Deftiger Rinderschmortopf mit Kartoffeln und Möhren – butterzart und herrlich sämig
Deftiger Rinderschmortopf mit Kartoffeln und Möhren – butterzart und herrlich sämig
Dieser Rinderschmortopf ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes, herzhaftes Familienessen gefragt ist. Das Rindfleisch wird zunächst kräftig angebraten und anschließend langsam in einer würzigen Sauce geschmort. Dadurch wird es wunderbar zart, während Kartoffeln und Möhren den aromatischen Sud aufnehmen. Die Sauce wird beim langen Schmoren von selbst vollmundig und leicht sämig. Besonders praktisch: Fast alles gart in einem einzigen Topf. Die Vorbereitung ist überschaubar, und danach übernimmt der Ofen den größten Teil der Arbeit. Ein wärmendes Schmorgericht, das sich außerdem hervorragend vorbereiten und am nächsten Tag wieder aufwärmen lässt.

Informationen praktische
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit: keine
- Garzeit: ca. 2 Stunden 15 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 40 Minuten
- Portionen: 6
- Schwierigkeit: einfach
- Topfgröße: schwerer Schmortopf oder Bräter mit Deckel, ca. 5–6 Liter
- Backofen: 160 °C Ober-/Unterhitze oder 140 °C Umluft
Zutaten
- 1 kg Rinderschmorfleisch, z. B. aus Schulter oder Wade
- 900 g festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 400 g Möhren
- 2 große Zwiebeln, ca. 250 g
- 3 Knoblauchzehen
- 30 ml Pflanzenöl
- 30 g Tomatenmark
- 20 g Mehl
- 750 ml Rinderbrühe
- 150 ml Kochsahne
- 2 Lorbeerblätter
- 1 TL getrockneter Thymian
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
- 1/2 TL Chiliflocken
- 1 1/2 TL Salz
- 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 15 g frische Petersilie
Zubereitung
- Gemüse und Fleisch vorbereiten.
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kartoffeln schälen und in etwa 4 cm große Stücke schneiden. Möhren schälen und in ungefähr 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebeln würfeln und Knoblauch fein hacken. Das Rindfleisch in etwa 4–5 cm große Stücke schneiden und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Mit etwa der Hälfte von Salz und Pfeffer würzen. - Rindfleisch kräftig anbraten.
Das Pflanzenöl in einem schweren Schmortopf stark erhitzen. Das Fleisch in 2 bis 3 Portionen hineingeben und jeweils etwa 4–5 Minuten rundherum kräftig bräunen. Den Topf nicht überfüllen, sonst tritt zu viel Flüssigkeit aus und das Fleisch kocht statt zu braten. Die gebräunten Fleischstücke anschließend kurz auf einen Teller geben. - Aromatische Grundlage herstellen.
Die Zwiebeln in denselben Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten anschwitzen. Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden rühren. Tomatenmark einrühren und ungefähr 1 Minute anrösten. Danach das Mehl darüberstreuen und gründlich unterrühren. So bekommt die spätere Sauce eine angenehm gebundene Konsistenz. - Schmorsauce ansetzen.
Unter ständigem Rühren zunächst etwa 200 ml Rinderbrühe zugießen und den Bratensatz mit einem Holzlöffel vom Topfboden lösen. Anschließend die restliche Brühe sowie Kochsahne hinzufügen. Thymian, Majoran, Paprikapulver, Chiliflocken, Lorbeerblätter und das restliche Salz und Pfeffer einrühren. Das angebratene Fleisch samt ausgetretenem Fleischsaft wieder in den Topf geben. - Das Fleisch langsam schmoren.
Die Flüssigkeit auf dem Herd kurz aufkochen lassen. Den Topf anschließend mit dem Deckel verschließen und auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen. Das Fleisch zunächst 1 Stunde 15 Minuten bei 160 °C Ober-/Unterhitze schmoren. Es sollte danach bereits deutlich weicher sein, aber noch nicht vollständig zerfallen. - Kartoffeln und Möhren dazugeben.
Den Bräter vorsichtig aus dem Ofen nehmen. Kartoffeln und Möhren unter die Sauce heben, sodass möglichst viele Stücke zumindest teilweise mit Flüssigkeit bedeckt sind. Den Deckel wieder aufsetzen und den Schmortopf weitere 45–55 Minuten in den Ofen stellen. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sich ein Messer ohne großen Widerstand hineinstechen lässt. Das Fleisch sollte sich leicht mit einer Gabel zerteilen lassen. - Sauce vollenden und servieren.
Den fertigen Schmortopf aus dem Ofen nehmen und die Lorbeerblätter entfernen. Ist die Sauce noch etwas dünn, den Topf ohne Deckel für 5–10 Minuten auf dem Herd sanft köcheln lassen. Dabei gelegentlich vorsichtig umrühren, damit die Kartoffeln nicht zerfallen. Petersilie fein hacken und unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen. Den Eintopf 5 Minuten stehen lassen und anschließend heiß servieren.
Tipps für einen besonders guten Rinderschmortopf
- Fleisch trocken anbraten: Feuchte Fleischstücke entwickeln deutlich weniger Röstaromen. Deshalb das Rindfleisch vor dem Braten sorgfältig trocken tupfen.
- In mehreren Portionen arbeiten: Zwischen den Fleischstücken sollte beim Anbraten etwas Platz bleiben. So entsteht die kräftige braune Oberfläche, die der Sauce später Geschmack gibt.
- Nicht zu heiß schmoren: Rinderschmorfleisch braucht vor allem Zeit. Eine moderate Ofentemperatur sorgt dafür, dass das Bindegewebe langsam weich wird.
- Kartoffeln später hinzufügen: Würden sie von Anfang an über zwei Stunden mitgaren, könnten sie zerfallen und die Sauce zu stark eindicken.
- Garzeit nach dem Fleisch beurteilen: Je nach Fleischstück kann es 15–30 Minuten länger dauern. Fertig ist es, wenn eine Gabel nahezu ohne Widerstand hineingleitet.
- Sauce erst am Ende beurteilen: Während des Schmorens geben Fleisch und Gemüse Flüssigkeit ab. Deshalb nicht vorschnell zusätzliche Brühe einfüllen.
Varianten und Substitutionen
Ohne Sahne: Die 150 ml Kochsahne können durch weitere 150 ml Rinderbrühe ersetzt werden. Die Sauce wird dadurch weniger cremig und etwas kräftiger im Geschmack.
Mit mehr Gemüse: 200 g der Kartoffeln können durch 200 g Pastinaken ersetzt werden. Diese ebenfalls in größere Stücke schneiden und zusammen mit den Kartoffeln hinzufügen. Sie bringen eine leicht süßliche Note mit.
Milder für Kinder: Die Chiliflocken einfach weglassen. Paprika, Thymian und Majoran reichen aus, um dem Schmorgericht ein kräftiges Aroma zu geben.
Etwas dickere Sauce: Wer eine besonders sämige Konsistenz bevorzugt, kann am Ende einige weich gegarte Kartoffelstücke direkt in der Sauce mit einer Gabel leicht zerdrücken. Dadurch bindet sie auf natürliche Weise stärker.
Conservation
Den Rinderschmortopf vollständig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in einen gut verschlossenen Behälter füllen. Im Kühlschrank hält er sich bei höchstens 4 °C etwa 2–3 Tage. Zum Einfrieren portionsweise luftdicht verpacken und bis zu 3 Monate lagern. Kartoffeln können nach dem Auftauen etwas weicher werden. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend im Topf unter gelegentlichem Rühren vollständig durcherhitzen. Falls die Sauce zu dick geworden ist, etwas Wasser hinzufügen.
Questions fréquentes
Warum ist mein Rindfleisch nach zwei Stunden noch zäh?
Manche Fleischstücke benötigen länger. Den Topf wieder abdecken und weitere 20–30 Minuten schmoren. Entscheidend ist nicht nur die angegebene Zeit, sondern dass sich das Fleisch mit einer Gabel leicht zerteilen lässt.
Kann ich den Rinderschmortopf schon am Vortag kochen?
Ja. Schmorgerichte eignen sich sehr gut zum Vorbereiten. Nach dem Kochen zügig abkühlen, kalt stellen und am nächsten Tag langsam und vollständig erhitzen. Falls nötig, etwas Wasser dazugeben.
Warum werden die Kartoffeln erst später hinzugefügt?
Das Fleisch braucht wesentlich länger als Kartoffeln und Möhren. Durch die spätere Zugabe bleiben die Kartoffelstücke in Form, während das Rindfleisch genügend Zeit bekommt, wirklich zart zu werden.
Kann ich den Schmortopf komplett auf dem Herd zubereiten?
Ja. Nach dem Aufkochen bei sehr niedriger Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 1 Stunde 15 Minuten schmoren, dann Kartoffeln und Möhren hinzufügen und weitere 45–55 Minuten sanft garen. Dabei regelmäßig kontrollieren und vorsichtig umrühren, damit am Topfboden nichts ansetzt.
