Zucchini-Lachs-Millefeuille mit Skyr – cremig, leicht und unwiderstehlich geschichtet
Dieses Zucchini-Lachs-Millefeuille ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes Gericht trotzdem richtig schön aussehen soll. Dünne Zucchinischeiben bilden die einzelnen Schichten, dazwischen kommen zarter Räucherlachs und eine frische, cremige Skyrfüllung mit Dill, Schnittlauch und Zitrone. Im Ofen wird die Zucchini weich, behält aber noch etwas Struktur, während die Creme die Schichten miteinander verbindet. Das Ergebnis ist saftig, aromatisch und angenehm frisch. Besonders praktisch: Die Zutatenliste ist überschaubar, die Vorbereitung gelingt auch Anfängern und das Millefeuille lässt sich nach dem Backen in schöne, sichtbare Schichten schneiden. Ähnlich elegant und trotzdem einfach ist die Lachs-Terrine mit Kräutercreme.

Rezept-Überblick
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit: 15 Minuten
- Backzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: 1 Stunde 10 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: Einfach
- Form: Auflaufform, etwa 20 × 15 cm
- Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze
Zutaten
- 3 mittelgroße Zucchini, insgesamt etwa 750 g
- 200 g Räucherlachs in dünnen Scheiben
- 250 g Skyr natur
- 15 ml Zitronensaft
- 10 g frischer Schnittlauch
- 10 g frischer Dill
Zubereitung
- Zucchini vorbereiten und entwässern.
Die Zucchini waschen, die Enden entfernen und längs in etwa 3–4 mm dünne Scheiben schneiden. Das funktioniert besonders gleichmäßig mit einem Gemüsehobel, ein scharfes Messer reicht aber ebenfalls. Die Scheiben auf Küchenpapier ausbreiten und 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend gründlich trocken tupfen. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich später nicht zu viel Flüssigkeit in der Auflaufform sammelt. - Skyrcreme anrühren.
Während die Zucchini ruht, Schnittlauch und Dill waschen, sorgfältig trocknen und fein hacken. Den Skyr in eine Schüssel geben und mit den 15 ml Zitronensaft, dem gesamten Schnittlauch und etwa drei Vierteln des Dills verrühren. Den restlichen Dill für die Oberfläche zurückhalten. Die Creme sollte dick und streichfähig bleiben. Wird sie zu flüssig angerührt, halten die einzelnen Schichten später schlechter zusammen. - Backofen und Form vorbereiten.
Den Backofen rechtzeitig auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform von ungefähr 20 × 15 cm bereitstellen. Eine eher kompakte Form ist hier günstiger als eine sehr große Form, weil das Millefeuille dadurch genügend Höhe bekommt und mehrere gut erkennbare Schichten entstehen. - Erste Schichten aufbauen.
Den Boden der Form vollständig mit Zucchinischeiben bedecken. Die Scheiben dürfen sich leicht überlappen, damit keine größeren Lücken entstehen. Darauf eine dünne, gleichmäßige Schicht Skyrcreme verteilen. Anschließend einen Teil des Räucherlachses darauflegen. Die Lachsscheiben möglichst gleichmäßig verteilen, sodass später jede Portion etwas davon enthält. - Millefeuille fertig schichten.
Nun wieder Zucchini, Skyrcreme und Räucherlachs einschichten. Auf diese Weise fortfahren, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Mit einer geschlossenen Lage Zucchini abschließen und den zurückbehaltenen Dill darüberstreuen. Die Schichten beim Aufbau nur leicht andrücken. Zu starker Druck würde die Skyrcreme an den Seiten herauspressen. - Im Ofen garen.
Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und das Millefeuille bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten backen. Es ist fertig, wenn sich ein Messer ohne großen Widerstand durch die Zucchinischichten führen lässt und die Oberfläche leicht gegart und stellenweise gebräunt aussieht. Da Räucherlachs bereits verzehrfertig ist, richtet sich die Garzeit hauptsächlich nach der Zucchini und der Stabilität der Schichten. - Kurz setzen lassen und servieren.
Das fertige Millefeuille aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden etwa 5 Minuten stehen lassen. Diese kurze Standzeit gehört zur Servierphase und hilft, die heißen Schichten etwas zu stabilisieren. Anschließend mit einem scharfen Messer in vier großzügige Portionen schneiden. Besonders appetitlich wirkt das Gericht, wenn eine Portion so angeschnitten wird, dass Zucchini, Lachs und die helle Kräutercreme deutlich sichtbar bleiben.
Worauf es ankommt
- Zucchini wirklich trocken tupfen: Zucchini enthält viel Wasser. Je weniger davon in die Form gelangt, desto kompakter wird das Millefeuille.
- Nicht zu dick schneiden: Bei 3–4 mm werden die Zucchinischeiben in 30 Minuten weich. Deutlich dickere Scheiben benötigen eine längere Garzeit.
- Die Skyrschichten dünn halten: Zu viel Creme zwischen zwei Lagen macht das Millefeuille instabil und kann beim Schneiden herauslaufen.
- Eine passende Form verwenden: In einer zu großen Auflaufform wird das Gericht flach. Eine kompakte Form sorgt für den typischen geschichteten Effekt.
- Nicht sofort anschneiden: Direkt aus dem Ofen ist die Füllung sehr weich. Einige Minuten Standzeit erleichtern das Portionieren.
- Räucherlachs gleichmäßig verteilen: So bleibt das Verhältnis von cremiger Füllung, Gemüse und Lachs in jeder Portion ausgewogen.
Varianten und Substitutionen
Griechischer Joghurt statt Skyr: Ein sehr dicker griechischer Joghurt kann verwendet werden. Er macht die Füllung etwas cremiger und weicher. Sehr flüssiger Naturjoghurt eignet sich dagegen weniger, weil das Gericht dadurch wässrig werden kann.
Frischer Lachs statt Räucherlachs: Dünn geschnittenes, grätenfreies Lachsfilet ist ebenfalls möglich. Die Stücke sollten nicht zu dick sein und vollständig durchgegart werden. Dadurch wird der Geschmack milder und weniger rauchig. Schnell und warm gelingt mit Lachs außerdem der knusprige Lachs-Boursin-Croque in 20 Minuten.
Nur Dill verwenden: Wer keinen Schnittlauch zur Hand hat, kann die Kräutermenge entsprechend mit Dill ausgleichen. Das Aroma wird dadurch etwas intensiver und stärker vom klassischen Lachs-Dill-Geschmack geprägt.
Nur Schnittlauch verwenden: Umgekehrt lässt sich der Dill durch zusätzlichen Schnittlauch ersetzen. Die Creme schmeckt dann milder und weniger kräuterbetont.
Kleine Portionsformen: Das Millefeuille kann in mehreren kleinen ofenfesten Formen geschichtet werden. Je nach Größe können die Portionen etwas schneller gar sein; deshalb bereits nach etwa 22–25 Minuten prüfen, ob die Zucchini weich ist.
Aufbewahrung
Reste nach dem Abkühlen möglichst innerhalb von zwei Stunden in einen gut verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank bei höchstens 4 °C aufbewahren. Dort sollte das Zucchini-Lachs-Millefeuille innerhalb von 1–2 Tagen gegessen werden. Zum Aufwärmen die Portionen bei etwa 160 °C Ober-/Unterhitze erhitzen, bis sie auch in der Mitte vollständig heiß sind. Einfrieren ist möglich, aber nicht ideal: Zucchini und Skyr können nach dem Auftauen Wasser abgeben, wodurch die Schichten deutlich weicher werden. Bereits aufgewärmte Reste sollten nicht wiederholt abgekühlt und erneut erhitzt werden.
Fragen und Antworten
Warum wird mein Zucchini-Millefeuille wässrig?
Meist enthalten die Zucchinischeiben noch zu viel Feuchtigkeit. Deshalb sollten sie nach dem Schneiden 15 Minuten ruhen und anschließend gründlich trocken getupft werden. Auch eine zu flüssige Skyr-Alternative kann zusätzlich Wasser ins Gericht bringen.
Muss ich die Zucchini vorher anbraten?
Nein. Bei einer Dicke von ungefähr 3–4 mm garen die Scheiben direkt im Ofen. Das spart einen Arbeitsschritt und sorgt dafür, dass sie weich werden, ohne vollständig ihre Struktur zu verlieren.
Kann ich das Millefeuille vorbereiten?
Ja. Es kann einige Stunden vorher geschichtet, abgedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am besten wird es jedoch am selben Tag gebacken, da rohe Zucchini mit zunehmender Standzeit Flüssigkeit abgibt.
Woran erkenne ich, dass es fertig ist?
Die Zucchini sollte weich genug sein, dass ein Messer leicht durch mehrere Schichten gleitet. Gleichzeitig sollten die einzelnen Lagen beim Portionieren noch erkennbar sein. Nach ungefähr 30 Minuten bei 190 °C ist dieser Punkt bei 3–4 mm dünnen Zucchinischeiben normalerweise erreicht.
