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Haushaltstipps

Unkraut zwischen Pflastersteinen entfernen: Diese einfache Methode hält die Fugen länger sauber

Unkraut zwischen Pflastersteinen entfernen: Diese einfache Methode hält die Fugen länger sauber

Unkraut zwischen Pflastersteinen sieht nicht nur ungepflegt aus. Mit der Zeit können kräftige Wurzeln Fugenmaterial verdrängen, während Moos und Erde neuen Samen einen idealen Platz bieten. Zeitungspapier wird häufig als vermeintlich einfache Lösung genannt, doch auf befestigten Wegen ist mechanisches Entfernen zuverlässiger und sauberer. Entscheidend ist außerdem, die anschließend leeren Fugen wieder korrekt zu füllen. So lässt sich neuer Bewuchs deutlich erschweren, ohne Salz, Essig oder aggressive Mittel auf Terrasse und Gartenweg auszubringen.

Unkraut zwischen Pflastersteinen entfernen: Diese einfache Methode hält die Fugen länger sauber

Die zuverlässigste Methode: Unkraut samt Wurzeln aus den Fugen ziehen

Am einfachsten lässt sich Fugenbewuchs entfernen, wenn der Boden leicht feucht ist. Nach einem Regenschauer oder vorsichtigem Anfeuchten lösen sich viele Wurzeln leichter.

Benötigt werden:

  • 1 Fugenkratzer oder schmales Unkrautmesser
  • 1 harte Fugenbürste
  • Arbeitshandschuhe
  • 1 Besen
  • bei trockenem Boden etwa 1 Liter Wasser pro Quadratmeter

So geht es:

  1. Bei trockenem Wetter die Fugen leicht anfeuchten und 10 bis 20 Minuten warten. Sie sollen feucht, aber nicht schlammig sein.
  2. Größere Pflanzen möglichst tief greifen und langsam samt Wurzel herausziehen.
  3. Verbliebene Wurzeln mit dem Fugenkratzer lösen. Das Werkzeug dabei entlang der Fuge führen und nicht unter die Pflastersteine hebeln.
  4. Moos und lockere Erde anschließend mit einer harten Bürste entfernen.
  5. Pflanzenreste und herausgekratztes Material vollständig zusammenkehren.

Die Arbeit war erfolgreich, wenn in den Fugen keine grünen Pflanzenteile und möglichst wenige Wurzelreste zurückbleiben.

Die Methode funktioniert auf Beton- und Natursteinpflaster sowie vielen gepflasterten Gartenwegen. Bei empfindlichen Natursteinen keine Metallbürste verwenden, die Kratzer verursachen könnte.

Leere Fugen anschließend wieder auffüllen

Nach dem Auskratzen entsteht ein häufig übersehener Nachteil: Leere oder nur teilweise gefüllte Fugen bieten Samen und Erde erneut Platz. Deshalb sollte geeignetes Fugenmaterial ergänzt werden.

Welches Material richtig ist, hängt vom Aufbau des Pflasters ab. Bei klassisch ungebunden verlegten Pflasterflächen kommt häufig geeigneter Fugensand oder feines Brechsandmaterial zum Einsatz. Die Vorgaben des Pflasterherstellers beziehungsweise des vorhandenen Fugenaufbaus haben Vorrang.

Das trockene Material auf die vollständig abgetrocknete Fläche geben und mit einem Besen diagonal über die Pflasterung in die Fugen kehren. Vorgang wiederholen, bis die Fugen gleichmäßig gefüllt sind.

Die benötigte Menge hängt stark von Fugenbreite und Pflasterformat ab; deshalb ist eine pauschale Grammangabe hier nicht seriös. Nach einigen Tagen kontrollieren und abgesacktes Material ergänzen.

Eine gut gefüllte Fuge bietet neuem Unkraut weniger offenen Raum zum Keimen.

Kochendes Wasser nur dort einsetzen, wo es zulässig und materialverträglich ist

Heißes Wasser kann kleine Pflanzen schädigen, weil hohe Temperaturen Pflanzengewebe zerstören. Trotzdem ist diese Methode nicht für jede Pflasterfläche geeignet.

Wo die örtlichen Vorschriften und der Belag es erlauben, wird Wasser erhitzt und vorsichtig direkt auf einzelne unerwünschte Pflanzen gegeben. Es genügt, die Blätter und den unmittelbaren Wurzelbereich zu benetzen; die gesamte Fläche muss nicht überschwemmt werden.

Nach 24 bis 48 Stunden beginnen behandelte Pflanzen typischerweise zu welken. Abgestorbenes Material anschließend mit einem Fugenkratzer entfernen.

Vorsicht bei temperaturempfindlichen Belägen, beschichteten Flächen und angrenzenden Nutzpflanzen. Außerdem besteht erhebliche Verbrühungsgefahr: Kinder und Haustiere während der Anwendung fernhalten.

Bei tief wurzelnden mehrjährigen Pflanzen kann eine Behandlung nicht ausreichen, weil Teile der Wurzel überleben. Eine Alternative ganz ohne aggressive Chemie stellt Unkraut zwischen Pflastersteinen entfernen: Diese einfache Methode wirkt ohne aggressive Chemie vor.

Regelmäßiges Kehren verhindert neuen Bewuchs besser als viele Hausmittel

Zwischen Pflastersteinen wächst Unkraut häufig nicht aus dem Untergrund durch meterdicke Schichten nach oben. Samen gelangen vielmehr von außen in die Fugen und finden dort zusammen mit Staub und organischem Material günstige Keimbedingungen.

Deshalb lohnt sich eine erstaunlich einfache Vorbeugung: Die Fläche während der Vegetationsperiode etwa einmal pro Woche gründlich kehren.

Verwende einen stabilen Straßenbesen und entferne Erde, trockene Blätter, Samen und Pflanzenreste besonders sorgfältig aus den Fugen. Nach windigen Tagen oder starkem Laubfall kann zusätzliches Kehren sinnvoll sein.

Junge Keimlinge sofort von Hand herausziehen. Bei Pflanzen mit nur wenigen Blättern dauert das häufig nur Sekunden. Wartet man dagegen mehrere Wochen, können sich wesentlich stärkere Wurzeln entwickeln.

Diese Methode funktioniert ohne zusätzliche Stoffe und schont angrenzende Beete.

Warum Zeitungspapier auf Pflasterfugen keine gute Dauerlösung ist

Zeitung oder Karton können im Beet als Teil einer Mulchmethode Licht abschirmen und dadurch vorhandenen Bewuchs unterdrücken. Zwischen Pflastersteinen ist das Prinzip jedoch wenig praktisch.

Papier wird durch Regen nass, kann verrutschen und zerfällt schließlich. Außerdem beseitigt ein kurzfristig aufgelegtes Blatt Papier weder dauerhaft vorhandene Wurzeln noch verhindert es, dass später neue Samen in den Fugen keimen.

Für Beete ist die Situation anders: Dort kann unbeschichteter Karton unter einer ausreichend dicken organischen Mulchschicht zeitweise zur Unterdrückung vorhandener Vegetation eingesetzt werden. Direkt auf einem regelmäßig begangenen Pflasterweg ist mechanisches Entfernen mit anschließendem Auffüllen der Fugen die sinnvollere Methode.

Glänzend beschichtetes oder stark bedrucktes Verpackungsmaterial sollte nicht einfach im Garten verteilt werden.

Fehler, die man vermeiden sollte

Salz auf die Fugen streuen: Salz kann Pflanzen, Boden und angrenzende Gartenbereiche schädigen und ist als Unkrautbekämpfung auf befestigten Flächen je nach Land beziehungsweise örtlichen Vorschriften unzulässig.

Essig als Unkrautvernichter einsetzen: Haushaltsessig ist nicht automatisch ein zulässiges Pflanzenschutzmittel. Außerdem kann Säure bestimmte Steinoberflächen und Fugenmaterialien angreifen.

Nur die Blätter abreißen: Bleiben kräftige Wurzeln im Untergrund, treiben viele mehrjährige Arten erneut aus.

Fugen nach dem Auskratzen leer lassen: In offenen Vertiefungen sammeln sich schnell wieder Staub, Erde und Samen.

Mit dem Hochdruckreiniger zu aggressiv arbeiten: Ein starker Wasserstrahl kann Fugenmaterial herausspülen und empfindliche Oberflächen beschädigen.

Für noch bessere Ergebnisse

Kontrolliere Pflasterwege besonders im Frühjahr und Frühsommer, wenn zahlreiche Samen keimen. Kleine Pflanzen lassen sich erheblich leichter entfernen als ausgewachsene Exemplare. Bildet sich im Frühjahr zusätzlich grüner Belag an der Wand, hilft Grüner Belag an der Hauswand? So wird die Fassade wieder sauber.

Liegt die Pflasterfläche direkt neben einem Beet oder Rasen, sollte beim Mähen und Jäten möglichst wenig Pflanzenmaterial auf den Weg gelangen.

Bei dauerhaft breiten, ausgewaschenen oder instabilen Fugen sollte nicht einfach immer mehr Sand nachgefüllt werden. In diesem Fall kann eine fachgerechte Überprüfung des Pflasteraufbaus sinnvoll sein.

Fragen und Antworten

Hilft Zeitung wirklich gegen Unkraut?

In Beeten kann eine ausreichend abgedeckte Papier- oder Kartonschicht vorübergehend Licht blockieren. Für Pflasterfugen ist Zeitung jedoch keine zuverlässige Dauerlösung.

Wann lässt sich Fugenunkraut am leichtesten entfernen?

Nach leichtem Regen oder nachdem die Fugen angefeuchtet wurden. Nach etwa 10 bis 20 Minuten lässt sich das Wurzelwerk häufig leichter aus dem feuchten Material ziehen.

Darf ich Essig oder Salz gegen Unkraut verwenden?

Das hängt auch von den örtlichen Vorschriften ab. Auf befestigten Flächen können solche Anwendungen eingeschränkt oder verboten sein. Salz sollte wegen möglicher Schäden an Pflanzen und Boden nicht als Unkrautmittel eingesetzt werden.

Wie verhindert man, dass das Unkraut schnell zurückkommt?

Wurzeln möglichst vollständig entfernen, die Fugen passend zum Pflasteraufbau wieder auffüllen und regelmäßig Erde sowie Samen wegkehren. Neue Keimlinge am besten entfernen, solange sie noch klein sind.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.