Diese cremige Lauch-Schinken-Tarte ist so einfach – und kommt goldbraun aus dem Ofen
Diese cremige Lauch-Schinken-Tarte ist so einfach – und kommt goldbraun aus dem Ofen
Eine knusprige Teighülle, zarter Lauch, würziger Schinken und eine cremige Füllung unter einer goldbraunen Käseschicht: Diese Lauch-Schinken-Tarte ist unkomplizierte Familienküche, die trotzdem richtig appetitlich aussieht. Sie eignet sich wunderbar für ein entspanntes Mittagessen, ein schnelles Abendessen oder ein herzhaftes Gericht für Gäste. Besonders praktisch ist, dass sich die Füllung gut vorbereiten lässt. Durch das vorherige Dünsten des Lauchs bleibt er angenehm weich und aromatisch, ohne die Tarte unnötig wässrig zu machen. Dazu passt ein einfacher grüner Salat.

Informationen zum Rezept
- Vorbereitung: 30 Minuten
- Ruhezeit: 15 Minuten
- Backzeit: 35–40 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 25 Minuten
- Portionen: 6
- Schwierigkeit: Einfach
- Form: Tarteform mit 26 cm Durchmesser
- Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft
Zutaten
Für den Teig
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 125 g kalte Butter
- 1 Ei, Größe M
- 3 g Salz
- 30 ml kaltes Wasser
Für die Lauch-Schinken-Füllung
- 2 mittelgroße Lauchstangen, ca. 450 g ungeputzt
- 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
- 15 g Butter
- 150 g Kochschinken, gewürfelt
- 3 Eier, Größe M
- 200 ml Sahne
- 100 ml Milch
- 2 g Salz
- 1 g schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Muskatnuss
- 100 g geriebener Emmentaler oder Gruyère
- 10 g frische Petersilie
Zubereitung
- Mürbeteig vorbereiten. Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Die kalte Butter in kleinen Würfeln hinzufügen und mit den Fingerspitzen zügig einarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Ei und zunächst 20 ml kaltes Wasser dazugeben. Kurz zu einem glatten Teig verkneten. Falls er noch zu trocken ist, die restlichen 10 ml Wasser einarbeiten. Nicht länger kneten als nötig, damit der Boden später mürbe bleibt. Den Teig flach drücken und 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Gemüse vorbereiten. Währenddessen den Lauch längs halbieren und besonders zwischen den einzelnen Schichten gründlich waschen. Anschließend in etwa 5 mm breite Ringe schneiden. Die Zwiebel fein würfeln. 15 g Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebel und Lauch hineingeben und 8–10 Minuten dünsten. Der Lauch soll weich werden, aber nicht stark bräunen. Danach vom Herd nehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen.
- Tarteform auskleiden. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 30 cm Durchmesser ausrollen. In eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser legen und Boden sowie Rand vorsichtig andrücken. Überstehenden Teig abschneiden. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Füllung mischen. Die Eier in einer Schüssel gründlich verquirlen. Sahne und Milch hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Anschließend den leicht abgekühlten Lauch, die Zwiebel, die Schinkenwürfel und die Hälfte des geriebenen Käses unterheben. Die Masse sollte cremig sein, während Lauch und Schinken gleichmäßig darin verteilt bleiben.
- Tarte füllen. Die Lauch-Schinken-Mischung gleichmäßig auf dem vorbereiteten Teigboden verteilen. Die Oberfläche glatt streichen und die restlichen 50 g Käse darüberstreuen. Die Form nicht bis zum äußersten Rand mit Flüssigkeit füllen, damit beim Backen nichts überläuft.
- Goldbraun backen. Die Tarte auf der mittleren Schiene 35–40 Minuten bei 190 °C Ober-/Unterhitze backen. Sie ist fertig, wenn der Teigrand kräftig goldgelb ist, der Käse leicht gebräunte Stellen zeigt und die Mitte beim vorsichtigen Bewegen der Form nur noch minimal wackelt. Falls die Oberfläche zu schnell dunkel wird, die Tarte während der letzten 10 Minuten locker mit Backpapier abdecken.
- Kurz ruhen lassen und servieren. Die fertige Tarte aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten stehen lassen. Dadurch stabilisiert sich die cremige Eierfüllung und die Stücke lassen sich sauberer schneiden. Petersilie fein hacken, über die Tarte streuen und anschließend warm servieren.
Tipps für eine perfekte Lauch-Schinken-Tarte
Den Lauch gut trocknen: Nach dem Waschen sollte möglichst wenig Wasser an den Lauchringen haften. Zusätzlich muss der Lauch in der Pfanne weich gedünstet werden. Zu viel Flüssigkeit kann den Boden weich machen.
Die Füllung etwas abkühlen lassen: Sehr heißes Gemüse sollte nicht direkt mit den Eiern vermischt werden. Einige Minuten Abkühlzeit reichen aus.
Kalte Butter für den Teig verwenden: Dadurch erhält der Boden seine angenehm mürbe Konsistenz. Wird der Teig zu lange mit warmen Händen bearbeitet, kann er nach dem Backen härter werden.
Die Tarte nicht sofort anschneiden: Direkt aus dem Ofen ist die Füllung noch sehr weich. Nach etwa 10 Minuten lässt sie sich deutlich besser portionieren.
Auf die Salzmenge achten: Kochschinken und Käse bringen bereits Salz mit. Deshalb reichen für die Eier-Sahne-Mischung etwa 2 g zusätzliches Salz normalerweise aus.
Die Backzeit nach Sicht kontrollieren: Jeder Backofen arbeitet etwas anders. Entscheidend sind ein gebräunter Rand und eine gestockte, aber noch saftige Füllung.
Varianten und Substitutionen
Vegetarische Variante: Den Kochschinken einfach weglassen und zusätzlich etwa 150 g Champignons verwenden. Die Pilze müssen vorher kräftig angebraten werden, damit sie nicht zu viel Wasser in die Tarte abgeben.
Mit anderem Käse: Emmentaler ergibt einen milden Geschmack. Gruyère schmeckt kräftiger und würziger. Beide schmelzen gut und eignen sich deshalb besonders für diese Tarte.
Mit fertigem Teig: Wenn es schnell gehen muss, kann ein gekühlter herzhafter Mürbeteig verwendet werden. Dadurch verkürzt sich die Vorbereitung deutlich; die Backzeit der gefüllten Tarte bleibt ungefähr gleich.
Etwas leichter: Die Sahne kann durch Kochsahne mit geringerem Fettgehalt ersetzt werden. Die Füllung wird dadurch etwas weniger vollmundig, bleibt mit den drei Eiern aber ausreichend stabil.
Ohne Petersilie: Sie kann ersatzlos weggelassen werden. Sie dient hauptsächlich für eine frische, leicht kräuterige Note am Ende.
Aufbewahrung
Reste vollständig abkühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sich die Lauch-Schinken-Tarte etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen einzelne Stücke bei 160 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 10–15 Minuten in den Backofen geben. So bleibt der Boden besser als beim Erwärmen in der Mikrowelle. Die vollständig ausgekühlte Tarte kann portionsweise eingefroren und etwa 2 Monate aufbewahrt werden. Zum Servieren über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend im Ofen erhitzen.
Häufige Fragen
Muss der Lauch wirklich vorher angebraten werden?
Ja. Roh eingefüllter Lauch gibt während des Backens relativ viel Flüssigkeit ab und bleibt je nach Dicke der Ringe außerdem zu fest. Durch das vorherige Dünsten wird er weich und verliert überschüssige Feuchtigkeit.
Kann ich die Tarte am Vortag vorbereiten?
Ja. Am besten die Tarte vollständig backen, abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren. Am nächsten Tag kann sie bei 160 °C für etwa 15 Minuten erwärmt werden.
Warum ist meine Füllung nach dem Backen noch flüssig?
Meist war die Backzeit zu kurz oder das Gemüse enthielt zu viel Wasser. Die Mitte darf beim Herausnehmen leicht nachgeben, sollte aber nicht sichtbar flüssig sein. Bei Bedarf weitere 5 Minuten backen.
Kann man die Lauch-Schinken-Tarte auch kalt essen?
Ja. Sie schmeckt sowohl warm als auch kalt. Für die angenehmste Textur kann man eine gekühlte Tarte etwa 15–20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.
