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Haushaltstipps

Waschmittelschublade richtig benutzen: Was in Fach I, II und das Blumenfach gehört

Waschmittelschublade richtig benutzen: Was in Fach I, II und das Blumenfach gehört

Waschmittelschublade richtig benutzen: Was in Fach I, II und das Blumenfach gehört

Die Waschmittelschublade gehört zu den Teilen der Waschmaschine, die täglich benutzt und trotzdem häufig falsch befüllt werden. Vorwäsche, Hauptwäsche und Weichspüler haben getrennte Fächer, weil die Maschine deren Inhalt zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Waschprogramms einspült. Wer Waschmittel ins falsche Fach gibt oder die MAX-Markierung überschreitet, riskiert schlechtere Waschergebnisse, Rückstände oder unnötigen Verbrauch. Mit wenigen Grundregeln lässt sich die Schublade richtig befüllen und gleichzeitig sauber halten.

Waschmittelschublade richtig benutzen: Was in Fach I, II und das Blumenfach gehört

Fach I, Fach II und Blumenfach richtig unterscheiden

Bei vielen Waschmaschinen sind die drei Bereiche mit I, II und einem Blumensymbol gekennzeichnet. Die genaue Anordnung kann je nach Hersteller variieren, deshalb sollte bei Unsicherheit immer die Bedienungsanleitung geprüft werden.

So werden die Fächer üblicherweise verwendet:

  1. Fach I – Vorwäsche: Hier kommt Waschmittel nur hinein, wenn tatsächlich ein Programm mit Vorwäsche gewählt wurde. Für eine normale Wäsche bleibt dieses Fach leer.
  2. Fach II – Hauptwäsche: Dieses Fach nimmt bei den meisten Programmen das Waschmittel für den eigentlichen Waschgang auf. Die Menge richtet sich nach Wäschemenge, Verschmutzung, Wasserhärte und Dosierangabe des Waschmittels.
  3. Blumenfach – Weichspüler: Hier wird Weichspüler eingefüllt. Die gekennzeichnete MAX-Linie darf nicht überschritten werden.
  4. Schließe die Schublade langsam und starte erst danach das gewünschte Programm.

Wichtig: Waschmittelkapseln beziehungsweise Pods gehören normalerweise direkt in die Trommel und nicht in die Waschmittelschublade. Beachte dabei immer die Produkt- und Geräteanleitung.

Fach I: Vorwäsche nur verwenden, wenn sie wirklich nötig ist

Eine Vorwäsche ist heute bei normal verschmutzter Alltagswäsche meistens nicht erforderlich. Sie kann jedoch bei stark mit Erde, Schlamm oder vergleichbarem Schmutz belasteten robusten Textilien sinnvoll sein.

Wählst du ein entsprechendes Programm, kommt die für die Vorwäsche vorgesehene Waschmittelmenge in Fach I. Die genaue Dosierung lässt sich nicht sinnvoll pauschal in Gramm festlegen, da Waschmittel unterschiedlich konzentriert sind. Halte dich deshalb an die Herstellerangaben für Vor- und Hauptwäsche.

Ohne aktivierte Vorwäsche solltest du Fach I leer lassen. Zusätzliche Waschmittelmengen machen Kleidung nicht automatisch sauberer und können den Verbrauch erhöhen.

Bei leicht oder normal verschmutzter Wäsche reicht in aller Regel die Hauptwäsche.

Fach II: Hier gehört das Waschmittel für die Hauptwäsche hinein

Fach II ist bei den meisten Waschmaschinen das wichtigste Fach. Pulverförmiges oder geeignetes flüssiges Waschmittel wird hier eingefüllt, sofern die Geräteanleitung nichts anderes vorsieht.

Die richtige Menge hängt von drei Faktoren ab: Beladungsmenge, Wasserhärte und Verschmutzungsgrad. Deshalb ist beispielsweise „50 ml für jede Wäsche“ keine zuverlässige Universalregel.

Orientiere dich an der Dosiertabelle des verwendeten Waschmittels und ermittle möglichst die örtliche Wasserhärte. Bei einer halb gefüllten Trommel oder nur leicht verschmutzten Kleidungsstücken kann je nach Produkt weniger erforderlich sein.

Zu viel Waschmittel kann übermäßigen Schaum und Rückstände verursachen. Zu wenig Waschmittel wiederum kann bei stark verschmutzter Wäsche die Reinigungsleistung beeinträchtigen.

Blumenfach: Weichspüler niemals über MAX füllen

Das kleine Fach mit dem Blumensymbol ist normalerweise für Weichspüler vorgesehen. Hier ist die MAX-Markierung besonders wichtig.

Gib nur die auf der Verpackung empfohlene Menge hinein und bleibe unterhalb der maximalen Füllhöhe. Wird das Fach überfüllt, kann der Siphonmechanismus vorzeitig auslösen und das Mittel zum falschen Zeitpunkt in die Maschine gelangen.

Weichspüler ist außerdem nicht für jedes Textil sinnvoll. Bei Mikrofaser, Funktionskleidung und bestimmten Sporttextilien kann er deren funktionelle Eigenschaften beeinträchtigen. Auch Handtücher können bei regelmäßiger Verwendung weniger saugfähig werden.

Für solche Textilien ist es häufig besser, ganz darauf zu verzichten und die Pflegehinweise zu beachten.

Waschmittelschublade regelmäßig reinigen

In einer feuchten Schublade können Waschmittel- und Weichspülerreste klebrige Ablagerungen bilden.

Nimm die Schublade, sofern laut Bedienungsanleitung möglich, vollständig heraus. Spüle sie mit warmem Wasser von etwa 40 °C ab. Gib bei stärkeren Rückständen ungefähr 5 ml Spülmittel auf 1 Liter warmes Wasser und lasse herausnehmbare Kunststoffteile darin etwa 10 bis 15 Minuten liegen.

Anschließend mit einer weichen Bürste reinigen, gründlich mit klarem Wasser abspülen und trocknen.

Auch das Schubladenfach in der Maschine kannst du mit einem feuchten Tuch auswischen. Spritze jedoch kein Wasser unkontrolliert in das Geräteinnere.

Eine Reinigung etwa alle vier Wochen ist bei regelmäßiger Nutzung ein praktischer Richtwert; bei sichtbaren Ablagerungen solltest du früher handeln.

Essig ist nicht automatisch ein Ersatz für Weichspüler

Haushaltsessig wird häufig als natürlicher Weichspüler-Ersatz empfohlen. Bei Waschmaschinen sollte man damit jedoch vorsichtig sein.

Säuren können je nach Konzentration, Material und Gerät bestimmte Dichtungen oder Bauteile beeinträchtigen. Deshalb solltest du Essig nicht routinemäßig in das Weichspülerfach geben, wenn der Maschinenhersteller diese Anwendung nicht ausdrücklich zulässt.

Noch wichtiger: Essig oder andere Säuren niemals mit chlorhaltigen Reinigungs- oder Bleichmitteln kombinieren. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Für weiche Wäsche helfen oft schon die richtige Waschmitteldosierung, ein geeigneter Waschgang und das Ausschütteln der Textilien nach dem Waschen.

Fehler, die du vermeiden solltest

Fach I bei jeder Wäsche befüllen: Ohne Vorwäsche ist zusätzliches Waschmittel dort normalerweise unnötig.

Die MAX-Linie überschreiten: Besonders im Weichspülerfach kann dadurch der Siphon vorzeitig auslösen.

Pods in die Schublade legen: Waschmittelkapseln werden üblicherweise direkt in die Trommel gegeben. Maßgeblich sind die Herstellerangaben.

Mehr Waschmittel für mehr Sauberkeit verwenden: Eine Überdosierung kann Rückstände und übermäßige Schaumbildung verursachen.

Die Schublade dauerhaft feucht lassen: Waschmittelreste und Feuchtigkeit begünstigen Ablagerungen und unangenehme Gerüche.

Für ein dauerhaft gutes Waschergebnis

Lasse Waschmittelschublade und Maschinentür nach dem Waschen eine Zeit lang geöffnet, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann.

Entferne verschüttetes Waschmittel sofort, bevor es eintrocknet.

Kontrolliere außerdem regelmäßig die Herstelleranleitung deiner Maschine, denn moderne Geräte mit automatischer Dosierung können deutlich anders aufgebaut sein.

Fragen häufig gestellt

Was bedeutet I in der Waschmittelschublade?

Fach I ist üblicherweise für Waschmittel während einer gewählten Vorwäsche vorgesehen.

Was kommt in Fach II?

Dort befindet sich normalerweise das Waschmittel für die Hauptwäsche.

Wofür steht das Blumensymbol?

Das Blumenfach ist in der Regel für Weichspüler vorgesehen. Die MAX-Markierung darf nicht überschritten werden.

Warum bleibt Wasser in der Waschmittelschublade?

Eine kleine Restmenge kann konstruktionsbedingt vorkommen. Bleibt regelmäßig viel Wasser stehen, solltest du Schublade und Siphoneinsatz reinigen und anschließend die Hinweise des Geräteherstellers prüfen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.