Gefrierschrank stark verschmutzt? Mit dieser einfachen Reinigung wird er wieder hygienisch sauber und frisch
Gefrierschrank stark verschmutzt? Mit dieser einfachen Reinigung wird er wieder hygienisch sauber und frisch
Ein verschmutztes Gefrierfach sieht nicht nur unappetitlich aus. Eingetrocknete Lebensmittelreste, klebrige Flüssigkeiten und alte Gerüche können sich besonders in Ecken, Rillen und an Dichtungen festsetzen. Mit aggressiven Reinigern muss man trotzdem nicht arbeiten. Entscheidend sind eine sichere Vorbereitung, lauwarmes Wasser und genügend Einwirkzeit. Mit der folgenden Methode lässt sich ein stark verschmutztes Gefrierfach gründlich reinigen, ohne die empfindlichen Kunststoffflächen unnötig zu beschädigen.

Die Grundreinigung: warmes Wasser und Spülmittel reichen meistens aus
Für die normale Grundreinigung ist ein mildes Handspülmittel die beste erste Wahl. Es löst Fett und Lebensmittelrückstände, lässt sich gut abwischen und greift die meisten Kunststoffoberflächen bei korrekter Dosierung nicht an.
Das brauchen Sie
- 1 Liter lauwarmes Wasser, etwa 30 bis 40 °C
- 1 Esslöffel mildes Handspülmittel
- 2 weiche Mikrofasertücher
- 1 weichen Schwamm ohne Scheuerseite
- 1 alte, weiche Zahnbürste
- 1 Schüssel
- mehrere saugfähige Handtücher
So gehen Sie vor
- Gerät ausschalten und vollständig leeren. Ziehen Sie den Netzstecker. Gefrorene Lebensmittel kommen während der Reinigung in eine Kühlbox oder isolierte Tasche mit Kühlakkus. Lassen Sie leicht angetauten Inhalt nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen.
- Lose Verschmutzungen entfernen. Nehmen Sie herausnehmbare Ablagen heraus. Krümel und lockere Rückstände zunächst trocken aufnehmen. Befindet sich Eis im Fach, lassen Sie es bei geöffneter Tür langsam antauen. Legen Sie Handtücher darunter.
- Reinigungslösung ansetzen. Vermischen Sie 1 Liter lauwarmes Wasser mit 1 Esslöffel Spülmittel. Tauchen Sie den Schwamm ein und wringen Sie ihn gut aus. Wischen Sie Wände, Boden und Decke des Gefrierfachs gründlich ab.
- Hartnäckige Stellen einweichen. Legen Sie ein mit der Lösung angefeuchtetes Tuch für etwa 10 Minuten auf eingetrocknete Rückstände. Danach mit dem weichen Schwamm lösen. Rillen und Ecken lassen sich mit einer weichen Zahnbürste bearbeiten.
- Nachwischen und trocknen. Mit einem zweiten Tuch und klarem Wasser alle Spülmittelreste entfernen. Anschließend vollständig trockenreiben. Das Gerät erst wieder einschalten, wenn innen keine sichtbare Feuchtigkeit mehr vorhanden ist.
Die Reinigung ist erfolgreich, wenn keine klebrigen Stellen oder Lebensmittelreste mehr zu sehen sind und die Oberflächen sich glatt und sauber anfühlen.
Eingetrocknete Flecken mit Natron lösen
Bei älteren Lebensmittelresten kann Natron zusätzlich helfen. Es wirkt leicht alkalisch und unterstützt dabei, fettige und saure Rückstände zu lösen. Da Natron leicht scheuernd wirken kann, sollte es nicht trocken und nicht mit starkem Druck verwendet werden.
Mischen Sie 2 Esslöffel Natron mit etwa 2 bis 3 Esslöffeln Wasser, bis eine weiche Paste entsteht. Geben Sie davon eine dünne Schicht ausschließlich auf robuste Kunststoffflächen und lassen Sie sie 10 bis 15 Minuten einwirken.
Anschließend mit einem feuchten Mikrofasertuch ohne kräftiges Reiben aufnehmen und zweimal mit klarem Wasser nachwischen.
Nicht auf empfindlichen lackierten Flächen, Aluminiumteilen oder unbekannten Beschichtungen verwenden, ohne vorher eine unauffällige Stelle zu testen. Natron gehört außerdem außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Haustiere.
Unangenehme Gerüche mit Natron reduzieren
Auch nach der Reinigung kann ein Gefrierfach noch nach verdorbenen oder ausgelaufenen Lebensmitteln riechen. In diesem Fall muss nicht sofort zu Duftsprays gegriffen werden.
Nach vollständiger Reinigung und Trocknung geben Sie etwa 50 bis 100 Gramm Natron in eine kleine offene Schale und stellen diese für 12 bis 24 Stunden in das ausgeschaltete, geöffnete Gefrierfach.
Natron kann verschiedene geruchsbildende Stoffe binden beziehungsweise neutralisieren. Es überdeckt Gerüche also nicht einfach mit Parfüm.
Bleibt ein starker Geruch trotzdem bestehen, kontrollieren Sie besonders die Türdichtung, Ablaufrinnen und schwer zugängliche Ecken. Dort verstecken sich häufig noch Lebensmittelreste.
Das verwendete Natron anschließend entsorgen und nicht mehr zum Kochen verwenden.
Türdichtung richtig reinigen
Die Gummidichtung wird bei der Reinigung häufig vergessen. Gerade in ihren Falten können sich Krümel, Flüssigkeitsreste und Schmutz sammeln.
Mischen Sie 500 ml lauwarmes Wasser mit 1 Teelöffel Spülmittel. Befeuchten Sie ein weiches Tuch damit und wringen Sie es gut aus. Ziehen Sie die Dichtung vorsichtig auseinander und reinigen Sie jede Falte einzeln.
Für schmale Vertiefungen eignet sich eine weiche Zahnbürste. Danach mit einem nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und gründlich trocknen.
Keine Scheuermittel, Lösungsmittel oder harte Bürsten verwenden. Sie können das Gummi beschädigen. Eine rissige oder verhärtete Dichtung lässt sich durch Reinigen nicht reparieren und sollte bei Bedarf ersetzt werden.
Gefrierfach sicher abtauen
Eine dicke Eisschicht erhöht den Platzverbrauch und erschwert die Reinigung. Zum Abtauen das Gerät ausschalten, Lebensmittel herausnehmen und die Tür öffnen.
Stellen Sie eine Schüssel mit warmem, nicht kochendem Wasser in das Gefrierfach und schließen Sie die Tür für etwa 10 bis 15 Minuten. Wiederholen Sie das bei Bedarf.
Lösen Sie anschließend nur Eisstücke, die sich praktisch von selbst ablösen.
Verwenden Sie niemals Messer, Schraubendreher oder andere spitze Gegenstände. Ein beschädigter Verdampfer kann das gesamte Gerät unbrauchbar machen. Auch kochendes Wasser sollte vermieden werden, da starke Temperaturunterschiede Kunststoffteile beschädigen können.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Reinigung bei eingestecktem Gerät: Vor einer gründlichen Nassreinigung immer den Netzstecker ziehen.
Eis mit einem Messer entfernen: Dabei können Leitungen oder Innenwände beschädigt werden.
Zu viel Reinigungsmittel verwenden: Ein stärker dosiertes Spülmittel reinigt nicht automatisch besser und hinterlässt schwer entfernbare Rückstände.
Chlorreiniger mit Säuren mischen: Bleichmittel niemals mit Essig, Zitronensäure oder anderen sauren Reinigern kombinieren. Dabei können gefährliche Gase entstehen.
Lebensmittel zu lange draußen lassen: Tiefgekühlte Produkte möglichst in Kühlboxen lagern und auf deutliche Auftauzeichen kontrollieren.
Für ein länger sauberes Gefrierfach
Wischen Sie ausgelaufene Lebensmittel möglichst sofort auf, bevor sie vollständig gefrieren. Eine kurze Reinigung alle ein bis zwei Monate verhindert hartnäckige Ablagerungen.
Lebensmittel sollten außerdem gut verschlossen oder in geeigneten Gefrierdosen gelagert werden. Das reduziert Gerüche und auslaufende Flüssigkeiten.
Bei Geräten ohne automatische Abtauung lohnt es sich, die Eisschicht regelmäßig zu kontrollieren und nach Herstellerangaben abzutauen.
Fragen und Antworten
Kann ich Essig zum Reinigen des Gefrierfachs verwenden?
Verdünnter Haushaltsessig kann auf manchen Kunststoffoberflächen eingesetzt werden, ist für die normale Reinigung aber nicht notwendig. Spülmittel ist meist schonender. Essig niemals mit chlorhaltigen Reinigern kombinieren.
Wie lange muss das Gefrierfach nach der Reinigung trocknen?
Es sollte vollständig trocken sein. Nach gründlichem Abwischen reichen häufig 30 bis 60 Minuten bei geöffneter Tür. In Ritzen darf keine sichtbare Feuchtigkeit zurückbleiben.
Was hilft gegen besonders hartnäckige Gerüche?
Zuerst alle Oberflächen, Dichtungen und Rillen gründlich reinigen. Anschließend kann eine Schale mit 50 bis 100 Gramm Natron für 12 bis 24 Stunden hineingestellt werden.
Wann darf ich die Lebensmittel wieder einräumen?
Schalten Sie das gereinigte Gerät zunächst wieder ein und warten Sie, bis die vorgesehene Gefriertemperatur erreicht ist. Für die langfristige Lagerung sollte ein Gefrierschrank üblicherweise etwa −18 °C erreichen.
