Ofenfisch mit Feigen auf Weinblättern – dieses aromatische Rezept sieht beeindruckend aus und ist überraschend einfach
Ofenfisch mit Feigen auf Weinblättern – dieses aromatische Rezept sieht beeindruckend aus und ist überraschend einfach
Saftiges Fischfilet, süße Feigen, aromatische Kräuter und ein Hauch Zimt: Dieses Ofengericht verbindet herzhafte und fruchtige Aromen auf besonders schöne Weise. Die Weinblätter schützen den Fisch während des Garens und geben ihm gleichzeitig ein feines Aroma. Reife Feigen werden im Ofen weich und leicht karamellisiert, während Olivenöl, Thymian und Zitronensaft für Frische sorgen. Trotz der außergewöhnlichen Optik ist die Zubereitung unkompliziert. Das Rezept eignet sich deshalb sowohl für ein besonderes Familienessen als auch für Gäste, wenn ein Gericht auf den Tisch kommen soll, das ohne komplizierte Arbeit Eindruck macht.

Informationen praktisch
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: 10 Minuten
- Backzeit: 22–25 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 55 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeit: Einfach
- Form: ofenfeste Pfanne oder Auflaufform, ca. 28–30 cm
- Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze
Zutaten
- 800 g dickes Kabeljaufilet oder anderes festes weißes Fischfilet, möglichst in einem Stück
- 12 große eingelegte Weinblätter
- 6 frische, reife Feigen
- 40 ml Olivenöl
- 20 ml frisch gepresster Zitronensaft
- 2 Knoblauchzehen
- 4 Zweige frischer Thymian
- 1 kleine Zimtstange
- 5 g Salz
- 1 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Weinblätter vorbereiten. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eingelegte Weinblätter gründlich unter kaltem Wasser abspülen, damit überschüssige Salzlake entfernt wird. Anschließend vorsichtig trocken tupfen. Eine ofenfeste Pfanne oder Auflaufform von etwa 28–30 cm mit 10 ml Olivenöl dünn ausstreichen. Die Weinblätter überlappend darin verteilen, sodass der Boden vollständig bedeckt ist und einige Blattränder seitlich hochstehen.
- Fisch würzen. Das Kabeljaufilet mit Küchenpapier trocken tupfen. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. 20 ml Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Pfeffer miteinander verrühren. Den Fisch auf beiden Seiten damit bestreichen und anschließend mittig auf die Weinblätter legen. Etwa 10 Minuten bei kühler Raumtemperatur ziehen lassen. Länger sollte roher Fisch außerhalb des Kühlschranks nicht stehen.
- Feigen hinzufügen. Die Feigen vorsichtig waschen, trocken tupfen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Rund um das Fischfilet verteilen und einige Stücke auf den Fisch legen. Die Thymianzweige und die Zimtstange daraufgeben. Zum Schluss die übrigen 10 ml Olivenöl gleichmäßig über Feigen und Fisch träufeln.
- Im Ofen garen. Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Fisch 22–25 Minuten bei 190 °C Ober-/Unterhitze garen. Die genaue Zeit hängt von der Dicke des Filets ab. Die Feigen sollten weich und an den Schnittflächen leicht gebräunt sein. Die Weinblätter dürfen am Rand dunkler und leicht knusprig werden.
- Garzustand kontrollieren. Der Fisch ist fertig, wenn das Fleisch im dicksten Bereich nicht mehr glasig ist und sich mit einer Gabel leicht in saftige Lamellen teilen lässt. Besonders zuverlässig ist ein Küchenthermometer: Im dicksten Bereich sollte der Fisch 63 °C Kerntemperatur erreichen. Nicht unnötig länger backen, da magerer Kabeljau schnell trocken wird.
- Kurz ruhen lassen und servieren. Die Form aus dem Ofen nehmen und den Fisch 3–5 Minuten stehen lassen. Die Zimtstange entfernen. Anschließend den Fisch zusammen mit den weichen Feigen und etwas von dem aromatischen Saft aus der Form servieren. Die Weinblätter können je nach Geschmack mitgegessen oder lediglich als aromatische Unterlage verwendet werden.
Tipps für ein besonders gutes Ergebnis
Dicke Fischfilets verwenden: Ein dickes, möglichst gleichmäßiges Filet bleibt beim Backen deutlich saftiger als mehrere sehr dünne Stücke. Bei dünnerem Fisch bereits nach 15–18 Minuten den Garzustand prüfen.
Reife, aber feste Feigen wählen: Sehr weiche Früchte zerfallen während des Backens. Ideal sind Feigen, die auf leichten Fingerdruck nachgeben, ihre Form aber noch behalten.
Eingelegte Weinblätter immer abspülen: Sie können stark salzig sein. Ohne Abspülen würde das gesamte Gericht schnell zu salzig schmecken.
Mit Salz vorsichtig umgehen: Da die Weinblätter bereits Salz enthalten, reichen für 800 g Fisch etwa 5 g zusätzliches Salz normalerweise aus.
Den Fisch nicht übergaren: Sobald sich die Lamellen leicht voneinander lösen und die Kerntemperatur erreicht ist, sollte das Gericht aus dem Ofen. So bleibt das Fleisch zart und saftig.
Zimt sparsam einsetzen: Eine kleine Zimtstange aromatisiert das Gericht ausreichend. Zu viel Zimt würde den feinen Geschmack des Fisches und der Feigen überdecken.
Varianten und Substitutionen
Seelachs statt Kabeljau: Ein dickes Seelachsfilet funktioniert ebenfalls. Da die Filetdicke unterschiedlich sein kann, sollte die Garzeit anhand der Kerntemperatur kontrolliert werden.
Doradenfilets verwenden: Auch Dorade harmoniert mit Feigen und Thymian. Einzelne Filets sind jedoch dünner und benötigen meist deutlich weniger Zeit im Ofen.
Rosmarin statt Thymian: Rosmarin ergibt ein kräftigeres, mediterranes Aroma. Verwenden Sie nur einen kleinen Zweig, damit der Geschmack nicht dominant wird.
Ohne Zimt: Wer die Kombination von Fisch und Zimt nicht gewohnt ist, kann die Zimtstange einfach weglassen. Das Gericht schmeckt dann frischer und stärker nach Kräutern, Feigen und Zitrone.
Frische Weinblätter: Sind unbehandelte frische Weinblätter verfügbar, können sie verwendet werden. Harte Blätter sollten vorher etwa 2 Minuten in kochendem Wasser blanchiert und anschließend in kaltem Wasser abgeschreckt werden.
Conservation
Reste sollten nach dem Essen möglichst schnell abkühlen und spätestens innerhalb von zwei Stunden in einem gut verschlossenen Behälter in den Kühlschrank gestellt werden. Dort hält sich der gegarte Fisch etwa 1–2 Tage. Zum Aufwärmen den Fisch abgedeckt bei etwa 150 °C in den Ofen geben, bis er vollständig heiß ist. Eine Mikrowelle funktioniert ebenfalls, kann das Filet aber schneller austrocknen.
Einfrieren ist grundsätzlich möglich, allerdings verlieren die gegarten Feigen dabei deutlich an Struktur. Für die beste Textur empfiehlt es sich daher, dieses Gericht frisch oder am folgenden Tag zu essen.
Fragen häufig
Kann ich tiefgekühlten Fisch verwenden?
Ja. Er muss vorher vollständig im Kühlschrank aufgetaut und anschließend sehr gründlich trocken getupft werden. Überschüssiges Wasser würde den Bratensaft verwässern und die Weinblätter weich machen.
Muss ich die Weinblätter mitessen?
Nein. Sie dienen vor allem als aromatische Unterlage und schützen den Fisch vor direkter Hitze. Zarte Weinblätter können mitgegessen werden; sehr feste oder stark faserige Blätter lässt man besser auf dem Teller.
Woran erkenne ich, dass der Kabeljau wirklich fertig ist?
Das Fleisch sollte vollständig undurchsichtig sein und sich leicht in Lamellen teilen. Die sicherste Kontrolle ist eine Kerntemperatur von 63 °C im dicksten Teil des Filets.
Welche Beilage passt dazu?
Da Fisch und Feigen bereits viel Aroma mitbringen, passen einfache Beilagen besonders gut. Naturreis, Couscous, Ofenkartoffeln oder ein schlichter grüner Salat ergänzen das Gericht, ohne den feinen Geschmack zu überdecken.
