bürsten hilft außerdem, jungen Bewuchs zu entfernen, bevor sich eine dicke Moosschicht entwickelt.

Hochdruckreiniger nur mit Vorsicht einsetzen

Ein Hochdruckreiniger kann auf geeigneten Beton- und Pflasterflächen wirksam sein, ist aber nicht automatisch die beste Methode. Ein zu harter Wasserstrahl kann Oberflächen aufrauen und Fugenmaterial herausspülen.

Prüfen Sie zunächst, ob der Hersteller der Platten eine Hochdruckreinigung erlaubt. Wenn ja, verwenden Sie möglichst einen Flächenreiniger-Aufsatz und beginnen Sie mit niedrigem Druck. Nicht mit einer konzentrierten Punktstrahldüse aus wenigen Zentimetern Entfernung arbeiten.

Nach der Reinigung kontrollieren, ob Sand aus den Fugen gespült wurde. Bei entsprechend aufgebauten Pflasterflächen muss fehlendes Fugenmaterial nach vollständigem Trocknen gegebenenfalls mit dem dafür vorgesehenen Material ergänzt werden.

Bei alten, porösen, beschichteten oder empfindlichen Natursteinplatten ist eine Bürstenreinigung meist die sicherere Wahl. Wie das ganz ohne Gerät funktioniert, beschreibt So wird eine stark verschmutzte Terrasse wieder sauber – ohne Hochdruckreiniger und ohne aggressive Chemie.

Fugen richtig von Unkraut befreien

Zwischen Terrassenplatten können sich zusätzlich Gras und andere Pflanzen ansiedeln. Kleine Bestände lassen sich am zuverlässigsten mechanisch beseitigen.

Den Boden nach einem Regenschauer oder nach leichtem Anfeuchten bearbeiten. Etwa 15 bis 30 Minuten warten und anschließend Pflanzen mit einem Fugenkratzer möglichst samt Wurzel herausziehen. Danach loses Material ausfegen. Damit die Fugen anschließend länger frei bleiben, lohnt sich Unkraut zwischen Pflastersteinen loswerden: Diese einfache Methode hält Fugen länger sauber.

Von Salz oder konzentriertem Essig als selbst gemachtem Unkrautvernichter sollte man absehen. Solche Anwendungen können Pflanzen und Bodenorganismen schädigen und sind je nach Einsatzort auch rechtlich problematisch.

Mechanisches Entfernen dauert etwas länger, behandelt die Terrasse dafür gezielt und hinterlässt keine unnötigen Chemikalien auf angrenzenden Gartenflächen.

Neue Verschmutzungen möglichst verhindern

Nach der Grundreinigung entscheidet vor allem die Feuchtigkeit darüber, wie schnell eine Terrasse wieder grün wird. Laub regelmäßig entfernen, damit darunter keine dauerhaft feuchten Stellen entstehen.

Blumentöpfe und Pflanzkübel sollten nach Möglichkeit auf Füßen oder Abstandshaltern stehen. Dadurch kann Luft darunter zirkulieren und Regenwasser besser trocknen.

In stark beschatteten Bereichen empfiehlt sich während der feuchten Jahreszeit eine kurze Kontrolle alle zwei bis vier Wochen. Einen beginnenden grünen Film kann man meist mit Wasser und Bürste entfernen, bevor daraus eine hartnäckige Schicht wird. Ist der Belag schon dunkelgrün bis schwarz, führt So wird eine grün-schwarze Terrasse wieder sauber: Pflaster schonend von Algen, Moos und Schmutz befreien weiter.

Das spart bei der nächsten Frühjahrsreinigung erheblich mehr Arbeit als der regelmäßige Einsatz aggressiver Reinigungsmittel.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Essig großflächig einsetzen: Säure kann kalkhaltigen Naturstein angreifen und außerdem angrenzende Pflanzen schädigen.

Chlorreiniger verwenden: Auf einer Terrasse können Rückstände in Boden, Beete oder Abwasser gelangen. Für eine normale Grundreinigung sind solche Mittel unnötig.

Mit extremem Hochdruck arbeiten: Zu hoher Druck kann die Oberfläche beschädigen und Fugen auswaschen. Eine aufgeraute Platte kann anschließend sogar schneller verschmutzen.

Drahtbürsten auf empfindlichen Platten benutzen: Sie können sichtbare Kratzer oder Metallabrieb hinterlassen.

Reiniger in der Sonne eintrocknen lassen: Dadurch können Flecken und Rückstände entstehen. Lieber abschnittsweise an einem milden, bewölkten Tag arbeiten.

Für noch bessere Ergebnisse

Reinigen Sie die Terrasse bevorzugt an einem trockenen Tag ohne starke Mittagssonne. So bleibt genügend Zeit zum Bürsten, ohne dass die Reinigungslösung sofort verdunstet.

Bei Naturstein wie Marmor, Kalkstein oder bestimmten Sandsteinen nur ausdrücklich dafür geeignete, pH-verträgliche Produkte verwenden.

Liegt die Terrasse ständig im Schatten, sollte zusätzlich geprüft werden, ob Regenwasser problemlos ablaufen kann. Dauerhafte Staunässe begünstigt neuen Grünbelag.

Fragen und Antworten

Wann ist die beste Zeit für die Terrassenreinigung?

Eine gründliche Reinigung bietet sich im Frühjahr nach der feuchten Winterperiode an. Leichte Verschmutzungen können während der Gartensaison jederzeit entfernt werden.

Hilft Natron gegen Grünbelag?

Es wird häufig empfohlen, ist aber nicht für jede Oberfläche und jede Gartensituation die beste Lösung. Mechanisches Bürsten mit Wasser ist für leichten Grünbelag meist ausreichend und vermeidet unnötige Rückstände.

Kann ich meine Terrasse mit Essig reinigen?

Bei kalkhaltigem Naturstein keinesfalls. Auch auf anderen Außenflächen ist Essig wegen möglicher Material-, Pflanzen- und Umweltprobleme keine gute Universallösung. Verwenden Sie lieber einen für das jeweilige Material geeigneten Reiniger.

Wie lange bleibt die Terrasse anschließend sauber?

Das hängt stark von Schatten, Niederschlag und Feuchtigkeit ab. Eine sonnige, gut entwässerte Terrasse bleibt gewöhnlich länger sauber. Unter Bäumen oder an schattigen Hausseiten kann sich dagegen schon während einer feuchten Saison erneut Grünbelag bilden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.