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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Hausmannskost

Cremige Hasselback-Kartoffeln aus dem Ofen – knusprig, käsig und unwiderstehlich zart

Cremige Hasselback-Kartoffeln aus dem Ofen – knusprig, käsig und unwiderstehlich zart

Cremige Hasselback-Kartoffeln aus dem Ofen – knusprig, käsig und unwiderstehlich zart

Diese cremigen Hasselback-Kartoffeln sind genau das Richtige, wenn Kartoffeln einmal besonders appetitlich auf den Tisch kommen sollen. Die Kartoffeln werden fein eingeschnitten, aber nicht vollständig durchtrennt. Dadurch öffnen sich die einzelnen Scheiben beim Backen und nehmen die würzige Sahnesauce besonders gut auf. Eine großzügige Schicht Käse sorgt für eine goldbraune, leicht knusprige Oberfläche, während das Innere weich und cremig bleibt. Das Gericht eignet sich als sättigende Beilage für die ganze Familie, kann mit einem Salat aber ebenso gut als unkompliziertes Hauptgericht serviert werden.

Cremige Hasselback-Kartoffeln aus dem Ofen – knusprig, käsig und unwiderstehlich zart

Informationen praktisch

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Backzeit: ca. 70 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 35 Minuten
  • Portionen: 4–6
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Auflaufform: ca. 30 × 22 cm
  • Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze

Zutaten

  • 1,5 kg mittelgroße, möglichst gleich große Kartoffeln, vorwiegend festkochend
  • 20 g Butter für die Auflaufform
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 ml Schlagsahne
  • 100 ml Vollmilch
  • 8 g Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • ¼ TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 180 g geriebener Gouda
  • 80 g fein geriebener Parmesan
  • 10 g frischer Schnittlauch

Zubereitung

  1. Kartoffeln vorbereiten. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln gründlich waschen und anschließend trocken tupfen. Schälen ist nicht zwingend erforderlich, sofern die Schale dünn und unbeschädigt ist. Jede Kartoffel im Abstand von etwa 3–4 mm quer einschneiden, dabei aber unten ungefähr 5 mm stehen lassen. Die Kartoffel muss zusammenhalten. Zwei Kochlöffelstiele links und rechts neben der Kartoffel verhindern beim Schneiden, dass das Messer vollständig hindurchgeht.
  2. Auflaufform vorbereiten. Eine etwa 30 × 22 cm große Auflaufform mit den 20 g Butter gründlich einfetten. Die eingeschnittenen Kartoffeln mit der Schnittfläche nach oben dicht nebeneinander hineinsetzen. Sie dürfen sich leicht berühren, sollten aber nicht übereinandergestapelt werden. Die feinen Einschnitte vorsichtig mit den Fingern etwas auseinanderziehen, ohne die Kartoffeln zu zerbrechen.
  3. Sahnesauce anrühren. Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein hacken oder pressen. Sahne und Milch in einer Schüssel mit Knoblauch, Salz, schwarzem Pfeffer, Muskatnuss und Thymian gründlich verrühren. Etwa zwei Drittel dieser Mischung langsam über die Kartoffeln gießen. Dabei darauf achten, dass etwas Flüssigkeit auch zwischen die einzelnen Kartoffelscheiben gelangt.
  4. Kartoffeln zunächst ohne Käse backen. Die Form mit Alufolie abdecken und auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens stellen. Die Kartoffeln 35 Minuten bei 190 °C Ober-/Unterhitze backen. Anschließend die Folie vorsichtig entfernen. Mit einem kleinen Messer prüfen: Die äußeren Kartoffelscheiben sollten bereits deutlich weicher sein, im Inneren dürfen die Kartoffeln aber noch etwas Widerstand haben.
  5. Sahne und Käse hinzufügen. Die restliche Sahnemischung über die Kartoffeln verteilen. Gouda und Parmesan miteinander vermischen und gleichmäßig darüberstreuen. Einen Teil des Käses vorsichtig zwischen einige der geöffneten Kartoffelscheiben geben. Dadurch entsteht nicht nur oben, sondern auch zwischen den Schichten ein besonders cremiges Ergebnis.
  6. Goldbraun fertig backen. Die Auflaufform nun weitere 30–35 Minuten ohne Abdeckung bei 190 °C backen. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sich ein dünnes Messer nahezu ohne Widerstand bis in die Mitte stecken lässt. Gleichzeitig sollte die Sahnesauce sichtbar eingedickt sein und der Käse eine kräftig goldbraune Oberfläche bekommen haben. Falls die Kartoffeln gar sind, aber noch etwas Farbe fehlt, für die letzten 2–3 Minuten die Grillfunktion einschalten. Dabei unbedingt beobachten, damit der Käse nicht verbrennt.
  7. Kurz setzen lassen und servieren. Die fertigen Hasselback-Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten stehen lassen. Während dieser kurzen Zeit wird die heiße Sahnesauce etwas sämiger und haftet besser an den Kartoffeln. Den Schnittlauch fein schneiden und unmittelbar vor dem Servieren über die goldbraune Oberfläche streuen. Die Kartoffeln direkt aus der Auflaufform servieren und etwas von der cremigen Sauce vom Boden über jede Portion geben.

Tipps für gelungene Hasselback-Kartoffeln

  • Ähnlich große Kartoffeln verwenden: So werden alle Exemplare ungefähr gleichzeitig gar.
  • Nicht vollständig durchschneiden: Kochlöffelstiele oder Essstäbchen neben der Kartoffel sind eine einfache Schneidehilfe.
  • Den Käse nicht sofort hinzufügen: Bei der relativ langen Backzeit könnte er sonst zu dunkel werden, bevor die Kartoffeln weich sind.
  • Die Sauce zwischen die Scheiben bringen: Je weiter sich die Kartoffeln beim Backen öffnen, desto besser verteilt sich die cremige Mischung.
  • Garprobe machen: Entscheidend ist nicht nur die Backzeit. Ein Messer sollte leicht durch die dickste Stelle einer Kartoffel gleiten.
  • Nach dem Backen kurz warten: Fünf Minuten Ruhezeit helfen der noch sehr flüssigen, heißen Sahnesauce, etwas anzudicken.

Varianten und Substitutionen

Emmentaler statt Gouda: Die gleiche Menge Emmentaler kann problemlos verwendet werden. Er schmeckt etwas kräftiger und ergibt ebenfalls eine schöne goldene Käsekruste.

Crème fraîche für mehr Cremigkeit: 100 ml der Sahne können durch 100 g Crème fraîche ersetzt werden. Die Sauce wird dadurch etwas dicker und erhält eine leicht säuerliche Note.

Rosmarin statt Thymian: Wer ein kräftigeres Kräuteraroma bevorzugt, ersetzt den getrockneten Thymian durch ½ TL fein gehackten Rosmarin. Mehr sollte es nicht sein, da Rosmarin schnell dominant wird.

Mildere Käsevariante: Parmesan kann durch dieselbe Menge fein geriebenen Gouda ersetzt werden. Die Oberfläche bleibt schön käsig, schmeckt aber milder und etwas weniger würzig.

Kleinere Kartoffeln: Kleine Kartoffeln funktionieren ebenfalls. Je nach Größe kann sich die Backzeit um etwa 10–15 Minuten verkürzen. Deshalb frühzeitig mit einem Messer prüfen.

Conservation

Reste vollständig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden in einen gut verschlossenen Behälter geben. Im Kühlschrank können die Kartoffeln etwa 2–3 Tage aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen in eine ofenfeste Form geben, abdecken und bei 170 °C Ober-/Unterhitze etwa 15–20 Minuten erhitzen; für eine knusprigere Oberfläche die letzten Minuten offen backen. Einfrieren ist grundsätzlich möglich, allerdings können Kartoffeln und Sahnesauce nach dem Auftauen etwas an Cremigkeit verlieren. Daher schmeckt dieses Gericht frisch oder aus dem Kühlschrank aufgewärmt am besten.

Häufige Fragen

Warum sind meine Kartoffeln nach der angegebenen Zeit noch hart?

Kartoffelgröße und Sorte beeinflussen die Garzeit erheblich. Sehr große Kartoffeln benötigen möglicherweise zusätzliche 10–20 Minuten. Die Garprobe mit einem dünnen Messer ist zuverlässiger als die Uhr.

Muss ich die Kartoffeln vorher kochen?

Nein. Bei dieser Zubereitung garen sie vollständig im Ofen. Das anfängliche Abdecken hält Feuchtigkeit in der Form und unterstützt ein gleichmäßiges Garen.

Warum wird die Sauce nach dem Backen etwas dicker?

Während des Backens verdampft ein Teil der Flüssigkeit, während Stärke aus den Kartoffeln in die Sauce gelangt. Zusätzlich bindet der geschmolzene Käse die Mischung. Nach einigen Minuten Ruhezeit wird die Konsistenz noch cremiger.

Wie bekomme ich eine besonders goldbraune Oberfläche?

Den Käse erst während der zweiten Backphase hinzufügen. Falls die Kartoffeln vollständig gar sind, aber noch zu blass aussehen, die Grillfunktion für 2–3 Minuten einschalten. Die Form dabei nicht unbeaufsichtigt lassen, da geriebener Käse unter starker Oberhitze schnell bräunt.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.