Butterzarter Hummer aus dem Ofen – mit Knoblauch-Zitronen-Butter wie im Restaurant
Butterzarter Hummer aus dem Ofen – mit Knoblauch-Zitronen-Butter wie im Restaurant
Saftiges Hummerfleisch, aromatische Knoblauchbutter und ein Hauch Zitrone: Dieses Gericht sieht beeindruckend aus, lässt sich aber auch von Einsteigern gut zu Hause zubereiten. Entscheidend ist eine kurze, kontrollierte Garzeit, denn Hummer wird bei zu langer Hitze schnell trocken und zäh. Die Butter hält das freigelegte Fleisch saftig, während Knoblauch, Petersilie und Zitrone für ein frisches, würziges Aroma sorgen. Serviert direkt aus dem Ofen ist dieser Hummer ein besonderer Hauptgang für ein festliches Essen, ein gemütliches Wochenende oder ein Dinner, bei dem mit wenigen Zutaten etwas Besonderes auf den Tisch kommen soll.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: keine
- Garzeit: 15–20 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 40 Minuten
- Portionen: 2 Personen
- Schwierigkeitsgrad: Mittel
- Benötigte Form: Auflaufform oder Backblech, ca. 30 × 25 cm
- Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft
Zutaten
- 2 rohe Hummerschwänze mit Schale, je etwa 250–300 g
- 80 g Butter
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Bio-Zitrone
- 2 EL fein gehackte glatte Petersilie
- ½ TL mildes Paprikapulver
- ¼ TL Chiliflocken, optional
- ½ TL Salz
- ¼ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Hummerschwänze vorbereiten
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Die Hummerschwänze unter kaltem Wasser kurz abspülen und mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen. Mit einer stabilen Küchenschere die obere Schale der Länge nach mittig aufschneiden. Dabei am Schwanzende stoppen und das Fleisch möglichst nicht durchschneiden. - Hummerfleisch aus der Schale heben
Die aufgeschnittene Schale vorsichtig auseinanderdrücken. Das Fleisch mit den Fingern langsam von den Seiten und vom Boden der Schale lösen, dabei das hintere Ende mit der Schale verbunden lassen. Anschließend das Fleisch nach oben ziehen und auf die geöffnete Schale legen. Falls ein dunkler Darmfaden sichtbar ist, diesen vollständig entfernen. Die vorbereiteten Hummerschwänze nebeneinander in die Auflaufform setzen. - Knoblauch-Zitronen-Butter zubereiten
Die 80 g Butter bei niedriger Hitze in einem kleinen Topf schmelzen. Sie soll flüssig werden, aber nicht braun werden. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder pressen. Die Zitrone gründlich waschen, etwa 1 Teelöffel Schale fein abreiben und anschließend 1 Esslöffel Zitronensaft auspressen.
Knoblauch, Zitronenabrieb, Zitronensaft, 1 EL Petersilie, Paprikapulver, Chiliflocken, Salz und Pfeffer unter die geschmolzene Butter rühren. - Hummer großzügig bestreichen
Etwa zwei Drittel der warmen Knoblauchbutter mit einem Küchenpinsel oder Löffel gleichmäßig über das freigelegte Hummerfleisch verteilen. Besonders die Einschnitte und Seiten leicht mit Butter benetzen. Den Rest der Butter für das Servieren beiseitestellen.
Das Fleisch sollte glänzend mit Butter überzogen sein, aber nicht vollständig darin schwimmen. - Im Ofen garen
Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und die Hummerschwänze zunächst 12 Minuten garen. Anschließend kontrollieren. Je nach Größe benötigen Schwänze von 250–300 g insgesamt ungefähr 15–20 Minuten.
Das Fleisch verändert sich beim Garen von durchscheinend-grau zu vollständig weiß und undurchsichtig. Die Schale bekommt gleichzeitig eine kräftige orange-rote Farbe. Für besonders zuverlässiges Garen kann die Kerntemperatur an der dicksten Stelle geprüft werden; sie sollte etwa 63 °C erreichen. - Butter nochmals auftragen
Sobald der Hummer gar ist, die Form aus dem Ofen nehmen. Die zurückbehaltene Knoblauch-Zitronen-Butter noch einmal kurz erwärmen und über das heiße Fleisch geben. Dadurch bekommt die Oberfläche den appetitlichen Glanz und bleibt saftig.
Die restliche 1 EL Petersilie darüberstreuen. - Sofort servieren
Die übrige Zitrone in Spalten schneiden und zusammen mit den Hummerschwänzen servieren. Hummer schmeckt unmittelbar nach dem Garen am besten, solange das Fleisch heiß, saftig und zart ist und die Butter noch flüssig über der Oberfläche liegt.
Tipps für perfekten Hummer
Nicht zu lange garen: Das ist der wichtigste Punkt. Übergartes Hummerfleisch wird fest und gummiartig. Kontrolliere deshalb lieber etwas früher und verlängere die Garzeit bei Bedarf in 2-Minuten-Schritten.
Gleich große Hummerschwänze verwenden: So sind beide ungefähr zur gleichen Zeit fertig. Bei deutlich unterschiedlichen Größen den kleineren Schwanz entsprechend früher aus dem Ofen nehmen.
Butter nur sanft schmelzen: Wird sie stark erhitzt oder gebräunt, verändert sich ihr Geschmack. Für diese Zubereitung soll sie lediglich flüssig sein.
Das Fleisch sorgfältig lösen: Beim Herausheben nicht daran reißen. Bleibt das Schwanzende befestigt, behält der Hummer seine attraktive Form und lässt sich nach dem Garen leichter servieren.
Kerntemperatur statt Farbe nutzen: Gerade bei unterschiedlich großen Hummerschwänzen ist ein Küchenthermometer die zuverlässigste Kontrolle. An der dicksten Stelle messen, ohne die Schale zu berühren.
Knoblauch fein zerkleinern: Große Stücke können bei der hohen Ofentemperatur schneller dunkel werden und bitter schmecken.
Varianten und Substitutionen
Ohne Chili: Für eine besonders milde Variante die Chiliflocken einfach weglassen. An Garzeit und Konsistenz ändert sich dadurch nichts.
Mehr Zitronenaroma: Wer es frischer mag, kann beim Servieren etwas zusätzlichen Zitronensaft über das gegarte Fleisch träufeln. Zu viel Säure sollte jedoch vermieden werden, damit der feine Hummergeschmack erhalten bleibt.
Mit Kräuterbutter: Die Petersilie lässt sich durch fein geschnittenen Schnittlauch ersetzen. Dadurch wird das Aroma etwas milder und leicht zwiebelartig.
Mit geräuchertem Paprikapulver: Statt mildem Paprikapulver kann dieselbe Menge geräuchertes Paprikapulver verwendet werden. Das Gericht bekommt dadurch eine deutlich kräftigere, rauchige Note.
Kleinere Hummerschwänze: Bei Exemplaren unter 200 g bereits nach etwa 10–12 Minuten kontrollieren. Sie können wesentlich schneller gar sein als die hier verwendeten 250–300-g-Schwänze.
Conservation
Hummer sollte möglichst direkt nach dem Garen gegessen werden. Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, luftdicht verpacken und im Kühlschrank bei höchstens 4 °C aufbewahren. Innerhalb von 1–2 Tagen verbrauchen. Zum Erwärmen das Fleisch abgedeckt und mit etwas von der Butter bei niedriger Temperatur erhitzen, damit es nicht austrocknet.
Bereits gegarten Hummer kann man einfrieren, allerdings leidet die zarte Konsistenz etwas darunter. Luftdicht verpackt einfrieren und zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen. Einmal aufgetauten Hummer nicht unnötig lange aufbewahren.
Häufige Fragen
Kann ich tiefgekühlte Hummerschwänze verwenden?
Ja. Sie müssen vor der Zubereitung vollständig im Kühlschrank auftauen. Anschließend trocken tupfen und wie im Rezept beschrieben vorbereiten. Nicht bei Raumtemperatur auftauen.
Woran erkenne ich, dass der Hummer fertig ist?
Das Fleisch ist vollständig weiß und undurchsichtig und die Schale kräftig orange-rot. Am zuverlässigsten ist eine Kerntemperatur von etwa 63 °C an der dicksten Stelle.
Warum wird Hummer manchmal zäh?
Fast immer liegt es an einer zu langen Garzeit. Hummerfleisch enthält wenig Spielraum zwischen saftig gegart und übergart. Deshalb nach der angegebenen Mindestzeit regelmäßig kontrollieren.
Was passt als Beilage dazu?
Sehr gut passen knuspriges Brot, Ofenkartoffeln, Reis oder ein einfacher grüner Salat. Diese Beilagen nehmen die aromatische Knoblauch-Zitronen-Butter hervorragend auf, ohne den feinen Geschmack des Hummers zu überdecken.
