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Hausmannskost

Dieses butterzarte Zwiebel-Schmor-Rind zerfällt mit der Gabel – das perfekte Familienessen aus einem Topf

Dieses butterzarte Zwiebel-Schmor-Rind zerfällt mit der Gabel – das perfekte Familienessen aus einem Topf

Dieses butterzarte Zwiebel-Schmor-Rind zerfällt mit der Gabel – das perfekte Familienessen aus einem Topf

Wenn Rindfleisch mehrere Stunden langsam mit Zwiebeln, Knoblauch und kräftiger Brühe schmort, entsteht ein Gericht, bei dem kaum jemand am Tisch widerstehen kann. Das Fleisch wird so weich, dass es sich mühelos mit zwei Gabeln auseinanderziehen lässt, während die Zwiebeln fast vollständig in der dunklen, aromatischen Sauce zerfallen. Ein wenig Tomatenmark, Sojasauce und Honig sorgen für eine ausgewogene Mischung aus Würze, Tiefe und dezenter Süße. Besonders praktisch: Nach dem Anbraten übernimmt der Schmortopf fast die ganze Arbeit. Dazu passen Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder einfach frisches Brot.

Dieses butterzarte Zwiebel-Schmor-Rind zerfällt mit der Gabel – das perfekte Familienessen aus einem Topf

Informationen praktisch

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 15 Minuten
  • Garzeit: ca. 3 Stunden 30 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 4 Stunden 5 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Backofen: 160 °C Ober-/Unterhitze
  • Topf: schwerer Schmortopf mit Deckel, etwa 5–6 Liter

Zutaten

  • 1,2 kg Rinderschulter oder Rinderbug, am Stück
  • 15 g Salz
  • 3 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 30 ml Olivenöl
  • 3 große gelbe Zwiebeln, etwa 500 g
  • 3 Knoblauchzehen
  • 30 g Tomatenmark
  • 30 ml Sojasauce
  • 15 g Honig
  • 750 ml Rinderbrühe
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • 2 Lorbeerblätter

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten und kräftig anbraten.
    Das Rindfleisch etwa 20 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen und rundherum mit Salz und Pfeffer würzen. Das Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Das Fleisch hineinlegen und bei mittlerer bis hoher Hitze insgesamt 8–10 Minuten kräftig anbraten. Dabei nach einigen Minuten wenden, sodass möglichst viele Seiten eine dunkelbraune Kruste bekommen. Diese Röstung ist wichtig für den späteren Geschmack der Sauce. Das Fleisch anschließend auf einen Teller legen.
  2. Zwiebeln langsam anschwitzen.
    Die Zwiebeln schälen, halbieren und in etwa 5 mm breite Streifen schneiden. In den noch heißen Schmortopf geben und bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten braten. Regelmäßig umrühren und dabei die braunen Röststoffe vom Topfboden lösen. Die Zwiebeln sollen weich und leicht goldbraun werden, aber nicht verbrennen. Knoblauch fein hacken, hinzufügen und etwa 1 Minute mitbraten.
  3. Die kräftige Saucenbasis herstellen.
    Das Tomatenmark zu den Zwiebeln geben und unter ständigem Rühren etwa 2 Minuten anrösten. Es darf etwas dunkler werden, sollte aber nicht schwarz werden. Sojasauce und Honig einrühren. Anschließend etwa 200 ml der Rinderbrühe angießen und den Topfboden mit einem Holzlöffel gründlich lösen. Die restliche Brühe hinzufügen und alles einmal aufkochen lassen.
  4. Fleisch zum Schmoren einsetzen.
    Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das angebratene Rindfleisch mitsamt ausgetretenem Fleischsaft zurück in den Topf legen. Thymian und Lorbeerblätter hinzufügen. Die Flüssigkeit sollte das Fleisch ungefähr zur Hälfte bis zu zwei Dritteln umgeben. Den Topf mit einem gut schließenden Deckel verschließen.
  5. Langsam im Ofen schmoren.
    Den Schmortopf auf die mittlere Schiene stellen und das Fleisch etwa 3 Stunden garen. Nach ungefähr 1 Stunde 30 Minuten das Fleisch einmal vorsichtig wenden. Danach wieder abdecken und weiterschmoren. Gegen Ende mit einer Gabel prüfen: Das Rind ist fertig, wenn sich die Fasern ohne großen Widerstand voneinander lösen. Bei einem besonders kompakten Stück können weitere 20–30 Minuten erforderlich sein.
  6. Rindfleisch auseinanderzupfen.
    Den Topf aus dem Backofen nehmen. Fleisch vorsichtig herausheben und auf einem großen Teller 10 Minuten ruhen lassen. Thymianzweige und Lorbeerblätter aus der Sauce entfernen. Das Fleisch anschließend mit zwei Gabeln in grobe, saftige Fasern zerteilen. Sehr große Fettstücke können dabei entfernt werden.
  7. Sauce vollenden und servieren.
    Falls die Sauce noch sehr dünn erscheint, den offenen Topf auf den Herd stellen und sie 5–10 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Die weichen Zwiebeln sollen dabei einen Teil der Sauce binden. Das gezupfte Fleisch zurückgeben, gründlich mit der Sauce vermengen und noch etwa 5 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Vor dem Servieren kurz abschmecken. Das fertige Fleisch sollte glänzend, saftig und so weich sein, dass es sich mit der Gabel teilen lässt.

Tipps für ein besonders zartes Schmor-Rind

Das richtige Fleisch wählen: Rinderschulter und Rinderbug eignen sich besser als sehr magere Stücke. Das enthaltene Bindegewebe wird während des langen Schmorens weich und sorgt für die typische saftige Konsistenz.

Beim Anbraten Geduld haben: Eine kräftige braune Kruste liefert wichtige Röstaromen. Wird das Fleisch ständig bewegt, kann sich diese Kruste nicht richtig entwickeln.

Nicht zu heiß schmoren: 160 °C reichen vollkommen aus. Eine höhere Temperatur beschleunigt das Gericht nicht sinnvoll und kann das Fleisch trockener machen.

Genügend Zeit einplanen: Ist das Fleisch nach drei Stunden noch fest, braucht es normalerweise länger – nicht mehr Hitze. Weitere 20–30 Minuten können einen großen Unterschied machen.

Die Sauce erst am Ende reduzieren: Während des langen Schmorens verdunstet bereits Flüssigkeit. Deshalb sollte die endgültige Konsistenz erst nach dem Garen eingestellt werden.

Varianten und Substitutionen

Rinderbrust statt Rinderschulter: Sie funktioniert ebenfalls sehr gut, kann aufgrund ihrer Struktur aber etwas länger benötigen. Die Garprobe mit der Gabel ist entscheidender als eine exakt festgelegte Zeit.

Mehr Zwiebeln: Für eine besonders zwiebelreiche Sauce können 600–650 g Zwiebeln verwendet werden. Die Sauce wird dadurch etwas süßlicher und dichter.

Ohne Honig: Wer die Sauce weniger süß bevorzugt, kann den Honig weglassen. Die Zwiebeln bringen nach langem Schmoren bereits eine natürliche Süße mit.

Andere Kräuter: Anstelle von frischem Thymian können etwa 2 g getrockneter Thymian verwendet werden. Getrocknete Kräuter schmecken konzentrierter, deshalb sparsam dosieren.

Kräftigere Sauce: Ein Teil der Brühe kann am Ende etwas länger reduziert werden. Zusätzliche Bindemittel sind normalerweise nicht erforderlich, weil die weich geschmorten Zwiebeln der Sauce bereits Körper geben.

Conservation

Reste möglichst innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen und anschließend in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank bei höchstens 4 °C lagern. Das Schmor-Rind sollte innerhalb von 2–3 Tagen gegessen werden. Zum Aufwärmen Fleisch und Sauce gemeinsam in einen Topf geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze vollständig durcherhitzen; bei Bedarf 30–50 ml Wasser oder Brühe ergänzen. Portionsweise lässt sich das vollständig abgekühlte Gericht auch gut einfrieren. Im Tiefkühler etwa 2–3 Monate aufbewahren und vor dem Erwärmen über Nacht im Kühlschrank auftauen.

Fragen häufig

Warum ist mein Rindfleisch nach drei Stunden noch zäh?

Dann benötigt das Stück meistens einfach mehr Zeit. Bei Schmorstücken muss das Bindegewebe lange genug erhitzt werden, damit das Fleisch weich wird. Weitere 20–30 Minuten zugedeckt schmoren und erneut prüfen.

Muss das Fleisch vollständig mit Brühe bedeckt sein?

Nein. Beim Schmoren sollte es nur teilweise in der Flüssigkeit liegen. Der geschlossene Topf hält gleichzeitig genügend Feuchtigkeit im Garraum.

Kann ich das Gericht am Vortag zubereiten?

Ja, sogar sehr gut. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag langsam erhitzen. Fleisch und Sauce sollten dabei vollständig heiß werden.

Was passt am besten dazu?

Besonders gut passen cremiges Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder kräftiges Bauernbrot. Sie nehmen die reichhaltige Zwiebel-Bratensauce hervorragend auf.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.