Saftiges Tomahawk-Steak aus der Pfanne – außen kräftig gebraten, innen zart und rosa
Saftiges Tomahawk-Steak aus der Pfanne – außen kräftig gebraten, innen zart und rosa
Ein Tomahawk-Steak ist ideal, wenn saftiges Rindfleisch mit einer kräftigen, aromatischen Kruste auf den Tisch kommen soll. Entscheidend sind dabei weniger komplizierte Zutaten als die richtige Technik: Das dicke Steak wird zuerst sehr heiß angebraten und anschließend schonend im Ofen auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht. Butter, Knoblauch und Rosmarin sorgen zum Schluss für ein würziges Aroma, ohne den Eigengeschmack des Fleisches zu überdecken. Nach einer kurzen Ruhezeit lässt sich das Steak sauber aufschneiden und bleibt innen wunderbar saftig. Dazu passen knusprige Ofenkartoffeln besonders gut.

Informationen praktisch
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit vor dem Braten: 30 Minuten
- Garzeit: ca. 20–30 Minuten
- Ruhezeit nach dem Garen: 10 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 20 Minuten
- Portionen: 3–4
- Schwierigkeit: mittel
- Benötigt: große ofenfeste Pfanne, Backblech für die Kartoffeln, Fleischthermometer
Zutaten
Für das Tomahawk-Steak
- 1 Tomahawk-Steak, ca. 1–1,2 kg und 4–5 cm dick
- 15 ml Olivenöl
- 8 g grobes Salz
- 3 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 20 g Butter
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Zweige Rosmarin
Für die Ofenkartoffeln
- 700 g kleine festkochende Kartoffeln
- 25 ml Olivenöl
- 5 g Salz
- 2 g schwarzer Pfeffer
- 1 Zweig Rosmarin
Zubereitung
- Fleisch vorbereiten. Das Tomahawk-Steak etwa 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Anschließend mit Küchenpapier sehr gründlich trocken tupfen. Beide Seiten und die Ränder mit 15 ml Olivenöl einreiben und gleichmäßig mit 8 g Salz und 3 g schwarzem Pfeffer würzen. Eine möglichst trockene Oberfläche ist wichtig, damit beim Anbraten eine kräftige Kruste entsteht.
- Kartoffeln vorbereiten. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kartoffeln gründlich waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Mit 25 ml Olivenöl, 5 g Salz, 2 g Pfeffer und den Nadeln eines Rosmarinzweigs vermengen. Auf einem Backblech verteilen und etwa 35–40 Minuten backen. Nach ungefähr 20 Minuten einmal wenden. Fertig sind sie, wenn die Schnittflächen goldbraun und die Kartoffeln innen weich sind.
- Steak kräftig anbraten. Eine große, schwere und ofenfeste Pfanne ohne zusätzliches Fett stark erhitzen. Das Steak hineinlegen und etwa 2 Minuten pro Seite scharf anbraten. Danach auch den Fettrand ungefähr 1 Minute anrösten. Die Oberfläche sollte deutlich gebräunt sein. Das Fleisch dabei nicht ständig bewegen, damit sich eine gleichmäßige Kruste entwickeln kann.
- Butter und Aromen hinzufügen. Hitze etwas reduzieren. Butter, die leicht angedrückten Knoblauchzehen und zwei Rosmarinzweige in die Pfanne geben. Sobald die Butter schäumt, die Pfanne leicht neigen und das Steak etwa 1–2 Minuten wiederholt mit der aromatischen Butter übergießen. Der Knoblauch soll goldgelb werden, aber nicht verbrennen.
- Im Ofen fertig garen. Die gesamte Pfanne in den auf 120 °C Ober-/Unterhitze heruntergeregelten Backofen stellen. Das Steak je nach Dicke etwa 15–25 Minuten weitergaren. Am zuverlässigsten ist ein Fleischthermometer, das seitlich in die dickste Stelle gesteckt wird, ohne den Knochen zu berühren. Für ein rosa Ergebnis das Steak bei etwa 52–54 °C Kerntemperatur aus dem Ofen nehmen. Während der anschließenden Ruhezeit steigt die Temperatur meist noch etwas an.
- Steak ruhen lassen. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und auf ein Brett legen. 10 Minuten locker ruhen lassen. Nicht fest in Folie einwickeln, sonst wird die knusprige Oberfläche durch den entstehenden Dampf weich. Diese Ruhephase ist wichtig, damit sich die Fleischsäfte besser verteilen.
- Aufschneiden und servieren. Zuerst das Fleisch mit einem scharfen Messer am Knochen entlang lösen. Anschließend quer zur Faser in etwa 1–1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben zusammen mit dem Knochen auf einer vorgewärmten Platte anrichten und etwas von der aromatischen Butter aus der Pfanne darübergeben. Sofort mit den heißen Rosmarinkartoffeln servieren.
Tipps für ein perfektes Tomahawk-Steak
- Ein Fleischthermometer verwenden: Bei einem 4–5 cm dicken Steak ist die Kerntemperatur wesentlich zuverlässiger als eine feste Minutenangabe.
- Das Fleisch trocken halten: Feuchtigkeit auf der Oberfläche erzeugt zunächst Dampf und verhindert eine intensive Bräunung.
- Eine schwere Pfanne wählen: Gusseisen speichert besonders viel Hitze und eignet sich hervorragend für eine kräftige Kruste.
- Knoblauch und Butter erst später hinzufügen: Butter verbrennt bei der hohen Anfangstemperatur schnell. Deshalb kommen beide Zutaten erst nach dem scharfen Anbraten in die Pfanne.
- Nicht direkt nach dem Garen schneiden: Wer das Steak einige Minuten ruhen lässt, verliert beim Anschneiden deutlich weniger Fleischsaft.
- Gegen die Faser schneiden: Dadurch wirken selbst dickere Scheiben beim Essen wesentlich zarter.
Varianten und Substitutionen
Ribeye ohne langen Knochen: Statt eines Tomahawk-Steaks kann ein etwa 4 cm dickes Ribeye verwendet werden. Die Zubereitung bleibt gleich, allerdings kann die Garzeit im Ofen etwas kürzer ausfallen. Entscheidend bleibt die Kerntemperatur.
Thymian statt Rosmarin: Frischer Thymian funktioniert sehr gut und ergibt ein etwas feineres Kräuteraroma. Zwei bis drei Zweige reichen für das Steak.
Nur in der Pfanne: Bei einem dünneren Steak von etwa 2,5–3 cm kann auf den Ofen verzichtet werden. Nach dem scharfen Anbraten die Hitze reduzieren und das Fleisch unter regelmäßigem Wenden bis zur gewünschten Kerntemperatur fertig garen.
Kartoffeln variieren: Kleine Drillinge können ungeschält verwendet werden. Bei größeren Kartoffeln sollten die Stücke möglichst gleich groß geschnitten werden, damit sie gleichzeitig gar werden.
Conservation
Reste sollten innerhalb von 2 Stunden nach dem Servieren abgekühlt und anschließend luftdicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält sich gegartes Steak etwa 2–3 Tage. Zum Aufwärmen die Fleischscheiben möglichst schonend in einer Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen, damit sie nicht trocken werden. Gegartes Steak kann auch portionsweise eingefroren werden; für die beste Konsistenz empfiehlt sich jedoch der Verzehr frisch oder aus dem Kühlschrank.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob das Steak medium-rare ist?
Die Kerntemperatur ist die sicherste Orientierung. Nach der Ruhezeit liegt ein medium-rare Steak ungefähr bei 54–57 °C. Bei einem so dicken Fleischstück sollte man sich nicht ausschließlich auf die Farbe oder die Garzeit verlassen.
Warum wird mein Steak außen nicht richtig braun?
Meist ist entweder die Fleischoberfläche noch feucht oder die Pfanne nicht heiß genug. Das Steak deshalb sorgfältig trocken tupfen und die Pfanne vollständig vorheizen, bevor das Fleisch hineingelegt wird.
Muss ein Tomahawk-Steak unbedingt im Ofen fertig garen?
Nein, aber bei einem sehr dicken Stück erleichtert die Kombination aus scharfem Anbraten und anschließendem schonendem Garen die Kontrolle. Nur in der Pfanne kann die Außenseite bereits sehr dunkel werden, während die Mitte noch deutlich zu roh ist.
Wann sollte das Steak gesalzen werden?
Für diese Methode kann es unmittelbar vor dem scharfen Anbraten gesalzen werden. Wer mehr Zeit hat, kann es alternativ einige Stunden vorher salzen und unbedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Braten sollte die Oberfläche in beiden Fällen möglichst trocken sein.
