Knuspriger Sesam-Tofu mit Brokkoli und Reis – so lecker, dass selbst Tofu-Skeptiker zugreifen
Knuspriger Sesam-Tofu mit Brokkoli und Reis – so lecker, dass selbst Tofu-Skeptiker zugreifen
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen angenehm zart: Dieser Sesam-Tofu mit Brokkoli und Reis ist ein unkompliziertes Ofengericht, das mit einer würzigen, leicht süßlichen Knoblauch-Sojasauce besonders aromatisch wird. Der Brokkoli bleibt dabei bissfest, während der Reis die Sauce wunderbar aufnimmt. Das Gericht eignet sich hervorragend für ein schnelles Familienessen und lässt sich auch von Kochanfängern problemlos zubereiten. Wichtig für ein gutes Ergebnis sind vor allem gut abgetropfter Tofu, eine ausgewogene Marinade und ausreichend Platz im Bräter, damit die Tofuwürfel tatsächlich bräunen können.

Informationen praktische
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: 20 Minuten
- Garzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: 1 Stunde 10 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: Einfach
- Form: große Auflaufform, etwa 30 × 22 cm
- Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft
Zutaten
Für Reis, Tofu und Brokkoli
- 300 g Jasminreis
- 600 ml Wasser
- 4 g Salz
- 500 g fester Naturtofu
- 500 g Brokkoli
- 15 ml neutrales Pflanzenöl
- 15 g Speisestärke
Für die Sesam-Knoblauch-Sauce
- 60 ml Sojasauce
- 25 g Honig
- 15 ml Reisessig
- 10 ml Sesamöl
- 2 Knoblauchzehen, etwa 8 g
- 10 g frischer Ingwer
- 60 ml Wasser
- 8 g Speisestärke
- 15 g Sesamsamen
Zum Fertigstellen
- 2 Frühlingszwiebeln, etwa 30 g
Zubereitung
- Den Tofu vorbereiten.
Den Tofu aus der Verpackung nehmen, abtropfen lassen und vorsichtig zwischen mehreren Lagen Küchenpapier ausdrücken. Anschließend in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Für ein knusprigeres Ergebnis die Würfel nochmals trocken tupfen. Mit 15 ml Pflanzenöl vermengen und anschließend gleichmäßig mit 15 g Speisestärke bestäuben. Die Würfel sollen nur dünn überzogen sein und nicht in einer dicken Stärkeschicht liegen. - Die Sauce anrühren und den Tofu marinieren.
Sojasauce, Honig, Reisessig und Sesamöl miteinander verrühren. Knoblauch fein hacken oder pressen, Ingwer fein reiben und beides dazugeben. 60 ml Wasser einrühren. Etwa ein Drittel dieser Mischung über den Tofu geben und vorsichtig vermengen. Den Tofu 20 Minuten ziehen lassen. Die restliche Sauce für später beiseitestellen. - Den Reis vorkochen.
Den Reis unter kaltem Wasser gründlich spülen, bis das ablaufende Wasser deutlich klarer wird. Mit 600 ml Wasser und 4 g Salz in einen Topf geben. Aufkochen, die Hitze reduzieren und zugedeckt etwa 10 Minuten sanft garen. Der Reis muss noch nicht vollständig weich sein. Vom Herd nehmen und 5 Minuten zugedeckt stehen lassen. - Brokkoli und Auflaufform vorbereiten.
Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 180 °C Umluft vorheizen. Brokkoli waschen, gut trocknen und in mittelgroße Röschen teilen. Den vorgegarten Reis locker in einer etwa 30 × 22 cm großen Auflaufform verteilen. Brokkoli daraufsetzen und die marinierten Tofuwürfel mit etwas Abstand dazwischen verteilen. So kann die heiße Luft besser zirkulieren. - Tofu und Brokkoli backen.
Die Form auf die mittlere Schiene des heißen Ofens stellen und alles zunächst 20 Minuten backen. Nach etwa 12 Minuten die Tofuwürfel vorsichtig wenden. Der Tofu sollte an den Kanten bereits goldbraun werden, während der Brokkoli kräftig grün bleibt und erste leicht geröstete Stellen bekommt. - Die Sauce fertigstellen.
Die zurückbehaltene Sauce in einen kleinen Topf geben. 8 g Speisestärke mit 20 ml der kalten Sauce aus dem Topf glatt rühren und anschließend wieder einrühren. Unter ständigem Rühren kurz aufkochen und etwa 1–2 Minuten köcheln lassen. Sobald die Sauce glänzend wird und einen Löffel dünn überzieht, vom Herd nehmen. - Glasieren und fertig backen.
Die Auflaufform kurz herausnehmen. Die angedickte Sauce über Tofu und Brokkoli verteilen und 15 g Sesamsamen darüberstreuen. Weitere 8–10 Minuten backen. Für eine kräftigere Bräunung kann die Form während der letzten 1–2 Minuten etwas höher in den Ofen geschoben werden. Dabei unbedingt beobachten, da Honig und Sojasauce schnell dunkel werden. Vor dem Servieren die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und darübergeben.
Tipps für ein gelungenes Ergebnis
Tofu gründlich trocknen: Je weniger Oberflächenfeuchtigkeit vorhanden ist, desto besser kann er im Ofen bräunen. Sehr feuchter Tofu wird eher weich als knusprig.
Nicht zu viel Sauce am Anfang verwenden: Wird der Tofu bereits vor dem Backen vollständig in Sauce ertränkt, kann keine knusprige Oberfläche entstehen. Deshalb kommt der größere Teil erst gegen Ende dazu.
Brokkoli gut abtrocknen: Nach dem Waschen anhaftendes Wasser erzeugt Dampf. Trockene Röschen entwickeln dagegen schöne Röststellen.
Speisestärke dünn verteilen: Eine feine Schicht reicht aus. Zu viel Stärke kann nach dem Backen mehlig wirken.
Die Form nicht überladen: Tofu und Brokkoli sollten möglichst nicht übereinanderliegen. Bei einer kleineren Form besser zwei Bleche verwenden.
Sauce im Auge behalten: Wegen des Honigs karamellisiert die Glasur schnell. Eine dunkelbraune Oberfläche ist erwünscht, schwarz sollte sie jedoch nicht werden.
Varianten und Substitutionen
Mit Basmatireis: Jasminreis lässt sich im gleichen Mengenverhältnis durch Basmatireis ersetzen. Das Aroma wird etwas weniger blumig, die Zubereitung bleibt praktisch identisch.
Ahornsirup statt Honig: Für eine rein pflanzliche Variante können 25 g Ahornsirup verwendet werden. Die Sauce wird etwas weniger dick und schmeckt leicht karamellig.
Blumenkohl statt Brokkoli: 500 g Blumenkohlröschen funktionieren ebenfalls. Sie benötigen je nach Größe ungefähr 5 Minuten länger, um weich und leicht gebräunt zu werden.
Scharfe Variante: Wer es pikant mag, kann 5–10 g fein gehackte frische Chilischote zusammen mit Knoblauch und Ingwer in die Sauce geben. Die übrige Zubereitung verändert sich nicht.
Weniger süß: Die Honigmenge kann auf 15 g reduziert werden. Dadurch wird die Sauce herzhafter und etwas weniger stark karamellisiert.
Aufbewahrung
Reste nach dem Essen zügig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden in einen gut verschlossenen Behälter geben. Im Kühlschrank hält sich das Gericht etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen den Tofu mit Brokkoli und Reis bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 12–15 Minuten erhitzen, bis alles vollständig heiß ist. In der Mikrowelle funktioniert es ebenfalls, allerdings verliert der Tofu dabei seine knusprige Oberfläche.
Zum Einfrieren eignet sich vor allem der gegarte Tofu mit Sauce. Brokkoli wird nach dem Auftauen weicher. Tiefgekühlt innerhalb von etwa 2 Monaten verbrauchen und vor dem Erhitzen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Häufige Fragen
Warum wird mein Tofu nicht knusprig?
Meist enthält er noch zu viel Feuchtigkeit oder liegt zu dicht in der Form. Tofu gründlich trocken tupfen, nur dünn mit Stärke überziehen und mit etwas Abstand verteilen.
Muss ich den Tofu vorher anbraten?
Nein. Bei ausreichend hoher Ofentemperatur und einer dünnen Schicht Öl und Speisestärke bekommt er auch ohne Pfanne eine schön gebräunte Oberfläche.
Kann ich tiefgekühlten Brokkoli verwenden?
Ja, allerdings sollte er nicht vorher aufgetaut werden. Direkt gefroren verwenden und mit etwa 5 Minuten zusätzlicher Garzeit rechnen. Das Ergebnis wird etwas weicher als mit frischem Brokkoli.
Kann ich das Gericht vorbereiten?
Die Sauce kann bereits am Vortag angerührt und gekühlt aufbewahrt werden. Auch der Tofu lässt sich einige Stunden vorher schneiden und marinieren. Reis und Brokkoli sollten möglichst frisch gegart werden, damit ihre Konsistenz beim Servieren am besten bleibt.
