Dieses cremige Zitronen-Risotto mit Garnelen macht jeden Abend besonders – und ist überraschend einfach
Dieses cremige Zitronen-Risotto mit Garnelen macht jeden Abend besonders – und ist überraschend einfach
Cremiges Risotto, saftige Garnelen, frische Zitrone und ein Hauch Petersilie: Dieses Pfannengericht verbindet kräftige Röstaromen mit einer wunderbar samtigen Konsistenz. Der Reis wird langsam mit heißer Brühe gegart, sodass er seine Stärke abgibt und natürlich cremig wird. Parmesan und Butter sorgen am Ende für zusätzlichen Schmelz, während Zitronenschale und Zitronensaft das Gericht angenehm frisch halten. Die Garnelen werden separat nur kurz angebraten und erst zum Schluss auf das Risotto gesetzt. So bleiben sie zart und saftig. Ein unkompliziertes Gericht für die Familie, das dennoch wie ein kleines Festessen aussieht.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Ruhezeit: 2 Minuten
- Kochzeit: ca. 30 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 47 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Pfanne: große, tiefe Pfanne oder breiter Topf, ca. 28–30 cm
- Backofen: nicht erforderlich
Zutaten
- 800 ml Gemüsebrühe
- 400 g rohe, geschälte und entdarmte Garnelen
- 30 ml Olivenöl
- 1 kleine Zwiebel, ca. 100 g
- 2 Knoblauchzehen
- 300 g Risottoreis, z. B. Arborio oder Carnaroli
- 100 ml trockener Weißwein
- 1 unbehandelte Zitrone
- 50 g kalte Butter
- 70 g fein geriebener Parmesan
- 15 g frische Petersilie
- 4 g Salz
- 2 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
1. Brühe erhitzen und Zutaten vorbereiten
Die 800 ml Gemüsebrühe in einem kleinen Topf erhitzen und anschließend bei niedriger Temperatur heiß halten. Sie sollte während der Risottozubereitung nicht kalt werden.
Die Garnelen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Den Knoblauch fein hacken.
Die Zitrone heiß abwaschen und abtrocknen. Die gelbe Schale fein abreiben, ohne die bittere weiße Schicht mitzunehmen. Anschließend die Zitrone auspressen; etwa 30 ml Saft werden benötigt.
Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken.
2. Garnelen kurz und kräftig anbraten
Eine große Pfanne auf mittlere bis hohe Temperatur erhitzen. 15 ml Olivenöl hineingeben.
Die Garnelen nebeneinander in die heiße Pfanne legen und je nach Größe ungefähr 1 bis 2 Minuten pro Seite braten. Mit der Hälfte des Salzes und etwas Pfeffer würzen.
Sobald sie außen rosa und im Inneren gerade eben undurchsichtig sind, sofort aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller beiseitestellen.
Die Garnelen werden später noch kurz erwärmt. Deshalb jetzt keinesfalls zu lange braten, sonst werden sie trocken und gummiartig.
3. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen
Die Temperatur auf mittlere Stufe reduzieren und die restlichen 15 ml Olivenöl in dieselbe Pfanne geben.
Die fein gewürfelte Zwiebel etwa 3 Minuten glasig anschwitzen. Sie soll weich werden, aber möglichst keine dunkle Farbe annehmen.
Den Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden unter Rühren erhitzen. Sobald er deutlich duftet, direkt mit dem nächsten Schritt fortfahren. Zu stark gebräunter Knoblauch kann bitter schmecken.
4. Risottoreis kurz anrösten
Die 300 g Risottoreis direkt in die Pfanne geben. Den Reis vorher nicht waschen, denn seine oberflächliche Stärke trägt zur cremigen Konsistenz bei.
Unter ständigem Rühren ungefähr 1 bis 2 Minuten anschwitzen. Die Reiskörner sollten leicht glänzen und am Rand etwas durchscheinend werden.
Mit 100 ml trockenem Weißwein ablöschen. Unter Rühren etwa 2 Minuten köcheln lassen, bis der Wein fast vollständig vom Reis aufgenommen beziehungsweise verdampft ist.
5. Brühe portionsweise einarbeiten
Nun eine Kelle heiße Gemüsebrühe zum Reis geben. Bei mittlerer Hitze regelmäßig umrühren und warten, bis ein Großteil der Flüssigkeit aufgenommen wurde.
Dann die nächste Portion Brühe hinzufügen.
Auf diese Weise etwa 18 bis 20 Minuten weiterarbeiten. Die Brühe nicht auf einmal hineingießen. Durch die schrittweise Zugabe und regelmäßiges Rühren löst sich Stärke aus dem Reis und erzeugt die typische cremige Konsistenz.
Nach ungefähr 17 Minuten erstmals probieren. Die Körner sollen weich und cremig sein, im Kern aber noch einen leichten Biss besitzen.
Je nach Reissorte kann ein kleiner Rest Brühe übrig bleiben.
6. Zitrone, Parmesan und Butter einarbeiten
Die Pfanne vom Herd nehmen.
Zunächst 70 g Parmesan, 40 g kalte Butter, die fein abgeriebene Zitronenschale und etwa 20 ml Zitronensaft kräftig unter das Risotto rühren.
Anschließend die Hälfte der gehackten Petersilie hinzufügen. Mit dem restlichen Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Risotto sollte jetzt weich vom Löffel fließen und nicht wie ein fester Reisberg stehen. Ist es zu kompakt, einige Esslöffel der heißen Restbrühe unterrühren.
Den übrigen Zitronensaft nur nach Geschmack hinzufügen, damit die Säure den Parmesan nicht überdeckt.
7. Garnelen fertigstellen und servieren
Die gebratenen Garnelen auf dem heißen Risotto verteilen. Die restlichen 10 g Butter in kleinen Stückchen dazwischengeben und die Pfanne bei sehr niedriger Hitze höchstens 1 Minute erwärmen.
Nicht mehr kräftig kochen. Die Garnelen sollen lediglich wieder heiß werden.
Die Pfanne vom Herd nehmen und das Risotto 2 Minuten ruhen lassen. Mit der restlichen Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Das perfekte Ergebnis ist cremig und leicht fließend: Der Reis besitzt noch etwas Biss, während die Garnelen saftig und gerade vollständig gegart sind.
Tipps für ein besonders cremiges Risotto
Risottoreis nicht waschen: Die Stärke an den Reiskörnern wird für die cremige Konsistenz benötigt.
Brühe heiß halten: Kalte Flüssigkeit würde den Garprozess bei jeder Zugabe unterbrechen.
Garnelen separat garen: Sie brauchen nur wenige Minuten, während das Risotto wesentlich länger benötigt. Gemeinsam von Anfang an gegart würden sie zäh.
Nicht zu viel Brühe auf einmal hinzufügen: Portionsweises Nachgießen erleichtert die Kontrolle über Konsistenz und Gargrad.
Parmesan und Butter erst abseits der direkten Hitze einarbeiten: Dadurch bleibt die Konsistenz besonders geschmeidig.
Sofort servieren: Risotto dickt beim Stehen schnell nach. Direkt aus der Pfanne besitzt es die beste Konsistenz.
Varianten und Substitutionen
Ohne Weißwein: Die 100 ml Wein können durch dieselbe Menge zusätzliche Gemüsebrühe ersetzt werden. Das Risotto wird dadurch milder und verliert etwas Säure und Weinaroma.
Mit Fischbrühe: Gemüsebrühe lässt sich vollständig durch eine milde Fischbrühe ersetzen. Dadurch wird der Meeresgeschmack deutlich kräftiger.
Grana Padano statt Parmesan: Er funktioniert in derselben Menge und ergibt eine ähnlich cremige Konsistenz, schmeckt jedoch etwas anders.
Mehr Zitrone: Für ein frischeres Aroma etwas mehr Zitronenschale verwenden. Beim Saft besser vorsichtig dosieren, damit das Risotto nicht unangenehm sauer wird.
Aufbewahrung
Risotto schmeckt frisch am besten. Reste wegen des gekochten Reises und der Garnelen zügig abkühlen, spätestens innerhalb von zwei Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen und möglichst innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.
Beim Aufwärmen einige Esslöffel Wasser oder Brühe hinzufügen und vollständig durcherhitzen. Mehrmaliges Aufwärmen vermeiden. Einfrieren ist möglich, aber nicht ideal: Reis und Garnelen verlieren dabei deutlich an Textur.
Häufige Fragen
Welche Reissorte eignet sich am besten?
Arborio ist leicht erhältlich und gut für Anfänger geeignet. Carnaroli bleibt beim Garen etwas stabiler und liefert ebenfalls ein sehr cremiges Risotto.
Warum wird mein Risotto trocken und fest?
Wahrscheinlich ist zu viel Flüssigkeit verdampft oder das fertige Risotto stand zu lange. Kurz vor dem Servieren etwas heiße Brühe einrühren, bis es wieder cremig fließt.
Woran erkenne ich, dass die Garnelen fertig sind?
Sie sollten außen rosa und innen undurchsichtig sein. Stark zusammengerollte, feste Garnelen wurden häufig bereits zu lange gegart.
Kann ich tiefgekühlte Garnelen verwenden?
Ja. Sie vorher vollständig im Kühlschrank auftauen, gut abtropfen lassen und sorgfältig trocken tupfen. Erst danach wie im Rezept beschrieben kurz anbraten.
