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Traditionelle Gerichte

Herzhafter Schmortopf mit Würstchen, Kohl und Kartoffeln – Familienessen aus einem Topf

Herzhafter Schmortopf mit Würstchen, Kohl und Kartoffeln – Familienessen aus einem Topf

Wenn draußen ein herzhaftes Essen gefragt ist, passt dieser Schmortopf mit Würstchen, Kohl und Kartoffeln perfekt. Saftige Würstchen werden zusammen mit Kartoffeln, Weißkohl, Möhren und Zwiebeln langsam im Ofen geschmort. Dabei werden die Kartoffeln wunderbar weich, der Kohl nimmt den würzigen Bratensaft auf und die Würstchen bekommen eine appetitlich gebräunte Oberfläche. Das Gericht braucht keine komplizierten Techniken und lässt sich komplett in einem einzigen ofenfesten Topf zubereiten. Besonders praktisch für Familien: Die Zutaten sind unkompliziert, die Portionen großzügig und ein großer Teil der Garzeit läuft ganz ohne weiteres Zutun im Backofen. Aus derselben Familie stammt Ofen-Sauerkraut mit Würstchen, Speck und Kartoffeln.

Herzhafter Schmortopf mit Würstchen, Kohl und Kartoffeln – Familienessen aus einem Topf

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: 5 Minuten
  • Garzeit: 70 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde 40 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Topfgröße: ofenfester Schmortopf mit Deckel, etwa 5–6 Liter
  • Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft

Zutaten

  • 1 kg festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 800 g Weißkohl
  • 300 g Möhren
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, etwa 200 g
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 900 g grobe Bratwürste, etwa 8–10 Stück
  • 2 TL Salz
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL mildes Paprikapulver
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL gehackte frische Petersilie

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten.
    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Umluft vorheizen. Kartoffeln gründlich waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Stücke sollten ungefähr 4–5 cm groß sein, damit sie während der Schmorzeit gleichmäßig weich werden. Weißkohl vom Strunk befreien und in etwa 4 cm breite Stücke schneiden. Möhren schälen und in ungefähr 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen und grob würfeln.
  2. Würstchen anbraten.
    Das Pflanzenöl in einem großen ofenfesten Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Bratwürste hineinlegen und etwa 6–8 Minuten rundherum anbraten. Sie müssen innen noch nicht durchgegart sein; entscheidend ist zunächst eine leicht goldbraune Oberfläche. Anschließend aus dem Topf nehmen und kurz beiseitestellen.
  3. Zwiebeln und Gemüse anschwitzen.
    Die Zwiebeln in das verbliebene Bratfett geben und etwa 2 Minuten glasig werden lassen. Möhren und Kartoffeln hinzufügen und weitere 3 Minuten unter gelegentlichem Wenden anbraten. Anschließend den Weißkohl portionsweise dazugeben. Salz, Pfeffer, Thymian und Paprikapulver darüberstreuen und alles gründlich vermengen. Der Kohl darf zunächst deutlich über den anderen Zutaten liegen, da er beim Schmoren stark zusammenfällt.
  4. Schmortopf zusammensetzen.
    Die Gemüsebrühe angießen. Die angebratenen Würstchen zwischen Kartoffeln und Kohl verteilen, sodass ein Teil ihrer Oberfläche sichtbar bleibt. Die Flüssigkeit muss die Zutaten nicht vollständig bedecken: Beim Garen gibt der Kohl zusätzlich Feuchtigkeit ab. Den Topf mit dem Deckel verschließen.
  5. Im Ofen schmoren.
    Den Schmortopf auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und 45 Minuten zugedeckt garen. Danach vorsichtig herausnehmen, den Deckel abheben und Gemüse sowie Kartoffeln behutsam wenden. Mit einem kleinen Messer eine Kartoffel prüfen: Sie sollte bereits fast weich sein, aber noch etwas Widerstand bieten.
  6. Offen fertig garen und bräunen.
    Den Topf ohne Deckel zurück in den Ofen stellen und weitere 10–15 Minuten garen. Die Würstchen sollten vollständig durchgegart und schön gebräunt sein, die Kartoffeln müssen sich leicht mit einem Messer einstechen lassen und der Kohl sollte weich und leicht glänzend sein. Bei rohen Bratwürsten muss das Fleisch im Inneren vollständig durchgegart sein.
  7. Kurz ruhen lassen und servieren.
    Den Schmortopf aus dem Backofen nehmen und 5 Minuten stehen lassen. Dadurch beruhigt sich der heiße Schmorsud und das Gemüse nimmt noch etwas Flüssigkeit auf. Zum Schluss die gehackte Petersilie darüberstreuen. Direkt aus dem Topf servieren und pro Portion etwas von dem aromatischen Schmorsud über Kartoffeln, Kohl und Würstchen geben.

Tipps für ein gelungenes Ergebnis

  • Kartoffeln nicht zu klein schneiden: Zu kleine Stücke können während der langen Schmorzeit zerfallen. Stücke von etwa 4–5 cm bleiben angenehm saftig und behalten ihre Form.
  • Den Kohl nur grob schneiden: Größere Kohlstücke werden beim Schmoren weich, ohne vollständig zu zerfallen.
  • Würstchen zuerst anbraten: Die Röstaromen geben dem gesamten Schmorsud deutlich mehr Geschmack.
  • Nicht zu viel Flüssigkeit verwenden: 500 ml Brühe reichen aus, weil Kohl und Gemüse beim Garen zusätzlich Wasser abgeben.
  • Garprobe machen: Kartoffelsorten unterscheiden sich. Vor dem Servieren deshalb immer eine Kartoffel mit einem Messer prüfen.
  • Den Topf nicht überfüllen: Ein Schmortopf mit 5–6 Litern Volumen bietet genügend Platz, damit sich die Zutaten während des Garens gut verteilen lassen.

Varianten und Substitutionen

Spitzkohl statt Weißkohl: Spitzkohl funktioniert ebenfalls sehr gut und schmeckt etwas milder. Da er schneller weich wird, kann er etwas gröber geschnitten werden.

Wirsing verwenden: Die gleiche Menge Wirsing ergibt einen kräftigeren, leicht erdigen Geschmack. Seine Blätter werden besonders zart und nehmen den Schmorsud hervorragend auf.

Andere Bratwürste wählen: Grobe Schweinebratwürste können durch rohe Geflügelbratwürste ersetzt werden. Geflügelwürste sollten besonders sorgfältig vollständig durchgegart werden. Wie knusprig Bratwurst im Ofen wird, zeigt Ofenwürstchen mit knusprigen Kartoffeln und Senf.

Kartoffelsorte anpassen: Festkochende Kartoffeln behalten ihre Form am besten. Vorwiegend festkochende Kartoffeln werden etwas weicher und machen den Schmorsud leicht sämiger.

Mehr Kohl, weniger Kartoffeln: Wer das Gericht gemüsereicher möchte, kann 200 g Kartoffeln durch zusätzlich 200 g Weißkohl ersetzen. Die Flüssigkeitsmenge kann unverändert bleiben.

Aufbewahrung

Reste zunächst abkühlen lassen und anschließend in einem gut verschlossenen Behälter höchstens 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen die gewünschte Menge mit etwas vom Schmorsud in einen Topf geben und vollständig durcherhitzen. Alternativ funktioniert das Aufwärmen abgedeckt im Backofen. Das fertige Gericht kann portionsweise bis zu etwa 2 Monate eingefroren werden. Nach dem Auftauen können die Kartoffeln allerdings etwas weicher und körniger sein. Aufgetaute Reste vollständig erhitzen und nicht mehrfach aufwärmen.

Häufige Fragen

Muss ich die Würstchen vor dem Schmoren anbraten?

Es ist empfehlenswert. Das Anbraten sorgt für Röstaromen und eine appetitlichere Oberfläche. Ohne diesen Schritt funktioniert das Gericht zwar ebenfalls, schmeckt aber etwas weniger kräftig.

Warum ist so wenig Brühe im Topf?

Der Kohl verliert beim Schmoren viel Wasser. Würde man die Zutaten vollständig mit Brühe bedecken, entstünde eher eine Suppe als ein konzentrierter Schmortopf.

Woran erkenne ich, dass das Gericht fertig ist?

Die Kartoffeln lassen sich ohne großen Widerstand einstechen, der Kohl ist weich und die Würstchen sind bis zur Mitte vollständig durchgegart. Der Schmorsud sollte aromatisch und leicht konzentriert sein.

Kann ich den Schmortopf vorbereiten?

Ja. Kartoffeln und Gemüse können einige Stunden vorher geschnitten und getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Kartoffeln dabei in kaltes Wasser legen und vor der Verwendung gründlich abtropfen lassen. Würstchen erst unmittelbar vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen. Ebenfalls gut vorzubereiten ist das zarte Rindergulasch mit Zwiebeln und kräftiger Schmorsauce.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.