Herzhafte Hackfleisch-Tarte mit Tomaten und goldbrauner Käsekruste
Diese herzhafte Hackfleisch-Tarte ist unkompliziert, sättigend und ideal für ein entspanntes Familienessen. Auf einem knusprigen Mürbeteigboden liegt eine saftige Füllung aus würzig gebratenem Rinderhackfleisch und milden Zwiebeln, die durch Eier angenehm gebunden wird. Frische Tomatenscheiben sorgen für eine leichte Fruchtigkeit, während geriebener Käse im Ofen zu einer goldbraunen, appetitlichen Kruste schmilzt. Die Tarte schmeckt warm besonders gut, lässt sich aber auch problemlos vorbereiten und später wieder aufwärmen. Dazu genügt ein einfacher grüner Salat – und schon steht ein vollständiges Mittag- oder Abendessen auf dem Tisch.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit: 10 Minuten
- Backzeit: 40 Minuten
- Gesamtzeit: 1 Stunde 15 Minuten
- Portionen: 6 Stücke
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Formgröße: Tarte- oder Quicheform mit 26–28 cm Durchmesser
Zutaten
- 1 Rolle Mürbeteig, ca. 250 g
- 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 120 g
- 400 g Rinderhackfleisch
- 3 Eier, Größe M
- 3 mittelgroße Tomaten, ca. 350–400 g
- 150 g geriebener Emmentaler
Zubereitung
- Backofen und Teig vorbereiten.
Den Backofen auf 180 °C Umluft oder 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Mürbeteig in eine Tarteform mit 26–28 cm Durchmesser legen und vorsichtig am Boden sowie am Rand andrücken. Überstehenden Teig sauber abschneiden oder leicht nach innen falten. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die vorbereitete Form anschließend für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dadurch bleibt der Teigrand beim Backen stabiler. - Zwiebel und Hackfleisch garen.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Eine große beschichtete Pfanne auf mittlere bis hohe Temperatur erhitzen. Rinderhackfleisch und Zwiebel hineingeben und unter regelmäßigem Rühren 8–10 Minuten braten. Das Hackfleisch dabei mit einem Kochlöffel oder Pfannenwender in kleine Stücke zerteilen. Es ist fertig, wenn keine rosafarbenen Stellen mehr sichtbar sind und die Zwiebel weich geworden ist. Falls sich viel Flüssigkeit oder Fett in der Pfanne gesammelt hat, die Mischung sorgfältig abgießen. Danach etwa 5 Minuten abkühlen lassen. - Tomaten vorbereiten.
Während das Hackfleisch etwas abkühlt, die Tomaten waschen, den Stielansatz entfernen und in ungefähr 5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben nebeneinander auf Küchenpapier legen und von oben vorsichtig trocken tupfen. Dieser kleine Schritt ist wichtig: Zu viel Tomatensaft kann während des Backens in die Füllung laufen und den Mürbeteigboden weich machen. - Eier mit dem Hackfleisch verbinden.
Die 3 Eier in einer ausreichend großen Schüssel mit einem Schneebesen gründlich verquirlen. Das nur noch warme, nicht mehr heiße Hackfleisch mit den Zwiebeln dazugeben und alles gleichmäßig vermengen. Die Eier dienen als Bindung und sorgen dafür, dass sich die gebackene Tarte später sauber schneiden lässt. Die Hackfleischmischung sollte feucht, aber keinesfalls flüssig sein. - Tarte zusammensetzen.
Die gekühlte Form aus dem Kühlschrank nehmen. Die Hackfleisch-Ei-Mischung gleichmäßig auf dem Mürbeteig verteilen und leicht glatt streichen. Anschließend die vorbereiteten Tomatenscheiben darauflegen. Zum Schluss die 150 g geriebenen Emmentaler gleichmäßig über die gesamte Oberfläche streuen. Einige Tomatenscheiben dürfen sichtbar bleiben – sie rösten während des Backens leicht und geben der fertigen Tarte eine schöne Oberfläche. - Goldbraun backen.
Die Tarte auf der mittleren bis unteren Schiene des vorgeheizten Ofens etwa 40 Minuten backen. Nach ungefähr 30 Minuten erstmals kontrollieren. Fertig ist sie, wenn der Teigrand gleichmäßig goldbraun aussieht, der Käse vollständig geschmolzen und stellenweise kräftig gebräunt ist und die Eiermasse in der Mitte nicht mehr flüssig wirkt. Sollte der Käse zu schnell dunkel werden, die Tarte für die restliche Backzeit auf eine niedrigere Schiene stellen. - Kurz ruhen lassen und anschneiden.
Die fertige Hackfleisch-Tarte aus dem Backofen nehmen und vor dem Anschneiden 5–10 Minuten ruhen lassen. Direkt aus dem Ofen ist die Füllung noch sehr weich. Während der kurzen Ruhezeit stabilisiert sie sich und lässt sich anschließend deutlich sauberer portionieren. Warm serviert ist der Käse noch wunderbar weich, während der Teigrand schön knusprig bleibt.
Tipps für eine gelungene Hackfleisch-Tarte
- Hackfleisch vollständig garen: Vor dem Befüllen der Tarte dürfen keine rohen oder rosafarbenen Stellen mehr vorhanden sein.
- Überschüssige Flüssigkeit entfernen: Sowohl das Hackfleisch als auch die Tomaten sollten möglichst wenig zusätzliche Feuchtigkeit in die Tarte bringen.
- Hackfleisch kurz abkühlen lassen: Sehr heißes Fleisch kann die Eier bereits beim Vermischen teilweise stocken lassen.
- Die Tarte eher tief im Ofen backen: Dadurch bekommt der Mürbeteigboden ausreichend Hitze und bleibt besser knusprig.
- Nicht sofort anschneiden: Einige Minuten Ruhezeit sorgen für stabilere Stücke und verhindern, dass die Füllung beim Servieren auseinanderfällt.
- Auf die sichtbaren Garzeichen achten: Ein goldener Teigrand, gebräunter Käse und eine vollständig gestockte Mitte sind zuverlässiger als die Backzeit allein.
Varianten und Alternativen
Mit Gruyère: Die 150 g Emmentaler können im gleichen Verhältnis durch Gruyère ersetzt werden. Die Konsistenz bleibt ähnlich, der Geschmack wird jedoch kräftiger und würziger.
Mit Mozzarella: Statt Emmentaler funktionieren auch 150 g geriebener Mozzarella. Die Käsekruste wird dadurch milder und deutlich weicher beziehungsweise fädiger, bräunt aber meist etwas weniger intensiv.
Mit weniger Hackfleisch: Für eine etwas leichtere Tarte können 300 g Rinderhackfleisch verwendet werden. Die übrigen Mengen können unverändert bleiben; die Füllung wird dadurch lediglich etwas dünner.
Mit mehr Tomate: Wer eine fruchtigere Tarte möchte, kann eine vierte kleine Tomate verwenden. In diesem Fall die Scheiben besonders sorgfältig trocken tupfen, damit der zusätzliche Tomatensaft den Boden nicht aufweicht.
Mit Blätterteig: Der Mürbeteig kann durch etwa 250 g Blätterteig ersetzt werden. Die Tarte wird dadurch luftiger und blättriger, allerdings auch etwas weniger stabil beim Schneiden. Die Backzeit kann je nach Teig um einige Minuten variieren.
Aufbewahrung
Reste sollten nach dem vollständigen Abkühlen abgedeckt oder in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bei höchstens 4 °C aufbewahrt und innerhalb von 2 Tagen verzehrt werden. Wegen Hackfleisch und Ei die Tarte nicht länger als etwa 2 Stunden ungekühlt stehen lassen. Zum Aufwärmen einzelne Stücke bei 160 °C Ober-/Unterhitze für etwa 10–15 Minuten in den Ofen geben, bis sie auch im Inneren vollständig heiß sind. Gut verpackt lässt sich die gebackene Tarte außerdem portionsweise für etwa 2 Monate einfrieren. Vor dem Erwärmen am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Häufige Fragen
Warum wird der Boden meiner Tarte weich?
Meist enthält die Füllung zu viel Flüssigkeit. Das gebratene Hackfleisch deshalb gut abgießen und die Tomatenscheiben gründlich trocken tupfen. Außerdem hilft es, die Form im unteren Bereich des Backofens zu platzieren.
Muss das Hackfleisch vor dem Backen angebraten werden?
Ja. Das Hackfleisch sollte vollständig durchgegart werden, bevor es auf den Teig kommt. Dadurch lässt sich überschüssige Flüssigkeit entfernen und die Garzeit der Tarte besser kontrollieren.
Kann ich die Tarte am Vortag zubereiten?
Ja. Die Tarte vollständig backen, abkühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 15 Minuten erwärmen, bis die Füllung vollständig heiß ist.
Woran erkenne ich, dass die Tarte fertig ist?
Der Mürbeteigrand sollte goldbraun und der Käse deutlich geschmolzen sowie stellenweise gebräunt sein. Besonders wichtig ist die Mitte: Die Eier-Hackfleisch-Füllung muss vollständig gestockt sein und darf beim vorsichtigen Bewegen der Form nicht mehr flüssig wirken.
Mögen Sie herzhafte Teigböden, probieren Sie die Thunfisch-Pilz-Quiche mit cremiger Eierfüllung. Bleibt Hackfleisch übrig, werden daraus saftige Mozzarella-Hackbällchen in würziger Tomatensauce, und für den großen Hunger sorgt der Hackfleisch-Bohnen-Auflauf mit cremiger Eierkruste.
