Diese französische Tomaten-Senf-Tarte schmeckt nach Sommer – knusprig, saftig und überraschend einfach
Diese französische Tomaten-Senf-Tarte schmeckt nach Sommer – knusprig, saftig und überraschend einfach
Diese herzhafte Tomaten-Senf-Tarte verbindet einen knusprigen Mürbeteig mit aromatischem Dijon-Senf, reifen Tomaten, einer milden Eier-Sahne-Creme und würzigem Käse. Beim Backen werden die Tomaten weich und leicht geröstet, während der Rand appetitlich goldbraun und mürbe wird. Thymian sorgt für eine mediterrane Note, ohne den Geschmack der Tomaten zu überdecken. Die Tarte eignet sich hervorragend als unkompliziertes Mittag- oder Abendessen und schmeckt sowohl warm als auch lauwarm. Mit einem grünen Salat serviert, entsteht daraus eine vollständige Mahlzeit, die auch Kochanfängern zuverlässig gelingt.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Backzeit: 40 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 35 Minuten
- Portionen: 6
- Schwierigkeit: einfach
- Form: Tarteform mit herausnehmbarem Boden, 26 cm Durchmesser
- Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 125 g kalte Butter
- 1 Ei, Größe M
- 3 g Salz
- 20 ml kaltes Wasser
Für den Belag
- 600 g reife, feste Tomaten
- 25 g Dijon-Senf
- 120 g geriebener Gruyère oder Emmentaler
- 2 Eier, Größe M
- 150 ml Sahne
- 50 ml Vollmilch
- 2 g Salz
- 1 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 TL getrockneter Thymian
- 5 g frischer Thymian
- 10 ml Olivenöl
Zubereitung
- Mürbeteig herstellen. Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und mit den Fingerspitzen zügig in das Mehl einarbeiten, bis eine krümelige Konsistenz entsteht. Ei und 20 ml kaltes Wasser dazugeben und alles nur so lange verkneten, bis ein homogener Teig entsteht. Nicht länger kneten als nötig, damit der Boden später schön mürbe bleibt. Zu einer flachen Scheibe formen und abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Tomaten vorbereiten. Während der Teig ruht, die Tomaten waschen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben nebeneinander auf Küchenpapier legen und etwa 15 Minuten abtropfen lassen. Anschließend vorsichtig von oben mit weiterem Küchenpapier abtupfen. Dieser Schritt ist wichtig: Zu viel Tomatensaft kann den Tarteboden weich und feucht machen.
- Teig in die Form geben. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 170 °C Umluft vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 30 cm Durchmesser ausrollen. In die 26-cm-Tarteform legen, vorsichtig an Boden und Rand drücken und überstehenden Teig abschneiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
- Tarte belegen. Den Dijon-Senf dünn und gleichmäßig auf dem ungebackenen Teigboden verstreichen. Anschließend 80 g des geriebenen Käses darüber verteilen. Die abgetropften Tomatenscheiben leicht überlappend darauf anordnen. Durch die Käseschicht zwischen Teig und Tomaten wird zusätzliche Feuchtigkeit abgefangen und der Boden bleibt stabiler.
- Eier-Sahne-Mischung zubereiten. Die beiden Eier mit Sahne, Milch, Salz, Pfeffer und getrocknetem Thymian gründlich verrühren. Die Mischung langsam zwischen die Tomatenscheiben gießen. Nicht direkt alles auf eine Stelle geben, damit die Tomaten ihre Anordnung behalten. Die restlichen 40 g Käse gleichmäßig darüberstreuen und zum Schluss 10 ml Olivenöl fein über den Tomaten verteilen.
- Tarte backen. Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und die Tarte etwa 38–40 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn der Teigrand deutlich goldbraun ist, die Tomaten leicht geröstete Ränder zeigen und die Eier-Sahne-Creme in der Mitte gestockt ist. Beim vorsichtigen Bewegen der Form darf die Füllung nicht mehr flüssig wirken.
- Kurz ruhen lassen und servieren. Die fertige Tarte aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form stehen lassen. Dadurch stabilisiert sich die Füllung und die Stücke lassen sich sauberer schneiden. Anschließend mit frischem Thymian bestreuen, aus der Form lösen und warm oder lauwarm servieren.
Tipps für eine richtig gute Tomaten-Tarte
Feste Tomaten verwenden: Sehr weiche, überreife Tomaten enthalten besonders viel Flüssigkeit. Fleischige, feste Exemplare sorgen für einen besseren Boden und einen intensiveren Geschmack.
Tomaten unbedingt abtropfen lassen: Dieser kleine Vorbereitungsschritt macht einen deutlichen Unterschied. Die Tarte wird saftig, ohne dass der Boden durchnässt.
Den Senf dünn verstreichen: Eine gleichmäßige Schicht von etwa 25 g liefert genügend Würze. Zu viel Senf kann den feinen Tomatengeschmack überdecken.
Kalte Butter für den Teig verwenden: Warme Butter macht den Mürbeteig klebrig und kann dazu führen, dass er beim Backen weniger mürbe wird.
Vor dem Anschneiden warten: Direkt aus dem Ofen ist die Füllung noch sehr weich. Zehn Minuten Ruhezeit erleichtern das Portionieren erheblich.
Bei starker Bräunung reagieren: Wird der Rand vor Ende der Backzeit zu dunkel, kann er locker mit einem schmalen Streifen Aluminiumfolie abgedeckt werden.
Varianten und Substitutionen
Mit Mozzarella: Gruyère oder Emmentaler kann durch 120 g gut abgetropften, geriebenen Mozzarella ersetzt werden. Die Tarte wird milder und etwas weicher. Frischer Mozzarella muss vorher sehr gründlich abgetropft werden.
Mit Kirschtomaten: Statt großer Tomaten können 600 g Kirschtomaten verwendet werden. Halbieren, mit der Schnittfläche nach oben auflegen und ebenfalls vorher kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Kräftiger mit körnigem Senf: Etwa die Hälfte des Dijon-Senfs kann durch körnigen Senf ersetzt werden. Dadurch bekommt die Tarte mehr Textur und eine etwas rustikalere Senfnote.
Mit Blätterteig: Für eine schnellere Variante kann ein gekühlter Blätterteig verwendet werden. Der Boden wird luftiger und blättriger statt mürbe. Die Backzeit kann je nach Hersteller etwas kürzer ausfallen; entscheidend ist eine kräftige goldbraune Unterseite.
Andere Kräuter: Frischer Thymian lässt sich durch dieselbe Menge fein gehackten Oregano ersetzen. Das Aroma wird dadurch etwas kräftiger und mediterraner.
Aufbewahrung
Reste vollständig abkühlen lassen und anschließend gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sich die Tomaten-Tarte bis zu 2 Tage. Zum Aufwärmen einzelne Stücke für etwa 8–10 Minuten bei 170 °C Ober-/Unterhitze in den Backofen geben. Die Mikrowelle ist zwar möglich, macht den Boden jedoch deutlich weicher. Die vollständig gebackene und ausgekühlte Tarte kann portionsweise eingefroren und innerhalb von etwa einem Monat verbraucht werden. Vor dem Erwärmen langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
Häufige Fragen
Warum wird der Boden meiner Tomaten-Tarte weich?
Meist enthalten die Tomaten zu viel Flüssigkeit. Schneiden, auf Küchenpapier abtropfen lassen und gründlich abtupfen. Die Käseschicht unter den Tomaten hilft zusätzlich, den Teig vor Feuchtigkeit zu schützen.
Muss der Mürbeteig vorher blindgebacken werden?
Bei dieser Variante nicht zwingend. Die Tomaten werden gut abgetropft und zwischen Teig und Gemüse liegt eine Schicht Käse. Wer einen besonders knusprigen Boden bevorzugt, kann ihn jedoch etwa 10 Minuten vorbacken.
Kann ich die Tarte schon am Vortag vorbereiten?
Am besten wird sie frisch gebacken. Der Mürbeteig kann aber bereits am Vortag hergestellt und gut verpackt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Tomaten sollten erst kurz vor dem Belegen geschnitten werden.
Schmeckt die Tomaten-Senf-Tarte auch kalt?
Ja. Besonders aromatisch ist sie allerdings lauwarm oder bei Zimmertemperatur, weil Tomaten, Senf, Käse und Thymian dann geschmacklich deutlicher hervortreten.
