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Vergraute Holzterrasse reinigen und anschließend richtig ölen

Vergraute Holzterrasse reinigen und anschließend richtig ölen

Eine Holzterrasse verliert draußen mit der Zeit ihre warme Farbe. Regen, UV-Strahlung, Staub, Algen und organische Ablagerungen lassen die Dielen grau, fleckig und ungepflegt wirken. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Holz ausgetauscht werden muss. Mit einer gründlichen, materialschonenden Reinigung lässt sich die Oberfläche oft deutlich auffrischen. Entscheidend sind das richtige Reinigungsmittel, eine Bürste statt unnötig hohen Wasserdrucks und ausreichend Trockenzeit. Anschließend kann ein geeignetes Terrassenöl das Holz schützen und seine natürliche Maserung wieder stärker hervorheben.

Verwitterte Holzterrasse wieder wie neu: So wird graues, schmutziges Holz gründlich sauber

Die Hauptmethode: Holzterrasse gründlich reinigen und anschließend ölen

Für stark vergraute oder verschmutzte Terrassendielen eignet sich ein für Außenholz zugelassener Reiniger auf Basis von Natriumpercarbonat, häufig als Sauerstoffbleiche oder Holz-Tiefenreiniger angeboten. Er löst organische Verschmutzungen wesentlich besser als reines Wasser.

Benötigt werden:

  • 30–50 g Natriumpercarbonat pro 1 Liter warmem Wasser, sofern die Herstellerangabe keine andere Dosierung vorgibt
  • etwa 5 Liter Lösung für 10–15 m², abhängig von Verschmutzung und Saugfähigkeit
  • Kunststoff-Gießkanne oder Eimer
  • harte Schrubbbürste mit Kunststoffborsten
  • Gartenschlauch
  • Schutzhandschuhe und Schutzbrille
  • geeignetes Terrassenöl nach vollständiger Trocknung

So geht es:

  1. Terrasse vollständig freiräumen und losen Schmutz, Blätter und Sand gründlich abkehren. Angrenzende empfindliche Pflanzen mit klarem Wasser anfeuchten und möglichst abdecken.
  2. Natriumpercarbonat frisch mit warmem Wasser nach Produktangabe ansetzen. Die Lösung gleichmäßig auf das zuvor leicht angefeuchtete Holz geben. Nicht auf heißem, von der Sonne aufgeheiztem Holz arbeiten.
  3. Etwa 10–20 Minuten einwirken lassen. Die Fläche währenddessen feucht halten und anschließend mit der Bürste in Richtung der Holzmaserung kräftig bearbeiten.
  4. Mit reichlich klarem Wasser gründlich abspülen, sodass keine Reinigerrückstände zurückbleiben. Danach mindestens 24–48 Stunden bei trockenem Wetter trocknen lassen.
  5. Ist das Holz vollständig trocken, kann ein zum Holz passendes Terrassenöl dünn in Faserrichtung aufgetragen werden. Überschüssiges Öl entsprechend den Herstellerangaben abnehmen.

Die Reinigung funktioniert, wenn dunkle organische Beläge verschwunden sind und das Holz gleichmäßiger erscheint. Eine silbergraue Verfärbung durch UV-Verwitterung kann jedoch teilweise bestehen bleiben.

Natriumpercarbonat wirkt, weil es in Wasser unter anderem aktiven Sauerstoff freisetzt, der organische Ablagerungen löst. Kinder und Haustiere sollten während der Anwendung und bis zum gründlichen Abspülen von der Fläche fernbleiben.

Bei leichter Verschmutzung reicht warmes Wasser mit Schmierseife

Ist die Terrasse hauptsächlich staubig oder oberflächlich verschmutzt, muss nicht sofort ein stärkerer Reiniger verwendet werden.

Etwa 20–30 ml flüssige Schmierseife auf 5 Liter warmes Wasser geben. Die Dielen leicht anfeuchten, die Lösung abschnittsweise verteilen und mit einer Kunststoffbürste in Faserrichtung schrubben. Nach etwa 5–10 Minuten mit klarem Wasser gründlich nachspülen.

Diese Methode eignet sich vor allem für robuste, unbehandelte oder entsprechend gepflegte Terrassenhölzer. Bei lackierten, beschichteten oder unbekannten Oberflächen zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.

Schmierseife hilft insbesondere gegen normalen Schmutz und fettige Ablagerungen. Gegen tief sitzende Vergrauung oder starken Grünbelag ist ihre Wirkung dagegen begrenzt.

Hartnäckige Vergrauung mit einem Holz-Entgrauer behandeln

Bleibt das Holz nach der Reinigung grau, handelt es sich häufig nicht mehr um Schmutz, sondern um verwitterte Holzbestandteile. Dafür gibt es spezielle Entgrauer, oft auf Oxalsäurebasis.

Die Konzentrationen unterscheiden sich erheblich. Deshalb sollte ein solches Produkt ausschließlich in der auf dem Etikett angegebenen Verdünnung verwendet werden. Meist wird der Entgrauer auf angefeuchtetes Holz aufgetragen, ungefähr 10–20 Minuten einwirken gelassen und anschließend mit einer Bürste bearbeitet und sehr gründlich abgespült.

Handschuhe und Schutzbrille sind Pflicht. Spritzer auf Pflanzen, Metall und empfindlichen Oberflächen vermeiden. Verschiedene Reiniger niemals miteinander mischen.

Nach der Behandlung muss das Holz vollständig trocknen. Erst danach beurteilen, ob eine weitere Pflege erforderlich ist.

Terrassenöl schützt das gereinigte Holz

Nach der Reinigung sieht eine trockene Holzterrasse manchmal heller aus als erwartet. Ein passendes Terrassenöl kann die Maserung wieder betonen und die Wasseraufnahme reduzieren. Wie viel ein wenig Öl bei stumpfem Holz bewirkt, zeigt dieser Öl-Trick, der die Maserung zurückbringt.

Das Holz sollte je nach Wetter mindestens 24–48 Stunden, besser bis zur vollständigen Durchtrocknung, trocknen. Anschließend das Öl sehr dünn mit Flächenstreicher oder Pinsel in Faserrichtung auftragen.

Nach der vom Hersteller angegebenen Einwirkzeit überschüssiges Öl sorgfältig entfernen. Zu viel Öl bildet klebrige Stellen und trocknet schlecht.

Wichtig: Ölgetränkte Lappen können sich unter ungünstigen Bedingungen selbst entzünden. Sie deshalb niemals zusammengeknüllt liegen lassen, sondern entsprechend den Sicherheitshinweisen des Ölherstellers ausgebreitet trocknen beziehungsweise fachgerecht entsorgen.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Zu hoher Druck beim Hochdruckreiniger: Ein harter Wasserstrahl kann weiche Holzfasern herauslösen. Die Oberfläche wird rau und verschmutzt anschließend häufig schneller.

Reiniger auf heißem Holz eintrocknen lassen: Dadurch können Flecken und ungleichmäßige Bereiche entstehen. Am besten morgens oder bei bedecktem Himmel arbeiten.

Essig oder aggressive Hausmittel wahllos verwenden: Säuren können Materialien, Metallteile und angrenzende Pflanzen beeinträchtigen. Bei Terrassenholz sind geeignete Holzreiniger kontrollierbarer.

Reinigungsmittel miteinander mischen: Insbesondere chlorhaltige Reiniger niemals mit Säuren oder anderen Reinigern kombinieren. Gefährliche Reaktionen und Gase sind möglich.

Zu früh ölen: Restfeuchtigkeit unter einer Ölschicht kann ein gleichmäßiges Ergebnis verhindern. Das Holz muss vorher wirklich trocken sein.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei geriffelten Dielen die Vertiefungen zusätzlich mit einer schmaleren Bürste reinigen. Dort sammelt sich besonders viel Schmutz.

Eine jährliche sanfte Frühjahrsreinigung verhindert meist, dass sich dicke Beläge entwickeln. Für die angrenzenden Steinflächen gilt Ähnliches – dazu passt Terrassenplatten reinigen: So werden graue, verschmutzte Platten wieder sichtbar sauber.

Bei unbekannten Holzarten oder bereits beschichteten Terrassen sollte jeder Reiniger zunächst an einer kleinen, unauffälligen Stelle getestet werden.

Was oft gefragt wird

Wird graues Holz durch die Reinigung wieder vollständig braun?

Nicht unbedingt. Schmutz lässt sich entfernen, UV-bedingte Vergrauung sitzt jedoch im verwitterten Holz. Dafür kann ein geeigneter Entgrauer erforderlich sein.

Kann ich einfach einen Hochdruckreiniger verwenden?

Bei Holz ist Vorsicht geboten. Zu hoher Druck oder ein zu geringer Abstand kann die Oberfläche auffasern. Bürste und geeigneter Reiniger sind meist materialschonender. Wie die Reinigung ganz ohne Hochdruck gelingt, ist in Holzterrasse gründlich reinigen – ohne Hochdruckreiniger beschrieben.

Wann darf die Terrasse nach dem Reinigen geölt werden?

Erst nach vollständiger Trocknung. Bei gutem Wetter sind häufig mindestens 24–48 Stunden nötig; bei hoher Luftfeuchtigkeit oder kühlem Wetter entsprechend länger.

Wie oft sollte eine Holzterrasse gereinigt werden?

Eine gründliche Kontrolle und Reinigung im Frühjahr reicht bei vielen Terrassen aus. Stark beschattete und feuchte Bereiche können häufiger Pflege benötigen, weil sich dort Grünbeläge schneller bilden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.