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Hausmannskost

Cremiger Kartoffel-Morbier-Auflauf mit Morteau-Wurst – herzhaft überbacken wie in Frankreich

Cremiger Kartoffel-Morbier-Auflauf mit Morteau-Wurst – herzhaft überbacken wie in Frankreich

Dieser herzhafte Kartoffelauflauf bringt alles mit, was ein gemütliches Familienessen braucht: zarte Kartoffeln, süßlich geschmorte Zwiebeln, würzige Morteau-Wurst und eine großzügige Schicht cremig schmelzenden Morbier. Im Ofen verbindet sich die Sahne mit den Kartoffeln zu einer sämigen Sauce, während der Käse oben goldbraun wird und die charakteristische dunkle Linie des Morbier sichtbar bleibt. Die Vorbereitung ist unkompliziert und lässt sich auch von Anfängern gut bewältigen. Besonders praktisch: Der Auflauf braucht keine komplizierte Sauce und kommt mit wenigen, kräftigen Zutaten aus. Dazu genügt ein einfacher grüner Salat für ein vollständiges Essen. In dieselbe Kerbe schlägt die cremige Kartoffel-Lasagne mit Schinken und goldener Käsekruste.

Cremiger Kartoffel-Morbier-Auflauf mit Morteau-Wurst – herzhaft überbacken wie in Frankreich

Informationen pratiques

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 5 Minuten
  • Garzeit: 50 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 20 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Auflaufform: ca. 30 × 22 cm oder eine runde Form mit etwa 28 cm Durchmesser und mindestens 5 cm Höhe

Ingrédients

  • 1,5 kg festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 1 Morteau-Wurst, ca. 350–400 g
  • 20 g Butter oder 20 ml neutrales Öl
  • 3 gelbe Zwiebeln, ca. 350 g
  • 200 ml Crème fraîche
  • 500 g Morbier

Préparation

  1. Kartoffeln vorgaren.
    Die Kartoffeln gründlich waschen und ungeschält in einen großen Topf geben. Mit kaltem Wasser bedecken, aufkochen und je nach Größe etwa 15–20 Minuten vorgaren. Sie sollen sich mit einem kleinen Messer einstechen lassen, im Inneren aber noch deutlich fest sein. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und so weit abkühlen lassen, dass man sie anfassen kann. Anschließend pellen und in etwa 7–8 mm dicke Scheiben schneiden.
  2. Morteau-Wurst vorbereiten.
    Während die Kartoffeln garen, die Morteau-Wurst in einen zweiten Topf legen und vollständig mit kaltem Wasser bedecken. Langsam erhitzen, ohne das Wasser stark sprudelnd kochen zu lassen. Die Wurst etwa 20 Minuten bei sanfter Hitze ziehen lassen. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen und anschließend in ungefähr 1 cm dicke Scheiben schneiden. Durch das sanfte Garen bleibt sie saftig und behält ihr kräftiges Raucharoma.
  3. Zwiebeln anschwitzen.
    Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Butter oder Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebeln hineingeben und 8–10 Minuten langsam braten. Regelmäßig umrühren. Sie sollen weich, leicht goldgelb und süßlich werden, aber nicht dunkel rösten. Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Auflauf einschichten.
    Die Auflaufform dünn mit etwas von der bereits geschmolzenen Butter beziehungsweise dem Öl aus der Zwiebelpfanne benetzen. Die Hälfte der Kartoffelscheiben gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Darauf die Hälfte der geschmorten Zwiebeln und etwa die Hälfte der Wurstscheiben verteilen. Anschließend die übrigen Kartoffeln, Zwiebeln und Wurstscheiben daraufgeben. Die Zutaten nicht zu fest zusammendrücken, damit sich die Crème fraîche zwischen den Schichten verteilen kann.
  5. Crème fraîche und Morbier hinzufügen.
    Die Crème fraîche mit einem Löffel in kleinen Portionen über dem gesamten Auflauf verteilen und vorsichtig zwischen einige Kartoffelscheiben streichen. Den Morbier in etwa 5–7 mm dicke Scheiben schneiden. Gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen, sodass Kartoffeln und Wurst größtenteils bedeckt sind. Die typische dunkle Linie im Käse darf dabei sichtbar bleiben.
  6. Goldbraun überbacken.
    Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Auflauf bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten backen. Gegen Ende beobachten: Der Morbier soll vollständig geschmolzen sein, an mehreren Stellen goldbraune Blasen bilden und am Rand leicht brutzeln. Die Kartoffeln müssen beim Einstechen mit einem Messer vollständig weich sein. Falls der Käse zu schnell dunkel wird, die Form für die letzten Minuten locker abdecken.
  7. Kurz ruhen lassen und servieren.
    Den fertigen Auflauf aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Diese kurze Ruhezeit ist wichtig, weil sich die heiße Käse-Sahne-Mischung etwas setzt und die Portionen anschließend leichter aus der Form gehoben werden können. Heiß servieren, solange der Morbier noch weich und cremig ist.

Tipps aus der Praxis

  • Kartoffeln nur vorgaren: Werden sie bereits im Wasser vollständig weich, können sie beim Einschichten zerfallen und später im Auflauf zu weich werden.
  • Morbier nicht zu dünn schneiden: Etwas kräftigere Scheiben sorgen für eine cremige Käseschicht und verhindern, dass der Käse während des Backens vollständig austrocknet.
  • Zwiebeln langsam braten: Mittlere Hitze reicht aus. So werden sie weich und leicht süßlich, ohne bitter zu werden.
  • Eine ausreichend tiefe Form verwenden: Beim Backen kann die heiße Crème fraîche am Rand blubbern. Eine Form mit mindestens 5 cm Höhe verhindert ein Überlaufen.
  • Vor dem Anschneiden kurz warten: Direkt aus dem Ofen ist die Sauce sehr flüssig. Nach etwa 5 Minuten verbindet sie sich besser mit Kartoffeln und Käse.

So können Sie abwandeln

  • Comté statt Morbier: Morbier kann durch dieselbe Menge Comté ersetzt werden. Der Auflauf wird etwas nussiger und weniger cremig, lässt sich aber hervorragend überbacken.
  • Raclettekäse verwenden: 500 g Raclettekäse funktionieren ebenfalls. Das Ergebnis wird besonders cremig und mild, verliert allerdings den charakteristischen Geschmack des Morbier.
  • Andere geräucherte Brühwurst: Wenn keine Morteau-Wurst erhältlich ist, kann eine feste geräucherte Brühwurst mit ähnlichem Gewicht verwendet werden. Je nach Wurstsorte verändert sich das Raucharoma deutlich.
  • Weniger Käse: Für eine etwas leichtere Käseschicht können 400 g Morbier verwendet werden. Die Oberfläche wird dadurch weniger üppig, die Garzeit bleibt jedoch gleich.

So bleibt es frisch

Reste vollständig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich der Auflauf bei höchstens 4 °C etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen die benötigte Portion abdecken und bei 170 °C Ober-/Unterhitze etwa 15–20 Minuten erhitzen, bis sie auch im Inneren vollständig heiß ist. Einmal aufgewärmte Reste nicht erneut lagern. Der Auflauf kann portionsweise eingefroren werden, allerdings können Kartoffeln nach dem Auftauen etwas weicher und die Crème fraîche leicht körnig werden. Im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.

Fragen und Antworten

Muss ich die Kartoffeln vorher kochen?

Ja, bei dieser Zubereitung ist das empfehlenswert. Durch das Vorgaren werden die Kartoffeln im Ofen zuverlässig weich, ohne dass der Käse zu lange backen muss. Wichtig ist lediglich, sie nicht vollständig durchzukochen.

Kann ich den Auflauf schon am Vortag vorbereiten?

Die Kartoffeln, Wurst und Zwiebeln können am Vortag vorbereitet und getrennt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am besten wird der Auflauf jedoch erst kurz vor dem Backen eingeschichtet und mit Crème fraîche und Morbier bedeckt. Gut vorzubereiten ist auch der cremige Blumenkohl-Kartoffel-Auflauf.

Muss die dunkle Linie im Morbier entfernt werden?

Nein. Die dunkle Linie gehört zum Morbier und kann vollständig mitgegessen werden. Sie ist ein charakteristisches Merkmal dieses Käses und muss vor dem Überbacken nicht herausgeschnitten werden.

Warum ist mein Kartoffelauflauf nach dem Backen sehr flüssig?

Direkt aus dem Ofen ist die geschmolzene Käse-Sahne-Mischung naturgemäß sehr heiß und flüssig. Den Auflauf deshalb etwa 5 Minuten ruhen lassen. Sind die Kartoffeln nach dem Vorkochen außerdem gut ausgedampft, wird die Sauce weniger durch zusätzliches Wasser verdünnt. Etwas fester wird dagegen der goldbraune Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf mit Tomaten.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.