Herzhafte Rinderhackfleisch-Pfanne in Tomatensauce
Sobald das Tomatenmark im heißen Topf zu rösten beginnt und Oregano und Thymian dazukommen, riecht die ganze Küche nach Sonntagsessen – dabei stehen hier nur 600 g Rinderhack, etwas Suppengemüse und eine Dose Tomaten auf der Zutatenliste. Das eigentliche Geheimnis dieser Pfanne ist das langsame Schmoren: 20 Minuten sanftes Köcheln machen aus einfachen Zutaten eine kräftige, sämige Sauce, die zu Spaghetti genauso passt wie zu Kartoffelpüree oder frischem Bauernbrot. Und weil sie sich problemlos vorbereiten und aufwärmen lässt, ist sie ein verlässliches Alltagsgericht für die ganze Familie.

Auf einen Blick
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Ruhezeit: 5 Minuten
- Garzeit: 35 Minuten
- Gesamtzeit: 55 Minuten
- Portionen: 4 Personen
- Schwierigkeit: Einfach
- Topf: Schmortopf oder tiefe Pfanne mit mindestens 28 cm Durchmesser und Deckel
Zutaten
- 600 g Rinderhackfleisch
- 1 EL Olivenöl
- 1 große Zwiebel (ca. 150 g), fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 kleine Karotte (ca. 80 g), fein gewürfelt
- 1 Stange Sellerie (ca. 60 g), fein gewürfelt
- 2 EL Tomatenmark
- 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
- 150 ml Rinderbrühe
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 TL getrockneter Oregano
- ½ TL getrockneter Thymian
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- 1 TL Salz
- 2 EL gehacktes Basilikum
Zubereitung
- Gemüse anschwitzen
Das Olivenöl in einem Schmortopf oder einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel, Karotte und Sellerie hineingeben und etwa 5 Minuten glasig dünsten. Den Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden mitbraten, bis er angenehm duftet. - Hackfleisch kräftig anbraten
Das Rinderhackfleisch zum Gemüse geben und bei mittlerer bis hoher Hitze 8 bis 10 Minuten anbraten. Das Fleisch dabei mit einem Kochlöffel zerkleinern und regelmäßig umrühren. Es sollte vollständig durchgegart und leicht gebräunt sein. Überschüssige Flüssigkeit sollte nahezu vollständig verdampft sein. - Tomatenmark und Gewürze zufügen
Das Tomatenmark einrühren und etwa 2 Minuten mitrösten. Anschließend Paprikapulver, Oregano, Thymian, Salz und Pfeffer unterrühren. Das kurze Rösten intensiviert die Aromen und verleiht der Sauce mehr Tiefe. - Sauce schmoren
Die gehackten Tomaten und die Rinderbrühe hinzufügen und alles gründlich vermengen. Die Sauce einmal aufkochen, anschließend die Hitze reduzieren und den Topf halb abdecken. Die Mischung 20 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. - Abschmecken und verfeinern
Das gehackte Basilikum unterrühren und die Sauce nochmals 2 Minuten ziehen lassen. Die Konsistenz sollte nun dickflüssig und sämig sein. Falls nötig, mit etwas Salz oder Pfeffer abschmecken. - Servieren
Die Hackfleisch-Pfanne 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend heiß servieren. Besonders gut passt sie zu frisch gekochten Spaghetti, Kartoffelpüree, Reis oder knusprigem Bauernbrot. Die Sauce sollte das Fleisch vollständig umhüllen und eine kräftige, glänzende Farbe besitzen.
So gelingt es besonders gut
- Das Hackfleisch portionsweise anbraten, wenn der Topf klein ist. So bräunt es besser statt zu kochen.
- Das Tomatenmark immer kurz mitrösten, damit sein Aroma intensiver wird.
- Gemüse möglichst gleichmäßig fein würfeln, damit es gleichmäßig gart.
- Die Sauce bei niedriger Hitze köcheln lassen – so entwickelt sie einen volleren Geschmack.
- Vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Zutaten austauschen – so geht es
- Rinderhackfleisch kann vollständig durch gemischtes Hackfleisch ersetzt werden. Die Sauce wird dadurch etwas kräftiger und saftiger.
- Statt gehackter Tomaten eignen sich passierte Tomaten für eine besonders feine Sauce.
- Wer eine schärfere Variante bevorzugt, kann edelsüßes Paprikapulver teilweise durch scharfes Paprikapulver ersetzen.
- Frisches Basilikum lässt sich durch frische Petersilie ersetzen. Das Ergebnis schmeckt etwas milder.
- Für eine mediterrane Note können zusätzlich fein gewürfelte Champignons anstelle der Karotte verwendet werden. Dadurch verändert sich die Konsistenz leicht und die Sauce wird besonders herzhaft.
Aus derselben Grundidee – Hackfleisch plus Gemüse – entstehen übrigens auch die beliebten Zucchini-Röllchen mit Hackfleisch.
So bleibt es frisch
Die Hackfleisch-Pfanne vollständig abkühlen lassen und anschließend in einem luftdicht verschlossenen Behälter bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Erwärmen die Sauce langsam in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und gelegentlich umrühren. Sie kann außerdem bis zu 3 Monate eingefroren werden. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und anschließend gründlich erhitzen, bis die gesamte Sauce gleichmäßig heiß ist.
Häufige Fragen
Kann ich das Gericht vorbereiten?
Ja. Die Sauce schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch aromatischer, da die Gewürze gut durchziehen können.
Warum wird meine Hackfleischsauce wässrig?
Meist wurde das Hackfleisch nicht lange genug angebraten oder die Sauce zu kurz gekocht. Eine längere Schmorzeit sorgt für eine sämigere Konsistenz.
Welches Hackfleisch eignet sich am besten?
Rinderhackfleisch ergibt eine kräftige, aromatische Sauce mit wenig Fett. Gemischtes Hackfleisch sorgt für ein etwas saftigeres Ergebnis.
Wozu passt dieses Hackfleischgericht?
Neben Spaghetti schmeckt die Sauce hervorragend zu Reis, Kartoffelpüree, Gnocchi, Bandnudeln oder frischem Baguette. Auch als Füllung für Lasagne oder überbackene Kartoffeln eignet sie sich ausgezeichnet. Und falls Sie gleich die doppelte Menge Hack gekauft haben: Ein herzhafter Hackfleisch-Kartoffel-Eintopf oder eine Hackfleisch-Gemüsesuppe mit Tomaten sind dankbare Rezepte für den Rest.
