Zum Inhalt springen

Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Saisonale Küche

Kartoffel-Tomaten-Gratin mit Mozzarella – herrlich cremig und goldbraun überbacken

Kartoffel-Tomaten-Gratin mit Mozzarella – herrlich cremig und goldbraun überbacken

Kartoffel-Tomaten-Gratin mit Mozzarella – herrlich cremig und goldbraun überbacken

Dieses Kartoffel-Tomaten-Gratin verbindet zarte Kartoffelscheiben mit saftigen Kirschtomaten und einer goldbraunen Mozzarellakruste. Unter der Oberfläche entsteht eine cremige Sauce, während die Tomaten im Ofen leicht rösten und eine angenehme Frische behalten. Das Gericht ist unkompliziert genug für den Familienalltag, sieht aber direkt aus dem Ofen besonders appetitlich aus. Entscheidend für ein gelungenes Ergebnis sind dünn geschnittene Kartoffeln und ausreichend Backzeit, damit sie vollständig weich werden. Mit etwas Thymian, Knoblauch und schwarzem Pfeffer braucht es nur wenige Zutaten für ein sättigendes Ofengericht.

Kartoffel-Tomaten-Gratin mit Mozzarella – herrlich cremig und goldbraun überbacken

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 5 Minuten
  • Backzeit: 55 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 20 Minuten
  • Portionen: 4–5
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Backform: Auflaufform, etwa 30 × 22 cm
  • Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft

Zutaten

  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 10 g Butter für die Form
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 ml Sahne
  • 150 ml Vollmilch
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL frische Thymianblättchen
  • 300 g Kirschtomaten
  • 250 g Mozzarella, gut abgetropft
  • 30 g fein geriebener Parmesan

Zubereitung

  1. Backofen und Form vorbereiten. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft vorheizen. Eine etwa 30 × 22 cm große Auflaufform mit den 10 g Butter sorgfältig einfetten. Die Knoblauchzehe schälen, fein hacken und gleichmäßig auf dem Boden der Form verteilen. So gibt sie beim Backen ihr Aroma an die Sahnesauce ab.
  2. Kartoffeln schneiden. Die Kartoffeln schälen, waschen und anschließend in ungefähr 2–3 mm dünne Scheiben schneiden. Besonders gleichmäßig gelingt das mit einem Gemüsehobel. Die Scheiben nicht mehr in Wasser legen, denn etwas von der natürlichen Kartoffelstärke hilft später dabei, die Sahne-Milch-Mischung zu binden. Die Kartoffeln dachziegelartig und möglichst gleichmäßig in der vorbereiteten Auflaufform verteilen.
  3. Sahnemischung zubereiten. Sahne und Milch in einem Messbecher vermischen. Salz, Pfeffer und die Hälfte der Thymianblättchen einrühren. Die Mischung langsam und gleichmäßig über die Kartoffeln gießen. Die Flüssigkeit muss nicht sämtliche Kartoffelscheiben vollständig bedecken. Die Form leicht rütteln, damit sich die Sahnemischung zwischen den einzelnen Schichten verteilt.
  4. Kartoffeln vorgaren. Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen. Dieser erste Backabschnitt ist wichtig: Unter der Abdeckung entsteht Dampf, wodurch die Kartoffeln gleichmäßig weich werden, ohne dass die Oberfläche vorzeitig austrocknet. Nach 30 Minuten mit einem kleinen Messer in eine Kartoffelscheibe stechen. Sie sollte bereits deutlich weicher, aber noch nicht vollständig gar sein.
  5. Tomaten und Mozzarella hinzufügen. Während die Kartoffeln vorgaren, die Kirschtomaten waschen und halbieren. Mozzarella gründlich abtropfen lassen, mit Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen und grob reiben oder in kleine Stücke zupfen. Die Form aus dem Ofen nehmen und die Folie entfernen. Tomaten mit der Schnittfläche nach oben auf den Kartoffeln verteilen. Anschließend Mozzarella und Parmesan darüberstreuen und mit dem restlichen Thymian bestreuen.
  6. Gratin goldbraun fertig backen. Die Form ohne Abdeckung zurück in den Backofen stellen und weitere 20–25 Minuten backen. Das Gratin ist fertig, wenn die Kartoffeln beim Einstechen vollkommen weich sind, die Sauce an den Rändern leicht blubbert und der Mozzarella geschmolzen und stellenweise goldbraun geworden ist. Für eine kräftigere Kruste kann das Gratin zum Schluss etwa 2 Minuten unter dem Grill gebräunt werden. Dabei unbedingt beobachten, da Käse schnell verbrennt.
  7. Kurz ruhen lassen und servieren. Das fertige Kartoffel-Tomaten-Gratin aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Dadurch setzt sich die cremige Sauce etwas und die Portionen lassen sich leichter herausheben. Heiß servieren, solange der Mozzarella noch weich und wunderbar geschmolzen ist.

Tipps für ein perfektes Kartoffel-Tomaten-Gratin

Kartoffeln wirklich dünn schneiden: Scheiben von 2–3 mm werden zuverlässig weich. Dickere Scheiben können nach der angegebenen Backzeit im Inneren noch fest sein.

Mozzarella gut abtropfen lassen: Frischer Mozzarella enthält viel Flüssigkeit. Wird er direkt aus der Lake verwendet, kann das Gratin unnötig wässrig werden.

Tomaten erst später hinzufügen: Würden die Kirschtomaten die gesamten 55 Minuten mitbacken, könnten sie sehr viel Flüssigkeit verlieren und stark zerfallen. Die letzten 20–25 Minuten reichen aus.

Die Form zunächst abdecken: Das Vorgaren unter Folie hält Feuchtigkeit in der Form und sorgt dafür, dass die Kartoffelscheiben gleichmäßig gar werden.

Garprobe machen: Backöfen und Kartoffelsorten unterscheiden sich. Nicht allein nach der Uhr gehen – ein kleines Messer sollte ohne spürbaren Widerstand durch die Kartoffeln gleiten.

Vor dem Anschneiden warten: Fünf Minuten Ruhezeit machen die Sauce etwas stabiler. Direkt aus dem Ofen ist sie noch deutlich flüssiger.

Varianten und Substitutionen

Mit Zucchini: 200 g Kartoffeln können durch 200 g sehr dünn geschnittene Zucchini ersetzt werden. Die Zucchini zwischen die Kartoffelschichten legen. Das Ergebnis wird saftiger und etwas weniger kompakt.

Mit Gouda statt Mozzarella: Die 250 g Mozzarella können durch 200 g geriebenen jungen Gouda ersetzt werden. Gouda ergibt eine kräftigere, gleichmäßig gebräunte Käsekruste und zieht weniger Wasser.

Mit Rosmarin: Statt 1 TL Thymian kann etwa ½ TL fein gehackter frischer Rosmarin verwendet werden. Rosmarin schmeckt intensiver, weshalb eine kleinere Menge ausreicht.

Etwas leichter: Die 250 ml Sahne können durch weitere 250 ml Vollmilch ersetzt werden. Das Gratin wird dadurch weniger reichhaltig und die Sauce etwas dünner, bleibt durch die Kartoffelstärke aber leicht gebunden.

Aufbewahrung

Reste vollständig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich das Gratin etwa 2–3 Tage. Zum Aufwärmen einzelne Portionen bei 160 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 15–20 Minuten erhitzen, bis sie auch im Inneren richtig heiß sind.

Das Gratin kann auch portionsweise eingefroren und etwa 2 Monate aufbewahrt werden. Nach dem Auftauen kann die Sauce aufgrund von Kartoffeln und Milchprodukten allerdings etwas körniger oder wässriger wirken. Für die beste Textur ist die Aufbewahrung im Kühlschrank daher vorzuziehen.

Häufige Fragen

Warum sind meine Kartoffeln nach dem Backen noch hart?

Meist wurden sie zu dick geschnitten oder die Form war zu groß gefüllt. Schneide die Kartoffeln nur 2–3 mm dünn und prüfe vor dem Servieren mit einem Messer. Falls nötig, weitere 10 Minuten abgedeckt backen.

Warum wird mein Gratin wässrig?

Sehr feuchter Mozzarella und die Tomaten können viel Wasser abgeben. Mozzarella deshalb gründlich abtropfen lassen und die halbierten Tomaten erst während des letzten Backabschnitts hinzufügen.

Muss ich die Kartoffeln vorher kochen?

Nein. Bei 2–3 mm dünnen Scheiben werden sie während der 55 Minuten im Ofen vollständig gar. Das anfängliche Abdecken der Form unterstützt diesen Prozess.

Kann ich das Gratin vorbereiten?

Die Kartoffeln mit der Sahnemischung können einige Stunden vorher vorbereitet, abgedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Tomaten und Käse am besten erst kurz vor beziehungsweise während des Backens hinzufügen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.