Mediterrane Gemüsetarte mit Zucchini, Aubergine, Tomaten und Feta
Wenn im Spätsommer gleichzeitig grüne und gelbe Zucchini, eine Aubergine und ein paar feste Tomaten in der Küche liegen, ist diese Tarte die eleganteste Art, alles auf einmal unterzubringen. Das ganze Gemüse wird in 3 bis 4 Millimeter dünne Scheiben geschnitten und vom Rand her kreisförmig in die Form gesetzt – das sieht beim Servieren aus wie aus dem Bistro und sorgt nebenbei dafür, dass alles gleichmäßig gart. Darunter ein mürber Butterteig, dazwischen ein knapper Eier-Sahne-Guss und zerbröselter Feta. Nach 45 Minuten im Ofen ist der Rand goldbraun, das Gemüse weich mit leicht gerösteten Spitzen, die Füllung gerade eben gestockt. Warm schmeckt sie am besten, lauwarm fast genauso gut.

Auf einen Blick
- Vorbereitung: 30 Minuten
- Ruhezeit: 20 Minuten
- Backzeit: 45 Minuten
- Gesamtzeit: 1 Stunde 35 Minuten
- Portionen: 6
- Schwierigkeit: einfach
- Form: runde Tarteform, 28 cm Durchmesser
Zutaten
Für den Teig
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 125 g kalte Butter
- 1 Ei, Größe M
- 3 g Salz
- 20 ml kaltes Wasser
Für die Füllung
- 250 g Zucchini
- 200 g gelbe Zucchini
- 250 g Aubergine
- 300 g feste Tomaten
- 180 g Feta
- 3 Eier, Größe M
- 150 ml Sahne
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL getrockneter Thymian
- 3 g Salz
- 1 g schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Teig vorbereiten. Mehl und 3 g Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen zügig einarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Ei und kaltes Wasser hinzufügen und alles nur so lange verkneten, bis ein glatter Teig zusammenkommt. Nicht unnötig lange kneten, sonst wird der Boden nach dem Backen weniger mürbe. Den Teig flach drücken und abgedeckt 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Gemüse schneiden. Während der Teig ruht, Zucchini, gelbe Zucchini, Aubergine und Tomaten waschen und sorgfältig trocknen. Das Gemüse in etwa 3 bis 4 mm dünne Scheiben schneiden. Möglichst ähnlich große Scheiben verwenden, damit das Gemüse gleichmäßig gart. Sehr feuchte Tomatenscheiben kurz auf Küchenpapier legen. Den Feta grob zerbröseln.
- Form vorbereiten. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rund auf etwa 32 cm Durchmesser ausrollen. In eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser legen und am Rand vorsichtig andrücken. Überstehenden Teig abschneiden. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Gemüse anordnen. Zucchini, gelbe Zucchini, Aubergine und Tomaten abwechselnd und leicht überlappend auf dem Teig verteilen. Für eine schöne Optik die Scheiben vom äußeren Rand aus kreisförmig nach innen setzen. Das Gemüse mit Olivenöl beträufeln und mit Oregano, Thymian, Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Etwa zwei Drittel des zerbröselten Fetas zwischen und über dem Gemüse verteilen.
- Guss hinzufügen. Die drei Eier mit der Sahne gründlich verquirlen. Die Mischung langsam zwischen die Gemüsereihen gießen, damit sie sich bis zum Boden verteilt, ohne die sorgfältig angeordneten Scheiben zu überdecken. Den restlichen Feta darüberstreuen. Die Form anschließend vorsichtig ein- bis zweimal auf die Arbeitsfläche klopfen, damit sich der Guss gleichmäßig verteilt.
- Tarte backen. Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens stellen und die Tarte 40 bis 45 Minuten bei 190 °C Ober-/Unterhitze backen. Sie ist fertig, wenn der Teigrand deutlich goldbraun ist, das Gemüse leicht gebräunte Spitzen zeigt und der Eierguss in der Mitte vollständig gestockt ist. Beim vorsichtigen Bewegen der Form darf die Mitte nicht mehr flüssig wirken.
- Kurz setzen lassen und servieren. Die fertige Gemüsetarte aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten in der Form stehen lassen. Dadurch stabilisiert sich die Füllung und die Stücke lassen sich sauberer schneiden. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen und in sechs Stücke schneiden. Warm oder lauwarm servieren.
Tipps für eine gelungene Gemüsetarte
- Gemüse gleichmäßig schneiden: Scheiben von etwa 3 bis 4 mm Dicke werden weich, behalten aber noch genügend Struktur.
- Tomaten nicht zu feucht verwenden: Sehr saftige Tomaten können den Boden aufweichen. Die geschnittenen Scheiben deshalb kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Teig kalt verarbeiten: Kalte Butter und eine kurze Ruhezeit sorgen für einen mürben statt zähen Boden.
- Die Form nicht überfüllen: Der Eierguss sollte zwischen das Gemüse laufen können und nicht über den Rand der Tarte gelangen.
- Vor dem Anschneiden warten: Zehn Minuten Ruhezeit nach dem Backen machen einen deutlichen Unterschied. Die Füllung wird stabiler und läuft beim Schneiden nicht auseinander.
- Bräunung beobachten: Wird der Rand gegen Ende zu dunkel, kann er für die letzten Minuten locker mit Aluminiumfolie abgedeckt werden.
Abwandlungen, die zuverlässig funktionieren
Nur grüne Zucchini: Gelbe Zucchini kann problemlos durch die gleiche Menge grüne Zucchini ersetzt werden. Geschmack und Garzeit verändern sich kaum, lediglich die Optik wird weniger farbenreich.
Mit Ziegenkäse: Statt 180 g Feta können etwa 150 bis 180 g weicher Ziegenkäse verwendet werden. Die Tarte wird dadurch cremiger und geschmacklich kräftiger.
Mit Paprika: Bis zu 150 g Zucchini können durch dünn geschnittene rote oder gelbe Paprika ersetzt werden. Paprika bleibt etwas bissfester und bringt eine leichte Süße mit.
Bleibt am Ende noch eine halbe Zucchini übrig, wandert sie am besten direkt in die überbackenen Zucchini-Scheiben, die in zehn Minuten fertig sind.
Mit fertigem Teig: Für eine schnellere Variante kann der selbst gemachte Teig durch etwa 275 g gekühlten herzhaften Mürbeteig ersetzt werden. Dadurch entfällt die Teigzubereitung und die Ruhezeit.
Ohne Aubergine: Wer Auberginen nicht mag, ersetzt die 250 g durch dieselbe Menge Zucchini. Da Zucchini mehr Wasser abgeben kann, sollten die Scheiben nach dem Schneiden kurz trockengetupft werden.
Aufbewahrung
Zu einem Stück Tarte passt am Abend wenig besser als ein grüner Salat – oder, wenn mehr Hunger im Spiel ist, ein zweiter mediterraner Gang wie der Gnocchi-Auflauf mit Tomaten und Mozzarella.
Vollständig abgekühlte Gemüsetarte luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verzehren. Zum Aufwärmen einzelne Stücke bei 170 °C Ober-/Unterhitze etwa 10 bis 15 Minuten in den Ofen geben; so bleibt der Boden deutlich knuspriger als beim Erwärmen in der Mikrowelle. Die gebackene und vollständig ausgekühlte Tarte kann portionsweise bis zu etwa 2 Monate eingefroren werden. Vor dem Aufwärmen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Fragen aus der Küche
Warum wird der Boden meiner Gemüsetarte weich?
Meist enthält die Füllung zu viel Flüssigkeit. Besonders Tomaten und Zucchini geben beim Backen Wasser ab. Das Gemüse deshalb nach dem Waschen gut trocknen und sehr saftige Tomatenscheiben vor dem Belegen auf Küchenpapier abtropfen lassen. Wer sehr wässrige Tomaten hat, kocht sie besser ein und verwendet sie für unsere Tomatensauce statt für den Belag.
Muss die Aubergine vorher gebraten werden?
Nein. Bei 3 bis 4 mm dünnen Scheiben und einer Backzeit von etwa 45 Minuten gart sie direkt in der Tarte. Dickere Auberginenscheiben könnten dagegen zu fest bleiben.
Woran erkenne ich, dass die Tarte fertig gebacken ist?
Der Teigrand sollte kräftig goldbraun sein, die Gemüseränder dürfen leicht gebräunt aussehen und der Eier-Sahne-Guss muss vollständig gestockt sein. Die Mitte darf beim Bewegen der Form nicht mehr flüssig wackeln.
Kann ich die Gemüsetarte vorbereiten?
Den Teig kann man bereits am Vortag zubereiten und gut verpackt im Kühlschrank lagern. Das Gemüse sollte möglichst erst kurz vor dem Backen geschnitten und auf der Tarte verteilt werden, da insbesondere gesalzene Tomaten und Zucchini mit der Zeit Flüssigkeit abgeben.
