Knuspriger Ofenfisch mit Couscous und buntem Krautsalat – ein köstliches Familiengericht
Knuspriger Ofenfisch mit Couscous und buntem Krautsalat – ein köstliches Familiengericht
Ein ganzer, würzig gebratener Fisch mit goldbrauner Haut, lockerem Couscous und einem knackigen Krautsalat ist ein unkompliziertes Gericht, das gleichzeitig besonders appetitlich aussieht. Der Fisch wird mit Gewürzen eingerieben, eingeschnitten und im Ofen kräftig gegart, sodass das Fleisch saftig bleibt und die Oberfläche schön gebräunt wird. Dazu kommen feiner Couscous, ein frischer Salat aus Weißkohl, Paprika und roten Zwiebeln sowie zwei einfache würzige Saucen. Das Ergebnis ist abwechslungsreich: knusprig und zart, frisch und leicht säuerlich, dazu angenehm würzig. Ideal für ein gemeinsames Mittag- oder Abendessen mit der Familie.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 35 Minuten
- Ruhezeit: 20 Minuten
- Garzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 25 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Größe des Backblechs oder der Form: ca. 30 × 40 cm
Zutaten
Für den Fisch
- 1 ganzer küchenfertiger Tilapia oder Dorade, ca. 1,2–1,4 kg
- 2 EL Olivenöl
- 2 Knoblauchzehen
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- ½ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 TL Salz
- 1 EL Zitronensaft
- 1 mittelgroße rote Zwiebel
Für den Couscous
- 300 g Couscous
- 350 ml Wasser
- ½ TL Salz
- 1 EL Olivenöl
Für den Krautsalat
- 250 g Weißkohl
- 1 kleine rote Zwiebel
- ½ rote Paprika
- ½ grüne Paprika
- 80 g Naturjoghurt
- 1 EL Zitronensaft
- ½ TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
Für die rote Paprikasauce
- 150 g geröstete rote Paprika aus dem Glas, abgetropft
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 1 EL Olivenöl
- ½ TL Paprikapulver
- ¼ TL Salz
Für die Kräutersauce
- 30 g frische Petersilie
- 15 g frischer Koriander
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Zitronensaft
- ¼ TL Salz
Zubereitung
- Fisch vorbereiten und marinieren.
Den Fisch außen und innen unter kaltem Wasser kurz abspülen und anschließend sehr gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen. Auf jeder Seite 4 bis 5 schräge, etwa 1 cm tiefe Einschnitte setzen. Knoblauch fein reiben und mit Olivenöl, Paprikapulver, Kreuzkümmel, schwarzem Pfeffer, Salz und Zitronensaft verrühren. Den Fisch innen und außen sowie in den Einschnitten sorgfältig mit der Würzmischung einreiben. 20 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. - Krautsalat zubereiten.
Während der Fisch mariniert, Weißkohl in möglichst feine Streifen schneiden. Die rote Zwiebel halbieren und ebenfalls dünn schneiden. Rote und grüne Paprika in schmale Streifen schneiden. Joghurt, Zitronensaft, Salz und Pfeffer glatt rühren und unter das Gemüse mischen. Der Salat sollte frisch und knackig bleiben. Bis zum Servieren kalt stellen. - Fisch im Ofen garen.
Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech oder eine große Auflaufform leicht einfetten. Den marinierten Fisch darauflegen. Die rote Zwiebel in etwa 5 mm dicke Ringe schneiden und auf dem Fisch verteilen. Den Fisch auf der mittleren Schiene etwa 25 bis 30 Minuten garen. Er ist fertig, wenn die Haut kräftig gebräunt ist und sich das Fleisch an der dicksten Stelle leicht von der Mittelgräte lösen lässt. Die Kerntemperatur sollte mindestens 63 °C erreichen. - Couscous quellen lassen.
Während der Fisch im Ofen ist, 350 ml Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Den Couscous in eine große Schüssel geben, das kochende Wasser darübergeben und sofort abdecken. 8 bis 10 Minuten quellen lassen. Anschließend Olivenöl hinzufügen und den Couscous mit einer Gabel gründlich auflockern. Die Körner sollten locker und nicht verklumpt sein. - Rote Sauce vorbereiten.
Die abgetropfte geröstete Paprika zusammen mit Knoblauch, Olivenöl, Paprikapulver und Salz mit einem Stabmixer fein pürieren. Die Sauce anschließend in einem kleinen Topf 3 bis 4 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Sie sollte dicklich und streichfähig bleiben, aber nicht trocken werden. - Kräutersauce mixen.
Petersilie und Koriander waschen, trocken schütteln und grob schneiden. Zusammen mit Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft und Salz fein pürieren. Die Sauce soll frisch, intensiv grün und leicht cremig sein. Nicht erhitzen, damit Farbe und Aroma erhalten bleiben. - Anrichten und servieren.
Den fertigen Fisch vorsichtig auf eine große Servierplatte legen. Couscous daneben verteilen und den Krautsalat ergänzen. Die rote Paprikasauce und die grüne Kräutersauce jeweils in kleinen Portionen auf die Platte geben. Die gerösteten Zwiebelringe auf dem Fisch lassen. Sofort servieren, solange der Fisch heiß und der Couscous locker ist.
Tipps für ein perfektes Ergebnis
- Fisch wirklich trocken tupfen: Feuchtigkeit auf der Haut verhindert eine kräftige Bräunung. Je trockener die Oberfläche, desto appetitlicher wird sie im Ofen.
- Nicht zu tief einschneiden: Die Schnitte sollen die Würzung aufnehmen, aber nicht bis zur Mittelgräte reichen.
- Hohe Anfangstemperatur verwenden: 220 °C sorgen dafür, dass die Haut rasch Farbe bekommt, ohne dass der Fisch unnötig lange garen muss.
- Couscous nicht kochen: Er wird ausschließlich mit kochendem Wasser übergossen und quillt anschließend abgedeckt. So bleibt er locker.
- Krautsalat frühzeitig kühlen: 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank verbinden die Aromen, während der Kohl noch angenehm knackig bleibt.
- Fisch nicht übergaren: Sobald sich das Fleisch leicht von der Gräte löst, sollte es serviert werden. Zu lange Garzeit macht besonders mageren Fisch trocken.
Varianten und Substitutionen
Dorade statt Tilapia: Eine Dorade mit ähnlichem Gewicht lässt sich auf die gleiche Weise zubereiten. Ihr Fleisch ist etwas fester und aromatischer, die Garzeit bleibt nahezu gleich.
Wolfsbarsch: Ebenfalls gut geeignet. Bei einem kleineren Fisch von etwa 800 bis 900 g reichen meist 20 bis 25 Minuten im Ofen.
Bulgur statt Couscous: 300 g Bulgur können verwendet werden, benötigen jedoch deutlich mehr Flüssigkeit und Garzeit. Bulgur sollte nach Packungsanleitung etwa 10 bis 15 Minuten gekocht werden.
Rotkohl im Salat: Ein Teil des Weißkohls kann durch fein geschnittenen Rotkohl ersetzt werden. Der Salat wird dadurch etwas kräftiger und bissfester.
Mildere Kräutersauce: Wer Koriander nicht mag, ersetzt ihn vollständig durch zusätzliche Petersilie. Dadurch wird die Sauce milder und weniger intensiv im Geschmack.
Aufbewahrung
Gegarten Fisch nach dem Essen möglichst rasch abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. In einem luftdicht verschlossenen Behälter hält er sich dort 1 bis 2 Tage. Couscous und Krautsalat am besten getrennt aufbewahren. Zum Aufwärmen den Fisch bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 10 bis 12 Minuten vollständig erhitzen. Der Fisch kann nach dem Garen bis zu 2 Monate eingefroren werden; Krautsalat eignet sich dagegen nicht zum Einfrieren, da er nach dem Auftauen weich und wässrig wird.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass der ganze Fisch gar ist?
Das Fleisch sollte an der dicksten Stelle undurchsichtig sein und sich mit einer Gabel leicht von der Mittelgräte lösen. Mit einem Thermometer gemessen sollte die Kerntemperatur mindestens 63 °C betragen.
Kann ich den Fisch auch auf dem Grill zubereiten?
Ja. Den Grill auf mittlere bis hohe indirekte Hitze bringen und den Fisch je nach Größe etwa 10 bis 15 Minuten pro Seite grillen. Ein Fischkorb erleichtert das Wenden und verhindert, dass die Haut am Rost hängen bleibt.
Warum wird mein Couscous klumpig?
Meist wurde zu viel Flüssigkeit verwendet oder der Couscous nach dem Quellen nicht ausreichend aufgelockert. Nach 8 bis 10 Minuten sollte er mit einer Gabel gründlich gelöst werden.
Kann ich das Gericht vorbereiten?
Die Saucen und der Krautsalat können einige Stunden vorher vorbereitet und gekühlt werden. Auch der Fisch kann gewürzt und maximal 2 Stunden im Kühlschrank mariniert werden. Couscous und Fisch sollten jedoch möglichst frisch kurz vor dem Servieren zubereitet werden.
