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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Saisonale Küche

Würzige Hackfleisch-Kartoffel-Pfanne mit Paprika – schnelles Ein-Pfannen-Gericht

7 Schnelle Gerichte mit Hackfleisch

Eine Pfanne, ein Brett, ein Messer – mehr braucht dieses Gericht nicht. Hackfleisch und Kartoffeln schmoren hier gemeinsam in einer würzigen Tomatensauce, bis die Kartoffeln zart sind und die Sauce sämig eingekocht ist. Weil alles nacheinander in dieselbe Pfanne wandert, hält sich der Abwasch in Grenzen, und die Röstaromen vom Anbraten landen direkt in der Sauce statt im Spülbecken. Ein ehrliches Feierabendessen, das satt macht, wenig kostet und auch bei Kindern gut ankommt.

Würzige Hackfleisch-Kartoffel-Pfanne mit Paprika und Tomaten

Warum hier alles in einer Pfanne gart

Das Prinzip ist einfach: Beim kräftigen Anbraten des Hackfleischs setzt sich am Pfannenboden ein brauner Bratensatz ab. Sobald Tomaten und Brühe dazukommen, löst sich dieser Satz auf und gibt der Sauce ihre Tiefe – ein Effekt, den man verschenkt, wenn Fleisch und Sauce getrennt zubereitet werden. Die rohen Kartoffelwürfel garen anschließend direkt in der Flüssigkeit. Dabei nehmen sie die Würze auf und geben gleichzeitig etwas Stärke ab, wodurch die Sauce ganz ohne Mehl oder Sahne bindet.

Auf einen Blick

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Garzeit: 35 Minuten
  • Gesamtzeit: 50 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Ausstattung: große beschichtete Pfanne oder Schmortopf (Ø 28–30 cm) mit Deckel

Zutaten

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 700 g festkochende Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel (ca. 150 g)
  • 1 rote Paprika (ca. 180 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 250 ml Rinderbrühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • ½ TL getrockneter Thymian
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 2 EL frisch gehackte Petersilie

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Vorbereiten

Die Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden – möglichst gleichmäßig, damit später alle Stücke zur gleichen Zeit gar sind. Die Zwiebel grob würfeln, die Paprika entkernen und ebenfalls würfeln, den Knoblauch fein hacken. Alles griffbereit neben den Herd stellen, denn sobald das Fleisch in der Pfanne ist, geht es zügig weiter.

2. Hackfleisch kräftig anbraten

Das Öl in der Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Hackfleisch hineingeben und 6–8 Minuten braten, dabei mit dem Kochlöffel zerteilen. Wichtig: Erst wenden, wenn die Unterseite braun ist. Wer zu früh rührt, kocht das Fleisch im eigenen Saft, statt es zu rösten – und genau diese Röstaromen tragen später die Sauce.

3. Gemüse, Tomatenmark und Gewürze

Zwiebeln und Paprika zum Fleisch geben und 4 Minuten mitbraten, bis die Zwiebeln glasig werden. Den Knoblauch einrühren und nur etwa 30 Sekunden mitgaren, damit er nicht bitter wird. Dann das Tomatenmark zugeben und 1 Minute unter Rühren anrösten – so verliert es seine rohe Säure. Zum Schluss beide Paprikapulver, Oregano, Thymian, Salz und Pfeffer einstreuen und kurz durchschwenken.

4. Kartoffeln in der Sauce garen

Die Kartoffelwürfel untermischen, stückige Tomaten und Brühe angießen und dabei den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Einmal aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren, den Deckel auflegen und 25 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch ein- bis zweimal umrühren, damit am Boden nichts ansetzt.

5. Offen fertig köcheln und servieren

Sobald sich die Kartoffeln leicht mit der Gabel einstechen lassen, den Deckel abnehmen und alles noch 3–5 Minuten offen köcheln, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat. Petersilie unterheben, kurz abschmecken und heiß servieren. Wer fünf Minuten Geduld hat, lässt die Pfanne vor dem Servieren noch kurz stehen – die Sauce zieht dann merklich an.

Worauf es wirklich ankommt

  • Festkochende Kartoffeln verwenden: Sie behalten beim Schmoren ihre Form. Mehligkochende zerfallen und machen aus der Pfanne eher einen Brei.
  • Pfanne nicht überladen: Liegt das Hackfleisch zu dicht, sinkt die Temperatur und es brät nicht, sondern dünstet. Bei einer kleineren Pfanne das Fleisch lieber in zwei Portionen anbraten.
  • Geräuchertes Paprikapulver sparsam dosieren: Es ist deutlich kräftiger als edelsüßes. Der halbe Teelöffel reicht für eine dezente Rauchnote, ohne alles zu dominieren.
  • Sauce zu dick geraten? Einfach 50–100 ml Brühe nachgießen und kurz aufkochen. Zu dünn? Ein paar Minuten länger offen köcheln lassen.

Abwandlungen, die sich bewährt haben

  • Nur Rinderhack: ergibt einen kräftigeren Geschmack und etwas weniger Fett in der Sauce.
  • Mehr Gemüse: Zucchini oder Champignons zusammen mit der Paprika mitbraten – das Gericht wird dadurch saftiger.
  • Schärfer: eine Prise Chiliflocken mit den übrigen Gewürzen einstreuen.
  • Überbacken: das fertige Gericht in eine Auflaufform füllen, mit 150 g geriebenem Gouda bestreuen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 10 Minuten gratinieren.
  • Vegetarisch: Hackfleisch durch pflanzliches Hack ersetzen; die Garzeit bleibt praktisch gleich.

Wer die Kombination aus Hackfleisch und Kartoffeln lieber als Suppe mag, findet mit unserem herzhaften Hackfleisch-Kartoffel-Eintopf die löffelbare Variante. Ganz ohne Kartoffeln, dafür mit griechischen Reisnudeln, kommt die würzige Kritharaki-Pfanne mit Hackfleisch aus – ebenfalls ein Ein-Pfannen-Gericht. Und wenn es am Wochenende etwas festlicher sein darf, lohnt ein Blick auf den Igel-Hackbraten aus dem Ofen.

Reste aufbewahren und aufwärmen

Reste vollständig abkühlen lassen und innerhalb von zwei Stunden in einen luftdicht verschlossenen Behälter umfüllen. Im Kühlschrank hält sich das Gericht bis zu 3 Tage. Zum Aufwärmen bei mittlerer Hitze langsam in Topf oder Pfanne erhitzen und bei Bedarf einen Schluck Brühe zugeben, damit die Sauce wieder cremig wird. Eingefroren hält sich das fertige Gericht bis zu 3 Monate; am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig durcherhitzen. Die Kartoffeln werden nach dem Einfrieren etwas weicher – geschmacklich ändert sich dadurch aber kaum etwas.

Häufige Fragen

Kann ich die Kartoffeln vorkochen?

Ja, das verkürzt die Schmorzeit um etwa 10 Minuten. Die Kartoffeln sollten aber nur knapp vorgegart sein, sonst zerfallen sie beim Köcheln in der Sauce.

Kann ich das Gericht am Vortag zubereiten?

Sogar mit Gewinn: Nach einer Nacht im Kühlschrank haben die Gewürze Zeit durchzuziehen, und das Gericht schmeckt am nächsten Tag oft runder als frisch gekocht.

Was passt dazu?

Die Pfanne ist eine vollständige Mahlzeit. Ein grüner Salat mit einfacher Vinaigrette sorgt für Frische, und mit Bauernbrot oder Baguette lässt sich die Tomatensauce restlos auftunken.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.