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Unkraut zwischen Pflastersteinen loswerden: Diese einfache Methode hält Fugen länger sauber

Unkraut zwischen Pflastersteinen loswerden: Diese einfache Methode hält Fugen länger sauber

Unkraut, Gras und Moos zwischen Pflastersteinen lassen selbst eine gepflegte Terrasse oder Einfahrt schnell ungepflegt wirken. Einfach nur die sichtbaren Blätter abzureißen hilft meist wenig, denn Wurzeln, Samen und organisches Material bleiben in den Fugen zurück. Wer länger Ruhe haben möchte, sollte deshalb mechanisch gründlich arbeiten und die Fugen anschließend wieder auffüllen. Das ist preiswert, sofort umsetzbar und kommt ohne problematische Hausmittel wie Salz oder Essig aus.

Unkraut zwischen Pflastersteinen loswerden: Diese einfache Methode hält Fugen länger sauber

Die wirksamste Methode: Unkraut samt Wurzeln aus den Fugen entfernen

Am zuverlässigsten ist die mechanische Entfernung. Sie beseitigt nicht nur die oberirdischen Pflanzenteile, sondern möglichst viel von der Wurzel. Besonders gut funktioniert die Arbeit nach Regen, wenn das Material in den Fugen leicht feucht und locker ist.

Sie brauchen:

  • einen Fugenkratzer oder eine schmale Fugenbürste
  • einen stabilen Straßenbesen
  • Arbeitshandschuhe
  • etwa 2–5 kg geeigneten Fugensand pro 10 m², abhängig von Fugentiefe und -breite
  • optional eine Gießkanne mit klarem Wasser

So gehen Sie vor

  1. Den richtigen Zeitpunkt wählen. Arbeite nach einem Regenschauer oder befeuchten Sie sehr trockene Fugen sparsam. Warten Sie etwa 20–30 Minuten. Die Erde soll feucht, aber nicht schlammig sein.
  2. Unkraut herausziehen. Fahre mit dem Fugenkratzer seitlich an der Pflanze entlang und lockere die Wurzel. Anschließend das Unkraut vollständig herausziehen. Bei Löwenzahn und anderen tief wurzelnden Arten möglichst viel von der Pfahlwurzel entfernen.
  3. Fugen ausbürsten. Moos, Erde, Samen und Pflanzenreste mit einer Fugenbürste lösen. Danach die gesamte Fläche gründlich abkehren.
  4. Fugen wieder auffüllen. Trockenen, für den jeweiligen Pflasterbelag geeigneten Fugensand dünn verteilen und diagonal mit dem Besen einkehren. Die Fugen sollten gleichmäßig gefüllt sein. Die genaue Menge richtet sich nach Pflaster und Fugenbreite.
  5. Nachkontrollieren. Nach einigen Tagen prüfen, ob sich der Sand gesetzt hat. Fehlendes Material ergänzen.

Der Unterschied ist sofort sichtbar: Die Fugen sind frei von Pflanzen und wirken wieder ordentlich. Das Auffüllen erschwert außerdem, dass sich Samen direkt in offenen, erdgefüllten Fugen etablieren.

Kochendes Wasser für einzelne Pflanzen gezielt einsetzen

Heißes Wasser kann bei vereinzeltem Unkraut auf geeigneten befestigten Flächen eine praktische Ergänzung sein. Die Hitze schädigt das Pflanzengewebe. Bei kräftigen oder tief wurzelnden Pflanzen kann allerdings eine Wiederholung erforderlich sein.

Pro kleiner Pflanze reichen ungefähr 200–300 ml sehr heißes Wasser. Langsam und möglichst punktgenau über Blätter und Pflanzenbasis gießen. Nach 24–48 Stunden sollten die behandelten Pflanzenteile deutlich welk oder braun sein. Dann lassen sie sich mit einem Fugenkratzer entfernen.

Vorsicht: Heißes Wasser kann benachbarte Gartenpflanzen ebenfalls schädigen und Verbrennungen verursachen. Nicht in der Nähe empfindlicher Wurzeln verwenden. Bei Naturstein, beschichteten Oberflächen oder temperaturempfindlichen Materialien sollte vorher geprüft werden, ob der Belag starke Temperaturwechsel verträgt.

Moos mit einer harten Fugenbürste entfernen

Moos besitzt keine tiefen Wurzeln wie viele Unkräuter und lässt sich deshalb häufig gut mechanisch entfernen. Besonders leicht geht es, wenn die Fläche leicht feucht ist.

Befeuchten Sie etwa 1 m² Pflaster mit 0,5–1 Liter Wasser und lassen Sie die Feuchtigkeit ungefähr 10 Minuten einwirken. Anschließend die Fugen mit einer harten Bürste kräftig in beide Richtungen bearbeiten. Das gelöste Moos vollständig zusammenkehren und entfernen.

Danach sollte die Fläche möglichst gut abtrocknen können. Moos entwickelt sich bevorzugt dort, wo es lange feucht und schattig bleibt. Überhängende Pflanzen zurückzuschneiden und Laub regelmäßig zu entfernen verbessert die Belüftung und reduziert das organische Material, auf dem sich neues Moos ansiedeln kann. Sind die Steine dabei bereits nachgedunkelt, hilft So werden dunkle Pflastersteine wieder sauber: Diese einfache Methode entfernt Grünbelag und Schmutz gründlich.

Regelmäßiges Kehren verhindert neue Problemzonen

Eine der einfachsten Maßnahmen wird häufig unterschätzt: regelmäßiges Fegen. Zwischen Pflastersteinen sammeln sich Staub, Erde, Laub und Pflanzenreste. Dieses Material bildet mit der Zeit ein kleines Saatbett, in dem angeflogene Samen keimen können.

Kehren Sie Terrasse, Gartenweg oder Einfahrt während der Wachstumsperiode etwa alle ein bis zwei Wochen gründlich mit einem festen Straßenbesen. Nach starkem Wind, Laubfall oder Gartenarbeiten lohnt sich eine zusätzliche Reinigung.

Besonders wichtig sind Randbereiche und Stellen unter Pflanzkübeln. Dort sammelt sich häufig feuchtes organisches Material. Entfernen Sie es frühzeitig, müssen später deutlich weniger etablierte Pflanzen aus den Fugen gezogen werden.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Salz in die Fugen streuen: Salz kann Pflanzen und Bodenorganismen schädigen, in angrenzende Beete gelangen und Materialien angreifen. Als improvisierter Unkrautvernichter ist es keine gute Lösung.

Essig großflächig einsetzen: Auch Essig ist kein harmloses Allzweckmittel für Pflasterflächen. Je nach Land und Einsatzort können für Pflanzenschutzanwendungen rechtliche Einschränkungen gelten. Säure kann zudem empfindliche kalkhaltige Natursteine beschädigen.

Nur die Blätter abreißen: Bleibt die Wurzel im Untergrund, treiben viele Arten schnell wieder aus.

Fugen nach dem Auskratzen leer lassen: In offenen Fugen sammeln sich rasch Erde und Samen. Geeignetes Fugenmaterial sollte deshalb wieder ergänzt werden.

Hochdruckreiniger unkontrolliert verwenden: Ein starker Wasserstrahl kann Fugensand herausspülen und bei ungeeigneten Oberflächen Schäden verursachen.

Für ein länger sauberes Pflaster

Kontrollieren Sie die Fläche im Frühjahr besonders regelmäßig. Junge Sämlinge lassen sich wesentlich leichter entfernen als ausgewachsene Pflanzen mit kräftigen Wurzeln.

Auch nach dem Entfernen größerer Unkräuter sollten Sie die Stelle nach ein bis zwei Wochen nochmals prüfen. Aus verbliebenen Wurzelstücken kann ein neuer Austrieb entstehen.

Bei dauerhaft problematischen Fugen lohnt es sich außerdem, zu kontrollieren, ob das vorhandene Fugenmaterial noch zum Pflastersystem passt oder erneuert werden sollte. Für die Steine selbst lohnt sich dann Pflastersteine und Ziegel wieder sauber bekommen: So entfernen Sie Moos, Grünbelag und dunkle Flecken schonend.

Was oft gefragt wird

Wie oft muss ich die Fugen reinigen?

Während Frühjahr und Sommer reicht bei gepflegten Flächen meist eine kurze Kontrolle alle ein bis zwei Wochen. Kleine Sämlinge sofort entfernen, bevor sie kräftige Wurzeln entwickeln oder Samen bilden.

Kann ich Essig gegen Unkraut zwischen Pflastersteinen verwenden?

Davon ist als pauschales Hausmittel abzuraten. Essigsäure kann Pflanzen außerhalb der gewünschten Stelle und bestimmte Steinarten schädigen. Zusätzlich sind die rechtlichen Vorgaben für Pflanzenschutzanwendungen regional unterschiedlich.

Kommt das Unkraut nach dem Auskratzen wieder?

Das ist möglich. Samen werden ständig durch Wind, Tiere und Gartenarbeiten eingetragen. Gründliches Entfernen der Wurzeln, saubere und korrekt gefüllte Fugen sowie regelmäßiges Kehren reduzieren den neuen Bewuchs jedoch erheblich.

Wann ist die beste Zeit zum Entfernen?

Ideal ist ein feuchter Tag im Frühjahr oder Sommer beziehungsweise der Zeitraum kurz nach Regen. Dann lassen sich viele Pflanzen leichter mitsamt ihren Wurzeln aus den Fugen ziehen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.