Knusprige Blutwurst mit Kartoffelpüree und Röstzwiebeln – deftige Hausmannskost zum Verlieben
Außen kräftig gebraten, innen weich und würzig: Blutwurst mit cremigem Kartoffelpüree und goldenen Röstzwiebeln ist ein unkompliziertes Gericht für alle, die herzhafte Hausmannskost mögen. Die milde, buttrige Kartoffelmasse bildet einen angenehmen Kontrast zur intensiv gewürzten Wurst, während langsam gebratene Zwiebeln eine leichte Süße und zusätzliche Röstaromen beisteuern. Besonders praktisch ist, dass für dieses Essen nur wenige Zutaten und keine komplizierten Arbeitsschritte nötig sind. Entscheidend sind vielmehr die richtige Hitze und etwas Geduld: So bleibt die Blutwurst saftig, die Hülle bekommt Farbe und das Kartoffelpüree wird schön locker und cremig.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: keine
- Garzeit: 35 Minuten
- Gesamtzeit: 55 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeit: einfach
- Pfanne: große beschichtete oder schwere Pfanne, ca. 28 cm Durchmesser
- Backofen: nicht erforderlich
Zutaten
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln
- 10 g Salz
- 250 ml Vollmilch
- 50 g Butter
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 3 große Zwiebeln, ca. 350 g
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- 4 Blutwürste, je ca. 150 g
- 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Kartoffeln vorbereiten und kochen.
Die Kartoffeln schälen, waschen und in möglichst gleich große Stücke von etwa 4 cm schneiden. In einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und 8 g Salz hinzufügen. Aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze etwa 18 bis 20 Minuten sanft kochen. Die Kartoffeln sind fertig, wenn ein kleines Messer ohne spürbaren Widerstand bis zur Mitte gleitet. Nicht unnötig länger kochen, da sie sonst zu viel Wasser aufnehmen. - Zwiebeln langsam goldbraun braten.
Während die Kartoffeln garen, die Zwiebeln schälen, halbieren und in etwa 5 mm breite Streifen schneiden. 1 EL Pflanzenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebeln hineingeben, mit den restlichen 2 g Salz würzen und unter regelmäßigem Wenden etwa 12 bis 15 Minuten braten. Die Hitze gegebenenfalls reduzieren. Die Zwiebeln sollen weich, goldbraun und an einzelnen Stellen leicht karamellisiert sein, aber nicht dunkel oder trocken werden. Anschließend aus der Pfanne nehmen und warm halten. - Cremiges Kartoffelpüree herstellen.
Sobald die Kartoffeln weich sind, das Wasser vollständig abgießen. Die Kartoffeln noch etwa 1 Minute im heißen Topf bei ausgeschalteter Herdplatte ausdampfen lassen. Währenddessen die Milch erwärmen, aber nicht kochen. Die Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer fein zerdrücken. 40 g Butter, die warme Milch und Muskatnuss hinzufügen und alles mit dem Stampfer oder einem Kochlöffel vermengen, bis ein cremiges Püree entsteht. Nicht mit einem Mixer pürieren, da die Kartoffelmasse dadurch klebrig werden kann. Das fertige Püree zugedeckt warm halten. - Blutwurst vorbereiten.
Die Blutwürste vorsichtig trocken tupfen. Die Hülle nicht entfernen, sofern sie essbar ist und der Hersteller nichts anderes empfiehlt. Jede Wurst nur an wenigen Stellen sehr vorsichtig mit einer feinen Nadel einstechen. Dadurch kann etwas Dampf entweichen. Zu tiefe oder zahlreiche Einstiche vermeiden, weil die Wurst sonst beim Braten Saft verlieren oder aufplatzen kann. - Blutwürste schonend anbraten.
Die bereits verwendete Pfanne kurz auswischen und den restlichen 1 EL Pflanzenöl zusammen mit den übrigen 10 g Butter hineingeben. Bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen. Die Blutwürste hineinlegen und insgesamt etwa 10 bis 12 Minuten braten. Dabei alle 2 bis 3 Minuten vorsichtig wenden. Die Hülle soll rundherum dunkel glänzend und leicht knusprig werden. Zu starke Hitze vermeiden: Blutwurst ist empfindlich und kann aufplatzen, wenn sie zu schnell erhitzt wird. - Zwiebeln fertig erwärmen.
Sobald die Würste gleichmäßig gebräunt und vollständig heiß sind, die vorbereiteten Zwiebeln zurück in die Pfanne geben. Den schwarzen Pfeffer darübermahlen und alles noch etwa 2 Minuten bei niedriger Hitze erwärmen. Die Würste dabei möglichst wenig bewegen. Die Zwiebeln sollen lediglich wieder heiß werden und etwas vom Bratensatz aufnehmen. - Anrichten und servieren.
Das warme Kartoffelpüree großzügig auf vier Teller verteilen. Je eine gebratene Blutwurst darauf oder danebenlegen und die goldbraunen Zwiebeln darüber verteilen. Wer die charakteristische dunkle, saftige Füllung zeigen möchte, kann eine Wurst unmittelbar vor dem Servieren mit einem scharfen Messer halbieren. Das Gericht sollte sofort serviert werden, solange das Püree cremig und die Oberfläche der Blutwurst noch frisch gebraten ist.
Tipps für ein gelungenes Ergebnis
- Blutwurst langsam erhitzen: Mittlere bis niedrige Temperatur ist wichtiger als eine möglichst kurze Bratzeit. Bei großer Hitze kann die Hülle platzen, bevor das Innere gleichmäßig heiß ist.
- Mehligkochende Kartoffeln verwenden: Sie zerfallen beim Stampfen leichter und ergeben ein lockeres, cremiges Püree.
- Milch vorher erwärmen: Kalte Milch kühlt die Kartoffeln sofort ab und lässt sich schlechter einarbeiten.
- Kartoffeln nicht mixen: Ein Stab- oder Standmixer setzt zu viel Kartoffelstärke frei. Das Püree kann dadurch zäh und klebrig werden.
- Zwiebeln nicht überstürzen: Für weiche, goldene Zwiebeln braucht es moderate Hitze. Werden sie zu schnell gebraten, verbrennen die Ränder, bevor das Innere weich ist.
- Wurst vorsichtig wenden: Eine Zange oder ein breiter Pfannenwender ist besser als eine Gabel, da die empfindliche Hülle möglichst unbeschädigt bleiben sollte.
Varianten und Substitutionen
Blutwurst in Scheiben: Besonders feste Blutwurst kann aus der Hülle genommen, in etwa 2 cm dicke Scheiben geschnitten und portionsweise gebraten werden. Die Schnittflächen werden dadurch knuspriger, das Innere kann allerdings etwas trockener werden.
Kartoffelstampf statt feinem Püree: Wer eine rustikalere Konsistenz bevorzugt, gibt zunächst nur etwa 180 ml Milch zu den Kartoffeln und stampft sie weniger fein. Bei Bedarf anschließend portionsweise mehr Milch einarbeiten.
Butter durch zusätzliches Pflanzenöl ersetzen: Die Butter im Kartoffelpüree und beim Braten kann durch dieselbe Menge neutrales Pflanzenöl ersetzt werden. Das Gericht wird dadurch weniger buttrig und das Püree geschmacklich etwas leichter.
Mildere Zwiebeln: Statt gelber Haushaltszwiebeln funktionieren Gemüsezwiebeln ebenfalls gut. Sie schmecken nach dem langsamen Braten meist milder und leicht süßlich. Die Garzeit kann wegen der größeren und saftigeren Stücke einige Minuten länger sein.
Aufbewahrung
Reste sollten nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Kartoffelpüree, Blutwurst und Zwiebeln anschließend in gut verschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen die Blutwurst langsam in einer Pfanne bei niedriger Hitze vollständig durcherhitzen. Das Kartoffelpüree lässt sich in einem Topf bei niedriger Temperatur erwärmen; dabei regelmäßig rühren. Einfrieren ist grundsätzlich möglich, allerdings können Kartoffelpüree und Blutwurst nach dem Auftauen etwas an Konsistenz verlieren. Bereits einmal aufgewärmte Reste nicht wiederholt abkühlen und erneut erhitzen.
Fragen und Antworten
Wie verhindere ich, dass die Blutwurst beim Braten platzt?
Die Pfanne darf nicht zu heiß sein. Blutwurst sollte langsam bei mittlerer bis niedriger Temperatur erwärmt und vorsichtig gewendet werden. Eine intakte Hülle und sanfte Hitze sind entscheidend.
Muss Blutwurst vor dem Braten gekocht werden?
Bei bereits gegarter Blutwurst ist das nicht notwendig. Sie muss beim Braten lediglich vollständig und gleichmäßig durcherhitzt werden. Im Zweifel immer die Hinweise auf der Verpackung beachten, da sich Blutwurstsorten unterscheiden können.
Warum wird mein Kartoffelpüree klebrig?
Meist wurden die Kartoffeln zu intensiv verarbeitet. Ein Mixer oder Pürierstab zerstört die Kartoffelstruktur und setzt viel Stärke frei. Ein klassischer Kartoffelstampfer liefert ein deutlich besseres Ergebnis.
Kann ich Kartoffelpüree und Zwiebeln vorbereiten?
Die Zwiebeln lassen sich problemlos einige Stunden vorher braten und später wieder erwärmen. Kartoffelpüree schmeckt unmittelbar nach der Zubereitung am besten. Falls es vorbereitet werden muss, sollte es zugedeckt kaltgestellt und anschließend langsam und gründlich erhitzt werden.
Kartoffelpüree passt ebenso zur knusprigen Bratwurstschnecke mit Sauerkraut. Traditioneller wird die Beilage mit klassischen Kartoffelknödeln wie von Oma, und deftig aus dem Ofen kommt Sauerkraut mit Würstchen, Speck und Kartoffeln.
