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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Saisonale Küche

Sommerlicher Gemüse-Clafoutis – herrlich saftig, würzig und unkompliziert

Sommerlicher Gemüse-Clafoutis – herrlich saftig, würzig und unkompliziert

Dieser herzhafte Gemüse-Clafoutis ist genau das Richtige, wenn Zucchini, Tomaten und Paprika unkompliziert auf den Tisch kommen sollen. Die Eier-Milch-Mischung verbindet sich beim Backen mit etwas Mehl, Sahne und Käse zu einer saftigen, angenehm weichen Masse, während die Oberfläche appetitlich goldbraun wird. Kirschtomaten sorgen für fruchtige Frische, rote Paprika für eine leichte Süße und frisches Basilikum für ein sommerliches Aroma. Das Gericht lässt sich ohne besondere Küchenerfahrung zubereiten und schmeckt warm ebenso gut wie lauwarm. Ideal für ein einfaches Familienessen, einen sommerlichen Abend oder ein herzhaftes Mittagessen. Ohne Nudelplatten, aber ähnlich gemüsereich ist die Zucchini-Lasagne, bei der niemand die Pasta vermisst.

Sommerlicher Gemüse-Clafoutis – herrlich saftig, würzig und unkompliziert

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 10 Minuten
  • Backzeit: 40–45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Form: Runde Auflauf- oder Quicheform, ca. 26 cm Durchmesser
  • Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze

Zutaten

  • 2 mittelgroße Zucchini, ca. 500 g
  • 200 g Kirschtomaten
  • 1 rote Paprikaschote, ca. 180 g
  • 15 g frisches Basilikum
  • 3 Eier, Größe M
  • 80 g geriebener Käse
  • 200 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • 80 g Weizenmehl
  • 2 EL Olivenöl, ca. 30 ml
  • 5 g Salz
  • 1 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten.
    Die Zucchini waschen, die Enden entfernen und in etwa 4–5 mm dicke Scheiben schneiden. Kirschtomaten waschen und halbieren. Die Paprikaschote waschen, halbieren, Kerne sowie weiße Innenhäute entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Basilikum waschen, trocken tupfen und die Blätter grob schneiden. Einige kleine Blätter können für die spätere Oberfläche zurückgelegt werden.
  2. Gemüse kurz vorgaren.
    1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zucchini und Paprika hineingeben und bei mittlerer bis kräftiger Hitze etwa 5–6 Minuten anbraten. Das Gemüse soll etwas weicher werden und leichte Röstspuren bekommen, aber noch nicht vollständig gar sein. Die Kirschtomaten hinzufügen und weitere 2 Minuten braten. Anschließend die Pfanne vom Herd nehmen und das Gemüse etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Dadurch gibt es weniger Flüssigkeit an den Clafoutis ab.
  3. Backofen und Form vorbereiten.
    Während das Gemüse abkühlt, den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine runde Auflaufform von etwa 26 cm Durchmesser mit dem restlichen 1 EL Olivenöl gründlich ausstreichen, besonders am Boden und an den Seiten.
  4. Clafoutis-Masse anrühren.
    Die 3 Eier in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen. Das Mehl nach und nach einarbeiten, bis keine größeren Klümpchen mehr vorhanden sind. Anschließend Milch und Sahne langsam unterrühren. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Zum Schluss etwa zwei Drittel des geriebenen Käses sowie das geschnittene Basilikum unterheben. Die Masse sollte glatt und deutlich flüssiger als ein klassischer Kuchenteig sein.
  5. Form füllen.
    Das vorgegarte Gemüse gleichmäßig in der vorbereiteten Form verteilen. Einige besonders schöne Zucchini- und Tomatenscheiben können oben sichtbar angeordnet werden. Die Eier-Milch-Masse langsam darübergeben, sodass sie sich zwischen dem Gemüse verteilt. Den restlichen geriebenen Käse gleichmäßig auf die Oberfläche streuen.
  6. Clafoutis backen.
    Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Gemüse-Clafoutis 40–45 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze backen. Er ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist, die Ränder leicht aufgegangen sind und die Mitte beim vorsichtigen Bewegen der Form nicht mehr flüssig wirkt. Ein Messer, das in die Mitte gestochen wird, sollte ohne rohe Eiermasse herauskommen.
  7. Kurz setzen lassen und servieren.
    Den fertigen Clafoutis aus dem Backofen nehmen und vor dem Anschneiden etwa 10 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit stabilisiert sich die Eiermasse und die Stücke lassen sich sauberer herausheben. Mit den zurückgelegten Basilikumblättern garnieren und warm oder lauwarm servieren.

Tipps für einen gelungenen Gemüse-Clafoutis

  • Zucchini nicht zu dick schneiden: Scheiben von etwa 4–5 mm werden gleichmäßig gar und geben weniger Wasser ab als sehr dicke Stücke.
  • Das Vorgaren nicht auslassen: Besonders Zucchini und Tomaten enthalten viel Wasser. Durch das kurze Anbraten bleibt der fertige Clafoutis saftiger, ohne wässrig zu werden.
  • Gemüse kurz abkühlen lassen: Sehr heißes Gemüse kann die Eier bereits beim Einfüllen stellen und eine ungleichmäßige Konsistenz verursachen.
  • Nicht zu früh anschneiden: Die 10 Minuten nach dem Backen sind wichtig. Direkt aus dem Ofen ist die Masse noch besonders weich.
  • Bräunt die Oberfläche zu schnell, die Form während der letzten 10–15 Minuten locker abdecken und normal weiterbacken.
  • Die Form nicht zu klein wählen: In einer deutlich kleineren Form wird der Clafoutis dicker und benötigt entsprechend länger, bis die Mitte vollständig gestockt ist.

Varianten und Substitutionen

Andere Käsesorte: Ein milder geriebener Emmentaler oder Gouda funktioniert sehr gut. Ein kräftigerer Hartkäse sorgt dagegen für einen würzigeren Geschmack. Die Menge von 80 g kann unverändert bleiben.

Mehr Zucchini statt Paprika: Die rote Paprika kann durch etwa 150–180 g zusätzliche Zucchini ersetzt werden. Da Zucchini mehr Wasser enthält, sollte das Gemüse beim Vorgaren etwas länger gebraten werden.

Milch statt Sahne: Die 100 ml Sahne können durch dieselbe Menge Milch ersetzt werden. Der Clafoutis wird dadurch etwas leichter, aber auch weniger cremig und reichhaltig.

Andere Tomaten: Statt 200 g Kirschtomaten können feste normale Tomaten verwendet werden. Diese sollten entkernt und in kleinere Stücke geschnitten werden, damit nicht zu viel Flüssigkeit in die Eiermasse gelangt. Sommerlich mediterran wird es außerdem mit den griechisch gefüllten Auberginen mit Feta, Tomaten und Oliven.

Basilikum anpassen: Wer Basilikum dezenter mag, kann die Menge auf etwa 8–10 g reduzieren. Die übrigen Mengen und die Backzeit ändern sich dadurch nicht.

Haltbarkeit und Lagerung

Den vollständig abgekühlten Gemüse-Clafoutis in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verzehren. Reste sollten nach dem Essen möglichst rasch gekühlt und nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen gelassen werden. Zum Aufwärmen einzelne Stücke bei etwa 160 °C Ober-/Unterhitze für 10–15 Minuten in den Backofen geben, bis sie auch im Inneren heiß sind. Einfrieren ist portionsweise möglich, allerdings wird die Eiermasse nach dem Auftauen etwas weicher und das Gemüse kann mehr Flüssigkeit abgeben. Gefrorene Portionen am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen.

Häufige Fragen

Warum ist mein Gemüse-Clafoutis wässrig?

Meist stammt die überschüssige Flüssigkeit von Zucchini oder Tomaten. Deshalb wird das Gemüse vor dem Backen einige Minuten angebraten. Außerdem sollte es nicht direkt kochend heiß mit der Eiermasse vermischt werden.

Woher weiß ich, dass der Clafoutis vollständig durchgebacken ist?

Die Oberfläche sollte goldbraun und die Mitte sichtbar gestockt sein. Beim leichten Bewegen der Form darf das Zentrum nicht mehr flüssig schwappen. Ein hineingestochenes Messer sollte außerdem ohne rohe Eiermasse herauskommen.

Kann ich den Gemüse-Clafoutis schon vorher vorbereiten?

Das Gemüse kann einige Stunden vorher geschnitten und angebraten werden. Bewahre es bis zur Verwendung abgedeckt im Kühlschrank auf. Die Eiermasse sollte möglichst erst kurz vor dem Backen mit dem Gemüse kombiniert werden.

Schmeckt der Clafoutis auch kalt?

Ja, allerdings kommen Konsistenz und Aroma besonders gut zur Geltung, wenn er warm oder lauwarm serviert wird. Direkt aus dem Kühlschrank ist die Eiermasse deutlich fester. Für ein angenehmeres Ergebnis kann ein gekühltes Stück kurz im Backofen erwärmt werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.