Deftige Bratwurstpfanne mit Senf und Zwiebeln – würzig, saftig und herrlich cremig
Deftige Bratwurstpfanne mit Senf und Zwiebeln – würzig, saftig und herrlich cremig
Diese Bratwurstpfanne mit Senf und Zwiebeln ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes, herzhaftes Familienessen auf den Tisch soll. Die Bratwürste werden rundherum kräftig gebräunt und anschließend zusammen mit weichen Zwiebeln in einer würzigen Senfsoße fertig gegart. Körniger Senf bringt eine angenehme Schärfe und feine Säure, während Butter und Brühe für eine vollmundige Soße sorgen. Frischer Thymian rundet das Ganze aromatisch ab. Besonders praktisch: Für die komplette Zubereitung braucht man nur eine große Pfanne. Dazu passen Kartoffelpüree, Salzkartoffeln, Brot oder ein einfacher grüner Salat.
Informationen praktisch
- Vorbereitung: 10 Minuten
- Ruhezeit: keine
- Garzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: 40 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Benötigtes Kochgeschirr: große Pfanne, etwa 28 cm Durchmesser
Zutaten
- 600 g rohe Schweinsbratwürste, etwa 6 Stück
- 300 g Zwiebeln, etwa 2 große Zwiebeln
- 15 g Butter
- 15 ml neutrales Pflanzenöl
- 200 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
- 40 g körniger Senf
- 4 Zweige frischer Thymian
Zubereitung
- Zwiebeln vorbereiten
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in etwa 4–5 mm dicke Halbringe schneiden. Die Bratwürste aus dem Kühlschrank nehmen und mit Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen. Dadurch lassen sie sich später besser anbraten und bekommen schneller eine appetitliche braune Oberfläche. - Bratwürste kräftig anbraten
Eine große Pfanne mit etwa 28 cm Durchmesser auf mittlere bis mittelhohe Hitze stellen. Das Pflanzenöl hineingeben und kurz erhitzen. Die Bratwürste einlegen und etwa 7–8 Minuten anbraten. Dabei regelmäßig wenden, sodass sie möglichst gleichmäßig goldbraun werden.
Die Würste müssen zu diesem Zeitpunkt innen noch nicht vollständig durchgegart sein. Wichtig ist zunächst die kräftige Bräunung. Anschließend die Würste aus der Pfanne nehmen und kurz beiseitestellen. - Zwiebeln langsam weich braten
Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und die Butter in dieselbe Pfanne geben. Sobald sie geschmolzen ist, die vorbereiteten Zwiebeln hinzufügen.
Unter regelmäßigem Rühren etwa 7–8 Minuten braten. Die Zwiebeln sollen weich und leicht goldgelb werden, aber nicht dunkel oder knusprig. Die beim Braten der Würste entstandenen Röststoffe am Pfannenboden dürfen dabei erhalten bleiben – sie geben der Soße später besonders viel Geschmack. - Senfsoße ansetzen
Die Brühe zu den Zwiebeln gießen. Mit einem Holzlöffel oder Pfannenwender über den Boden fahren und die Röststoffe sorgfältig lösen.
Den körnigen Senf einrühren und alles für etwa 2 Minuten leicht köcheln lassen. Zwei Thymianzweige in die Soße legen. Sie sollte jetzt würzig duften und noch relativ flüssig sein, da sie beim weiteren Garen deutlich reduziert. - Bratwürste in der Soße fertig garen
Die angebratenen Bratwürste wieder zwischen die Zwiebeln in die Pfanne legen. Die Hitze so einstellen, dass die Flüssigkeit nur sanft köchelt.
Die Würste 10–12 Minuten fertig garen und währenddessen ein- bis zweimal wenden. Die Pfanne nicht vollständig abdecken, damit überschüssige Flüssigkeit verdampfen und die Soße etwas eindicken kann.
Am Ende sollen die Zwiebeln sehr weich sein und die Würste von einer glänzenden, leicht gebundenen Senfsoße umgeben sein. Bei rohen Schweinsbratwürsten darauf achten, dass sie vollständig durchgegart sind; im Inneren sollten mindestens 70 °C erreicht werden. - Soße fertigstellen und servieren
Die beiden mitgekochten Thymianzweige entfernen. Falls die Soße noch zu dünn erscheint, die Würste kurz herausnehmen und die Flüssigkeit weitere 1–2 Minuten etwas stärker einkochen lassen.
Die restlichen zwei Thymianzweige abzupfen und die frischen Blättchen über die fertige Bratwurstpfanne streuen. Direkt heiß servieren. Besonders gut schmeckt die kräftige Zwiebel-Senf-Soße zu Kartoffeln oder frischem Brot, mit dem sich auch der letzte Rest aus der Pfanne aufnehmen lässt.
Tipps für eine perfekte Bratwurstpfanne
- Bratwürste nicht einstechen: Beim Anbraten sollte die Haut möglichst intakt bleiben. So verlieren die Würste weniger Fleischsaft und bleiben saftiger.
- Die Pfanne ausreichend vorheizen: Ist sie zu kalt, werden die Würste eher grau als goldbraun. Gleichzeitig sollte die Temperatur nicht so hoch sein, dass die Haut verbrennt, bevor die Würste Farbe bekommen.
- Zwiebeln nicht hastig braten: Mittlere Hitze ist ideal. Langsam weich gebratene Zwiebeln entwickeln eine natürliche Süße, die hervorragend mit dem kräftigen Senf harmoniert.
- Senf nicht zu stark einkochen: Die Soße sollte die Zwiebeln und Würste umhüllen, aber noch genügend Flüssigkeit zum Servieren enthalten.
- Gargrad kontrollieren: Besonders dicke rohe Bratwürste können etwas länger benötigen. Ein Küchenthermometer ist die zuverlässigste Methode zur Kontrolle.
Varianten und Substitutionen
Andere Bratwürste: Statt Schweinsbratwurst können rohe Geflügelbratwürste verwendet werden. Sie schmecken etwas leichter, müssen aber ebenfalls vollständig durchgegart werden.
Dijon-Senf: Körniger Senf lässt sich durch Dijon-Senf ersetzen. Die Soße wird dadurch glatter und meist etwas schärfer. Bei kräftigem Dijon-Senf reichen zunächst etwa 30 g.
Gemüsebrühe: Wer keine Fleischbrühe verwenden möchte, nimmt die gleiche Menge Gemüsebrühe. Das Ergebnis wird etwas leichter, funktioniert aber problemlos.
Getrockneter Thymian: Wenn kein frischer Thymian verfügbar ist, können etwa 2 g getrockneter Thymian verwendet werden. Dieser wird direkt zusammen mit dem Senf in die Flüssigkeit eingerührt.
Mildere Senfnote: Für Familien, die Senf nur dezent mögen, kann die Menge auf 25–30 g reduziert werden. Dadurch bleibt die Zwiebelsoße milder, ohne ihren charakteristischen Geschmack zu verlieren.
Aufbewahrung
Reste zunächst abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden in einen gut verschlossenen Behälter geben. Im Kühlschrank hält sich die Bratwurstpfanne etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen alles in einer Pfanne bei mittlerer Hitze gründlich erhitzen. Falls die Soße stark eingedickt ist, kann eine kleine Menge Wasser hinzugegeben werden.
Die vollständig abgekühlte Bratwurstpfanne lässt sich außerdem portionsweise einfrieren und etwa 2 Monate aufbewahren. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig durcherhitzen. Bereits aufgewärmte Reste sollten nicht mehrfach erneut gekühlt und erhitzt werden.
Fragen häufig
Kann ich die Bratwürste direkt in der Soße garen?
Technisch funktioniert das, geschmacklich ist vorheriges Anbraten jedoch deutlich besser. Die goldbraune Oberfläche und die Röststoffe in der Pfanne sorgen für wesentlich mehr Aroma in der fertigen Soße.
Warum wird meine Senfsoße zu dünn?
Meist wurde sie nicht lange genug ohne Deckel reduziert. Die Würste kurz herausnehmen und die Soße unter leichtem Köcheln noch 2–4 Minuten einkochen lassen. Die Zwiebeln helfen zusätzlich dabei, eine natürliche Bindung zu erzeugen.
Welche Beilage passt am besten dazu?
Kartoffelpüree passt besonders gut, weil es die würzige Zwiebel-Senf-Soße aufnimmt. Ebenso eignen sich Salzkartoffeln oder kräftiges Bauernbrot. Für eine leichtere Mahlzeit kann die Bratwurstpfanne mit einem grünen Salat serviert werden.
Kann ich die Bratwurstpfanne vorbereiten?
Ja. Die Zwiebeln können einige Stunden vorher geschnitten werden. Das komplette Gericht lässt sich ebenfalls vorbereiten und später vorsichtig wieder erhitzen. Frisch angebraten schmecken die Würste allerdings am besten, da ihre Oberfläche dann noch besonders appetitlich gebräunt ist.
