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Graue Terrassenplatten mit Schmierseife und Bürste reinigen

Graue Terrassenplatten mit Schmierseife und Bürste reinigen

Terrassenplatten verlieren durch Regen, Staub, Erde, Blätter und organische Ablagerungen mit der Zeit ihre ursprüngliche Farbe. Besonders in schattigen Bereichen kommen häufig grünliche Beläge hinzu. Für eine gründliche Reinigung braucht es jedoch nicht automatisch aggressive Chemikalien oder einen Hochdruckreiniger. Mit warmem Wasser, einer geeigneten Bürste und einem milden Reiniger lassen sich viele Verschmutzungen lösen. Entscheidend ist, das Material der Platten zu kennen und die Methode zuerst an einer unauffälligen Stelle zu testen.

Terrassenplatten reinigen: So werden graue, verschmutzte Platten wieder sichtbar sauber

Terrassenplatten mit warmem Wasser und Schmierseife gründlich reinigen

Für robuste Betonplatten und viele unempfindliche Pflastersteine eignet sich eine milde Seifenlösung. Sie löst vor allem fettige und organische Verschmutzungen, ohne die Oberfläche unnötig aggressiv anzugreifen.

Das wird benötigt:

  • 5 Liter warmes Wasser
  • 2 Esslöffel flüssige Schmierseife oder milde schwarze Seife
  • ein Eimer
  • eine harte Kunststoffbürste oder ein Schrubber
  • klares Wasser zum Nachspülen

So geht es:

  1. Terrasse vollständig abkehren und Blätter, Sand sowie lockeren Schmutz aus den Fugen entfernen.
  2. 2 Esslöffel Schmierseife in 5 Liter warmes Wasser geben und gut verrühren.
  3. Die verschmutzten Platten gleichmäßig anfeuchten und die Reinigungslösung mit dem Schrubber verteilen.
  4. Etwa 10 bis 15 Minuten einwirken lassen. Die Fläche währenddessen nicht vollständig antrocknen lassen. Anschließend kräftig in mehreren Richtungen bürsten.
  5. Mit reichlich sauberem Wasser nachspülen und trocknen lassen.

Der Unterschied zeigt sich normalerweise direkt nach dem Abspülen und noch deutlicher, sobald die Platten vollständig trocken sind. Schmierseife hilft dabei, anhaftenden Schmutz zu lösen, der anschließend mechanisch mit der Bürste entfernt wird.

Bei Naturstein muss vorher geprüft werden, welche Reinigungsmittel der Hersteller beziehungsweise Steinlieferant erlaubt.

Hartnäckige Stellen gezielt mit Natron bearbeiten

Auf robusten, säurebeständigen Betonflächen können einzelne stark verschmutzte Stellen zusätzlich mit Natron behandelt werden. Für eine komplette Terrasse ist eine großflächige Pulverschicht dagegen meist unnötig.

Etwa 3 Esslöffel Natron mit 500 ml warmem Wasser verrühren. Die Lösung auf eine kleine, zuvor getestete Stelle geben und etwa 10 Minuten wirken lassen. Anschließend mit einer Kunststoffbürste bearbeiten und gründlich mit Wasser abspülen.

Natron ist leicht alkalisch und kann bei bestimmten fettigen beziehungsweise organischen Ablagerungen die Reinigung unterstützen.

Die Lösung nicht auf empfindlichem oder unbekanntem Naturstein verwenden, ohne vorher die Materialverträglichkeit zu prüfen. Auch bei beschichteten oder versiegelten Platten sollte zunächst eine verdeckte Testfläche behandelt werden. Pflanzen am Terrassenrand möglichst nicht mit der Lösung benetzen.

Grünbelag mechanisch aus Fugen und Platten entfernen

Grünliche Beläge entstehen besonders dort, wo Terrassen lange feucht bleiben und wenig Sonne bekommen. Hier ist mechanische Reinigung oft wirkungsvoller als immer stärkere Hausmittel.

Die Fläche zunächst mit Wasser anfeuchten und etwa 10 Minuten warten. Dadurch werden oberflächliche Ablagerungen weicher. Anschließend die Platten mit einer steifen Kunststoffbürste kräftig bearbeiten. Für die Fugen eignet sich eine schmale Fugenbürste.

Gelösten Schmutz aufnehmen und die Fläche mit klarem Wasser nachspülen. Bei starken Ablagerungen kann der Vorgang nach dem Trocknen wiederholt werden.

Eine Metallbürste ist nicht empfehlenswert: Sie kann weichere Oberflächen zerkratzen und Metallspuren hinterlassen. Auch sollte herausgekratztes Fugenmaterial anschließend bei Bedarf wieder ergänzt werden.

Warum Essig auf der Terrasse keine Universallösung ist

Essig wird häufig als einfacher Terrassenreiniger empfohlen, ist aber gerade im Außenbereich problematisch. Säure kann kalkhaltige Natursteine wie Marmor oder Kalkstein sichtbar angreifen. Auch zementhaltige Oberflächen und Fugen können durch wiederholte Säureeinwirkung geschädigt werden.

Hinzu kommt, dass der Einsatz von Essig beziehungsweise essigsäurehaltigen Hausmitteln zur Unkrautbekämpfung auf befestigten Flächen je nach Land rechtlich eingeschränkt oder unzulässig sein kann.

Für die normale Terrassenpflege sind warmes Wasser, Bürste und ein materialverträglicher Reiniger deshalb die bessere Ausgangsbasis.

Essig außerdem niemals mit chlorhaltigen Reinigern beziehungsweise Bleichmitteln mischen. Dabei kann gefährliches Chlorgas entstehen.

Hochdruckreiniger nur mit Vorsicht einsetzen

Ein Hochdruckreiniger liefert auf geeigneten Flächen schnelle Ergebnisse, kann jedoch bei falscher Anwendung mehr Schaden als Nutzen verursachen. Ein zu harter Wasserstrahl kann die Oberfläche bestimmter Betonplatten aufrauen und Fugenmaterial herausspülen.

Wenn der Hersteller der Platten eine Hochdruckreinigung ausdrücklich erlaubt, zunächst mit niedrigem Druck und ausreichend Abstand beginnen. Den Wasserstrahl nicht lange auf einen Punkt oder direkt in offene Fugen halten.

Bei empfindlichem Naturstein, beschädigten Platten, lockeren Fugen oder beschichteten Oberflächen ist die manuelle Reinigung mit Schrubber meist kontrollierbarer.

Nach der Reinigung prüfen, ob Fugenmaterial ausgespült wurde, und es gegebenenfalls nach Herstellervorgabe ergänzen.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Unbekannte Platten sofort mit Säure behandeln: Kalkhaltige Steine können dadurch stumpf, rau oder fleckig werden. Material immer zuerst bestimmen.

Zu viel Reinigungsmittel verwenden: Eine stärkere Konzentration reinigt nicht automatisch besser. Rückstände können Schlieren hinterlassen und müssen anschließend aufwendig abgespült werden.

Mit einer Metallbürste schrubben: Sie kann Oberflächen beschädigen und sichtbare Kratz- oder Metallspuren verursachen.

Hochdruck direkt in die Fugen richten: Dadurch kann Fugenmaterial herausgeschleudert werden und die Stabilität der Fläche leiden.

Reinigungsmittel unkontrolliert mischen: Besonders chlorhaltige Produkte dürfen niemals mit Säuren wie Essig kombiniert werden.

Für ein länger sauberes Ergebnis

Kehren Sie die Terrasse regelmäßig. Entfernte Blätter und Erde können bei Regen keine dauerhaft feuchte Schicht auf den Platten bilden.

Schattige Bereiche sollten möglichst gut abtrocknen können. Pflanzgefäße gelegentlich versetzen und stehendes Wasser vermeiden.

Eine gründliche Reinigung ein- bis zweimal jährlich – häufig im Frühjahr und bei Bedarf im Herbst – ist bei vielen Terrassen sinnvoller als häufige aggressive Behandlungen.

Bei Platten mit dickem Grünbelag beschreibt der Beitrag über Terrassenplatten voller Grünbelag und dunkler Flecken das gründlichere Vorgehen. Wer ganz ohne Hochdruckreiniger arbeiten möchte, findet in der Anleitung für eine stark verschmutzte Terrasse die schonende Alternative.

Fragen und Antworten

Wie oft sollte man Terrassenplatten gründlich reinigen?

Bei normaler Verschmutzung reicht häufig eine intensive Reinigung im Frühjahr. Unter Bäumen oder an dauerhaft schattigen Stellen kann im Herbst eine zweite Reinigung sinnvoll sein.

Kann ich Natron auf allen Terrassenplatten verwenden?

Nein. Bei unbekanntem Naturstein, empfindlichen Oberflächen und beschichteten Platten sollte Natron nicht ohne Verträglichkeitsprüfung verwendet werden. Immer zuerst eine kleine unauffällige Stelle testen.

Sollte man kochendes Wasser auf Terrassenplatten gießen?

Sehr heißes oder kochendes Wasser ist keine ideale Standardmethode. Starke Temperaturunterschiede können bei manchen Materialien problematisch sein. Warmes Wasser von ungefähr 40 bis 50 °C reicht für die Reinigung mit Seife normalerweise aus.

Was tun, wenn die Platten nach dem ersten Durchgang noch fleckig sind?

Die Fläche zunächst vollständig trocknen lassen, da nasse Platten grundsätzlich dunkler aussehen. Bleiben danach Verschmutzungen sichtbar, einen zweiten Reinigungsgang nur auf den betroffenen Bereichen durchführen, statt sofort ein aggressiveres Mittel auf der gesamten Terrasse einzusetzen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.